Neue Corona-Fälle in Sachsen! Ehepaar und Lkw-Fahrer betroffen

Dresden – Kein Tag ohne Hiobsbotschaft. Nun gibt es in Sachsen zehn bestätigte Corona-Fälle – darunter auch in Dresden.

Die Zahl der Infizierten in Sachsen erhöht sich auf 10.
Die Zahl der Infizierten in Sachsen erhöht sich auf 10.  © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Wie das sächsische Gesundheitsministerium in Dresden am Sonntag mitteilte, wurden ein Rentnerpaar aus Dresden und ein aus Osteuropa stammender Fernfahrer am Wochenende positiv auf die Infektion mit dem Virus getestet. Hinzu kamen am Abend drei bestätigte neue Fälle im Landkreis Bautzen. Sie sind Kontaktpersonen der bereits im Landkreis infizierten Person (TAG24 berichtete).

"Das Dresdner Paar war aus dem Urlaub in Norditalien zurückgekehrt und hatte sich nach Auftreten von Erkältungssymptomen am Uniklinikum Dresden auf Infektion testen lassen. Es befindet sich in häuslicher Isolation", so die amtliche Mitteilung von Sonntagmittag. 

Da die beiden die Zeit seit der Rückkehr zu Hause verbrachten, hätten sie nur wenige Kontakte zu weiteren Personen gehabt. Diese seien im Übrigen auch bereits ermittelt.

Zum Fernfahrer: Er kam auf seiner Dienst-Route auch durch Norditalien. "Er meldete sich mit Fieber, Krankheitssymptomen an den oberen Atemwegen und Schwächegefühl beim Arzt", so das Ministerium. 

Der Trucker wird im Leipziger Klinikum St. Georg stationär behandelt. Sein Zustand ist stabil.

Zahl der Infizierten in Sachsen erhöht sich auf 10

Für die Betroffenen gilt nun Quarantäne. 
Für die Betroffenen gilt nun Quarantäne.   © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Wie bei allen bislang bekannten Fällen (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Leipzig, Landkreis Bautzen) äußerte auch hier Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD) Genesungswünsche. 

Ferner sagte sie: "Sie haben sich richtig verhalten, den Verdacht auf Corona erkannt und diesen schnell überprüfen lassen. Es ist wichtig und nötig, dass sich unsere Behörden, Ärzte und Kliniken auch gut um Coronapatienten kümmern, die sich auf der Durchreise durch Sachsen befinden. Ich danke auch in diesem Fall allen für ihren schnellen Einsatz."

Die Zahl der Fälle im Freistaat Sachsen erhöht sich somit auf zehn. Alle waren durch Norditalien gereist oder von dort zurückgekehrt. Am Sonnabend wurde bei einem Mann aus dem Landkreis Leipzig und einer Frau aus dem Kreis Bautzen im Labortest die Infektion mit dem Coronavirus festgestellt (TAG24 berichtete). Sie alle sind in häuslicher Quarantäne.

Am Freitag war die Infektion bei einem Leipziger festgestellt worden. Er wird wie ebenfalls berichtet stationärer im Klinikum St. Georg behandelt. Am 2. März war bei einem Busreisenden aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eine Infektion diagnostiziert worden. Er befindet sich in häuslicher Isolation. 

In allen Fällen wurden mögliche Infektionsketten ermittelt. Auch die Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Isolation. Die Labortests bei ihnen fielen negativ aus. 

Für die Stadtverwaltung Dresden äußerte sich Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (43, Linke): "Die Fälle in Dresden zeigen, dass die Meldewege funktionieren und alle Bereiche, von den niedergelassenen Ärzten, über die Krankenhäuser bis zum Gesundheitsamt Hand in Hand arbeiten. … Den Betroffenen wünsche ich persönlich gute Besserung. Mir wurde von einer kooperativen und guten Zusammenarbeit berichtet. Das ist bei einer häuslichen Isolation nicht selbstverständlich und in meinen Augen bemerkenswert!"

Seit dem vergangenen Wochenende und bis auf weiteres ist das Info-Telefon des Gesundheitsamtes zum Thema täglich von 8 bis 16 Uhr unter 0351-4885322 erreichbar, so das Rathaus weiter. Zudem wurde eine extra Informationsseite eingerichtet (www.dresden.de/Corona).

Mit der Erreichbarkeit am Wochenende solle der dauerhafte Informationsaustausch mit dem medizinischen Sektor, wie den Kliniken oder auch niedergelassenen Ärzten, sichergestellt werden. Ratsuchende Bürger würden gebeten, zunächst ihr Anliegen mit den Übersichten des zentralen Robert-Koch-Institutes abzugleichen und sich auf www.dresden.de/Corona zu informieren. 

Sollten die Dresdner keine Antwort auf ihre Frage finden, steht die telefonische Bereitschaft zur Verfügung.

Titelfoto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

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