Corona in Baden-Württemberg: Der Nikolaus kommt, aber...

Stuttgart - Seit bald zwei Jahren hat die Coronavirus-Pandemie Deutschland im Griff.

Im Herbst stieg die Zahl der Neuinfektionen rasant an. (Symbolbild)
Im Herbst stieg die Zahl der Neuinfektionen rasant an. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Auch in Baden-Württemberg waren in den vergangenen Monaten die Auswirkungen deutlich zu spüren.

Die Infektionszahlen sowie die 7-Tage-Inzidenz schnellten im Herbst nach oben, immer mehr Covid-Patienten kamen auf die Intensivstationen im Südwesten.

Die Regierung versucht gegenzusteuern. Doch ob 3G oder 2G: Bei vielen Bürgern wächst der Unmut über die Maßnahmen.

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Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (61, CDU) warnte gar vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste.

"Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher", sagte Strobl Anfang Dezember.

Und weiter: "Sie meint, eine voranschreitende Diktatur zu erkennen, sie meint zunehmend einen delegitimen Staat zu erkennen, gegen den Widerstand gerechtfertigt sei."

Hier findet Ihr alle archivierten Corona-Neuigkeiten für den Zeitraum vom 26. Juli bis 5. Dezember. Alle aktuellen Entwicklungen gibt es in unserem Live-Ticker zur Lage im Südwesten.

Update, 5. Dezember, 10.13 Uhr: Nikolaus kommt trotz Corona, aber mit Vorsichtsmaßnahmen

Nach einer Zwangspause im vergangenen Jahr haben sich am Wochenende wieder Nikoläuse auf den Weg zu Familien in ihrer Region gemacht - allerdings oft nur, wenn diese geimpft oder genesen sind.

"Es war von Anfang an klar, dass wir als ältere Herren kein Risiko eingehen", sagt der Organisator eines jährlichen internationalen Nikolaustreffens im Allgäu, Franz Horn. "Aber es ist wichtig, dass man auch als Geimpfter noch einen Schnelltest macht."

Auch der Vorsitzende der Friedrichshafener Nikolausgilde, Berthold Erich Schwarz, sagt: "Wir gehören fast alle zur Risikogruppe, wir machen das nur unter 2G." Auftritte in Kindergärten, wo die Kinder bisher nicht gegen Corona geimpft werden konnten, fänden im Freien statt.

Auch sonst wollten die Darsteller von Nikolaus und Knecht Ruprecht darauf achten, Abstände einzuhalten. Größere Proteste gegen die 2G-Regel habe es nicht gegeben, sagt Schwarz. "Es gab nur bei einer Anfrage einen Elternteil, der nicht geimpft oder genesen war - aber da wollten wir das Risiko nicht eingehen."

Im Oberallgäu gebe es sogar einige Nikolaus-Darsteller, die unter ihrem Bart zum Schutz noch eine Maske tragen würden, sagt Franz Horn, der in Missen-Wilhams und Umgebung seit fast 50 Jahren mit Bart und Bischofsgewand unterwegs ist. "Dann ist man allerdings oft auch schwerer zu verstehen." 85 Adressen stünden in der Region dieses Jahr auf dem Zettel, sagt er.

In Friedrichshafen sind es laut Schwarz nur etwa 50, vor Corona hätten die Nikoläuse rund 140 Auftritte gehabt. "Das wird ein ganz abgespecktes Nikolausfest", sagt Schwarz.

Aber ein weiteres Jahr ohne Besuche des berühmten Bischofs sei auch keine Option gewesen: "Die Eltern und die Kindergärten haben uns darum gebeten." Auch im Allgäu sei die Sehnsucht nach dem Nikolaus groß gewesen, sagt Horn. "Es gibt zu viele Kinder, die sich so darauf freuen, dass der Nikolaus kommt."

Als Nikolaus und sein Knecht Ruprecht verkleidet besuchen Erich Schwarz (in rot und mit Mitra) und Michael Huber (Ruprecht) die Familie Herold aus Ailingen bei Friedrichshafen. Die beiden Darsteller gehören der Nikolausgilde Friedrichshafen an.
Als Nikolaus und sein Knecht Ruprecht verkleidet besuchen Erich Schwarz (in rot und mit Mitra) und Michael Huber (Ruprecht) die Familie Herold aus Ailingen bei Friedrichshafen. Die beiden Darsteller gehören der Nikolausgilde Friedrichshafen an.  © Felix Kästle/dpa

Update, 5. Dezember, 7 Uhr: Wohnungslos in Kälte und Pandemie

Weniger Platz, weniger Tests und Masken und noch dazu die drohende Kälte: auf wohnungslose Menschen kommen zum nahenden Wintereinbruch unter Pandemiebedingungen weitere Probleme hinzu.

"Die Menschen kommen jetzt wieder zu uns", sagte Gabriele Kraft vom Diakonischen Werk Württemberg. Der AGJ Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg sagt eine "herausfordernde Zeit" voraus. Denn die Nachfrage nach warmen Schlafplätzen oder einem warmen Essen könnten einige Einrichtungen in der Pandemie nicht bedienen. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, müssten zum Beispiel viele Betten leer bleiben, heißt es aus mehreren Unterkünften.

Nicht nur räumlich, auch finanziell könnte es nach Einschätzung der Betreuer in diesem Winter eng werden: In den Unterbringungen gebe es oft nicht genügend Geld, um Masken, PCR-Tests und Handschuhe zu kaufen, sagte Kraft der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei seien Masken und sichere Tests für vorerkrankte und geschwächte Menschen auf der Straße besonders wichtig. "Wir kämpfen immer um die Finanzierung. Jetzt können wir nur wenige Euro für einen Schnelltest ausgeben", sagte Kraft.

Die Wohnungslosenhilfen treibt auch die Sorge um, dass Menschen auf der Straße Probleme mit den Corona-Verordnungen bekommen könnten.

Schon im vergangenen Winter hatten viele Obdachlose und Hilfseinrichtungen mit den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in der Pandemie zu kämpfen. "Die sind ja schon für den normalen Bürger nicht so einfach", sagte Thomas Rutschmann vom AGJ-Fachverband.

Die besonderen Probleme der Obdachlosen würden in der Pandemie oft vergessen, sagte Frisch von der Caritas Baden-Baden. Besonders schwierig sei beispielsweise, dass nur noch digitale Impfausweise akzeptiert werden. "Viele Wohnungslose haben diese technischen Möglichkeiten ja gar nicht", sagte er.

Nach Zahlen aus dem Jahr 2014 haben etwa 22.000 Menschen im Südwesten keinen festen Wohnsitz. Neuere Zahlen gibt es bisher nicht.

Laut Zahlen aus dem Jahr 2014 haben 22.000 Menschen im Südwesten keinen festen Wohnsitz.
Laut Zahlen aus dem Jahr 2014 haben 22.000 Menschen im Südwesten keinen festen Wohnsitz.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 4. Dezember, 19.53 Uhr: Erster Landkreis bei Corona-Inzidenz über der 1000er Marke

Erstmals hat ein baden-württembergischer Landkreis in der vierten Corona-Welle die Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 übersprungen. Für den Schwarzwald-Baar-Kreis gab das Landesgesundheitsamt (LGA) den Wert am Samstag mit 1010,5 an, dicht gefolgt vom Landkreis Tuttlingen (983,9) und - mit größerem Abstand - dem Stadtkreis Pforzheim (750,7). Landesweit betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche 523,4 und sank damit im Vergleich zum Vortag geringfügig (525,3).

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg seit Freitag um 9 auf 11.947. Insgesamt wurden 875.960 bestätigte Corona-Fälle registriert, was einer Zunahme um 6968 entspricht.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen stieg am Samstag im Vergleich zum Vortag um 5 auf 641. Wegen der regionalen Überlastung wurde schon mit der Verlegung baden-württembergischer Intensivpatienten innerhalb Deutschlands begonnen.

Die Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Menschen und Woche) lag am Samstag bei 6,18 (Vortag: 6,6).

Update, 4. Dezember, 16.32 Uhr: Regierung prüft weitere Ausnahmen von der Testpflicht

Nach den jüngsten Erleichterungen von der Testpflicht für Menschen mit Auffrischungsimpfungen schließt die Landesregierung weitere Ausnahmen für Geimpfte und Genesene nicht aus.

"Ob wir das eine oder andere machen werden, müssen wir noch überlegen", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag am Rande des Grünen-Landesparteitags in Heidenheim dem Südwestrundfunk (SWR). Weitere Ausnahmen machten es aber auch komplizierter.

Nach Angaben einer Regierungssprecherin könnten zum Beispiel Menschen von der neuen strikten 2Gplus-Regel entbunden werden, die gerade erst ihre Zweitimpfung erhalten haben. Ausnahmen könne es womöglich auch für Menschen geben, die erst vor kurzem von Corona genesen seien, sagte sie zudem der dpa.

Die in der neuen Corona-Verordnung formulierten Regeln müssten so bald wie möglich begründet werden. Das schließe dann eventuelle weitere Ausnahmen ein, die derzeit geprüft würden.

Nach der neuen Verordnung müssen Geimpfte und Genesene - dafür steht 2G - seit Samstag für den Restaurant- und den Zoobesuch, für das Fitnessstudio, den Skilift und vieles mehr einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie noch nicht "geboostert" sind, also noch keine Auffrischungsimpfung gegen Corona haben.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne).
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne).  © Uli Deck/dpa

Update, 4. Dezember, 15.06 Uhr: Kretschmann will Schulen erst schließen wenn nichts anderes mehr geht

Trotz der verschärften Corona-Lage will das Land die Schulen so lange es geht geöffnet lassen. Schulen würden erst geschlossen, "wenn gar nichts anderes mehr geht, bei Inzidenzen wie wir sie in Sachsen haben, bei etwa 2000", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Samstag am Rande des Grünen-Landesparteitags in Heidenheim.

Derzeit liegt die landesweite Inzidenz bei 525,3. Zwei Kommunen liegen laut Landesgesundheitsamt nur knapp unter der Inzidenz-Marke von 1000: der Schwarzwald-Baar-Kreis (975,7) und der Landkreis Tuttlingen (987,4).

Auch der Chef-Epidemiologe des Landesgesundheitsamts, Stefan Brockmann, geht davon aus, dass die Schulen im Südwesten ohne Lockdown und Verschärfung der Quarantänemaßnahmen durch die Weihnachtszeit und die Ferien kommen werden.

"Es wäre falsch zu sagen, dass mit den Kindern und Jugendlichen die vierte Coronawelle steht oder fällt", sagte Brockmann Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten (Samstag).

Er glaube nicht, dass Schulschließungen das Zünglein an der Waage werden. Er erwarte, dass die Schulen im Südwesten regulär in die Weihnachtsferien gehen und mit dem Unterricht im neuen Jahr starten können, sagte Brockmann.

In der Debatte über Verbote und Einschränkungen hatten zuletzt die Lehrkräfte der baden-württembergischen Gymnasien gefordert, auch Schulschließungen nicht mehr auszuschließen.

"Jede Überlegung zur Sicherung des Schulbetriebs muss jetzt auf den Tisch", hatte der Landesvorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg (PhV BW), Ralf Scholl, gesagt. "Auch Schulschließungen dürfen angesichts der Corona-Infektionslage kein Tabu mehr sein." Der Verband vertritt nach eigenen Angaben rund 9000 Gymnasiallehrerinnen und -lehrer in Baden-Württemberg.

Update, 4. Dezember, 10.04 Uhr: Corona-Kontrollen bringen Ordnungsämter an die Grenzen

Bei den Corona-Kontrollen stoßen die Ordnungsämter in vielen Kommunen im Südwesten an ihre Grenzen.

Es fehle an Kapazitäten für die zusätzlichen Aufgaben, sagte Christopher Heck vom Gemeindetag. "Man kommt an die Grenzen der Durchführbarkeit."

Außerdem würden die kommunalen Beamten als Kontrolleure nicht so stark akzeptiert wie die Polizei. Auch Sebastian Ritter vom Städtetag Baden-Württemberg sagte: "Menschen in Uniform haben eine ganz andere Wirkung auf Bürgerinnen und Bürger."

Die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden fordern deshalb eine bessere Zusammenarbeit mit der Landespolizei. "Die Kontrollen sollten als Gemeinschaftsaufgabe angesehen werden. Dort wo Bedarf besteht, müssen die Kontrollen im Schulterschluss stattfinden", sagte Ritter.

Update, 4. Dezember, 7 Uhr: Strobl warnt vor Radikalisierung der Corona-Proteste

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (61, CDU), hat vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste im Fall einer Impfpflicht gewarnt.

Nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes könne man davon ausgehen, dass "eine Impfpflicht die aggressive Haltung der Querdenker-Bewegung noch verstärkt", sagte der baden-württembergische Innenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

"Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher", sagte Strobl. "Sie meint, eine voranschreitende Diktatur zu erkennen, sie meint zunehmend einen delegitimen Staat zu erkennen, gegen den Widerstand gerechtfertigt sei."

Im Kampf gegen Corona sei es aber richtig, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. "Auch wenn es eine zunehmende Radikalisierung geben sollte: Wir lassen uns von Extremisten, Verschwörungsideologen und Antisemiten nicht abhalten, das Richtige zu tun."

"Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher", sagt Thomas Strobl (61, CDU).
"Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher", sagt Thomas Strobl (61, CDU).  © Uwe Anspach/dpa

Update, 3. Dezember, 19.20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten klettert auf 525,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist am Freitag auf 525,3 geklettert. Am Donnerstag hatte die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner noch bei 517,6 gelegen. Zwei Kommunen lagen am Freitag nur knapp unter der Inzidenz-Marke von 1000, wie aus den Angaben des Landesgesundheitsamts (LGA) in Stuttgart weiter hervorgeht: der Schwarzwald-Baar-Kreis (975,7) und der Landkreis Tuttlingen (987,4).

Seit Donnerstag gab es im Südwesten 60 neue Corona-Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie wurden damit landesweit bislang 11.938 Todesfälle gezählt; zudem insgesamt 868.992 bestätigte Coronafälle.

Der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert legte im Vergleich zum Vortag ebenfalls leicht zu: von 0,93 auf 0,96. Liegt der Wert längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen sank im Vergleich zum Donnerstag um 19 auf 636. Mehr als die Hälfte von ihnen (346) wird künstlich beatmet, wie das LGA mitteilte. Wegen der regionalen Überlastung wurde schon mit der Verlegung baden-württembergischer Intensivpatienten innerhalb Deutschlands begonnen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Menschen und Woche) lag am Freitag bei 6,6 (Vortag: 6,3). Der Wert spielt eine bedeutende Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist aber in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Update, 3. Dezember, 14.16 Uhr: Impfpässe gefälscht? Ermittlungen gegen sechs Verdächtige

Mehrere Blanko-Impfpässe, Stempel und Etiketten hat die Polizei bei Hausdurchsuchungen im Landkreis Schwäbisch Hall sichergestellt. Fünf Frauen und ein Mann stehen in Verdacht, Impfnachweise mit falschen Eintragungen hergestellt und verbreitet zu haben, berichtete die Polizei am Freitag.

Durchsuchungen gab es in den Gemeinden Michelfeld, Rosengarten, Mainhardt und Schwäbisch Hall. Die Ermittlungen dauern an.

Update, 3. Dezember, 12.39 Uhr: Landtag berät in Sondersitzung über Verschärfungen der Corona-Regeln

Nach der angekündigten Verschärfung der Einschränkungen und Verbote wegen der Corona-Pandemie wird der baden-württembergische Landtag die neuen Regeln in einer Sondersitzung beraten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wird die Abgeordneten am Dienstag kommender Woche (15 Uhr) über die Bund-Länder-Gespräche und die Konsequenzen für den Südwesten auf den aktuellen Stand bringen, wie Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) am Freitag ankündigte. Geplant ist außerdem eine Aussprache.

Die Landesregierung will das Regelwerk deutlich verschärfen, um die vierte Corona-Welle zu brechen und die Pandemie einzudämmen. Die neuen Corona-Regeln sollen schon an diesem Samstag in Kraft treten. Unter anderem muss künftig für den Restaurantbesuch ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, auch wenn die Gäste geimpft oder genesen sind.

Außerdem werden Großveranstaltungen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise in Baden-Württemberg untersagt, Weihnachtsmärkte verboten und Diskotheken geschlossen. Fußballvereinen drohen Spiele vor fast leeren Zuschauerrängen.

Update, 3. Dezember, 12 Uhr: Intendant: 2G plus im Theater ist Drangsalieren von Geimpften

Der Chef der Landestheater Tübingen, Thorsten Weckherlin, fordert Ausnahmen für Booster-Geimpfte bei 2G plus. Wer seine Covid-Impfung aufgefrischt habe, solle im Theater von der verordneten 2G-Plus-Regel ausgenommen werden, sagte der Intendant aus Tübingen am Freitag. In vielen Bundesländern gebe es in den Theatern diese 2G-Plus Regelung nicht.

Da komme man mit 2G rein. Und das sei richtig. "Ich kann doch unserem Publikum, das geboostert ist, nicht mehr abverlangen, als notwendig ist. Dieses Plus ist eine Genugtuung für die Impfgegner und ein Drangsalieren der bereits geimpften Leute."

Update, 3. Dezember, 9.57 Uhr: Testpflicht auch für Geimpfte in Restaurants

Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. Für die Gastronomie gelte künftig die Regel 2G plus.

Auch Geimpfte und Genese müssen sich nun vor einem Restaurantbesuch testen lassen.
Auch Geimpfte und Genese müssen sich nun vor einem Restaurantbesuch testen lassen.  © Ole Spata/dpa

Update, 3. Dezember, 9.55 Uhr: Baden-Württemberg verbietet Großveranstaltungen

Großveranstaltungen werden angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise in Baden-Württemberg untersagt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen. Demnach werde für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kulturveranstaltungen künftig eine "harte Obergrenze" von 750 Personen gelten. Die Regeln sollen am Samstag in Kraft treten.

