Neue Corona-Regeln für Sachsen: Lockdown bis 7. Februar verlängert

Dresden - Weil die Corona-Lage in Sachsen trotz Lockdown "besorgniserregend" bleibt, gibt es erneut eine Verschärfung der Regeln. Hier erfahrt Ihr, was ab kommender Woche gilt.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) hat am Freitag die neuen Kontaktbeschränkungen verkündet.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) hat am Freitag die neuen Kontaktbeschränkungen verkündet.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Wie sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) am Freitagabend nach einer Sitzung des Kabinetts erklärte, werden noch einmal die Kontaktbeschränkungen verschärft.

Ein Hausstand darf sich demnach nur noch mit einer weiteren Person treffen, Ausnahmen soll es aber für die Kinderbetreuung geben.

Dafür dürfen sich zwei Haushalte weiterhin treffen und mit der Betreuung abwechseln. Köpping sprach von einer "lebensnahen Lösung".

Die neue Corona-Schutzverordnung, die eine Verlängerung des Lockdowns vorsieht, gilt vom 11. Januar bis zum 7. Februar.

Sachsen kommt derzeit auf eine 7-Tages-Inzidenz von 298

Sachsen bleibt Deutschlands Corona-Hotspot. In keinem anderen Bundesland gibt es eine so hohe Inzidenz wie im Freistaat.
Sachsen bleibt Deutschlands Corona-Hotspot. In keinem anderen Bundesland gibt es eine so hohe Inzidenz wie im Freistaat.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Kritik an der Corona-Testpflicht für Berufspendler aus Polen und Tschechien rückte das Kabinett zudem von der geplanten Testung zweimal pro Woche ab.

Stattdessen sollen sich Pendler nur noch einmal pro Woche testen lassen. Um den Unternehmen mehr Zeit zu geben, beginnt die Testpflicht erst am 18. Januar und damit eine Woche später als geplant.

Köpping sprach von Zahlen, die weiterhin "besorgniserregend" seien. Der Freistaat gilt schon seit Wochen bundesweit als Corona-Brennpunkt.

Sowohl das Robert Koch-Institut als auch das Gesundheitsministerium wiesen am Freitag rund 298 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen aus.

Update, 8. Januar, 21.10 Uhr: Vom Lockdown betroffene Eltern müssen keine Elternbeiträge mehr zahlen

Die sächsische Regierung stellte am Freitag außerdem klar, dass Eltern in der Corona-Krise ein wenig entlastet werden sollen.

Deshalb müssen Eltern, die ihre Kinder aufgrund des aktuellen Lockdowns nicht in Krippe, Kindergarten, Hort oder Kindertagespflege betreuen lassen können, keine Elternbeiträge mehr entrichten.

Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden habe man sich auf eine einheitliche Erstattung von Elternbeiträgen geeinigt. Die Befreiung gelte aber nur, wenn die Notbetreuung nicht in Anspruch genommen wird.

Für den Zeitraum vom 14. Dezember 2020 bis 17. Januar werde ein Monatsbeitrag pauschal erstattet. Auch bei einer weiteren Schließung soll die Entlastung der Eltern weitergehen - und zwar für jede Woche zu einem Viertel des jeweiligen Monatsbetrages. Die Regelung muss noch vom Landtag bestätigt werden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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