Nach Masken-Streit im Flugzeug: Frau drohen 20 Jahre Gefängnis

Cypress (USA) - Eine Frau aus dem US-Bundesstaat Texas könnte für die nächsten 20 Jahre hinter Gitter wandern – weil sie während eines Streits um eine Mund-Nasen-Bedeckung im Flugzeug durchgedreht sein soll.

Die Frau drehte durch, nachdem eine Flugbegleiterin ihren Mann angewiesen hatte, seine Maske aufzusetzen. (Symbolbild)
Die Frau drehte durch, nachdem eine Flugbegleiterin ihren Mann angewiesen hatte, seine Maske aufzusetzen. (Symbolbild)  © 123RF/danciaba

Wie The Independent berichtete, hat sich die 50-jährige Debby Dutton nun vor dem Bundesgericht in Houston verantworten müssen, nachdem sie Ende Juni dieses Jahres auf einem Flug von Alaska nach San Francisco eine Flugbegleiterin angegriffen haben soll.

Während der besagten Reise bemerkte diese nämlich, dass Duttons schlafendem Ehemann die Maske vom Gesicht gerutscht war. Deshalb tippte sie ihm behutsam auf die Schulter und bat ihn darum, diese wieder aufzusetzen.

So weit kein Problem. Ohne sich zu beschweren, folgte der Mann der Anweisung, und die Flugbegleiterin wollte gerade mit ihrer Arbeit weitermachen, als sie von hinten angepöbelt wurde.

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"Sie fassen meinen Mann nicht an", soll Debby plötzlich geschrien haben. "Warum wecken Sie ihn auf?"

Anschließend sei sie aufgestanden und habe die junge Frau immer wieder geschubst.

Durch dieses "schmerzhafte und gewaltsame" Durchdrehen der 50-Jährigen soll die Flugbegleiterin Prellungen an ihrem rechten Arm erlitten haben, die von einem Arzt abgecheckt werden mussten.

Flugbegleiterin war dazu verpflichtet, den Mann aufzuwecken

Der Streit ereignete sich auf einem "United Airlines"-Flug von Alaska nach San Francisco. (Symbolbild)
Der Streit ereignete sich auf einem "United Airlines"-Flug von Alaska nach San Francisco. (Symbolbild)  © Silas Stein/dpa

Dies zieht nun Konsequenzen nach sich: Debby wird sich des Angriffs auf das Flugpersonal, Bedrohung und Einschüchterung verantworten müssen. Eine Höchststrafe dafür beträgt 20 Jahre hinter Gittern.

Ob sich das gelohnt hat?

In den USA herrscht seit Monaten eine bundesweite Maskenpflicht an Flughäfen und in Flugzeugen.

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Dass die junge Frau den Mann geweckt hat, war also richtig.

In einer Pressemitteilung des US-Justizministeriums hieß es laut UNILAD indessen, dass Fluggäste jederzeit ihre Masken tragen müssen und darauf hingewiesen werden sollen, falls dies nicht der Fall ist.

Im Fall, dass der Reisende schläft, ist eine Flugbegleiterin dazu verpflichtet, ihn oder sie aufzuwecken und daraufhin hinzuweisen.

Titelfoto: 123RF/danciaba

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