Mehr Infos im Artikel: Baden-Württemberg verbietet Großveranstaltungen

An leere Stadien müssen sich die Fußballfans wohl wieder gewöhnen.
An leere Stadien müssen sich die Fußballfans wohl wieder gewöhnen.  © Matthias Balk/dpa

Update, 3. Dezember, 9 Uhr: Epidemiologe Grundmann: Impfung besser als Lockdown

Der Freiburger Infektionsepidemiologe Hajo Grundmann mahnt angesichts verstärkter Forderungen nach einem Lockdown zur Vorsicht.

"Weder ein Lockdown noch Kontaktbeschränkungen werden uns auf Dauer weiterhelfen, das kann nur die Impfung", sagte der medizinische Leiter des Instituts für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg.

Mehr Infos im Artikel: Epidemiologe Grundmann: Impfung besser als Lockdown

Update, 3. Dezember, 6.51 Uhr: Neue Corona-Regeln sorgen für Aufschrei in Handel und Gastronomie

Laute Rufe nach mehr staatlichen Hilfen im Handel und in der Gastronomie, Angst vor weiteren Mitarbeiterverlusten in der Gastronomie, Entsetzen bei den Feuerwerksherstellern: Die Verschärfung der Corona-Bestimmungen durch Bund und Länder hat am Donnerstag für Aufregung in vielen Branchen gesorgt. Der Handelsverband Deutschland befürchtet durch die geplante bundesweite Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen des Einzelhandels Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent in den betroffenen Geschäften

Update, 3. Dezember, 6.05 Uhr: Drei von vier Deutschen gegen Schulschließungen wegen Corona-Pandemie

Trotz der starken Corona-Welle sind drei von vier Bürgern gegen Schließungen von Schulen und Kitas. Dies zeigt der am Donnerstag veröffentlichte ARD-Deutschlandtrend von infratest dimap. Demnach befürwortet nur eine Minderheit erneute Einschränkungen bei Schulen (23 Prozent) und Kitas (19 Prozent). Ebenso ablehnend steht die Bevölkerung einem Verbot touristischer Übernachtungen gegenüber (38 zu 56 Prozent) sowie Schließungen in der Gastronomie (31 zu 65 Prozent) oder im stationären Einzelhandel (27 zu 69).

Positiv bewertet eine Umfragemehrheit jedoch eine Corona-Impfpflicht für Erwachsene. Dafür sprechen sich aktuell 71 Prozent aus - 14 Prozentpunkte mehr als im November. Mehrheiten finden sich auch für den erneuten Ausschluss des Publikums bei Bundesliga-Spielen (81 Prozent), eine strengere Beschränkung von Kontakten (67 Prozent) sowie das Schließen von Bars, Kneipen (64 Prozent) und auch Weihnachtsmärkten (57 Prozent).

Sechs von zehn Wahlberechtigten (60 Prozent) sagten zu Wochenbeginn (Befragung Montag bis Mittwoch), dass ihnen die bestehenden Corona-Maßnahmen nicht weit genug gehen - so viele wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. An diesem Donnerstagnachmittag beschloss eine Bund-Länder-Runde in Berlin jedoch zahlreiche Verschärfungen. So wird Ungeimpften im Weihnachtsgeschäft der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt.

Acht von zehn Befragten (79 Prozent) bewerten laut dem Deutschlandtrand das Krisenmanagement von Bund und Ländern kritisch, nur etwa jeder Sechste (18 Prozent) äußerte sich zufrieden. Zwei Drittel (64 Prozent) fürchten Engpässe in der medizinischen Versorgung - erkennbar mehr als während der zweiten Infektions-Welle Ende 2020 (plus 28 Prozentpunkte). Sechs von zehn Bundesbürgern treibt auch die Sorge vor neuen Varianten des Virus um, wie der Omikron-Variante.

Trotz der starken Corona-Welle sind drei von vier Bürgern gegen Schließungen von Schulen und Kitas.
Trotz der starken Corona-Welle sind drei von vier Bürgern gegen Schließungen von Schulen und Kitas.  © Marijan Murat/dpa

Update, 2. Dezember, 19.45 Uhr: Lage bleibt trotz gesunkener Inzidenz angespannt

Die Corona-Lage blieb auch am Donnerstag stark angespannt: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ging zwar leicht zurück. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag nach LGA-Angaben bei 517,6 nach 519,4 am Vortag (Stand 02.12.2021, 16 Uhr).

Der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert legte im Vergleich zum Mittwoch aber von 0,90 auf 0,93 zu. Liegt der Wert längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Auch die Zahl der an das LGA übermittelten Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron im Südwesten nahm zu - von zuletzt 4 auf 8.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Menschen und Woche) lag bei 6,3 (Vortag: 6,4). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Seit Beginn der Pandemie wurden landesweit bislang 857.860 Covid-19-Fälle gezählt. Es gab 11.878 Todesfälle. Seit Mittwoch kamen 40 dazu.

Update, 2. Dezember, 13.12 Uhr: Baden-Württemberg schlägt erneutes Böllerverbot für Feuerwerk vor

Das Grün geführte Baden-Württemberg und die unionsgeführten Länder schlagen für dieses Jahr ein generelles Verkaufsverbot für Pyrotechnik vor Silvester vor. Das geht aus einer vorläufigen Beschlussvorlage mit Ergänzungen der sogenannten B-Länder für die Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise am Donnerstag hervor. «Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen», heißt es in dem Arbeitspapier.

Dabei handelt es sich noch nicht um Beschlüsse aus den Bund-Länder-Gesprächen über ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Corona. Die Vorlage ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur noch nicht mit den SPD-geführten Ländern abgestimmt.

Laut Vorschlag Baden-Württembergs und der unionsgeführten Länder soll am Silvester- und am Neujahrstag bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt werden. Neben dem geforderten Verkaufsverbot für Pyrotechnik wird "vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems".

Schon vor einem Jahr hatten Bund und Länder angesichts der sich ausbreitenden Pandemie ein bundesweites An- und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr sowie ein Verkaufsverbot für Feuerwerk vor dem Jahreswechsel beschlossen.

Am Donnerstagmorgen waren die Spitzen von Bund und Ländern erneut zu Beratungen über weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen zusammengekommen. In der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und deren voraussichtlichem Nachfolger Olaf Scholz (SPD) sollte ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen werden.

Neben dem geforderten Verkaufsverbot für Pyrotechnik wird "vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems".
Neben dem geforderten Verkaufsverbot für Pyrotechnik wird "vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems".  © Christophe Gateau/dpa

Update, 2. Dezember, 12.03 Uhr: Kliniken im Elsass lösen wegen steigender Corona-Zahlen Notmodus aus

Angesichts steigender Corona-Zahlen auch in Frankreich haben mehrere Krankenhäuser im Elsass in eine Art Notmodus umgeschaltet. Das Universitätsklinikum Straßburg löste am Donnerstag den sogenannten Weißen Plan ("plan blanc") aus, wie das Krankenhaus mitteilte. Damit wolle man den Betrieb umorganisieren, um die vollen Intensivstationen zu entlasten. Die Inzidenzen seien in Straßburg und Umgebung zuletzt stark gestiegen - genau wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Covid-Patienten.

Die Krankenhäuser in Colmar und Mulhouse hatten den Notfallplan bereits am Mittwoch ausgelöst. Aus Mulhouse hieß es, gemeinsam wolle man mehr Betten für Covid-Patienten schaffen. Dafür würden geplante Eingriffe verschoben. Bereits jeder fünfte Notruf werde derzeit wegen Corona-Infektionen abgesetzt.

Grundsätzlich sei man bereit, auch deutsche Patienten etwa aus Baden-Württemberg aufzunehmen, falls die französischen Gesundheitsbehörden dies anordneten, erklärte die Krankenhausleitung aus Mulhouse auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Schließlich hätten auch deutsche Kliniken während der ersten Welle französische Patienten aufgenommen.

Allerdings habe man derzeit keine Intensivkapazitäten mehr frei. Auch in der Uniklinik Straßburg könnten unter Koordination der französischen Behörden deutsche Patienten unterkommen, erklärte eine Sprecherin. Auch andernsorts in Frankreich laufen Kliniken schon unter dem "plan blanc".

Update, 1. Dezember, 19.07 Uhr: Lage auf Intensivstationen spitzt sich zu: Zahl hat sich verdoppelt

Die Zahl der Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen hat sich innerhalb von vier Wochen mehr als verdoppelt.

Lagen zu Beginn des vergangenen Monats noch etwas weniger als 300 Menschen im Zusammenhang mit Corona in einem Intensivbett, so wurden am Mittwoch bereits 630 erkrankte Männer und Frauen wegen Covid-19 intensivmedizinisch behandelt. Das sind acht mehr als am Tag zuvor.

Mehr als die Hälfte von ihnen (350) wird dabei künstlich beatmet, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) am Mittwoch mitteilte.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte am Dienstag gesagt, Baden-Württemberg sei mit Blick auf die überlasteten Intensivstationen auf Patienten-Verlegungen ins Ausland vorbereitet.

Mehrere Staaten haben bereits angeboten, Covid-Intensivpatienten aus dem Südwesten aufzunehmen. Bislang wurden baden-württembergische Patienten wegen der regionalen Überlastung von Intensivstationen nur innerhalb Deutschlands verlegt.

Update, 1. Dezember, 17.51 Uhr: Über 11.700 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet am Mittwoch 11.712 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 846.954 Menschen angesteckt.

Auch wurden 36 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.838.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 519,4. Am Vortag lag der Wert bei 508,8. Derzeit werden 630 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Derzeit werden 630 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.
Derzeit werden 630 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 1. Dezember, 16.18 Uhr: Filmschau muss wegen Corona-Lage erneut ins Internet ausweichen

Wieder nichts: Die Filmschau muss sich ein weiteres Mal der Corona-Lage beugen und ins Internet ausweichen. "Schweren Herzens" habe man sich entschlossen, die Kinovorstellungen und Präsenzveranstaltungen abzusagen, teilten die Veranstalter nur wenige Stunden vor dem Start des Festivals in Stuttgart mit.

Die Eröffnung (20 Uhr) werde noch im Kino gefeiert, danach gebe es die Filme in geringerer Zahl und nur noch online per Mausklick. Die Preisverleihung werde am Sonntag ohne Publikum aufgezeichnet und ab Mittwoch kommender Woche (8. Dezember) im Internet angeboten, kündigte Festivalleiter Oliver Mahn vom Filmbüro Baden-Württemberg an.

Die Filmschau ist eine Leistungsschau der Branche in Baden-Württemberg. Die teilnehmenden Filme müssen im Südwesten entstanden sein oder Geld aus den Fördertöpfen im Land erhalten haben. Vergeben werden mit insgesamt 14.000 Euro dotierte Filmpreise in den Kategorien Spiel-, Kurz-, Dokumentar-, Werbe- und Animationsfilm sowie im Wettbewerb um den Jugendfilmpreis. Der diesjährige Baden-Württembergische Ehrenfilmpreis geht an den Freiburger Stummfilmmusiker Günter A. Buchwald.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Filmverliebte die Veranstaltung nur online verfolgen können.

Update, 1. Dezember, 14.20 Uhr: Finanzielle Hilfe für Schausteller wird verlängert

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die von der Absage der Weihnachtsmärkte besonders belasteten Schausteller und Marktkaufleute weiter finanziell.

Für sie und Unternehmen der Veranstaltungs- und Eventbranche, des Taxi- und Mietwagengewerbes sowie Dienstleister des Sports, der Unterhaltung und Erholung wurde die Antragsfrist für den Tilgungszuschuss II bis Ende März 2022 verlängert.

Ressortchefin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte am Mittwoch in Stuttgart: "Durch die neuen pandemiebedingten Einschränkungen im Veranstaltungs- und Freizeitbereich stehen viele Betriebe wieder mit dem Rücken zur Wand."

Hinzu kämen die fehlende Planungssicherheit sowie die im Hinblick auf den Neustart notwendigen Investitionen in Betriebsmittel.

Der Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), Wolfgang Grenke, sagte, ein Großteil entgangener Umsätze und damit Einkommensmöglichkeiten seien in den hart betroffenen Dienstleistungsbranchen nicht nachholbar. "Die weiterhin fehlenden Einnahmen führen in Verbindung mit den weiterlaufenden Grundkosten wie beispielsweise Tilgungsraten zur existenziellen Bedrohung vieler Betriebe."

Stuttgart vergangene Woche: Weihnachtsmarkt-Buden werden wieder abgebaut.
Stuttgart vergangene Woche: Weihnachtsmarkt-Buden werden wieder abgebaut.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Update, 1. Dezember, 14.09 Uhr: Apothekerverband: Impfungen gegen Corona absolut vorstellbar

Die Apotheker im Land stehen nach Worten des Landesapothekerverbands (LAV) grundsätzlich bereit, bei Impfungen gegen das Coronavirus zu helfen.

Eine entsprechende Regelung "ist für uns absolut vorstellbar", sagte der stellvertretende LAV-Geschäftsführer Frank Eickmann am Mittwoch. Vor allem sehe man sich als Unterstützer bei Boosterimpfungen. Für Erstimpfungen sollten Patienten weiterhin unbedingt erst beim Arzt vorstellig werden.

Eickmann verwies auf ein Modellprojekt zur Grippeimpfung, das im September im Südwesten in bestimmten Regionen und bei ausgewählten Apotheken gestartet ist. Rund 60 Apotheken nähmen daran teil - impfen dürfen ausschließlich Apotheker.

Für Corona-Impfungen könnte es aus Eickmanns Sicht so laufen: "Nach unserer Vorstellung bekommen dann die schon im Impfen geschulten Apotheken noch Unterweisung für die Corona-Schutzimpfung und könnten dann zügig eingebunden werden." Alle anderen Apotheken bräuchten erstmal ein gründliches Schulungspaket.

Auch müssten Fragen geklärt werden, in welchen Räumlichkeiten Apotheken impfen dürfen - nur den eigenen oder vielleicht auch Räumen, die ansonsten zur Verfügung stehen. Zudem wäre es aus Sicht des LAV richtig, wenn auch pharmazeutisch-technische Assistenten (PTAs) ins impfen einbezogen würden, fügte Eickmann hinzu.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf einer Schaltkonferenz vorgenommen, bis Weihnachten bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen möglich zu machen. Dafür soll der Kreis derjenigen deutlich ausgeweitet werden, die impfen dürfen - etwa auf Apotheker.

Update, 1. Dezember, 12.41 Uhr: Gelber Impfpass reicht seit Mittwoch nicht mehr - positive Resonanz

Fast alle mit digitalem Impfnachweis - der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) hat am Vormittag mehrere hundert Fahrgäste kontrolliert und zog eine positive Bilanz. Rund 99 Prozent hätten die Nachweise digital dabei gehabt. Seit Mittwoch reicht in Baden-Württemberg das gelbe Impfbuch in allen Bereichen, in denen der Nachweis des Corona-Impfstatus nötig ist, nicht mehr aus. "Wir waren erstaunt und überrascht, dass auch sehr betagte Menschen ihr Smartphone mit den entsprechenden Apps parat hatten", sagte ein KVV-Sprecher. Auch ausgedruckt in Papierform können Menschen ihren QR-Code vorzeigen, der dann ausgelesen werden kann.

Der Landesseniorenrat begrüßte die Regelung insgesamt: "Die Idee ist gut, denn damit wird versucht, etwas gegen Impfpassfälschung zu tun, die ein großes Ärgernis ist", sagte der Vorsitzende Eckart Hammer. Außerdem brauche man ja nicht zwingend ein Smartphone. "Es ist höchstens eine kleine Zumutung, weil die Senioren, die noch keinen QR-Code für die Impfung haben, sich jetzt auf den Weg zu Apothekern oder Ärzten machen müssen, um den digitalen Nachweis zu bekommen."

Der Landesapothekerverband (LAV) wies darauf hin, dass 95 Prozent der Apotheken solche Zertifikate erstellten. Seitdem es diese Möglichkeit gibt, seien bundesweit bereits rund 55 Millionen solcher digitalen Nachweise gefertigt worden - die meisten Bürger hätten also bereits einen. "Die Nachfrage wird nun zwar hochgehen, aber es werden sich keine Schlangen bilden", sagte der stellvertretende LAV-Geschäftsführer Frank Eickmann.

Der QR-Code steht auf dem Impfzertifikat. Man erhält es direkt bei der Impfung ausgedruckt oder bei Vorlage des gelben Impfpasses in der Apotheke. Der Code kann mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App eingelesen werden. Menschen, die kein Smartphone haben, können den Ausdruck in Papierform vorzeigen.

Update, 1. Dezember, 11 Uhr: Ärzteverband fordert Impfangebote in den Krankenhäusern

Den Krankenschwestern, Pflegern und Medizinern in Krankenhäusern sollte nach Ansicht des Ärzteverbands Marburger Bund an ihrem Arbeitsort eine Corona-Impfung angeboten werden. "Die Beschäftigen in den Kliniken, egal ob Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte oder Reinigungskräfte, müssen sich größtenteils selbst um Impftermine kümmern", kritisierte der baden-württembergische Landesverband am Mittwoch in Freiburg. Die Termine seien aber meist ausgebucht, außerdem fehle es nach wie vor an Impfstoff.

Der Impfappell der Politik laufe ins Leere, wenn es keinen niedrigschwelligen Zugang zum Impfstoff gebe. "Wir fordern das Land auf, hier zusätzlich Impfangebote vor Ort in den Kliniken anzubieten, um das Klinikpersonal schnell und unkompliziert durchzuimpfen", sagte der zweite Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Jörg Woll.

