Mutter geht auf abgesperrten Spielplatz und wird verhaftet!

Meridian (USA) - Eine Frau betrat einen Spielplatz in Zeiten der Corona-Pandemie und machte einen schnippischen Kommentar, als die Polizei eintraf. Die Folgen waren hart.

Auf einem Spielplatz erwischten Polizisten eine Mutter mit ihren zwei Kindern. (Symbolbild)
Auf einem Spielplatz erwischten Polizisten eine Mutter mit ihren zwei Kindern. (Symbolbild)  © 123rf/Joerg Huettenhoelscher

Sara Brady (40) ging am vergangenen Dienstag mit ihren zwei Kindern im US-Bundesstaat Idaho auf einen Spielplatz. Was unter normalen Umständen nicht der Rede wert wäre, ist während dieser Ausnahmesituation mit einem weltweit grassierenden Virus jedoch strafbar.

So kam es, dass Polizeibeamte auf Patrouille an dem Paradies für Kinder vorbeifuhren und die kleine Familie entdeckten.

Die Beamten sprachen die 40-Jährige daraufhin an und baten sie, den Ort zu verlassen. Laut Fox News soll die Frau jedoch entgegnet haben, dass sie festgenommen werden möchte. "Verhaften Sie mich, weil ich schwierig bin. Tun Sie es! Nehmen Sie den Fall auf!", wird Brady zitiert.

Dem kamen die Beamten nach. Sie inhaftierten die Mutter für einen Tag.

Dies löste eine Demonstration am darauffolgenden Tag aus, bei der etwa 50 Personen vor dem Haus der Mutter versammelten und sich gegen die polizeilichen Maßnahmen aussprachen, wie ein Video im Netz zeigt.

Mutter entschuldigte sich für Ausraster

Wie die Polizei in der Stadt Meridian mitteilte, seien die verstärkten Kontrollfahrten bei dem Haus der Familie jedoch erst auf Wunsch der Mutter von Sara Brady, also der Oma der Kinder, organisiert worden.

Einen Grund für den großen Protest gab es somit nicht.

Am Wochenende entschuldigte sich Sara Brady vor dem Polizeirevier bei dem Beamten, der sie verhaftet.

Die 40-Jährige sagte, sie sei frustriert, weil sie ständig nur zu Hause festsitze, sich permanent um ihre Kinder kümmern müsse und viele andere Aufgaben hätte. Dies hätte ihr viel Stress bereitet. "Dies ist jedoch keine Entschuldigung für mein Verhalten und meinen Anteil an dem, was passiert ist", so Brady.

"Ich hätte nie gedacht, dass ein aus Frustration an Sie gerichteter Kommentar, bei dem ich lediglich wollte, dass meine Kinder in einem Park spielen können, eine solche Kluft zwischen unseren Freunden, unserer Familie, der Gemeinschaft, dem Bundesstaat Idaho, unserer Nation und der Welt schaffen würde."

Sie wollte damit keinen Protest anzetteln und war sich angeblich vorher keiner Schuld bewusst.

Die emotionale Entschuldigung gegenüber dem Polizeibeamten

Brady machte sich auch Sorgen um die Rechte der Bevölkerung: "Die Realität ist, dass ich in den letzten 5 Wochen zu Hause feststeckte, wie auch der Rest dieser großartigen Nation und unsere gottgegebenen Rechte vor meinen Augen zusammenbrechen sah", sagte die besorgte Mutter weiter.

"Obwohl ich mit den derzeit geltenden Beschränkungen, die unsere Freiheiten einschränken, nicht einverstanden bin, habe ich nie beabsichtigt oder gedacht, dass ich an einem sonnigen Tag mit meinen Kindern in den Park gehen würde und einen Polizeieinsatz auslöse."

Brady wäre unter diesen Umständen sonst nicht in den Park gegangen, beteuerte sie bei ihrer Rede. 

Titelfoto: 123rf/Joerg Huettenhoelscher

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