Nach Massenabschlachtung: Dänemark hat Millionen Nerze wieder ausgegraben

Von Steffen Trumpf

Kopenhagen - In Dänemark werden die letzten von Millionen gekeulten und unter die Erde gebrachten Nerzen wieder ausgegraben.

Nerze zählen zu den bedrohten Säugetierarten in Europa. Anfang November wurden Millionen der Tiere in Dänemark getötet.
Nerze zählen zu den bedrohten Säugetierarten in Europa. Anfang November wurden Millionen der Tiere in Dänemark getötet.  © Sergei Grits/AP/dpa

Am Montagmorgen werden die letzten Kadaver der getöteten Pelztiere aus ihren Gräbern auf einer Militäranlage nahe Kølvrå in Mitteljütland geholt und zur Verbrennungsanlage gefahren.

Wie die zuständige Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen am Sonntag mitteilte, wird das Ausgraben der insgesamt mehr als 13.000 Tonnen schweren tierischen Überreste aus ihren langen Massengräbern damit planmäßig beendet.

Im Anschluss sollen die Gebiete wieder so hergerichtet werden, wie sie vor dem massenhaften Vergraben der Nerze aussahen.

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Die dänische Regierung hatte Anfang November 2020 beschlossen, dass alle rund 15 Millionen Zuchtnerze im Land getötet werden sollen.

Als Grund dafür war angeführt worden, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

Nerze traten während der Verwesung wieder an die Oberfläche

Tote Nerze liegen übereinander. Dänemark hatte Millionen der Tiere aufgrund einer mutierten Coronavirus-Variante getötet und vergraben.
Tote Nerze liegen übereinander. Dänemark hatte Millionen der Tiere aufgrund einer mutierten Coronavirus-Variante getötet und vergraben.  © Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Etwa vier Millionen der für ihre Pelze gezüchteten Tiere wurden auf zwei Militäranlagen vergraben, viele traten aber im Zuge des Verwesungsprozesses wieder an die Erdoberfläche.

Eine Mehrheit der dänischen Parlamentsparteien hatte sich Ende 2020 darauf geeinigt, dass die Nerze wieder ausgegraben und weggeschafft werden, wenn sie kein Infektionsrisiko mehr darstellen.

Mit diesen Arbeiten war im Mai begonnen worden.

Titelfoto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

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