Um die Impfquote zu steigern und Wartezeiten zu verhindern, müssten auch die großen Impfzentren wiedereröffnet werden, die Ende September eigentlich geschlossen worden waren. "Unserer Erfahrung nach reichen die aktuellen Impfangebote im Land bei weitem nicht aus, um zeitnah einen Termin für eine Impfung zu bekommen", kritisierte die Verbandsvorsitzende Sylvia Ottmüller.

"Dies gilt sowohl für Erstimpfungen, als auch für Booster-Impfungen." Das Schließen der Impfzentren sei kurzsichtig und ein Fehler gewesen. "Es führt kein Weg an einer Wiedereröffnung der Impfzentren vorbei."

Das Schließen der Impfzentren sei kurzsichtig und ein Fehler gewesen.
Das Schließen der Impfzentren sei kurzsichtig und ein Fehler gewesen.  © Michael Reichel/dpa

Update, 30. November, 18.07 Uhr: Ministerium genehmigt weitere Impfstützpunkte

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium hat am heutigen Dienstag vier weitere Impfstützpunkte in Stadt- und Landkreisen genehmigt.

Laut Ministerium erhielten folgende Stadt- und Landkreise einen Zuschlag:

  • Ludwigsburg
  • Ortenaukreis
  • Stadt Karlsruhe
  • Göppingen

Schon am vergangenen Freitag habe das Ministerium 31 Stadt- und Landkreisen eine entsprechende Genehmigung erteilt.

Mit den übrigen Stadtverwaltungen und Landratsämter stehe das Gesundheitsministerium in Kontakt, "um zeitnah flächendeckend in ganz Baden-Württemberg die Impfoffensive weiter voranzubringen".

Update, 30. November, 17.33 Uhr: Über 10.700 neue Infektionen am Dienstag

Das Landesgesundheitsamt meldet am Dienstag 10.730 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 835.242 Menschen angesteckt.

Auch wurden 54 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.802.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 508,8. Am Vortag lag der Wert bei 511,4.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 508,8. Am Vortag lag der Wert bei 511,4. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 508,8. Am Vortag lag der Wert bei 511,4. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. November, 16.38 Uhr: Clubs wollen nicht als Treiber der Pandemie gebrandmarkt werden

Die baden-württembergische Clubszene fürchtet angesichts der angekündigten erneuten Zwangspause für die Szene als Treiber der Pandemie gebrandmarkt zu werden.

"Wir sind bereit, die gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Aber wir wollen das nicht alleine tragen", sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg, Simon Waldenspuhl, in Stuttgart. Wie schon vor zwei Jahren treffe es die Clubs und Diskotheken als erstes.

"Dabei gibt es keine wissenschaftliche Grundlage, die belegt, dass es bei uns riskanter ist als in Stadien oder Theatern", sagte Waldenspuhl der dpa am Dienstag.

Für die Clubs sei die erneute Schließung ein "Desaster". Wichtig seien jetzt zugeschnittene Hilfsprogramme, um die heftig angeschlagene Szene nicht alleine zu lassen. Unter anderem werde es für die Betreiber schwer, die 450-Euro-Kräfte zu halten. Viele verlören auch die fest angestellten Mitarbeiter, die sie wieder in Kurzarbeit schicken müssten - und bekämen sie in besseren Zeiten nicht wieder.

Die finanzielle Unterstützung dürfte zudem nicht eingestellt werden, sobald die Zwangspause aufgehoben werde, forderte die Interessengemeinschaft. "Wir benötigen die Mittel mindestens 120 Tage weiter, um den Anschub finanzieren zu können", sagte Waldenspuhl.

Das Land hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. Dann müssten Freizeitbetriebe wie Clubs und Diskotheken unter Umständen bereits vom kommenden Donnerstag an schließen.

Update, 30. November, 14.48 Uhr: Straßburg und weiteres Umland feiern ohne Böller Silvester

Die Menschen in Straßburg und in der weiteren Umgebung sollen in diesem Jahr ohne Böller und Raketen Silvester feiern.

Aus Sorge vor Ausschreitungen, Unfällen und Corona-Gefahren verbot die zuständige Präfektur am Dienstag im gesamten Département Bas-Rhin Verkauf und Gebrauch von Feuerwerkskörpern. Das Verbot gilt den Angaben zufolge zwischen dem 1. Dezember und dem 3. Januar. Erlaubt bleibt professionell veranstaltetes Feuerwerk.

Für die Menschen im Elsass ist es nicht das erste Silvester ohne private Böllerei: Schon im vergangenen Jahr galt im Bas-Rhin ein Verbot, nachdem es 2019 an Silvester zu massiven Ausschreitungen gekommen war. Damals zündeten Randalierer in Straßburg mehr als 200 Autos an, es kam nach Angaben der Präfektur zu Attacken auf Feuerwehrleute mit Böllern und Raketen.

Als weiteren Grund für das Verbot nannte die Präfektur schwere Unfälle: An Silvester 2020 etwa starb demnach ein 25-Jähriger nach einem Unfall mit einem Feuerwerkskörper in einer Gemeinde südlich von Straßburg. Wegen der Corona-Pandemie müssten außerdem Menschenansammlungen unterbunden werden, hieß es.

Das Verbot gilt zwischen dem 1. Dezember und dem 3. Januar. Erlaubt bleibt professionell veranstaltetes Feuerwerk. (Symbolbild)
Das Verbot gilt zwischen dem 1. Dezember und dem 3. Januar. Erlaubt bleibt professionell veranstaltetes Feuerwerk. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update, 29. November, 19.57 Uhr: Fußball-Spielbetrieb in Südbaden geht vorzeitig in die Winterpause

Der Vorstand des Südbadischen Fußballverbandes hat beschlossen, mit dem Spielbetrieb in allen südbadischen Alters- und Spielklassen von der Verbandsliga abwärts vorzeitig in die Winterpause zu gehen.

Der Vorstand sieht eine ordnungsgemäße Durchführung des Spielbetriebes unter aktuellen Infektions-Entwicklungen sowie den weiteren bereits geltenden, sowie zu erwartenden Verschärfungen für den Amateursport als nicht mehr möglich an.

Insbesondere die Kurzfristigkeit der Verkündung am Freitagabend durch das Kultusministerium hatte am vergangenen Wochenende für viel Unmut und Unverständnis bei den Vereinen und für einige Spielausfälle gesorgt.

Damit werden ab 30. November 2021 keine Spiele mehr durchgeführt und alle noch in 2021 angesetzten und noch nicht absolvierten Pflichtspiele durch den Verband abgesetzt.

Ein etwaiger Trainingsbetrieb unter den in der aktuellen Corona-Verordnung Sport des Landes Baden-Württemberg genannten Bedingungen steht den Vereinen frei.

Update, 29. November, 17.56 Uhr: Über 5300 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet am Montag 5383 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 824.512 Menschen angesteckt.

Auch wurden 53 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.748.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 511,4.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 511,4. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 511,4. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 29. November, 13.49 Uhr: Lucha will wegen Corona-Lage die Bundesnotbremse noch in dieser Woche

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) fordert die erst vor kurzem ausgelaufene "epidemische Lage nationaler Tragweite" noch in den kommenden Tagen zurück, um in der Corona-Lage über schärfere Maßnahmen entscheiden zu können. Er sprach sich am Montag zudem dafür aus, eine Bundesnotbremse, wie sie von Ende April bis Ende Juni 2021 in Kraft war, ebenfalls in der laufenden Woche zu verhängen. "Dann wäre für alle klar, was gilt", sagte Lucha am Montag dem Deutschlandfunk. Nur in einer erklärten Notlage können Landesregierungen auf einfachem Verordnungsweg weitreichende Maßnahmen ergreifen.

Der Minister erwartet auch weitere Verschärfungen in Baden-Württemberg. Kontakte müssten um 70 bis 90 Prozent zurückgefahren werden, um Krankenhäuser nicht weiter zu überlasten, sagte er und fügte hinzu: "Das müssen wir jetzt signifikant reduzieren. Die Grundbotschaft lautet, Kontakte, die nicht nötig sind, nicht zu machen." Unter anderem könnten Großveranstaltungen abgesagt werden.

Eine bundesweite Impfpflicht hält Lucha außerdem ebenso für unabdingbar wie die schnelle Besetzung des Gesundheitsministeriums in Berlin. Den von der neuen Ampel-Koalition und designierten Bundesregierung angekündigten weiteren Corona-Krisenstab bezeichnete der Minister dagegen also unnötig. "Wir brauchen auch jetzt keinen General unbedingt, der uns sagt, was wir zu tun haben", meinte er.

Die "epidemische Lage nationaler Tragweite" war nach dem Entschluss der Ampelkoalition einen Tag nach Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes im Bund am vergangenen Donnerstag ausgelaufen. Das geänderte Infektionsschutzgesetz sieht keine Lockdown-Maßnahmen mehr vor, bis die epidemische Lage erneut vom Bundestag festgestellt oder das Infektionsschutzgesetz ein weiteres Mal verändert wird.

Er sprach sich am Montag für eine Bundesnotbremse, wie sie von Ende April bis Ende Juni 2021 in Kraft war, aus.
Er sprach sich am Montag für eine Bundesnotbremse, wie sie von Ende April bis Ende Juni 2021 in Kraft war, aus.  © Bernd Weißbrod dpa

Update, 29. November, 6 Uhr: Präsenzlehre an Unis soll trotz Corona weitgehend erhalten bleiben

Die zum Wintersemester verstärkte Präsenzlehre soll nach dem Willen von Hochschulen und Politik trotz steigender Corona-Zahlen nicht wieder in großem Umfang eingeschränkt werden. So heißt es etwa an der Universität Heidelberg, man werde versuchen, möglichst viel Präsenz zu erhalten, aber immer "unter der Maßgabe der dramatischen Situation".

Nach der neuen Coronaverordnung Studienbetrieb ist für den Zutritt zu Hörsälen und Lernräumen ein Nachweis der Impfung oder Genesung von Covid-19 zwingend erforderlich. Allerdings heißt es in einem Schreiben der Heidelberger Universitätsleitung an die Studierenden, dass die Studierbarkeit für alle Fächer weiter gegeben sei. Auch bei einer Impfquote von über 90 Prozent würden manche nicht mehr zu den Präsenzveranstaltungen kommen. Diese müssten auf bewährte Online-Formate oder Hybrid-Angebote zurückgreifen.

Ausnahmen von 2G sind Prüfungen und Praxisveranstaltungen, bei denen Anwesenheit erforderlich ist. In diesen Fällen reicht ein negativer PCR- oder Antigen-Schnelltest aus. Auch für Mensen und Bibliotheken gilt 3G.

Auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) plädiert für den weitgehenden Erhalt des Campuslebens. Die mancherorts über 90 Prozent hohe Impfquote zeige, dass die Studenten das gemeinsame Lernen, den Diskurs und ein Stück weit Normalität wünschten. Bauer: "Wir wollen sie nicht zurück in die Einsamkeit vor den Bildschirmen schicken müssen."

Aus Sicht der Landesrektorenkonferenz der Universitäten (LRK) ist der Universitätsbetrieb wegen hoher Impfquoten sehr sicher. Bisher seien auch keine größeren Ausbrüche bekannt. "Die Ansteckungen, die uns Studierende und Mitarbeitende mitteilen, scheinen im privaten Bereich stattzufinden", heißt es von der LRK.

Die Rektoren sehen aber ein Vermittlungsproblem: Mit Neufassung des Infektionsschutzgesetzes und der allgemeinen Coronaverordnung des Landes gelte überall Homeoffice, wo es möglich ist. Den Studierenden, die vielleicht vulnerable Angehörige zu Hause haben, die Präsenz schmackhaft zu machen, sei nicht leicht. "Hier müssen wir eine Balance finden", heißt es.

Auch für die Freiburger Studentenvertretung stellt sich die Meinung der jungen Leute "sehr gemischt" dar. Viele legten großen Wert auf Präsenz, andere bewegten sich schon wieder in Richtung virtuelles Lernen, sagte der Referent für Hochschulpolitik Christian Kröper. Er befürchtet, dass das Präsenzangebot eingeschränkt wird. Die psychologische Beratung des Studierendenwerks erreiche angesichts verunsicherter und frustrierter junger Menschen das Kapazitätslimit.

Die Uni-Rektoren setzen trotz aller Widrigkeiten auf das Prinzip Hoffnung: "Wir beginnen, uns auf das Frühjahrssemester 2022 vorzubereiten, das - hoffentlich, hoffentlich - endlich wieder einigermaßen normal werden kann!"

Mit Neufassung des Infektionsschutzgesetzes und der allgemeinen Coronaverordnung des Landes gelte überall Homeoffice, wo es möglich ist, aber was ist mit Studenten?
Mit Neufassung des Infektionsschutzgesetzes und der allgemeinen Coronaverordnung des Landes gelte überall Homeoffice, wo es möglich ist, aber was ist mit Studenten?  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 28. November, 17 Uhr: 7-Tage-Inzidenz auf über 500

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilt, wurden in Baden-Württemberg insgesamt 819.129 Fälle und damit 3955 mehr als am Vortag gezählt.

Weitere 12 und damit insgesamt 11.695 Menschen verstarben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Am Samstag hatte die Zahl der registrierten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche bei 514,7 gelegen, am vorherigen Sonntag bei 454,1. Wie aus den Daten des Landesgesundheitsamts weiter hervorgeht, stieg auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen: von 603 am Samstag auf 617.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Menschen und Woche) lag bei 5,94 (Vortag: 5,93). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt auf 819.129.
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt auf 819.129.  © Oliver Berg/dpa

Update, 28. November, 13.56 Uhr: Bayaz: Wenn sich Corona-Lage ändert, muss man umdenken können

Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) hält es in der Debatte über weitere Corona-Maßnahmen wie Lockdown oder Impfpflicht für besser, politische Entscheidungen entlang der sich verändernden Lage anzupassen.

Es heiße oft "haben wir ausgeschlossen, können wir nicht machen, da geht es um politische Glaubwürdigkeit", schrieb Bayaz am Sonntag auf Twitter. Er fügte hinzu: "In dieser Pandemie ist Dickköpfigkeit aber gefährlicher als Ausgeschlossenes zu kassieren. Vielleicht hilft ja auch Keynes dabei."

Dabei postete Bayaz ein Foto des britischen Ökonomen John Maynard Keynes mit einem Zitat: "When the facts change, I change my mind. What do you do, sir?" (Wenn Tatsachen sich ändern, ändere ich meine Meinung. Was machen Sie, Sir?).

Update, 28. November, 7 Uhr: Kliniken verschieben planbare Operationen

Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg verschieben aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen immer mehr sogenannte planbare Operationen. Landesweit werden nach Angaben der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) mittlerweile rund 50 Prozent der planbaren OPs verschoben, wie eine Sprecherin in Stuttgart mitteilte.

Hintergrund ist demnach die hohe Zahl an Covid-Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden muss. Das hierfür benötigte Pflegepersonal fehlt für die Nachsorge von Patienten auf einer Intensivstation nach einer planbaren Operation. In der Folge werden immer häufiger Operationen abgesagt oder verschoben.

Zu den planbaren OPs zählen demnach Eingriffe, die nicht einer sofortigen Behandlung bedürfen. Darunter fallen etwa Hüft- oder Kniegelenks-Operationen. Aber auch die Behandlung von Krebspatienten ist demnach durch die Verschiebung von Operationen inzwischen betroffen.

So hat etwa das Uniklinikum Ulm am vergangenen Dienstag angekündigt, ab sofort planbare Behandlungen, soweit medizinisch vertretbar, zu verschieben oder auszusetzen. Am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart werden nach Angaben des Hauses bereits seit Ende Oktober wieder planbare OPs verschoben. Inzwischen müssten auch Herz- und Tumoroperationen zeitweise verschoben werden, hieß es in Stuttgart. Allein auf der Warteliste der Herzchirurgie befänden sich bereits rund 200 Patienten.

Auch an den Unikliniken in Heidelberg und Freiburg werden planbare Eingriffe mittlerweile wieder verschoben. Am Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen ist dies laut einer Sprecherin bereits seit zwei Wochen der Fall.

Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg verschieben aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen immer mehr sogenannte planbare Operationen. (Symbolbild)
Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg verschieben aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen immer mehr sogenannte planbare Operationen. (Symbolbild)  © Jonas Güttler/dpa

Update, 27. November, 19.26 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei über 500

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Samstag in Baden-Württemberg auf 514,7 gestiegen.

Am Freitag hatte sie bei 505,9 gelegen. Wie aus den Daten des Landesgesundheitsamts weiter hervorgeht, stieg auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen: von 572 am Freitag auf nun 603. In mehr als jedem vierten Intensivbett in den baden-württembergischen Krankenhäusern liegt inzwischen ein Covid-19-Patient.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Menschen und Woche) lag bei 5,93 (Vortag: 6,2).

Update, 27. November, 15.38 Uhr: Staatsministerium bestätigt Unterstützungsangebote

Das baden-württembergische Staatsministerium bestätigte am Samstag, dass es bereits Unterstützungsangebote aus der Schweiz, der französischen Region Grand Est und der italienischen Region Lombardei gebe.

Regierungssprecher Arne Braun hatte den Badischen Neuesten Nachrichten am Freitag gesagt, Frankreich wolle Covid-Intensivpatienten aus Baden-Württemberg in Kliniken im Elsass aufnehmen.

Die Landesregierung sei dankbar für dieses Angebot. Es sei zunächst noch nicht zu so einer Verlegung gekommen, es könne aber gut sein, dass man das Angebot annehmen müsse.

Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 waren französische Covid-Intensivpatienten nach Baden-Württemberg verlegt worden.

