Nach Corona-Impfskandal um Halles OB: Staatsanwaltschaft durchsucht Diensträume

Halle (Saale) - Die vorgezogenen Corona-Impfungen von Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) und zehn Stadträten haben für Empörung gesorgt. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen den Politiker werden nun Diensträume der Stadt durchsucht.

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen Halles OB Bernd Wiegand (63, parteilos) werden Diensträume der Stadt durchsucht.
Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen Halles OB Bernd Wiegand (63, parteilos) werden Diensträume der Stadt durchsucht.  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Staatsanwaltschaft Halle mitteilte, vollziehe die Behörde seit Montagmorgen mit Unterstützung der Polizeiinspektion zwei Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse.

Der Verdacht gegen das Stadtoberhaupt: Veruntreuende Unterschlagung von Corona-Impfstoff.

"Dr. Bernd Wiegand ist verdächtig, unter Missachtung der in der Corona-Virus-Impfverordnung des Bundesministers für Gesundheit geregelten Impfreihenfolge dafür gesorgt zu haben, dass er selbst sowie weitere noch nicht berechtigte Personen bereits mit dem Corona-Virus-Impfstoff geimpft worden sind", heißt es in der Mittelung weiter.

Neben dem Büro des Oberbürgermeisters werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Diensträume des städtischen Gesundheitsamtes und des Impfzentrums durchsucht.

Titelfoto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0