Neue Virus-Krankheit in China: Sieben Tote, 67 Infizierte

China - In China grassiert neben dem Coronavirus gerade eine andere tödliche Krankheit. Droht nun eine neue Pandemie?

"Die neue Normalität": Weltweit tragen Menschen Atemschutzmasken, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.
"Die neue Normalität": Weltweit tragen Menschen Atemschutzmasken, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.  © Andy Wong/AP/dpa

Seit knapp sieben Monaten hält die Coronavirus-Pandemie die ganze Welt in Atem.

Seitdem hat sich der Alltag vieler Menschen komplett verändert. Das Tragen von Atemschutzmasken gilt vielerorts als die "neue Normalität".

Derweil muss sich das Ursprungsland des Coronavirus, China, mit dem Ausbruch einer weiteren Infektionskrankheit herumschlagen.

Bereits in zwei Provinzen in Ostchina (Anhui und Jiangsu) wurden Fälle des sogenannten SFTS-Virus - auch als Huaiyangshan Banyangvirus bezeichnet -gemeldet.

SFTS steht dabei für "severe fever with thrombocytopenia syndrome" (schweres Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom) und wird von Zecken übertragen. Vor zehn Jahren entdeckten chinesische Wissenschaftler den Erreger erstmals. Dieser wurde zunächst in Ostchina entdeckt, ist aber auch in Japan, Südkorea, Vietnam und Taiwan aufgetreten.

Wie unter anderem die chinesische "Global Times" berichtet, starben bisher sieben Menschen an der tödlichen Krankheit. 67 sollen sich bereits infiziert haben.

Ärzte fordern dazu auf, Ruhe zu bewahren - aber dennoch vorsichtig zu bleiben.

Das SFTS-Virus wird durch den Biss einer Zecke übertragen. (Symbolbild)
Das SFTS-Virus wird durch den Biss einer Zecke übertragen. (Symbolbild)  © 123rf/ Natalya Aksenova

Neben Symptomen wie Fieber und Husten können auch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschmerzen auftreten. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch können Mediziner nicht ausschließen, da das Virus über Blut oder Schleim auf andere überspringen könnte.

Eine Patientin aus Jiangsus Hauptstadt Nanjing wurde für einen Monat ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie an einem Rückgang der weißen Blutkörperchen gelitten hatte. Dabei sind gerade diese entscheidend bei der körpereigenen Abwehr von Krankheiten.

Mittlerweile befinde sich die Frau auf dem Weg der Besserung. Sie wurde bereits aus dem Krankenhaus entlassen

Die Ärzte des Landes fordern die Menschen dringend dazu auf, Ruhe zu bewahren - aber dennoch vorsichtig zu bleiben.

Titelfoto: Andy Wong/AP/dpa; 123rf/ Natalya Aksenova

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