Update, 27. November, 13.37 Uhr: Womöglich Verlegungen von Intensivpatienten ins Ausland

Die bisherigen Verlegungen von Intensivpatienten innerhalb Deutschlands wegen der regionalen Überlastung von Intensivstationen reichen nach Ansicht des Grünen-Gesundheitsexperten Janosch Dahmen womöglich nicht aus.

"Anhand der Neuinfektionszahlen müssen wir davon ausgehen, dass Hunderte Intensivpatienten verlegt werden müssen", sagte Dahmen der Welt am Sonntag. "Weil der Bedarf so eklatant ansteigen könnte, werden möglicherweise auch Verlegungen in EU-Nachbarstaaten notwendig", fügte der Bundestagsabgeordnete hinzu.

Dahmen schätzt, dass bundesweit über zivile und militärische Rettungshubschrauber und Ambulanzflugzeuge gerade einmal 25 bis 50 Patienten gleichzeitig verlegt werden können. Er forderte Gespräche mit privaten Luftrettungsbetreibern über Kapazitätserweiterungen. Die Luftwaffe der Bundeswehr beteiligt sich seit Freitag erstmals an der Verlegung von Corona-Intensivpatienten innerhalb Deutschlands.

Hermann Schröder, der die Abteilung Krisenmanagement im baden-württembergischen Innenministerium sowie den Arbeitskreis Rettungswesen in der Innenministerkonferenz leitet, bestätigte, dass es bei den aktuell 80 Verlegungen lediglich um Fälle geht, "die jetzt notwendig" seien.

"Wir können es aktuell nicht ausschließen, dass Patienten auch ins Ausland verlegt werden müssen", sagte er Welt am Sonntag.

Update, 27. November, 10.47 Uhr: Landkreise wollen flächendeckende Schließungen vermeiden

Erneute Schul- und Kitaschließungen müssen aus Sicht des Landkreistags von Baden-Württemberg unbedingt verhindert werden, da sie Kindern und Jugendlichen massiv schaden würden.

"Ich appelliere an die Verantwortlichen in Bund und Land, alle Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, die in dieser vierten Corona-Welle zur Entscheidung anstehen, konsequent an einem Oberziel auszurichten: Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten sowie die Kindertagespflege müssen regulär offengehalten werden", sagte Landkreistagspräsident Joachim Walter mit Blick auf die angespannte Pandemiesituation.

Durch die letzten Schulschließungen seien Lernrückstände entstanden, die sich kaum vollständig aufholen ließen, sagte Walter. "Gerade Kinder aus bildungsfernen Familien verlieren uneinholbar den Anschluss. Auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich aufgrund Lockdown-bedingter Folgen in Behandlung befinden, ist erschreckend hoch. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind überlastet durch die Vielzahl behandlungsbedürftiger junger Menschen."

"Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten sowie die Kindertagespflege müssen regulär offengehalten werden", so Landkreistagspräsident Joachim Walter mit Blick auf die angespannte Pandemiesituation. (Symbolbild)
"Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten sowie die Kindertagespflege müssen regulär offengehalten werden", so Landkreistagspräsident Joachim Walter mit Blick auf die angespannte Pandemiesituation. (Symbolbild)  © Caroline Seidel/dpa

Update, 27. November, 9.23 Uhr: Clubvereinigung warnt vor Feiern im privaten Umfeld

Wegen steigender Infektionszahlen gehen mittlerweile immer weniger Menschen im Südwesten in die Clubs und die ersten Betreiber schließen ihre Diskotheken wieder.

"Junge Menschen brauchen einen Freizeitausgleich und unsere Befürchtung ist, dass sich das Feiern ins Private verlagert, was nicht gut wäre", sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg, Simon Waldenspuhl, in Stuttgart.

Auch junge Menschen beobachteten das Pandemiegeschehen. "Die Lust sinkt, sich mit anderen Menschen auswärts zu treffen. Die ausgelassene Partystimmung ist verloren gegangen."

Waldenspuhl schätzt, dass bisher bis zu einem Drittel der Clubs und Diskotheken ihre Türe wieder geschlossen hätten. Ein Offenhalten der Clubs sei für einige Betreiber nicht mehr wirtschaftlich. Weitere Hilfen für die Club-Betreiber seien notwendig.

"Wir würden uns auch wünschen, dass man wissenschaftlich untersucht, ob Clubs und Diskotheken Pandemietreiber sind und wie der Betrieb unter den jetzigen Umständen ermöglicht werden kann", betonte Waldenspuhl.

Die Landesregierung hatte die Regeln für Diskotheken in Baden-Württemberg noch einmal verschärft. Dort dürfen nur noch Geimpfte und Genesene mit einem aktuellen negativen Testergebnis tanzen (2G plus).

Wegen steigender Infektionszahlen gehen mittlerweile immer weniger Menschen im Südwesten in die Clubs und die ersten Betreiber schließen ihre Diskotheken wieder. (Symbolbild)
Wegen steigender Infektionszahlen gehen mittlerweile immer weniger Menschen im Südwesten in die Clubs und die ersten Betreiber schließen ihre Diskotheken wieder. (Symbolbild)  © Sophia Kembowski/dpa

Update, 26. November, 18.34 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten klettert über 500!

Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg infizieren sich mit dem Coronavirus. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen lag am Freitag landesweit bei 505,9 - nach 489,9 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. 572 Corona-Patienten liegen auf den Intensivstationen, 30 mehr als noch am Donnerstag. In mehr als jedem vierten Intensivbett in den baden-württembergischen Krankenhäusern liegt inzwischen ein Covid-19-Patient. Die Quote liegt bei 25,7 Prozent. Manche Kliniken im Südwesten sind inzwischen derart überfüllt, dass Corona-Erkrankte in andere Bundesländer gebracht werden.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Menschen und Woche) lag bei 6,2. Die Hospitalisierungsinzidenz spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 10.608 auf 807.368. An einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 11.672 Menschen im Südwesten gestorben, das waren 54 mehr als am Donnerstag.

Update, 26. November, 14.53 Uhr: Strobl und Hermann pochen auf konsequente Corona-Kontrollen

Innenminister Thomas Strobl (61, CDU) und Verkehrsminister Winfried Hermann (69, Grüne) haben gemeinsam für die Einhaltung der Corona-Regeln in der Öffentlichkeit geworben. Sie kündigten konsequente Kontrollen etwa im Nahverkehr und auf Weihnachtsmärkten an. Die beiden Minister begleiteten am Freitag eine gemeinsame Kontrollaktion der Polizei und der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) in einer U-Bahn in Stuttgart.

Strobl kündigte Dutzende Schwerpunktkontrollen auf Weihnachtsmärkten und im Nahverkehr an. "Wenn jemandem aus Versehen die Maske ein bisschen unter die Nase rutscht, wird nicht sofort ein Bußgeld verhängt werden", sagte er. Aber bei denen, die sich hartnäckig weigerten und vorsätzlich andere gefährdeten, sei ein konsequentes Einschreiten notwendig. "Im Zweifel gibt es auch spürbare Sanktionen."

Hermann sprach von einem Bußgeld von mindestens 200 Euro für die, die im Nahverkehr nicht nachweisen könnten, dass sie geimpft, genesen oder getestet seien. Das Risiko, erwischt zu werden, sei hoch. Die Mehrheit in der Bevölkerung erwarte aber, dass die Regeln kontrolliert würden. "Denn die fühlen sich verarscht, wenn sie sich dran halten und die anderen werden nicht mal kontrolliert."

Innenminister Thomas Strobl (61, CDU) pocht auf strenge Corona-Kontrollen.
Innenminister Thomas Strobl (61, CDU) pocht auf strenge Corona-Kontrollen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 26. November, 12.39 Uhr: Nochmals 400.000 Euro Soforthilfe für Unterbringung von Obdachlosen

Das Land Baden-Württemberg stellt den Kommunen nochmals eine Soforthilfe in Höhe von 400.000 Euro für die Unterbringung von Obdachlosen zu Verfügung, wie aus einer Mitteilung des Sozialministeriums vom Freitag hervorgeht.

"Wir wollen Städte, Gemeinden und Stadt- und Landkreise finanziell unterstützen, damit sie zusätzliche Unterkünfte und Zimmer für die Unterbringung von obdachlosen Menschen anmieten können", wird Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha zitiert. "Unser Ziel ist es, die Mehrfachbelegungen von Zimmern zu vermeiden und auch eine Unterbringung unter Quarantänebedingungen zu ermöglichen."

Und er wendet sich an die Bevölkerung: "Obdachlose Menschen riskieren bei den nächtlichen Temperaturen im Winter nicht nur ihre Gesundheit, sondern oft auch ihr Leben. Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht achtlos wegzuschauen, wenn sie im Winter auf Menschen treffen, die vielleicht Hilfe brauchen. Ein Anruf bei der Polizei, beim Ordnungsamt oder im akuten Notfall beim Rettungsdienst unter der Nummer 112 kann Leben retten."

Update, 26. November, 11.23 Uhr: Weihnachtsmarkt startet mit Zeitslots für Besucher

Nach vielen Weihnachtsmarkt-Absagen sollen die Besucher auf jenem in der Ravennaschlucht trotz Corona in festliche Stimmung kommen. An den vier Adventswochenenden - jeweils ab Freitagnachmittag - öffnen die Buden am Fuße des Höllentalviadukts bei Breitnau (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) inmitten bewaldeter Hänge. Nur Geimpfte und Genesene mit aktuellem Test sind zugelassen.

Eintrittskarten müssen im Vorverkauf in Touristeninformationen oder per Online-Buchung unter hochschwarzwald.de/weihnachtsmarkt erworben werden. Dann kann man ein Zeitfenster von rund zwei Stunden auswählen. Die Kapazität auf dem Marktgelände pro Slot ist auf 2500 Besucher begrenzt - das entspricht den Angaben zufolge 50 Prozent des eigentlichen Fassungsvermögens. Auch für Shuttlebusse aus den umliegenden Orten müssen Gäste einen festen Sitzplatz buchen.

So seien die Hygieneauflagen gut zu kontrollieren, sagte ein Sprecher der Hochschwarzwald Tourismus GmbH zum Auftakt am Freitag. Aufgrund der Lage in der Schlucht gebe es auch nur zwei Eingänge.

Erstmals ist in diesem Jahr auch ein Weihnachtsmarkt-Tag nur für Einheimische geplant: Sie sollen außer der Reihe am 9. Dezember ganz ohne Trubel die mehr als 40 Aussteller von Kunsthandwerk, Geschenkideen und regionalen Spezialitäten besuchen können.

Update, 26. November, 7.11 Uhr: 2G-Präsenzgottesdienste in Corona-Hotspots

In extremen Corona-Hotspots in Württemberg dürfen bald nur noch Geimpfte und Genesene Präsenzgottesdienste in evangelischen Kirchen besuchen.

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mindestens 800 fänden mit Ausnahme von Bestattungen und Nottaufen regelmäßig keine Gottesdienste ohne Zugangsbeschränkungen mehr statt, teilte die Evangelische Kirche in Württemberg mit Sitz in Stuttgart mit.

Im Ausnahmefall erlaubt bleiben demnach nur 2G-Gottesdienste mit einem Viertel der zulässigen Besucherzahl, Gottesdienste zur Übertragung in Internet, Radio und Fernsehen sowie im Freien. Kinder bis 14 Jahre sollen von der 2G-Regelung ausgenommen werden.

Die entsprechende Regelung werde vom zweiten Adventssonntag an (5. Dezember) gelten, solange auf Landesebene die Alarmstufe II gelte, teilte die Landeskirche mit.

"Welche Regelungen zu Weihnachten gelten, hängt von der jeweils gültigen Stufe ab", sagte ein Sprecher. "Da aktuell noch niemand weiß, wie die Situation Weihnachten sein wird, fahren viele Kirchengemeinden mehrgleisig – von Präsenzgottesdiensten über Gottesdienste im Freien bis zu Online-Gottesdiensten."

In extremen Corona-Hotspots in Württemberg dürfen bald nur noch Geimpfte und Genesene Präsenzgottesdienste in evangelischen Kirchen besuchen. (Symbolbild)
In extremen Corona-Hotspots in Württemberg dürfen bald nur noch Geimpfte und Genesene Präsenzgottesdienste in evangelischen Kirchen besuchen. (Symbolbild)  © Christophe Gateau/dpa

Update, 25. November, 18.50 Uhr: Weit über 11.000 neue Corona-Fälle

Das Landesgesundheitsamt meldet am Donnerstag 11.423 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 796.760 Menschen angesteckt.

Auch wurden 37 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.618.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 489,9. Am Vortag lag der Wert bei 476,4.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 489,9. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 489,9. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. November, 13.39 Uhr: Saarland nimmt zwei Covid-Intensivpatienten aus Baden-Württemberg auf

Das Saarland nimmt zwei Covid-Intensivpatienten aus Baden-Württemberg auf. Sie würden ins Klinikum Saarbrücken sowie ins Universitätsklinikum in Homburg gebracht, teilte das saarländische Innenministerium am Donnerstag auf Anfrage mit. Die mit den Kliniken abgestimmten Zuweisungen orientierten sich «am konkreten Gesundheitszustand der Patienten und den hierfür optimalen Behandlungsoptionen in den Kliniken».

Baden-Württemberg verlege sieben Patienten innerhalb des "Kleeblatt"- Verbundes der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Von diesen Patienten übernehme das Saarland zwei. Ob weitere Covid-Intensivpatienten im Saarland aufgenommen werden sollten, werde erst nach konkret vorliegenden Anfragen geprüft, teilte ein Sprecher mit.

Update, 25. November, 12.18 Uhr: Nur Geimpfte und Genese dürfen noch in den Hörsaal

An den Hochschulen im Land gelten fortan strengere Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus. Von Donnerstag an gilt in Innenräumen der Hochschulen eine generelle Maskenpflicht, wie das Wissenschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Sollte sich die Lage auf den Intensivstationen nicht bessern, gilt für Lehrveranstaltungen ab kommendem Montag zudem die sogenannte 2G-Regel - nur noch geimpfte oder genesene Studierende hätten dann Zutritt. Ausnahmen gelten für Praxisveranstaltungen - etwa Laborpraktika, Prüfungen und Bibliotheken -, für die weiter auch ein negativer Test reicht.

Die Hochschulen seien angewiesen worden, die Kontrollen zur Einhaltung der Regeln auszuweiten und zu sanktionieren. Gab es bislang bei größeren Veranstaltungen nur Stichprobenkontrollen, muss nun jeder Student einen Nachweis zeigen.

"Wir tun alles dafür, um den gerade erst zurückgewonnenen Präsenzstudienbetrieb für die Studierenden aufrechtzuerhalten", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Die Ministerin rief dazu auf, sich an die verschärften Regeln zu halten. "Verstöße gegen die Regelungen sind keine Kavaliersdelikte."

Update, 24. November, 20.01 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen weit über Grenzwert

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen im Südwesten übersteigt immer stärker den von der Landesregierung gesetzten Grenzwert von 450.

Mittlerweile würden 517 solcher Fälle intensivmedizinisch behandelt, teilte das Landesgesundheitsamt am Mittwoch in Stuttgart mit. Auch die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz liegt weiter über dem Schwellenwert von 6 eingelieferten Corona-Patienten in Krankenhäusern je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Die beiden Grenzwerte sind die Kriterien für die neue Alarmstufe II mit verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie, die seit diesem Mittwoch in Kraft ist.

In 23 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen bei über 500, das ist einer weniger als am Vortag.

Sie gelten nach den neuen Regeln als Hotspots, in denen nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte greifen. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 476,4 (Vortag: 470,0). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Update, 24. November, 18.10 Uhr: Immer mehr Kliniken verhängen Besuchsstopp

Wegen der stark steigenden Corona-Zahlen im Südwesten verhängen immer mehr Krankenhäuser einen Besuchsstopp.

Nach Häusern in Mannheim, Ludwigsburg und im Kreis Reutlingen kündigte auch das Universitätsklinikum in Freiburg an, mit dieser Maßnahme das Risiko von eingetragenen Infektionen ins Klinikum auf ein Minimum verringern zu wollen. Das Verbot gelte für die Standorte Freiburg und Bad Krozingen.

Es gebe aber auch hier Ausnahmen, etwa bei Geburten oder wenn Kinder im Krankenhaus liegen. Auch wenn Patienten auf der Intensivstation oder im Sterben liegen, dürfen Angehörige sie besuchen. Die Besucher müssen entweder geimpft, genesen oder getestet sein.

Update, 24. November, 17.01 Uhr: Über 10.600 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet am Mittwoch 10.676 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 785.337 Menschen angesteckt.

Auch wurden 48 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.583.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 476,4. Am Vortag lag der Wert bei 470,0.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg am Mittwoch auf 476,4. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz stieg am Mittwoch auf 476,4. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 24. November, 13.37 Uhr: Erste Verlegung von Covid-Kranken aus dem Land geplant

Erstmals seit Beginn der Pandemie sollen Covid-19-Patienten außerhalb von Baden-Württemberg versorgt werden. Dabei handele es sich um je drei Kranke aus Karlsruhe und Pforzheim, die mehrheitlich beatmet werden, sagte der Koordinator der Corona-Intensivversorgung im Südwesten, Götz Geldner, der Deutschen Presse Agentur am Mittwoch. "Unter Umständen könnte die Verlegung noch in dieser Woche passieren", fügte der Ärztliche Direktor der Ludwigsburger RKH Kliniken hinzu.

Die Anfrage für die benötigten Intensivbetten sei an die Länder Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz gestellt worden, die mit Baden-Württemberg das sogenannte Kleeblatt Südwest bilden.

