Neue Corona-Regeln: Was ändert sich in Sachsen?

Dresden - Sachsen geht bundesweit mit umfangreichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen voran.

Tische und Stühle von Restaurants vor der Frauenkirche dürften bald wieder besetzt sein.
Tische und Stühle von Restaurants vor der Frauenkirche dürften bald wieder besetzt sein.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Ab diesem Freitag (15. Mai) kehrt in vielen Bereichen für die Bürger ein Stück Normalität zurück.

Die neue Corona-Schutz-Verordnung gilt bis zum 5. Juni. 

Ein Überblick über die wichtigsten Regelungen:

RESTAURANTS UND HOTELS: 

Ein Abendessen im Restaurant, ein Eis im Café - all das ist ab Freitag wieder möglich. 

Lokale, Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen dürfen aufmachen. Alle Betriebe müssen aber ein Hygienekonzept haben und mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen. 

Eine Dehoga-Checkliste zu Hygiene- und Abstandsregeln soll bei der Vorbereitung helfen. Unter anderem gilt: 1,50 Meter Abstand zum Nachbartisch, höchstens zwei Haushalte an einem Tisch, Desinfektionsspender auf den Toiletten. 

Anders als in anderen Bundesländern dürfen auch Bars öffnen, wenn Hygieneregeln eingehalten werden. Der Barbetrieb - das enge Sitzen an der Theke - ist aber tabu, ebenso das Shisha-Rauchen. 

Prinzipiell gilt: Servicekräfte müssen Mundschutz tragen, Gäste nicht.

Trotz der Lockerungen gilt fast überall die Pflicht zum Tragen von Mundschutz.
Trotz der Lockerungen gilt fast überall die Pflicht zum Tragen von Mundschutz.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

SHOPPEN:

Der Mundschutz und die Einhaltung der Abstandsregeln bleiben - sonst aber können die Sachsen wieder ungehindert einen Einkaufsbummel machen.

Wegen eines Gerichtsurteils gilt die Begrenzung auf 800 Quadratmeter bereits ab sofort nicht mehr: Auch Warenhäuser und Elektronikläden dürfen also komplett öffnen.

Schlangen könnte es dennoch geben, denn die Regel lautet: Ein Kunde pro 20 Quadratmeter ‎Verkaufsfläche.

KULTUR UND FREIZEIT:

Waren die Freizeitmöglichkeiten bisher eingeschränkt, können Theater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte, ‎Opernhäusern, Tanzschulen, Fitness- und Sportstudios, Freibäder sowie Freizeit- und Vergnügungsparks‎ wieder ab 15. Mai öffnen.

Die Regelungen sind laut Wirtschaftsministerium "sehr individuell", je nach Größe und Räumlichkeit. Voraussetzungen für eine Öffnung sind genehmigte Hygienekonzepte. Kontaktdaten müssen für eine spätere Nachverfolgung von Infektionen nicht hinterlassen werden. Das gilt auch für Restaurants.

Sachsen setzt auf die Eigenverantwortung der Besucher.

Busreisen bleiben weiterhin verboten. Die Touristikbranche erleidet durch die Corona-Krise enormen finanziellen Schaden.
Busreisen bleiben weiterhin verboten. Die Touristikbranche erleidet durch die Corona-Krise enormen finanziellen Schaden.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

SCHULEN UND KITAS:

Schulen und Kitas öffnen wie geplant am nächsten Montag - unter Hygieneauflagen.

Für die Kitas und Grundschulen lautet das Konzept: Die Gruppen sollen strikt voneinander getrennt spielen, lernen und essen.

Für viele Kitas und Schulen eine große Herausforderung.

In den weiterführenden Schulen - also ab Klasse 5 - sollen sich Lernzeiten an der Schule und Unterricht zu Hause abwechseln.

Das Ziel: Jeder Schüler soll mindestens einmal pro Woche in die Schule gehen können.

DAS IST NOCH GESCHLOSSEN:

Geschlossen bleiben weiterhin Schwimmbäder, Saunen und Dampfbäder, Spezialmärkte, Volksfeste, Jahrmärkte, Diskotheken, Clubs und Bordelle. Auch Busreisen sind vorerst noch tabu.

Bestehen bleibt bis Anfang Juni grundsätzlich auch das Besuchsverbot für Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und Pflegeheime - in Ausnahmefällen dürfen aber Angehörige ‎besucht werden.

Titelfoto: Montage: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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