Nach Chaos in Kassel: Am Sonntag große Querdenker-Demo in Darmstadt geplant

Darmstadt - Die Querdenken-Bewegung hat eine Demonstration gegen Corona-Maßnahmen mit rund 900 Teilnehmern für diesen Sonntag (28. März) in Darmstadt angemeldet.

Bilder wie diese vom vergangenen Samstag in Kassel sollen nach Aussage des Darmstädter Bürgermeisters Jochen Partsch (58, Grüne) verhindert werden.
Bilder wie diese vom vergangenen Samstag in Kassel sollen nach Aussage des Darmstädter Bürgermeisters Jochen Partsch (58, Grüne) verhindert werden.  © dpa/Swen Pförtner

Das teilte die Stadt am Mittwochabend mit. In Abstimmung mit der Polizei sei der geplante Versammlungsort der Kundgebung nun vom Karolinenplatz in der Stadtmitte auf den Böllenfalltor-Parkplatz im Südosten der Stadt verlegt worden.

Die Versammlung wurde laut Stadt von der Organisation Querdenken 615 angemeldet.

Eine Demonstration auf dem Karolinenplatz in direkter Nähe zum Impfzentrum sei nicht zu dulden gewesen, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne).

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Daher habe man ein Verbot der Kundgebung auf dem Platz und eine Verlagerung beschlossen.

Ein generelles Verbot der Demonstration sei "nach eingehender rechtlicher Prüfung" nicht möglich gewesen.

"Dennoch stellen wir uns Entwicklungen wie in Kassel am vergangenen Wochenende entschieden entgegen", sagte Partsch. Es werde verstärkte Kontrollen der Polizei geben, auch um die erteilte Maskenpflicht zu überwachen. Die Veranstaltung soll von 13.30 bis 17.30 Uhr dauern.

Nach Angaben der Stadt gibt es bereits drei angemeldete Gegendemonstrationen, eine mit 500 angemeldeten Personen und zwei mit jeweils 50 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auflage sei auch hier die Einhaltung des Sicherheitsabstandes sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Am vergangenen Wochenende hatte es bei einer Demonstration gegen Corona-Auflagen in Kassel mit mehr als 20.000 Teilnehmern gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben (TAG2 berichtete). Die Polizei war wegen ihres zurückhaltenden Konzeptes in die Kritik geraten (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner

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