Bundesweite Verlegungen werden nach Angaben des zuständigen Arbeitskreises der Innenministerkonferenz aktuell für rund 80 Patienten über das Kleeblatt-Verfahren geprüft. Das heißt, dass erst die Kapazitäten innerhalb des regionalen Kleeblatts berücksichtigt werden. Wenn auch dort die Betten voll sind, wird die Suche auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt.

Update, 24. November, 8.57 Uhr: Strengere Regeln für Geimpfte und Ungeimpfte, Landtag kommt zusammen

In Baden-Württemberg treten am Mittwoch noch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Kraft. Weil die Intensivstationen im Land volllaufen, reicht der Impfnachweis künftig bei Veranstaltungen und in Bars und Clubs nicht mehr aus. Geimpfte und Genesene müssen nun zusätzlich einen negativen Test vorzeigen. Das soll Veranstaltungen wie Theater-, Opern- und Konzertaufführungen, Filmvorführungen, Stadt- und Volksfeste, Stadtführungen und Informations-, Betriebs-, Vereins- sowie Sportveranstaltungen betreffen - genauso wie Weihnachtsmärkte.

Auch für Ungeimpfte gelten noch strengere Beschränkungen. Sie dürfen in Hotspots künftig nachts nur noch mit triftigem Grund vor die Tür. In Hotspot-Regionen haben Ungeimpfte zudem keinen Zutritt mehr zu den meisten Geschäften und Märkten - die Grundversorgung etwa mit Lebensmitteln ist ausgenommen.

Der Landtag kommt am Mittwoch (10 Uhr) zu einer Sondersitzung zusammen, um die neuen Maßnahmen zu debattieren.

Update, 24. November, 7.53 Uhr: Mediziner warnt wegen Überlastung der Intensivstationen

Wegen der Überlastung von Intensivstationen kann nach den Worten des Mediziners Dominik Alscher oft nicht mehr die optimale Behandlung für Patienten erfolgen. "Wir sind aktuell in der Situation, dass wir regelmäßig die relativ Gesündesten von der Intensiv- auf die Überwachungsstation verlegen, um wieder ein Bett zu erhalten", sagte der Medizinische Geschäftsführer des Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhauses der Stuttgarter Zeitung (Mittwoch). "Mein Eindruck ist, dass wir das Problem derzeit unterschätzen."

Frei werdende Intensivbetten seien innerhalb einer halben Stunde wieder belegt. "Uns fehlen die Intensivpfleger", sagte Alscher. "Wir stopfen notdürftig die Lücken." Vier von zehn Covid-19-Intensivpatienten sterben seinen Angaben zufolge. Zu wenig Menschen seien geimpft. "Dass so viele Ungeimpfte unter den Patienten sind, ist teilweise schwierig zu akzeptieren."

Alscher sprach sich mit Blick auf die stark steigenden Infektionszahlen für einen Lockdown aus. Die einzige schnelle Lösung sei, Kontakten und damit die Zahl der Patienten zu senken. "Wenn wir heute einen Lockdown machen, sinken die Zahlen an Weihnachten."

Update, 23. November, 14.57 Uhr: Weihnachtsmärkte mit gemischter Bilanz

Neben vielen coronabedingten Absagen sind zumindest ein paar Weihnachtsmärkte im Südwesten bereits geöffnet - in den Abläufen und Besucherzahlen spiegelt sich aber die schwierige Lage wegen der Pandemie. So lief der Konstanzer Weihnachtsmarkt eher verhalten an.

Die Besucher hätten es zwar sehr positiv aufgenommen, dass der sogenannte Adventsmarkt im Stadtgarten in diesem Jahr stattfindet, sogar eine Woche früher als sonst, wie ein Sprecher sagte. Es gebe aber noch Luft nach oben. Bis zu rund 3000 Menschen seien am Wochenende pro Tag gleichzeitig maximal anwesend gewesen, erlaubt wären 8500.

Der Markt wird dieses Jahr im Stadtgarten veranstaltet, weil dort Kontrollen an zwei Zugängen möglich sind. Zugelassen sind nur geimpfte oder genesene Besucher.

In Freiburg zählten die Veranstalter in den ersten drei Tagen rund 65.000 Besucher. Im Rekordjahr 2019 - 2020 waren Weihnachtsmärkte wegen des landesweiten Lockdowns ausgefallen - waren es im gleichen Zeitraum fast 90.000. In diesem Jahr sei mittags weniger los. "Dies ist möglicherweise auf Homeoffice und Kurzarbeit in einigen Unternehmen zurückzuführen", sagte am Dienstag ein Sprecher der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH.

Beim Heidelberger Weihnachtsmarkt sei zu spüren, wie ausgehungert die Menschen seien, wenn es um öffentliche Veranstaltungen dieser Art gehe. "Der Andrang ist groß", sagte ein Sprecher. Wegen der Kontrollen habe es auch längere Wartezeiten gegeben. Rund 75.000 Menschen wurden in den ersten drei Tagen nach Eröffnung gezählt. Für einen Vergleich mit 2019 sei es noch zu früh.

Zumindest ein paar Weihnachtsmärkte im Südwesten sind bereits geöffnet. (Symbolbild)
Zumindest ein paar Weihnachtsmärkte im Südwesten sind bereits geöffnet. (Symbolbild)  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 23. November, 12.24 Uhr: Im Einzelhandel gilt ab Mittwoch 2G

Im Einzelhandel und auf Märkten gilt wegen der stark steigenden Corona-Zahlen im Südwesten voraussichtlich schon ab Mittwoch die 2G-Regel - ausgenommen ist die Grundversorgung.

Die Landesregierung will, dass in der Alarmstufe II nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu den meisten Geschäften haben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen. Außerdem soll schon in der Alarmstufe I 2G auch für Hotels und Pensionen gelten. Ausgenommen sind dienstliche Übernachtungen, für die 3G gelten soll.

Die Regierung will an diesem Dienstag die neue Corona-Verordnung beschließen, die dann am Mittwoch in Kraft treten soll. Demnach soll die Alarmstufe II gelten, wenn auf den Intensivstationen an zwei Tagen hintereinander mehr als 450 Covid-19-Patienten liegen. Am Montag lag sie schon bei 489.

Es wird damit gerechnet, dass der Grenzwert auch am Dienstag überschritten wird.

Update, 23. November, 9.40 Uhr: 3G-Kontrollen in und um Karlsruhe

Fahrgäste in Bussen und Bahnen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) sollten sich von kommender Woche an auf 3G-Schwerpunktkontrollen einstellen.

Der Verbund sei dafür in intensiven Gesprächen mit Polizei und Ordnungsbehörden, sagte ein Sprecher am Dienstag. Gemäß der 3G-Regelung, die von diesem Mittwoch an auch in öffentlichen Verkehrsmitteln gelten soll, müssen Mitfahrende nachweislich geimpft, genesen oder getestet sein.

Ob Bußgelder verhängt werden könnten oder die Menschen ohne entsprechenden Nachweis schlicht aussteigen müssten, sei noch offen.

"Unsere Kontrolleure könnten 3G-Kontrollen keinesfalls alleine durchführen", betonte der Sprecher. Das liege nicht nur an der Mehrarbeit, sondern auch daran, dass KVV-Personal mögliche Verstöße nicht ahnden dürfe. Der KVV beschäftigt rund 200 Kontrolleure und befördert in seinem Einzugsgebiet in und um Karlsruhe rund 500.000 Fahrgäste täglich.

Update, 23. November, 9.10 Uhr: Uniklinik Ulm verschiebt planbare Operationen

An der Uniklinik Ulm werden künftig wieder planbare Operationen verschoben. Grund seien die "rasant steigenden Infektionszahlen" und die Vorgaben des Landes, 40 Prozent der Intensivkapazitäten für Covid-Patienten frei zu halten, wie eine Sprecherin der Uniklinik am Dienstag in Ulm bekanntgab.

Planbare Behandlungen müssten - soweit medizinisch vertretbar - verschoben oder ausgesetzt werden. Die Akut- und Notfallversorgung sei davon nicht betroffen, hieß es. Der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende Udo X. Kaisers teilte mit, man wisse, dass Verschiebungen oder Absagen von Behandlungen für die Patientinnen und Patienten und deren Angehörige sehr belastend seien. In der aktuellen Situation biete sich ihnen jedoch keine andere Möglichkeit.

Kapazitätsgrenzen gibt es den Angaben zufolge vor allem beim verfügbaren Personal, da die Belastung der vergangenen Monate zu Personalausfällen und Arbeitszeitreduzierungen geführt habe. Die Anforderungen an die Mitarbeiter seien in dieser Phase der Pandemie noch höher als zuvor, hieß es.

Die Behandlung der oft noch jungen Covid-Intensivpatienten sei hochaufwendig und sehr belastend, auch weil ihre Verweildauer deutlich verlängert sei und viele Wochen dauern könne.

"Um die aktuell sehr angespannte Situation zu verbessern, bitten wir daher Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher noch nicht gegen das Coronavirus haben impfen lassen, dies dringend nachzuholen", so der Vorstandsvorsitzende Kaisers.

An der Uniklinik Ulm werden künftig wieder planbare Operationen verschoben.
An der Uniklinik Ulm werden künftig wieder planbare Operationen verschoben.  © Stefan Puchner/dpa

Update, 22. November, 19.11 Uhr: Stuttgarter Weihnachtsmarkt abgesagt

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat den Weihnachtsmarkt abgesagt. Das teilte Oberbürgermeister Frank Nopper (60, CDU) am Montagabend mit.

Mehr dazu im Artikel: Weihnachtsmarkt in Stuttgart abgesagt

Update, 22. November, 17.48 Uhr: Mehr als 5500 Fälle in Baden-Württemberg

Das Landesgesundheitsamt meldet am Sonntag 5501 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 764.497 Menschen angesteckt.

Auch wurden 48 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.504.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 459,4.

Update, 22. November, 17.38 Uhr: Kretschmann spricht sich für allgemeine Impfpflicht aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73) hat sich für eine allgemeine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus ausgesprochen.

In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstag) schrieb der Grünen-Politiker gemeinsam mit Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU): "Eine Impfpflicht ist kein Verstoß gegen die Freiheitsrechte. Vielmehr ist sie die Voraussetzung dafür, dass wir unsere Freiheit zurückgewinnen."

Winfried Kretschmann (73) spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht aus.
Winfried Kretschmann (73) spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht aus.  © Susannah Ireland/dpa

Update, 22. November, 16.28 Uhr: Weitere Weihnachtsmärkte abgesagt

In der Corona-Lage mit rasant steigenden Infektionszahlen haben im Südwesten weitere Städte Weihnachtsmärkte abgesagt. Aalen im Ostalbkreis cancelte den Markt ebenso wie Ravensburg, Böblingen und Esslingen, wie die drei Städte am Montag mitteilten. "Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden, unseren beliebten Christkindlesmarkt jetzt doch abzusagen", so Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp (CDU). Es tue ihm für alle Markthändler und die Betreiber von Imbissständen leid.

In Aalen wurde der Weihnachtsmarkt wenige Stunden vor Eröffnung auf den letzten Drücker gestoppt. "Wir wollen verantwortungsbewusst handeln und unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten", sagte eine Sprecherin. Nur die drei Stände mit Weihnachtswaren dürften öffnen; die etwa zehn Imbissstände blieben zu.

In Böblingen wären zwei Weihnachtsmärkte an den Start gegangen, der eine an diesem Mittwoch, der andere am 4. Dezember. "Wir hätten dies sehr gerne ermöglicht, aber die Lage spitzt sich weiter zu", sagte dazu Rathauschef Stefan Belz (Grüne). Der Mittelalter- und Weihnachtsmarkt in Esslingen hätte eigentlich an diesem Dienstag seine Tore öffnen sollen.

In den Tagen zuvor hatten bereits Isny im Allgäu und mehrere Gemeinden um Heidelberg wie Neckargemünd und Leimen sowie Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Marbach im Kreis Ludwigsburg Märkte abgesagt.

In Freiburg, Heidelberg oder Konstanz beispielsweise gibt es seit vergangener Woche bereits Weihnachtsmärkte. In Stuttgart ist die Eröffnung für Mittwoch geplant.

Auch der Weihnachtsmarkt in Esslingen wurde abgesagt. (Archiv)
Auch der Weihnachtsmarkt in Esslingen wurde abgesagt. (Archiv)  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 22. November, 15.22 Uhr: 10.000 Ausbildungsstellen unbesetzt

In vielen Betrieben des Südwestens mangelt es an Auszubildenden. Mehr als 10.000 Ausbildungsstellen seien Ende September unbesetzt geblieben, bilanzierte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (49, CDU) am Montag in Stuttgart.

"Hintergrund ist der deutliche Rückgang der Bewerberzahl", fügte die CDU-Politikerin hinzu.

Der Ausbildungsmarkt sei während der Corona-Krise unter Druck geraten. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sank im laufenden Jahr leicht.

Es habe während der Pandemie aber auch Lichtblicke gegeben. So habe sich der Anteil vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge im Corona-Jahr 2020 vermindert.

"Der Anteil der erfolgreich bestandenen Abschlussprüfungen 2020 an allen Prüfungsteilnehmenden in Baden-Württemberg blieb stabil bei rund 94 Prozent", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Update, 22. November, 13.35 Uhr: Ulmer OB Czisch positiv getestet

Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 58-Jährige sei vollständig geimpft und zeige keine Symptome einer Erkrankung, befinde sich aber in Isolation, teilte die Ulmer Stadtverwaltung am Montag mit. Czisch habe unmittelbar nach dem positiven Ergebnis eines Schnelltests am Sonntagnachmittag das Haus nicht mehr verlassen. Ein PCR-Test habe das Ergebnis später bestätigt.

Czisch hatte sich den Angaben zufolge zuletzt vor jedem seiner öffentlichen Termine testen lassen. Besucher von Veranstaltungen mit dem OB müssten daher «nichts unternehmen». Andere Rathaus-Mitarbeiter seien ebenfalls nicht betroffen. Während Czischs Isolation werde ihn Erster Bürgermeister Martin Bendel bei Terminen vertreten.

Ulm, 20. Juli 2020: Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) spricht vom dem Balkon des Schwörhauses zu rund 250 Bürgern.
Ulm, 20. Juli 2020: Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) spricht vom dem Balkon des Schwörhauses zu rund 250 Bürgern.  © Felix Kästle/dpa

Update, 22. November, 12.23 Uhr: Großer Andrang bei mobilen Impfteams und Impfstützpunkten

Der Andrang bei mobilen Impfteams und Impfstützpunkten im Südwesten ist enorm und wird nach Einschätzung von Experten bis Ende November noch weiter steigen.

Grund dafür sei die vom Bund ab dem Zeitpunkt angekündigte Rationierung des Impfstoffes Biontech/Pfizer, sagte Bernd Kühlmuß, medizinischer Leiter Mobile Impfteams Ulm, am Montag. Der Biontech-Impfstoff genieße sehr großes Vertrauen - "viele werden versuchen, sich damit impfen zu lassen, bevor die Beschränkung kommt."

Danach bestehe dann die Gefahr, dass kurzfristig weniger Menschen impfbereit sind, weil sie dem ebenso guten Impfstoff Moderna skeptischer gegenüberstehen. "Es kann sein, dass Menschen dann auf Impfungen verzichten und der Impffortschritt konterkariert wird."

Das Bundesgesundheitsministerium hatte Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Vorzugsweise soll dann Moderna verimpft werden, weil dieser Impfstoff im Februar zu verfallen droht.

In den Landkreisen Alb-Donau, Göppingen, Heidenheim und dem Stadtkreis Ulm sind laut Kühlmuß inzwischen zehn mobile Impfteams unterwegs. "Ich schätze, wir werden die Zahl mehr als verdoppeln müssen."

In Einkaufszentren etwa werden von mobilen Impfteams zwischen 400 und 500 Menschen täglich geimpft - "die Termine sind schon in den ersten 30 Minuten nach Öffnung vergeben".

Wer danach kommt, müsse vertröstet werden. Beschimpfungen seitens der Impfwilligen nehmen dabei seinen Worten zufolge zu. Vermehrt müsse inzwischen die Polizei gerufen werden. Das Land finanziere bei Bedarf auch Security.

Update, 22. November, 9.27 Uhr: Tausende zusätzliche Kurse fördern Schüler

Mit mehr als 5000 zusätzlichen Kursen werden Kinder und Jugendliche an baden-württembergischen Schulen im Zuge des Programms "Lernen mit Rückenwind" derzeit gefördert.

Schüler sollen mit Hilfe der Zusatzstunden Corona-Folgen und Lernlücken besser bewältigen. Angemeldet hätten sich bisher rund 5300 mögliche Helfer, überwiegend Studierende, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Stuttgart.

Probleme sieht das Ministerium in ländlichen Regionen. Dort würden den Schulen weniger Hilfskräfte zur Verfügung stehen. Um den Mangel auszugleichen, soll beispielsweise die Stundenzahl festangestellter Lehrkräfte aufgestockt oder Bildungsgutscheine für Nachhilfe verteilt werden.

Das Programm sei gerade erst angelaufen und solle sich im Verlauf der zweijährigen Projektzeit noch entwickeln und dynamisch an die Bedürfnisse an den Schulen anpassen.

Kritik am hohen Organisationsaufwand für die Schulen kommt aus der Bildungsgewerkschaft GEW. Zudem seien Lernrückstände nur eines von vielen Problemen, sagte GEW-Sprecher Matthias Schneider. Vernachlässigt würden die sozial-emotionalen Probleme der Kinder.

SPD-Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei kritisierte, dass viele Schulen zwar Bedarf angemeldet hätten, aber noch nicht versorgt seien. Statt externer Hilfe hätte von Anfang an das Lehrpersonal an den Schulen verstärkt werden müssen.

