Likör und Geld: So wirbt ein Pflege-Chef bei seinen Mitarbeitern für Impfung

Mössingen - Mit einer Flasche Eierlikör wollen die Alten- und Pflegeheime der Benevit-Gruppe im baden-württembergischen Mössingen (Kreis Tübingen) um eine höhere Bereitschaft für die Corona-Impfungen bei den Mitarbeitern werben.

Bei den rund 2000 Mitarbeitern der Benevit-Gruppe herrscht eine niedrige Impfbereitschaft. (Symbolbild)
Bei den rund 2000 Mitarbeitern der Benevit-Gruppe herrscht eine niedrige Impfbereitschaft. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Neben der Flasche sollen auch insgesamt 1000 Euro Bonus an eine Einrichtung oder ein Pflegedienstteam fließen, die über das Geld frei verfügen soll, kündigte der Chef Kaspar Pfister in einer Facebook-Videobotschaft an die Belegschaft an.

Voraussetzung sei, dass sich mindestens 60 Prozent der Beschäftigen dort impfen lassen. Zuerst berichteten die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten am Freitag darüber.

Grund der Aktion ist laut Pfister die geringe Impfbereitschaft bei den rund 2000 Mitarbeitern in den 26 Einrichtungen der Benevit-Gruppe.

"Die ursprüngliche Quote von 30 Prozent, die eine Impfbereitschaft signalisiert haben, verändert sich nicht", sagte Pfister. Das mache ihm Sorgen.

Auf den Eierlikör sei er gekommen, weil die Bewohner nach jedem Corona-Abstrich auf Wunsch ein Gläschen davon erhielten.

Da habe es einige Mitarbeiter gegeben, die das auch gerne wollten.

Mit diesen Worten beendet Pfister seinen Appell: "Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen an, damit wir dieses verdammte Virus besiegen."

Titelfoto: Screenshot: Facebook.de/Benevit Gruppe

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