Abstände eingehalten? 1000 Menschen bei Corona-Demo in Erfurt

Erfurt - Unter dem Motto "Schluss mit: Eingriffe in Freiheit und Selbstbestimmung" ist am Samstag eine Kundgebung des Bündnisses "Thüringen steht zusammen" am Domplatz Erfurt über die Bühne gegangen.

Teilnehmer einer Kundgebung "Thüringen steht zusammen" stehen auf dem Domplatz in Erfurt und protestieren gegen die Corona-Maßnahmen.
Teilnehmer einer Kundgebung "Thüringen steht zusammen" stehen auf dem Domplatz in Erfurt und protestieren gegen die Corona-Maßnahmen.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

1000 Menschen versammelten sich in der Thüringer Landeshauptstadt. Weitere Teilnehmer seien von der Polizei zurückgewiesen worden. Angemeldet waren 500 Personen. Zuvor war bundesweit in den sozialen Medien zur Kundgebung aufgerufen worden.

Den Angaben zufolge gab es vereinzelt Verstöße gegen die Auflagen für die Versammlung - etwa gegen die Pflicht, eine Maske zu tragen.

Vier Strafanzeigen, unter anderem wegen Beleidigung, sechs Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz sowie eine Gewahrsamnahme und 60 Identitätsfeststellungen waren die Bilanz einer laut Polizei friedlich verlaufenen Kundgebung ohne nennenswerte Vorkommnisse.

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In Abstimmung mit der Versammlungsleiterin wurde die Versammlungsfläche am Domplatz weiträumig abgesperrt. Über Schleusen wurde ein geordneter Zu- und Abgang von 1000 Versammlungsteilnehmern ermöglicht.

Thüringen plant verschärfte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Dazu gehört unter anderem eine Pflicht, in Bussen und Bahnen sowie in öffentlichen Gebäuden künftig medizinische Masken zu tragen. Geplant ist, dass die Verordnung am Dienstag in Kraft tritt.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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