Update, 22. November, 6 Uhr: Bayaz will Impfpflicht nicht ausschließen

Finanzminister Danyal Bayaz (37, Grüne) hält es für falsch, in der Corona-Pandemie eine Impfpflicht einfach auszuschließen.

"Eine Impfpflicht ist ein schwerwiegender Eingriff", sagte der Grünen-Politiker den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung (Montag). "Allerdings müssen wir mittlerweile feststellen, dass wir mit Impfappellen kaum mehr vom Fleck kommen. Damit Corona keine Dauerschleife für uns wird, sollten wir eine Impfpflicht ernsthaft diskutieren und nicht einfach ausschließen."

Österreich will als erstes EU-Land im Februar eine Impfpflicht einführen. In Deutschland zeigen sich Vertreter der Union offen dafür.

Vertreter von SPD, Grünen und FDP äußern sich bisher ablehnend. Geplant ist zunächst die Einführung einer Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen oder Einrichtungen.

Finanzminister Danyal Bayaz (37, Grüne).
Finanzminister Danyal Bayaz (37, Grüne).  © Christoph Soeder/dpa

Update, 21. November, 17.12 Uhr: Inzidenz bei über 450

Das Landesgesundheitsamt meldet am Sonntag 4375 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 758.996 Menschen angesteckt.

Auch wurden fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.456.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 454,1.

Update, 20. November, 19.25 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gesunken

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist leicht gesunken. Sie lag am Samstag bei 442 (Vortag: 445), wie das Landesgesundheitsamt am Samstag mitteilte. Damit wurde der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 Fällen aber erneut weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 5,48 (Vortag: 5,7). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Wegen eines außergewöhnlich starken Anstiegs an Corona-Infektionen dürfen Ungeimpfte in drei Landkreisen von Montag an nachts nur noch aus triftigem Grund ihre Wohnungen verlassen. Das Verlassen der eigenen vier Wände in den Corona-Hotspots Schwarzwald-Baar-Kreis, Ostalbkreis und Biberach sei diesen Menschen zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch beispielsweise für medizinische Notfälle und aus Arbeitsgründen erlaubt, sagte der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Stuttgart.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag im Schwarzwald-Baar-Kreis am Samstag bei 606, im Ostalbkreis bei 702,2 und im Kreis Biberach bei 631,9. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen landesweit stieg auf 438 (Vortag: 421,3).

Update, 20. November, 11 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt wieder

Die Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist wieder gestiegen. Nach einem geringfügigen Rückgang am Donnerstag erhöhte sich diese Zahl um 6 auf 445 (plus 6) Patientinnen und Patienten, teilte das Landesgesundheitsamt am Freitag mit. Damit wurde der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 Fällen erneut weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Freitag (16 Uhr) unverändert bei 5,7. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 421,3 (Vortag: 414,0). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg seit Beginn der Pandemie um 8461 auf 747.300. Es gab 32 weitere gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - damit stieg die Gesamtzahl auf 11.440 Verstorbene.

Update, 18. November, 19 Uhr: Noch immer hohe Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg bleibt hoch. Zwar sank die Zahl im Vergleich zum Vortag um fünf Patienten. Mit 439 wurde jedoch auch am Donnerstag der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 wieder weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, lag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz am Donnerstag (16 Uhr) bei 5,7 (Vortag: 4,7). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 414,0 (Vortag: 397,7). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Coronafälle stieg seit Beginn der Pandemie um 9701 auf 738.839. Es gab 37 weitere gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - damit stieg die Gesamtzahl auf 11.408 Verstorbene.

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen bleibt hoch. (Symbolbild)
Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen bleibt hoch. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 18. November, 18.04 Uhr: Land unterstützt Ärzte mit 155 mobilen Teams

Die baden-württembergische Landesregierung unterstützt niedergelassene Ärzte mit 155 mobilen Impfteams. Sie sollen sieben Tage die Woche im Einsatz sein und pro Tag rund 130 Impfungen vornehmen - von der Erstimpfung bis zur Auffrischimpfung. Wie das Sozialministerium mitteilte, sei dies am Donnerstag vom Kabinett gebilligt worden. Darüber hinaus sollen zusätzliche feste Impfstationen errichtet werden. Städte und Kreise sollten ihren Bedarf mitteilen. Damit solle gewährleistet werden, dass es flächendeckend genügend fest installierte Anlaufstellen gibt.

"Wir glauben, dass dieses Konzept im Moment das richtige ist, da wir damit die Menschen direkt vor Ort erreichen, anders als mit den großen, überregionalen Impfzentren", so das Ministerium. Die Reaktivierung der großen Impfzentren bräuchte demnach einen langen Vorlauf - sie könnten frühestens im Januar ihren Betrieb aufnehmen. Auch seien Hallen vielerorts längst wieder anderweitig in Betrieb.

Bei der Errichtung der Impfstützpunkte sei man auf die Mitwirkung der Landkreise, Städte und Gemeinden angewiesen, vor allem bei der Bereitstellung von Räumen und Infrastruktur, hieß es. Das Ministerium sicherte zu, dass Kosten für die Einrichtung solcher Impfstützpunkte nach Abstimmung vom Land erstattet würden.

"Nach der heutigen Entscheidung der Ständigen Impfkommission, Booster-Impfungen für alle Erwachsenen zu empfehlen, wird die Nachfrage nach Impfungen weiter zunehmen", so Minister Manne Lucha (Grüne). Im Dezember sollen die mobilen Impfteams insgesamt 600.000 Menschen impfen können. "Bei der niedergelassenen Ärzteschaft gehen wir von 400.000 Impfungen im Dezember aus." Hinzu kämen Impfungen durch Betriebsärzte.

Update, 18. November, 18.02 Uhr: Nutzlose Beatmungsgeräte beschafft? Land weist Vorwürfe zurück

Klinikärzte in Baden-Württemberg haben die als Notfallreserve angeschafften Beatmungsgeräte aus China im Wert von 53 Millionen Euro als Fehlbeschaffung kritisiert. Kaum eines der 1000 Geräte für Intensivstationen sei in den 121 Kliniken eingesetzt worden, sie seien weit entfernt von modernen technischen Standards. "Wir werden sie nie benützen, aber sie kosten weiterhin Geld, weil sie gewartet werden müssen", sagte Helene Häberle, Leitende Oberärztin an der Tübinger Universitätsklinik der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten (Freitag).

Der Ärztliche Direktor der Kreiskliniken Reutlingen, Friedrich Pühringer, sprach von "unsinnigen Geräten". Da sei Geld aus dem Fenster geschmissen worden. SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch sprach von einem "Beatmungsgeräte-Gau" von Sozialminister Manfred Lucha (Grüne).

Das Ministerium wies die Vorwürfe zurück. "Wir haben in einer absoluten Krisensituation auf einem zusammengebrochenen Markt mitten zu Beginn der Pandemie Hilfsgüter beschafft, um Menschenleben zu retten. Auf dem deutschen Markt waren damals keine deutschen invasiven Beatmungsgerate verfügbar", sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Vorwürfe seien "makaber". "Wir möchten gerne wissen, was los gewesen wäre, wenn wir nicht genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung gehabt hätten." Es sei absurd, dem Land mitten in der vierten Corona-Welle vorzuhalten, eine Notfallreserve angelegt zu haben. "In einer Pandemie muss man immer für den worst case (schlimmsten Fall) gewappnet sein. Dazu stehen wir."

Es seien einzelne Geräte in Krankenhäusern im Südwesten zum Einsatz gekommen. "Wir können deshalb nicht nachvollziehen, wie es zu der Einschätzung kommt, die Geräte seien unbrauchbar", sagte die Sprecherin. Niemand wisse, wie sich die Pandemie noch weiter entwickeln werde. "Wir sind deshalb sehr froh, dass wir die Geräte haben und im Notfall einsetzen können."

Update, 18. November, 13.09 Uhr: Ärzte: Viele Kinder mit Virusinfektionen in Kliniken

Besonders viele Kinder mit Atemwegsinfekten müssen derzeit in den Kliniken im Südwesten behandelt werden. Es gebe eine starke und frühzeitige Krankheitswelle durch das sogenannte Respiratorische Synzytial-Virus (RS-Virus), teilten Krankenhäuser vielerorts mit. Auch die Kinderpraxen seien betroffen, heißt es vom Berufsverband der Kinder und Jugendärzte.

Der Lockdown und fehlende Kontakte im vergangenen Jahr sind laut dem Verband Grund für den ungewöhnlich frühen und starken Anstieg der Infektionen dieses Jahr. "Jetzt treffen die Keime auf ungeübte Immunsysteme", sagte Oliver Heinzel vom Universitätsklinikum Tübingen.

Auch im angrenzenden Bayern schlagen Kinderärzte Alarm. Im Klinikum Memmingen sind nach eigenen Angaben schon mehrere Stationen überbelegt und die Kinder-Notaufnahme überlastet. Kinder sollen dort nur noch im Notfall ins Krankenhaus. "Wenn Ihr Kind Infektionsanzeichen wie Fieber, Husten, Schnupfen oder Durchfall zeigt, so ist das in den meisten Fällen kein Notfall", sagte der Chefarzt der Klinik.

Das RS-Virus kann bei Kindern und Erwachsenen Atemwegsinfektionen auslösen, die einer Grippe ähneln. Schwere Verläufe können bei Frühgeborenen, Kindern mit Vorerkrankungen und Herzfehlern auftreten.

Innerhalb der ersten zwei Lebensjahre machen nach Angaben des Landesgesundheitsamts fast alle Kinder mindestens eine Infektion mit dem RS-Virus durch.

Update, 18. November, 11.27 Uhr: Südwest-Unternehmen verstärken Impfangebote

Die großen baden-württembergischen Unternehmen weiten die Corona-Impfangebote für ihre Belegschaften aus. Eine Daimler-Sprecherin sagte am Donnerstag in Stuttgart, noch in diesem Jahr wolle man den Beschäftigten wieder Angebote zur Erstimpfung machen. Bisher gab es insgesamt 58.000 Impfungen. Zudem seien Booster-Impfungen ab Januar 2022 geplant.

Beim Zulieferer Bosch ist man schon weiter. Der Technologiekonzern biete bereits seit Oktober Auffrischimpfungen an, teilte ein Sprecher mit. Bei der betriebsinternen Impfkampagne sind über 200 Mitarbeiter im Einsatz, darunter 50 Betriebsärztinnen und -ärzte. Bisher wurden über 60.000 Spritzen verabreicht.

SAP bietet kontinuierlich Covid-19-Schutzimpfungen an, seit einiger Zeit auch Auffrischimpfungen. Ab 1. Dezember werden die Booster für alle Mitarbeitenden in größerem Umfang angeboten, unabhängig von Alter und Vorerkrankung, wie ein Sprecher mitteilte.

"Zurzeit fahren wir unsere Kapazitäten hoch, so dass wir alleine bis Mitte Dezember 3300 Termine anbieten können." Man halte die Kapazität vor, allen Mitarbeitenden in den nächsten Monaten ein Angebot für Erst-, Zweit-, und Boosterimpfungen machen zu können.

Update, 18. November, 11.03 Uhr: Lockdown für Ungeimpfte in Hotspots im Südwesten rückt näher

In Baden-Württemberg rücken wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in besonders betroffenen Stadt- und Landkreisen näher.

In der grün-schwarzen Landesregierung wird diskutiert, ob dieses Instrument schon bald eingesetzt werden muss, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen in Stuttgart erfuhr. Das Land hat demnach derzeit noch die rechtliche Möglichkeit, regionale Lockdowns anzuordnen.

Solche Corona-Beschränkungen könnten aber voraussichtlich nur noch bis längstens 15. Dezember in Kraft bleiben, weil die angehenden Ampelpartner SPD, Grüne und FDP im Bundestag die Gesetzeslage ändern wollen.

Solche Corona-Beschränkungen könnten aber voraussichtlich nur noch bis längstens 15. Dezember in Kraft bleiben.
Solche Corona-Beschränkungen könnten aber voraussichtlich nur noch bis längstens 15. Dezember in Kraft bleiben.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. November, 9.02 Uhr: Gegen den "sozialen Tod": Besuchsverbote für Pflegeheime abgelehnt

Immer mehr Krankenhäuser erlassen wegen der Corona-Ansteckungsgefahr Besuchersperren für Patienten - in den Pflegeheimen in Baden-Württemberg hingegen wird ein solch radikaler Schritt nicht in Betracht gezogen. Nach den Erfahrungen mit dem wochenlangen Besuchsverbot im Frühjahr 2020 ist diese Maßnahme tabu.

"Die damalige Isolation war für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter sehr belastend", sagte Alexandra Heizereder, Sprecherin der Evangelischen Heimstiftung, der Deutschen Presse-Agentur. Dies zu vermeiden, sei Konsens unter den Betreibern und dem Gesundheitsministerium, betonte die Vertreterin des mit 90 Heimen mit 6300 Bewohnern und 7000 Mitarbeitern größten Pflegeunternehmens im Land.

Laut der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft steigt die Zahl der Kliniken mit Besuchersperre wegen steigender Corona-Infektionszahlen gerade deutlich an.

Für die Bewohner von Pflegeheimen würde eine solches Besuchsverbot nach Überzeugung des Landesseniorenrats den "sozialen Tod" bedeuten. "Das darf es nie wieder geben", sagte Verbandschef Eckart Hammer. Er fügte hinzu: "Auch dass Menschen allein sterben müssen, das darf einfach nicht wieder passieren."

Nach den Erfahrungen mit dem wochenlangen Besuchsverbot im Frühjahr 2020 ist diese Maßnahme tabu.
Nach den Erfahrungen mit dem wochenlangen Besuchsverbot im Frühjahr 2020 ist diese Maßnahme tabu.  © Tom Weller/dpa

Update, 18. November, 6.03 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt weiter

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg steigt weiter stark an und liegt mittweile weit über dem für die Alarmstufe entscheidenden Grenzwert von 390. Mittlerweile werden 444 solcher Fälle intensivmedizinisch behandelt, das sind 20 mehr als am Vortag, teilte das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (16 Uhr) mit. Die Alarmstufe gilt seit diesem Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten wurde. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 4,7. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 397,7, ein Plus von 14,9. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 10.162 auf 729.138.

Die Zahl der Infektionen erhöht sich weiter rasant.
Die Zahl der Infektionen erhöht sich weiter rasant.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 17. November, 14.57 Uhr: Land verschärft Maskenpflicht in Pflegeheimen

Ab sofort dürfen Bewohner und Bewohnerinnen in Pflegeheimen nur noch mit FFP2-Maske besucht werden. Aufgrund der immer dramatischeren Corona-Lage gelten im Südwesten nun strengere Regeln in Krankenhäusern und Pflegeheimen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch der dpa mitteilte.

Besucher und Besucherinnen müssen während ihres gesamten Aufenthalts in den Einrichtungen nun wieder eine FFP2-Maske tragen statt nur einer medizinischen Maske. Bei Kindern bis 14 reicht noch eine medizinische Maske.

Auch Pflegekräfte, die Kontakt zu Patienten haben, müssen ab sofort FFP2-Masken tragen. In den Zimmern geimpfter Bewohner oder gar im Freien darf die Maske in Pflegeheimen nicht mehr abgelegt werden.

Auch Pflegekräfte, die Kontakt zu Patienten haben, müssen ab sofort FFP2-Masken tragen.
Auch Pflegekräfte, die Kontakt zu Patienten haben, müssen ab sofort FFP2-Masken tragen.  © Tom Weller/dpa

Update, 17. November, 13.17 Uhr: Corona-Atteste an Waldorfschule ungenügend

55 Atteste von Schülern, Schülerinnen und Lehrkräften zur Befreiung von der Maskenpflicht an der Freien Waldorfschule in Freiburgs Stadtteil St. Georgen entsprechen nicht den Anforderungen der Corona-Verordnung. Eine Sprecherin des Regierungspräsidiums teilte am Mittwoch mit, dass sich die Schule aufgrund einer Prüfung durch die Behörde dazu entschieden habe, sämtliche Maskenatteste nicht mehr anzuerkennen. 52 stammten von Schülern, 3 von Lehrern.

Nach einem Bericht der «Badischen Zeitung» (Mittwoch) waren viele der Atteste mit einer «CO2-Rückatmung» begründet worden. Mehrere der Formulare seien in Privatkliniken in Bayern und Berlin ausgestellt worden und hätten eine wortgleiche Begründung gehabt.

Ein Vater habe mitgeteilt, gerichtlich gegen die Ablehnung des Attestes vorzugehen zu wollen, teilte die Präsidiumssprecherin mit. «Eine entsprechende Klage müsste er an die Waldorfschule richten.»

Diese steht nicht das erste Mal wegen Corona in den Schlagzeilen: Nach Zirkusaufführungen war es vor einigen Wochen zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Dutzende Menschen infizierten sich.

Update, 17. November, 10.09 Uhr: Südwest-Tourismus schrumpft wegen Corona weiter

Der Tourismus im Südwesten leidet weiter unter den Folgen der Corona-Pandemie. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes kamen in den ersten neun Monaten des Jahres rund 18,3 Prozent weniger Gäste als im ebenfalls schon von Corona gezeichneten Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen sei um 2,6 Millionen zurückgegangen, wie die Behörde am Mittwoch weiter berichtete.

Damit wurden nur noch 25,6 Millionen Übernachtungen gezählt nach 28,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Im Vor-Corona-Jahr 2019 waren es zwischen Januar und September noch 44,2 Millionen Übernachtungen gewesen.

Keines der neun Reisegebiete im Südwesten habe seine Übernachtungszahlen halten können: Am Bodensee etwa gab es ein Minus von 6,4 Prozent, der nördliche Schwarzwald verzeichnete 10,5 Prozent weniger Übernachtungen, der südliche Schwarzwald ein Minus von 11,2 Prozent und die Region Stuttgart zählte sogar 18,1 Prozent weniger Übernachtungen.

