Mundschutz hat nicht nur Fans: Was für das Tragen einer Maske spricht

Dresden - Jeder Schutz ist besser als kein Schutz. Trotzdem tobt eine Debatte um die Maskenpflicht für alle.

Eine Passantin mit Mundschutz in einer Einkaufszone (Symbolbild).
Eine Passantin mit Mundschutz in einer Einkaufszone (Symbolbild).  © Bernd Thissen/dpa

Die hat zuletzt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery scharf kritisiert. 

Wer eine Maske trage, werde durch ein trügerisches Sicherheitsgefühl dazu verleitet, den "allein entscheidenden Mindestabstand" zu vergessen. 

Auch könnten Masken bei unsachgemäßem Gebrauch gefährlich werden. Im Stoff konzentriere sich das Virus

Beim Abnehmen werde die Gesichtshaut berührt, schneller sei eine Infektion kaum möglich.

Doch inzwischen rät auch das anfangs zurückhaltende Robert Koch-Institut (RKI) zusätzlich zu den geltenden Hygienemaßnahmen zur Maske. 

Sie hilft, weil das tückische Virus genau dann am meisten infektiös ist, wenn man noch nichts davon ahnt. 

"Das Übertragungsrisiko bei SARS-CoV-2 ist laut Studien einen Tag, bevor Symptome auftreten, mit etwa 44 Prozent am höchsten", sagt die Internistin Dr. Julia Fantana (39) von der Uniklinik Dresden.

"Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Baumwollmasken können diese Tröpfchen abhalten. Sie reduzieren damit deutlich das Risiko, andere unbewusst anzustecken und erhöhen den Selbstschutz", stellt die Internistin klar. 

Und warum setzt man erst jetzt auf Masken? "Die Politiker mussten anfangs wohl eine Massenkaufpanik wie bei Klopapier verhindern."

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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