Nach Hammer-News zu Biontech-Impfstoff: Liefervereinbarungen für 570 Millionen Corona-Impfdosen

Mainz - Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech hat nach eigenen Angaben mit seinem US-Partner Pfizer Liefervereinbarungen mit mehreren Ländern und der EU für insgesamt 570 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs für dieses und das nächste Jahr geschlossen.

Die zuvor veröffentlichten Forschungsergebnisse machen Mut (Symbolfoto).
Die zuvor veröffentlichten Forschungsergebnisse machen Mut (Symbolfoto).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Darüber hinaus gebe es Kaufoptionen für weitere 600 Millionen Dosen, teilte Biontech am Dienstag mit. Alle Vereinbarungen sind den Angaben zufolge abhängig vom klinischen Erfolg und der Zulassung.

Das Unternehmen hatte zuvor ermutigende Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs vorgelegt und angekündigt, voraussichtlich schon ab der kommenden Woche mit Pfizer die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA zu beantragen.

Neben der EU gibt es laut Biontech auch Liefervereinbarungen unter anderem mit den USA, Kanada und Japan. 

Biontech-Vorstandschef und -Mitgründer Ugur Sahin sprach am Dienstag mit Blick auf das am Montag präsentierte Zwischenergebnis einer 90-prozentigen Wirksamkeit des Impfstoffs von einem "Wendepunkt, sowohl für unser Unternehmen als auch für die Innovation in der Wissenschaft. Diese Daten bringen uns einer möglichen Lösung für die aktuelle globale Pandemie einen Schritt näher."

Auf der Grundlage von Lieferprognosen geht Biontech davon aus, dass in diesem Jahr weltweit bis zu 50 Millionen Impfstoffdosen geliefert und im nächsten Jahr bis zu 1,3 Milliarden Dosen hergestellt werden.

Eine wichtige Rolle bei der Herstellung soll die Produktionsanlage im hessischen Marburg spielen. Die Übernahme des Werks von dem Schweizer Pharmariesen Novartis wurde laut Biontech im Oktober abgeschlossen.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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