Vor allem im Januar und Februar des laufenden Jahres waren die Zahlen massiv eingebrochen und hätten sich erst wieder ab April erholt. «Zugpferd der Erholungsprozesse ist weiterhin klar der Inlandstourismus», so die Statistiker. Der Anteil von Übernachtungsgästen aus Deutschland sei zwischen Januar und September mit 87,4 Prozent deutlich höher gewesen als in Vorkrisenzeiten (Januar bis September 2019: 78,3 Prozent). Das habe die Einbußen insgesamt aber nicht auffangen können. Die derzeitige Dynamik der Coronazahlen dürfte die Aussichten weiter verdüstern, so die Statistiker.

Update, 17. November, 8 Uhr: Weihnachtsmärkte im Südwesten wegen Corona-Lage unter Druck

Angesichts der sich verschärfenden Pandemie-Lage geraten die Weihnachtsmärkte im Südwesten immer stärker unter Druck. In kleineren Städten wurden die ersten wieder abgesagt, doch Städte wie Stuttgart, Karlsruhe und Ulm halten bisher an ihren Märkten trotz der Corona-Alarmstufe ab diesem Mittwoch fest.

Unter dem Münster in Ulm wurden schon am vergangenen Samstag die Buden der Händler aufgebaut. Und auch am Beginn des Markts am nächsten Montag soll festgehalten werden, wie eine Sprecherin der Stadt sagte. Der Aufbau erlaube eine Umsetzung der 2G-Regel mit Zugang nur für Geimpfte und Genesene, hieß es. An vier Eingängen soll es in Ulm Zugangskontrollen geben.

Der Weihnachtsmarkt in der Landeshauptstadt soll ebenfalls wie geplant am 24. November erste Besucher empfangen dürfen. Ob es dazu kommt, ist derzeit aber unsicher. Es gebe aktuell noch Gespräche zum Umgang mit der Corona-Lage, sagte eine Stadtsprecherin.

Auch Karlsruhe hält an seinem Christkindlesmarkt und dem Beginn am kommenden Montag fest. Mit der Alarmstufe gilt hier gleichfalls die 2G-Regel. Für die Gastro-Bereiche mit Glühwein, Bratwurst und Waffeln sehen die Veranstalter Zäune zur Absperrung vor.

Kleinere Städte wie Isny im Allgäu und Bad Krozingen im Schwarzwald haben indessen ihre Weihnachtsmärkte mit Blick auf die derzeitigen Corona-Infektionszahlen wieder abgesagt. "Schweren Herzens" habe man sich dazu entschieden, teilte die Stadt Bad Krozingen am Montag mit. In Isny wird es die für Dezember geplante "Schlossweihnacht" nun nicht mehr geben. Dies sei "eine Entscheidung, die wehtut", hieß es vom Stadtmarketing mit Verweis auf die steigenden Infektionszahlen und die Situation in den Krankenhäusern.

Während die Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg durch das Infektionsgeschehen immer stärker unter Druck geraten, ist bei unseren Nachbarn im deutsch-französischen Grenzgebiet von Absagen keine Rede. Die Elsass-Metropole Straßburg will ihren Weihnachtsmarkt nach einer Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr wieder in großem Stil ausrichten. Mehr als 300 Buden sollen vom 26. November an die Besucher locken.

Wegen der Pandemie ist auch hier das Maskentragen auf dem Markt Pflicht. Fürs Essen und Trinken gibt es speziell ausgewiesene Zonen, damit es nicht zu Gedränge vor den Buden kommt. Der Weihnachtsmarkt in Straßburg ist der älteste Frankreichs und zieht nach offiziellen Angaben jedes Jahr rund zwei Millionen Besucher an, davon viele aus Deutschland.

Durch die sich verschärfenden Pandemie-Lage geraten die Weihnachtsmärkte im Südwesten immer stärker unter Druck.
Durch die sich verschärfenden Pandemie-Lage geraten die Weihnachtsmärkte im Südwesten immer stärker unter Druck.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 17. November, 7.58 Uhr: Wert für Corona-Alarmstufe wieder überschritten

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg hat den zweiten Tag in Folge den für die Alarmstufe entscheidenden Wert von 390 überschritten. Am Dienstag (Stand 16 Uhr) waren nach Angaben des Landesgesundheitsamts 424 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung, das sind 17 mehr als am Vortag.

In Baden-Württemberg soll deshalb laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ab Mittwoch die Alarmstufe gelten. Die 2G-Regel (geimpft oder genesen) greift dann etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Dienstag (Stand 16 Uhr) bei 5,8. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 382,8. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 8.666 auf 718.976.

Die Intensivmediziner und die Intensiv-Planungsverantwortlichen der Versorgungscluster in Baden-Württemberg appellierten am Dienstag an alle Bürger in Baden-Württemberg: "Impfen Sie sich sofort, lassen Sie sich zum dritten Mal impfen, tragen Sie Masken, wo Sie mit anderen Menschen in Räumen zusammenkommen, halten Sie Abstand und testen Sie sich regelmäßig."

Die Auswirkungen der erwarteten neuen Covid-Erkrankungen auf den Intensivstationen in den nächsten Wochen seien besorgniserregend. Andere Menschen könnten dann wahrscheinlich nicht mehr so gut und zeitnah versorgt werden, weil Personal vermehrt in der Versorgung von Covid-19-Patienten gebunden sei.

Die Auswirkungen der erwarteten neuen Covid-Erkrankungen auf den Intensivstationen in den nächsten Wochen seien besorgniserregend.
Die Auswirkungen der erwarteten neuen Covid-Erkrankungen auf den Intensivstationen in den nächsten Wochen seien besorgniserregend.  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. November, 13.50 Uhr: Kretschmann schließt neuen Lockdown für alle nicht aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) schließt angesichts der dramatischen Coronalage einen erneuten Lockdown nicht aus. Man habe Stand heute keine allgemeinen Lockdowns vor und halte erstmal an den Maßnahmen unter der 2G-Regel fest, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. "Ob wir nochmal in die Situationen kommen, dass wir noch weitergehen müssen, hängt auch von den Auffrischungsimpfungen ab." Er hoffe nicht, dass es nochmal zu einer solchen Lage komme. "Aber ausschließen kann man wirklich nichts." Es könne sein, dass man die Größe von Veranstaltungen allgemein begrenze.

Update, 16. November, 8 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen bei 406

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg hat am Montag erstmals den für die Alarmstufe entscheidenden Wert von 390 überschritten und lag bei 406 (plus 27). Das teilte das Landesgesundheitsamt am Montagabend mit (Stand: 16 Uhr). Bei einem zweifachen Überschreiten der Marke wird die sogenannte Corona-Alarmstufe am Folgetag ausgerufen. Damit könnten ab Mittwoch deutlich schärfere Regeln gelten. Ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg werden dann vermutlich von der Teilnahme am öffentlichen Leben im Südwesten weitgehend ausgeschlossen.

Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen sowie bei den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen vor. Wer ungeimpft ist und nur einen Test vorweisen kann, bleibt dann auch im Kino, im Schwimmbad oder im Fitnessstudio, in Volkshochschulkursen und Musikschulen außen vor. Schulkinder müssen in der Klasse wieder Maske tragen.

Update, 15. November, 15.20 Uhr: Kliniken schrecken laut Experten vor "Verlustbringer" Covid-Patient zurück

Der Koordinator für die intensivmedizinische Corona-Versorgung ruft die Krankenhäuser im Südwesten auf, ihre Kapazitäten für Covid-Patienten hochzufahren. 40 Prozent der Intensivbetten müssten für deren Aufnahme frei gehalten werden, sagte Götz Geldner der Deutschen Presse-Agentur. Einen entsprechenden Aufruf von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne), der bei Nichtbefolgen mit rechtlichen Schritten gedroht hatte, unterstütze er uneingeschränkt, sagte der ärztliche Direktor der Ludwigsburger RKH Kliniken. Es sei zwar nachvollziehbar, dass manche Krankenhäuser aus finanziellen Gründen nur zögerlich Covid-Patienten aufnähmen, weil sie als "Verlustbringe" gälten, etwa im Vergleich zu Herzpatienten. "Aber wir müssen in dieser Situation solidarisch sein", betonte der Mediziner am Montag.

Geldner sieht noch keine Verlegung großen Stils von baden-württembergischen Corona-Patienten in andere Bundesländer voraus. Den "kleinen Grenzverkehr", etwa zwischen Nordbaden und Hessen, habe es schon vor der Pandemie gegeben.

Update, 14. November, 19.22 Uhr: Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt wieder

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen im Südwesten ist nach einem kurzzeitigen Rückgang wieder gestiegen - bleibt aber noch knapp unter dem Grenzwert von 390, der für die sogenannte Alarmstufe relevant ist.

Das Landesgesundheitsamt berichtete am Sonntag, dass nun 379 Covid-19-Erkrankte in Baden-Württemberg intensivmedizinisch behandelt würden. Das waren sieben mehr als am Vortag.

Wird die Alarmstufen-Marke von 390 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten automatisch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Kraft wie 2G-Regeln (genesen oder geimpft). Im Moment gilt in Baden-Württemberg die sogenannte Corona-Warnstufe, die schon für viele Ungeimpfte Beschränkungen mit sich bringt.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Sonntag bei 4,73 nach 4,81 am Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Update, 14. November, 16.58 Uhr: Inzidenz steigt auf über 385

Das Landesgesundheitsamt meldet am Sonntag 3388 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 706.987 Menschen angesteckt.

Auch wurden ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.253.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 385,9. Am Vortag lag der Wert noch bei 370,3.

Am Sonntag wurden in Baden-Württemberg 3388 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden in Baden-Württemberg 3388 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 14. November, 14.10 Uhr: Intensivstationen im Land kurz vor Grenzwert

Ungeimpfte in Baden-Württemberg müssen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Leben rechnen. Das Land steht kurz vor Inkrafttreten der sogenannten Alarmstufe.

Erreicht oder überschreitet die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Krankenhäusern an zwei Werktagen in Folge die Marke von 390, gelten noch schärfere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte. Am Samstag lagen 372 Corona-Erkrankte im Südwesten in Intensivbetten - 8 weniger als am Tag zuvor. Im Landkreis Biberach gilt die sogenannte Alarmstufe wegen sehr hoher Corona-Zahlen bereits seit Samstag.

Mit der Hilfe sogenannter Telemedizin will das Gesundheitsministerium die Versorgung sowohl von akut erkrankten Corona-Patienten als auch von Long-Covid-Betroffenen verbessern. Das Netzwerk soll sofort starten und ist bis Frühjahr 2023 angelegt. Das Vorhaben des Universitätsklinikums Freiburg und der RKH-Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim soll rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Die Idee von "CoFit II" ist, dass Großkrankenhäuser zu sogenannten Telemedizin-Zentralen ausgebaut werden und kleineren Kliniken ihre Expertise bereitstellen. "Die Kliniken sollen sich durch die bessere Vernetzung gegenseitig entlasten und auch medizinische Informationen direkt austauschen", heißt es in dem Bericht.

Tritt die Alarmstufe in Kraft, gelten in vielen Bereichen die 2G-Regel, wonach nur Geimpfte und Genesene Zugang erhalten. Weil im Landkreis Biberach die Corona-Inzidenz seit Tagen mit Abstand am höchsten ist in Baden-Württemberg, hat das Landratsamt auf Geheiß des Gesundheitsministeriums eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Die Maßnahmen sollen bis zum 24. November befristet werden.

Sollte sich das Infektionsgeschehen dadurch nicht stabilisieren, stellte die Behörde weitere Schritte wie Ausgangsbeschränkungen für nicht geimpfte Menschen in Aussicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis betrug laut Landesgesundheitsamt am Samstag 678,9.

Der CDU-Landesparteitag in Mannheim sprach sich am Samstag für eine Wiedereröffnung der Kreisimpfzentren aus. Die Delegierten stimmten für einen entsprechenden Initiativantrag. "Jeder Tag, der vergeht, ist einer zu viel", sagte der Sozialpolitiker Christian Bäumler der dpa. "Die Menschen, die jetzt infiziert werden, sehen Sie in ein paar Wochen auf der Intensivstation."

Bäumler warf dem Sozialministerium eine Blockadehaltung vor. Das Ministerium verweise auf die Kosten. "Klar ist das irre teuer, aber die Kosten, die sonst entstehen, sind weit höher - und es geht um Menschenleben."

Erreicht oder überschreitet die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Krankenhäusern an zwei Werktagen in Folge die Marke von 390, gelten noch schärfere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte. (Symbolbild)
Erreicht oder überschreitet die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Krankenhäusern an zwei Werktagen in Folge die Marke von 390, gelten noch schärfere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 13. November, 20.06 Uhr: Zahl der Corona-Patienten bleibt unter Alarmstufen-Grenzwert

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen im Südwesten ist leicht gesunken und bleibt somit unter dem Grenzwert von 390, der für die sogenannte Alarmstufe relevant ist. Das Landesgesundheitsamt berichtete am Samstag, dass 372 Covid-19-Erkrankte in Baden-Württemberg intensivmedizinisch behandelt würden. Das waren acht weniger als am Vortag.

Wird die Alarmstufen-Marke von 390 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten automatisch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Kraft wie 2G-Regeln (genesen oder geimpft). Im Moment gilt in Baden-Württemberg die sogenannte Corona-Warnstufe, die schon für viele Ungeimpfte Beschränkungen mit sich bringt.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Samstag (Stand 16 Uhr) bei 4,81 nach 5,0 am Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Update, 13. November, 18.32 Uhr: Corona-Alarmstufe im Kreis Biberach

Seit Samstag gilt im Landkreis Biberach als erster Region in Baden-Württemberg die sogenannte Alarmstufe wegen hoher Corona-Zahlen.

Auf Geheiß des Gesundheitsministeriums hatte das Landratsamt eine Allgemeinverfügung erlassen. Nun gilt weitgehend die 2G-Regelung (geimpft oder genesen) mit zahlreichen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte.

Die Maßnahmen sollen bis zum 24. November befristet werden. Sollte sich das Infektionsgeschehen dadurch nicht stabilisieren, stellte die Behörde weitere Schritte wie Ausgangsbeschränkungen für nicht geimpfte Menschen in Aussicht.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis betrug nach Angaben des Landesgesundheitsamts am Samstag 678,9 nach 689,7 am Vortag. Seit Tagen liegt die Region an der Spitze in Baden-Württemberg.

Update, 13. November, 17.10 Uhr: Inzidenz steigt auf über 370

Das Landesgesundheitsamt meldet am Samstag 6145 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 703.599 Menschen angesteckt.

Auch wurden zehn neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.252.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 370,3. Am Vortag lag der Wert noch bei 352,6.

Am Samstag wurden über 6100 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Samstag wurden über 6100 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 13. November, 13.28 Uhr: Acht weitere Corona-Fälle bei Eishockey-Club Adler Mannheim

Die Adler Mannheim haben acht weitere Corona-Fälle vermeldet. Nach Nationalstürmer Matthias Plachta seien nun auch Sinan Akdag, Mark Katic, Jason Bast, Andrew Desjardins, Nico Krämmer, Jordan Szwarz, David Wolf und Cheftrainer Pavel Gross positiv auf das Virus getestet worden.

Der Coach und die sieben neu infizierten Spieler befänden sich bereits in häuslicher Isolation, teilte der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Samstag mit. Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut.

Wie lange die Betroffenen ausfallen, sei noch unklar. Die Adler stünden hierzu in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt Mannheim. Assistenztrainer Mike Pellegrims übernimmt vorübergehend die Aufgaben von Gross.

Eine Absage des für kommenden Dienstag geplanten Achtelfinal-Hinspiels der Champions Hockey League zwischen den Adlern und dem schwedischen Titelverteidiger Frölunda HC stehe nach derzeitigem Stand nicht im Raum, teilten die Mannheimer mit.

Update, 13. November, 12.03 Uhr: Schulen sollen trotz Corona-Alarmstufe offen bleiben

Auch wenn wegen steigender Corona-Zahlen die Zügel in Baden-Württemberg wohl bald angezogen werden, soll der Schulbetrieb in Präsenz nach dem Willen der Regierung weitergehen. Schulschließungen sollten keine Option mehr sein, sagte ein Sprecher von Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" (Samstag). Oberstes Ziel sei es, so viel Präsenzunterricht anzubieten wie möglich. Der Gesundheitsschutz an den Schulen werde dabei an das Infektionsgeschehen angepasst.

Wenn die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in baden-württembergischen Krankenhäusern an zwei Werktagen in Folge die Marke von 390 erreicht oder überschreitet, gelten landesweit schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Das Ausrufen der sogenannten Alarmstufe wird für kommende Woche erwartet.

Erst vor wenigen Tagen hatte Schopper die Abschaffung der Maskenpflicht in den Schulklassen verteidigt und ungeimpfte Erwachsene scharf kritisiert. Krankenhäuser seien überlastet, "weil die Ungeimpften nicht beim Doktor waren, verdammte Axt". Kinder seien nicht das Hauptproblem in der Pandemie. Seit Beginn des Schuljahres habe noch keine Schule vollständig schließen müssen. Nie seien mehr als 56 der rund 68.000 Klassen im Land in Quarantäne gewesen.

