Müller zieht nach: Corona-Italiener sollen in Berliner Krankenhäuser

Berlin – Berlin will so wie andere Bundesländer schwer kranke Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung aufnehmen.
Michael Müller (55, SPD), Berlins Regierender Bürgermeister.
Michael Müller (55, SPD), Berlins Regierender Bürgermeister.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (55, SPD) am Dienstagabend an. "Solidarität macht nicht an der Stadtgrenze halt", sagte Müller in der rbb-Talksendung "Wir müssen reden!". "Wir wollen helfen und Patienten aus Italien aufnehmen. Darüber habe ich heute mit dem Charité-Chef gesprochen."

Müller folgte damit dem Beispiel anderer Länderchefs: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) sagte am Dienstag: "Wir wollen auch da ein Signal der Humanität setzen." Bayern will ebenfalls Covid-19-Patienten aus Italien aufnehmen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) sagte die Aufnahme von zehn Patienten aus dem besonders leidenden Norditalien zu. "Wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein."

In Sachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind bereits erste Corona-Notfälle aus dem Ausland in Kliniken untergebracht.

Jüngere als Paten für Ältere

Jüngeren wird empfohlen, Älteren zu helfen – zum Beispiel indem sie für sie einkaufen gehen. (Symbolbild)
Jüngeren wird empfohlen, Älteren zu helfen – zum Beispiel indem sie für sie einkaufen gehen. (Symbolbild)  © Torwai Suebsri / 123RF

Müller empfiehlt Jüngeren, älteren Menschen zu helfen, die nicht rausgehen können oder das damit verbundene Risiko nicht eingehen wollen.

Sie könnten eine Art Patenschaft für Ältere übernehmen, sagte Müller in der rbb-Talksendung "Wir müssen reden!" am Dienstagabend. "Dass man zum Beispiel für sie einkauft, dass man einfach auch ein-, zweimal am Tag anruft, dass es einen direkten Kontakt gibt, dass man weiß, wie geht es demjenigen", erklärte der SPD-Politiker.

Jüngere könnten für Ältere so eine Aufgabe übernehmen. "Zu sagen, ich bin da, du kannst mich anrufen, ich ruf' dich an, ein-, zweimal am Tag, wir verabreden was miteinander, das kann schon helfen."

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Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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