Nach Beschluss von Bund und Ländern: Bayern bezweifelt 2G-plus-Regel für Gastronomie!

München/Berlin - Nach dem Beschluss von Bund und Ländern zur Einführung einer 2G-plus-Regel für Restaurants, Cafés und Kneipen ist die Umsetzung im Freistaat Bayern noch nicht entschieden.

2G-plus-Regel für Restaurants, Cafés und Kneipen auch in Bayern? Im Freistaat soll erst die Sinnhaftigkeit überprüft werden. (Symbolbild)
2G-plus-Regel für Restaurants, Cafés und Kneipen auch in Bayern? Im Freistaat soll erst die Sinnhaftigkeit überprüft werden. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

"Ich habe den Gesundheitsminister gebeten zu prüfen, ob das aus unserer Sicht wirklich notwendig ist. Wir sind da sehr, sehr zurückhaltend und skeptisch. Wir haben dazu heute auch eine Erklärung gemacht, wir werden es am nächsten Dienstag dann abschließend entscheiden", sagte Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) am Freitag nach den Beratungen vor Journalisten.

Söder betonte, Bayern habe eine Protokollerklärung abgegeben, wonach der Bund-Länder-Beschluss "in weiten Teilen hinter der bereits geltenden bayerischen Rechtslage" zurückbleibe. Weitere Verschärfungen - wie eine inzidenzunabhängige 2G-plus-Regel in der gesamten Gastronomie - müssten erst auf Basis einer möglichst gesicherten wissenschaftlichen Expertise geprüft werden.

In Bayern sind Schankwirtschaften und Discos anders als in anderen Bundesländern derzeit geschlossen, ferner muss die Gastronomie im Freistaat in regionalen Coronavirus-Hotspots ebenfalls jeweils ihre Pforten schließen.

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Der nun gefasste Beschluss sieht vor, dass Geimpfte und Genesene einen tagesaktuellen negativen Test oder eine Booster-Impfung vorweisen müssen, um Zutritt zu bekommen. Es sei wichtig, die Gesellschaft mitzunehmen, sagte Söder.

Da die Experten in der Konferenz nicht alle Fragen hätten ausreichend beantworten können, seien leider Fragen offen geblieben. Auch bemängelte Söder, dass es bei der Konferenz keine Mehrheit für eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht gegeben hätte. Diese seien nach Ansicht der Wissenschaft entsprechend weiter der beste Schutz auch gegen Omikron.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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