Neuer CDU-Chef Armin Laschet: Langfristiges Corona-Konzept ist schwierig

Düsseldorf/Berlin - Der neue CDU-Chef Armin Laschet (59) hat Hoffnungen auf ein langfristiges Corona-Konzept gedämpft.

Armin Laschet (59), NRW-Ministerpräsident und neuer Chef der CDU.
Armin Laschet (59), NRW-Ministerpräsident und neuer Chef der CDU.  © Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

"Ein langfristiges Konzept ist schwierig, da sich die konkrete Entwicklung der Pandemie gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation nur schwer vorhersagen lässt", sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstag).

"Aktuell sinkt die Inzidenz zwar. Aber das neue mutierte Virus ist unberechenbar. Wie es wirkt, wie schnell es wirkt und in welchen Gruppen es wirkt, das kann abschließend heute niemand fundiert vorhersagen."

Deshalb sei äußerste Vorsicht geboten, sagte Laschet. "Wir müssen die Schäden, die durch die Maßnahmen besonders für Kinder und ihre Bildungschancen entstehen, ständig abwägen mit dem Gesundheitsschutz, der jetzt in der Phase der Ungewissheit absolute Priorität hat."

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Und weiter: "Die Entwicklungen in Irland und Großbritannien müssen uns eine Warnung sein."

Laschet als neuer CDU-Vorsitzender

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet wurde Freitag endgültig als neuer CDU-Vorsitzender bestimmt. Nach seiner Wahl bei einem Online-Parteitag am vergangenen Samstag bestätigten ihn die Delegierten auch in der anschließenden Briefwahl.

Laschet erhielt nach Angaben der CDU vom Freitag 796 von 980 abgegebenen Stimmen. Die CDU errechnete daraus eine Zustimmung von 83,35 Prozent. Stimmberechtigt waren wie beim Parteitag 1001 Delegierte.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

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