Coronavirus: Tausende Reisende auf Autobahn-Teststation gecheckt

Neuenburg - Im Schnitt weit mehr als 1000 Reiserückkehrer täglich lassen sich an der Teststation auf der Autobahn 5 bei Neuenburg auf das Coronavirus prüfen.

Neuenburg am Rhein: Ein Mitarbeiter des DRK im Schutzanzug steht am geöffneten Fenster eines Autos während er auf einem Autobahnparkplatz den Abstrich für den Corona-Test durchführt.
Neuenburg am Rhein: Ein Mitarbeiter des DRK im Schutzanzug steht am geöffneten Fenster eines Autos während er auf einem Autobahnparkplatz den Abstrich für den Corona-Test durchführt.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Von Freitag vergangener Woche bis Donnerstagabend seien auf dem Parkplatz Neuenburg-Ost 9460 Abstriche genommen worden, teilte der DRK-Landesverband Baden am Freitag mit. 

Die Hilfsorganisation stellt das Personal von 25 Menschen, die im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten. Mit diesem Aufkommen stoße die Teststelle an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die vom Land finanzierte einzige Autobahn-Teststation (Breisgau-Hochschwarzwald) im Südwesten soll bis Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg Mitte September bestehen bleiben.

Am vergangenen Wochenende seien täglich bis zu 1500 Reisende getestet worden, mit ähnlichen Zahlen sei an diesem Wochenende zu rechnen, sagte eine DRK-Sprecherin. 

Sie kommen vor allem aus der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien und den Balkanstaaten. Wer aus einem Risikogebiet wie Spanien außer den Kanaren oder Serbien zurückkommt, ist zum Test oder einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen von bis zu 25.000 Euro. 

Ergebnisse liegen binnen 48 Stunden vor

Die anderen Rückkehrer können aber ebenfalls von dem Angebot Gebrauch machen. Zwischen dem 14. und dem 19. August sind laut Gesundheitsministerium 35 infizierte Menschen entdeckt worden.

Die Ergebnisse liegen in der Regel binnen 48 Stunden vor; in dieser Zeit sollen die Getesteten zu Hause bleiben. Auch an den drei großen Flughäfen im Südwesten und am Stuttgarter Hauptbahnhof werden Reisende getestet. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Kontrollen zur Einhaltung der Testpflicht gibt es nicht. Das Ministerium betonte, dass die Verantwortung dafür bei den Bürgern liege, nicht beim Staat. Dieser schaffe jedoch hierfür die notwendige Infrastruktur und das kostenlose Angebot.

Ein Sprecher unterstrich: "Wir appellieren deshalb eindringlich an die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen, sich entsprechend zu verhalten und die Testpflicht wahrzunehmen."

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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