Die Schulen sollen trotz Corona-Alarmstufe offen bleiben.
Die Schulen sollen trotz Corona-Alarmstufe offen bleiben.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild

Update, 13. November, 10.26 Uhr: Land plant bessere digitale Vernetzung der Kliniken für Corona-Fälle

Mit Hilfe sogenannter Telemedizin will das Gesundheitsministerium die Versorgung sowohl von akut erkrankten Corona-Patienten als auch von Long-Covid-Betroffenen verbessern. Das Netzwerk soll sofort starten und ist bis Frühjahr 2023 angelegt, wie die Zeitungen "Heilbronner Stimme" und "Südkurier" (Samstag) unter Berufung auf eine Vorlage von Minister Manne Lucha (Grüne) für die Kabinettssitzung am Dienstag berichten. Das Vorhaben des Universitätsklinikums Freiburg und der RKH-Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim soll rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Die Idee von "CoFit II" ist, dass Großkrankenhäuser zu sogenannten Telemedizin-Zentralen ausgebaut werden und kleineren Kliniken ihre Expertise bereitstellen. "Die Kliniken sollen sich durch die bessere Vernetzung gegenseitig entlasten und auch medizinische Informationen direkt austauschen", heißt es in dem Bericht.

Seit der zweiten Corona-Welle arbeiten die Kliniken im Südwesten über das sogenannte Covid-19-Clusterkonzept der Intensivstationen zusammen und beraten etwa über mögliche Verlegungen von Patienten. Mehr als 350 Covid-19-Erkrankte wurden den Angaben zufolge seither innerhalb der Südwest-Kliniken verlegt, um Engpässe zu vermeiden.

Seit der zweiten Corona-Welle arbeiten die Kliniken im Südwesten über das sogenannte Covid-19-Clusterkonzept.
Seit der zweiten Corona-Welle arbeiten die Kliniken im Südwesten über das sogenannte Covid-19-Clusterkonzept.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. November, 17.42 Uhr: Inzidenz steigt auf über 350

Das Landesgesundheitsamt meldet am Freitag 7977 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 697.454 Menschen angesteckt.

Auch wurden 38 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.242.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 352,6. Am Vortag lag der Wert noch bei 332,6.

Am Freitag wurden 7977 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Freitag wurden 7977 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. November, 6:43 Uhr: Bald landesweite 2G-Regelung? "Jede Prognose schwierig"

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist erneut gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts (LGA) vom Donnerstag (Stand: 16 Uhr) stieg die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf 332,3 nach 316,0 am Vortag. Am höchsten lag der Wert in Baden-Württemberg demnach im Landkreis Biberach mit einem Wert von 651,2, am niedrigsten in der Stadt Heidelberg mit 175,1.

Auch die Zahl der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten landesweit stieg den Angaben zufolge leicht auf 351 (Vortag: 348). Sollte die Bettenbelegung an zwei Werktagen in Folge die Marke von 390 überschreiten, würde die Corona-Alarmstufe mit einer landesweiten 2G-Regelung zum Beispiel für Restaurants oder Theater greifen. Zu vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens hätten dann nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Eine Aussage dazu, wann dies der Fall sein könnte, wollte ein Sprecher des Sozialministeriums am Donnerstag nicht treffen: "Da ist jede Prognose schwierig."

Die Zahl der gemeldeten neuen Corona-Infektionsfälle stieg dem LGA zufolge um 7965 auf nunmehr insgesamt 689.477. Demnach wurden 24 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Damit stieg die Zahl der erfassten Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 11.204.

Update, 11. November, 14.01 Uhr: Kontrollen der Corona-Regeln in der Südwest-Gastronomie

In zahlreichen baden-württembergischen Kommunen sind am Donnerstag die Kontrollen auf Einhaltung der Corona-Regeln in der Gastronomie gestartet. In Stuttgart seien insgesamt sechs Personen der Gaststättenbehörde im Einsatz, teilte ein Sprecher mit.

Es werde das Hygienekonzept überprüft und geschaut, ob die Gäste ihren Impfnachweis oder oder negativen Corona-Schnelltest dabei hätten. Die landesweite Aktion war vom Sozialministerium im Vorfeld angekündigt worden. Sie ist auf insgesamt zwei Tage angesetzt.

Ein Sprecher des Sozialministerium hatte angesichts der steigenden Fallzahlen erklärt: "Wir müssen dafür sorgen, dass die Corona-Vorgaben eingehalten werden. Die allermeisten Menschen im Land halten sich auch an die Regeln – und erwarten zurecht, dass der Staat seiner Kontrollpflicht nachkommt."

Im Übrigen habe es auch in der Vergangenheit schon Schwerpunkt-Aktionen gegeben. Im Vordergrund stehe immer die Sensibilisierung und nicht die Strafe.

Es soll vor allem die Einhaltung der 3G-Regel überprüft werden. Zuständig sind dafür demnach die Ordnungsämter der Kommune. Sie werden dabei - wo notwendig - von der Polizei unterstützt.

Update, 11. November, 12.55 Uhr: Kultusministerin verteidigt Abschaffung der Maskenpflicht in Klassen

Nach den scharfen Vorwürfen von Verbänden, Eltern und der politischen Opposition hat Kultusministerin Theresa Schopper die Abschaffung der Maskenpflicht in den Schulklassen verteidigt und ungeimpfte Erwachsene scharf kritisiert.

"Wir haben ein riesiges Sicherheitskonzept innerhalb der Schulen aufgebaut. Nirgends wird so viel getestet, nirgends wird so viel gescreent wie an den Schulen", sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag im Landtag in Stuttgart. Außerdem gebe es ein "ausgeklügeltes Quarantänesystem". Es sei zudem ein «wirkliches Märchen», dass die Schulen Treiber der Infektionen seien.

Zudem folgten die Schulen klaren Regelungen und eindeutigen Werten, nach denen bestimmte Maßnahmen ergriffen werden müssten, sagte Schopper. Ein Schutz am Platz müsse laut Corona-Verordnung außerdem automatisch wieder getragen werden, wenn die sogenannte Alarmstufe des Landes greife. "Und wir werden in den nächsten Tagen diese Alarmstufe erreichen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche", sagte Schopper.

Den "ganzen Zinnober" habe das Land nur, weil zu viele ungeimpfte Menschen über 18 Jahren die baden-württembergischen Intensivstationen belasteten. "Kein Intensivbett wird von einem Kind belegt", rief Schopper wütend ins Plenum. "Aber wir haben eine Überlastung der Krankenhäuser, weil die Ungeimpften nicht beim Doktor waren, verdammte Axt."

Während im Nachbarland Bayern der Mundschutz im Unterricht seit dieser Woche wieder vorgeschrieben wird, hält sich Baden-Württemberg trotz der steigenden Zahl von Corona-Fällen weiter zurück. Mit der Ausrufung der verbindlichen letzten Eskalationsstufe wird spätestens in der kommenden Woche gerechnet.

Die Landesregierung hatte die Maskenpflicht in den Klassenzimmern zum 18. Oktober aufgehoben - gegen den Rat unter anderem der Bildungsgewerkschaft GEW, aber auf Drängen auch von Eltern.

Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper.
Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 10. November, 17.10 Uhr: Mehr als 8000 Neuinfektionen, Inzidenz über 300

Das Landesgesundheitsamt meldet am Mittwoch 8057 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 681.512 Menschen angesteckt.

Auch wurden 16 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.180.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 316. Am Vortag lag der Wert noch bei 296,9.

Am Mittwoch wurden 8057 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden 8057 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 10. November, 15.30 Uhr: Corona-Ausbruch beim Bachchor in Tübingen

Beinahe die Hälfte der 75 Mitglieder des Tübinger Bachchors haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Erste Vorsitzende Daniela Debus am Mittwoch auf Anfrage mit.

"Alle unsere Sänger und Sängerinnen sind geimpft", sagte sie. Schwere Krankheitsverläufe bei den Betroffenen seien bisher nicht bekannt. Auch musste bisher niemand in einer Klinik behandelt werden, wie die 45 Jahre alte Vorsitzende hinzufügte. Es könne indes nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Chormitglieder bei gemeinsamen Proben infiziert haben.

Klar sei, dass der Bachchor nun mindestens bis Ende November pausiere. Momentan diskutiere man über ein neues Konzept für die Chorproben. So strebe man künftig regelmäßige Proben in der Stiftskirche Tübingens an. In dem Gotteshaus tritt der Chor regelmäßig auf.

Aufgrund der Geräumigkeit sei die Kirche in der Pandemie besser für Proben geeignet als die kleinere Aula der Musikschule, wo die Zusammenkünfte bisher stattfanden. SWR und Schwäbisches Tagblatt hatten zuvor über den Corona-Ausbruch berichtet.

Update, 10. November, 6.01 Uhr: Bund darf mit Rettungsschirm für Kliniken nicht mehr warten

Nach der Vereinbarung der Gesundheitsminister über Zahlungen an die coronabelasteten Krankenhäuser fordert der baden-württembergische Ressortchef Manne Lucha die Berliner Übergangsregierung zum Handeln auf. "Baden-Württemberg setzt sich klar dafür ein, dass der Bund erneut einen Krankenhausrettungsschirm spannt", sagte der Grünen-Minister.

Eine entsprechende Vereinbarung hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern bereits am vergangenen Freitag in Lindau getroffen und für weitere Ausgleichszahlungen an die Krankenhäuser plädiert. Lucha forderte angesichts der stark steigenden Zahl von Covid-19-Patienten zudem, die Reha-Kliniken wieder in die Akutversorgung miteinzubeziehen.

"Der Bund kann die Betroffenen mit dieser Situation nicht alleine lassen", sagte Lucha der Deutschen Presse-Agentur. Die Krankenhäuser erwarteten weitere Verluste und könnten diese nicht alleine abfedern. Die Kliniken könnten nicht warten, bis sich eine neue Regierung in Berlin gebildet habe, sagte er. Die kommissarische Bundesregierung müsse handeln, weil die Übergangszeit nicht auf Kosten der erkrankten Menschen abgewartet werden dürfe. "Wir befinden uns in einer absolut kritischen Phase", sagte Lucha. Immer häufiger müssten auch in Baden-Württemberg wegen der Behandlung von Corona-Patienten planbare Eingriffe verschoben werden.

Aus dem ersten Rettungsschirm waren zwischen März und September 2020 rund 897 Millionen Euro Ausgleichszahlungen an die Krankenhäuser in Baden-Württemberg geflossen. Während der zweiten und dritten Welle folgten zwischen November 2020 und Juni 2021 weitere rund 549 Millionen Euro.

Der Bund könne die Betroffenen mit dieser Situation nicht alleine lassen.
Der Bund könne die Betroffenen mit dieser Situation nicht alleine lassen.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 10. November, 6 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt auf fast 300

Die Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg nehmen weiter stark zu. Die Zahl der neu gemeldeten Infektionsfälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) bereits 296,9 nach 256,8 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart mitteilte.

Auch die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten stieg um 9 auf 356 weiter an. Sollte die Bettenbelegung an zwei Werktagen in Folge auf 390 steigen, würde die Corona-Alarmstufe mit einer landesweiten 2G-Regelung greifen. Zu vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens hätten dann nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Nach einer Prognose der Uniklinik Freiburg für das LGA könnte die Schwelle zur Alarmstufe noch in dieser Woche erreicht werden.

Die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner in einer Woche stieg auf 5,1 nach 4,9 am Vortag. Im Vergleich zum Montag verzeichnete die Behörde 6890 neue Corona-Infektionsfälle und 38 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit beträgt die Zahl der gemeldeten Infektionen seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg 673.455, die Zahl der Todesfälle stieg auf 11 164.

Das landesweit höchste Infektionsgeschehen in Bezug zur Einwohnerzahl weist der Landkreis Biberach mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 551,3 auf.

Das landesweit höchste Infektionsgeschehen weist der Landkreis Biberach mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 551,3 auf.
Das landesweit höchste Infektionsgeschehen weist der Landkreis Biberach mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 551,3 auf.  © DPA/ Sebastian Gollnow

Update, 10. November, 6 Uhr: Landratsamt Rottweil: Ansteckungen vor allem im privaten Bereich

Seit Beginn der vierten Corona- Welle ereignen sich nach Angaben des Landratsamts Rottweil die überwiegende Zahl der Infektionen im privaten Umfeld und betreffen insbesondere ungeimpfte Menschen. "Daher auch der stetige Appell, auch im privaten Bereich Schutzmaßnahmen bei Zusammenkünften einzuhalten und sich impfen zu lassen", teilte Behördensprecherin Brigitte Stein am Dienstag mit.

Erfreulicherweise seien unter den geimpften Personen keine schweren Verläufe bekannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in einer Woche lag im Kreis Rottweil am Montag bei 412,4.

Update, 9. November, 9.51 Uhr: Tübingen nimmt kostenlose Coronatests für alle bei Alarmstufe auf

Mit Beginn der Alarmstufe in Baden-Württemberg will Tübingen fünf Corona-Teststationen in Betrieb nehmen, um allen kostenlose Schnelltests anzubieten. Dies werde voraussichtlich in der kommenden Woche der Fall sein, teilte Oberbürgermeister Boris Palmer am Dienstag mit.

Dann gilt für den Einzelhandel des nichttäglichen Bedarfs die 3G-Regel, wobei im Gegensatz zu Gaststätten ein Antigentest ausreichend sein wird. Für Palmer ist klar, dass spätestens dann wieder kostenfreie Testangebote verfügbar sein müssen. "

Noch immer sind 30 Prozent der Baden-Württemberger nicht geimpft. Kostenpflichtige Tests würden also für den Handel den Verlust von fast einem Drittel der Kundschaft bedeuten, denn wer zahlt schon 15 Euro Eintritt für den Weihnachtsbummel? Kostenfreie Tests helfen der Tübinger Inzidenz und dem Innenstadthandel", sagte Palmer.

"Kostenlose Tests sind auch für Geimpfte wichtig. Weihnachtsfeiern und große Familienfeste, oft mit nicht geimpften Kindern, sind bei den jetzigen Inzidenzen nicht sicher genug. Auch Geimpfte brauchen Tests in diesem Winter", sagte Notärztin Lisa Federle.

Dass die Alarmstufe kommt, ist so gut wie sicher angesichts der stark steigenden Patientenzahlen in den Krankenhäusern. Die Stufe wird automatisch ausgerufen, wenn mindestens 390 Covid-19-Patienten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf Intensivstationen behandelt werden. Am Montag lag die Zahl der Fälle bei 347, das waren 24 mehr als am Tag zuvor.

Das kostenlose Testen hat Federle mit ihrem Team von ehrenamtlichen Helfern in Tübingen im November 2020 begonnen.

Mit Beginn der Alarmstufe in Baden-Württemberg will Tübingen fünf Corona-Teststationen in Betrieb nehmen.
Mit Beginn der Alarmstufe in Baden-Württemberg will Tübingen fünf Corona-Teststationen in Betrieb nehmen.  © DPA/ Sebastian Gollnow

Update, 9. November, 9.51 Uhr: Kommt Maskenpflicht in Schulen noch vor der Alarmstufe zurück?

Wer in Bayern zur Schule geht, muss seit dieser Woche eine Maske im Klassenzimmer tragen. Baden-Württemberg dagegen zögert noch. Es scheint aber nur noch eine Frage der Zeit zu sein, denn die Rufe nach dem Mund-Nase-Schutz werden lauter und die Corona-Zahlen steigen.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und der befürchteten weiteren Einschränkungen für Ungeimpfte wächst der Druck aufs Land, erneut Masken in den Schulen vorzuschreiben. Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) schließt eine solche Entscheidung angesichts der steigenden Zahl von Fällen bei Kindern und Jugendlichen nicht aus. Unklar bleibt, wovon das Ministerium die lautstark geforderte Rückkehr zur Maskenpflicht in den Klassenzimmern abhängig macht.

Warum sollte das Land die Maskenpflicht wieder einführen? Es hat doch gerade erst darauf verzichtet.

Die "vierte Welle" der Corona-Pandemie scheint das Land geradezu vor sich herzutreiben. Die Zahl der Corona-Fälle steigt rapide - und bei Kindern und Jugendlichen im Südwesten breitet sich das Virus derzeit besonders stark aus. Die Fallzahlen in den Altersgruppen "6 bis 9 Jahre" und "10 bis 19 Jahre" lagen zuletzt weit über dem landesweiten Schnitt, wie aus Daten des Landesgesundheitsamts (LGA) in Stuttgart hervorgeht. Kommt hinzu, dass im Alter zwischen 12 und 17 Jahren nur etwas mehr als jeder Dritte (39,4 Prozent) vollständig geimpft ist (Stand Montag, 16 Uhr), für Jüngere wird eine Impfung noch nicht empfohlen

Wenn die Lage so dramatisch ist, warum hat man denn überhaupt auf die Maskenpflicht verzichtet?

Das Kultusministerium hatte Mitte Oktober argumentiert, Masken seien "ein Sicherheitszaun" und erschwerten die Kommunikation. "In Abwägung der Vor- und Nachteile" habe sich die Regierung für die Lockerung entschieden. Die Rufe vor allem von Eltern waren deutlich, die Online-Petition einer Wertheimer Mutter unterzeichneten bis heute mehr als 124.000 Unterstützer. Schon damals hatte allerdings die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf die Bremse getreten und gefordert, die Pflicht nicht vor den Herbstferien aufzuheben. Auch der Philologenverband, der die Gymnasiallehrerinnen und -lehrer vertritt, hatte den Schritt als "verfrüht" bezeichnet. Thüringen habe wenige Wochen zuvor die Maskenpflicht in Schulen aufgehoben - dort seien die Inzidenzwerte bei den 5- bis 14-Jährigen explodiert.

Rauf, runter. Wovon hängt ab, ob eine Maske getragen werden muss oder nicht?

Das ist wie bei vielen Vorgaben in der Corona-Zeit eine Sache des Wohnortes. Denn jedes Bundesland handelt in dieser Frage frei. Während zum Beispiel Bayern seit Montag wieder Masken vorschreibt, will Baden-Württemberg die Ansteckungszahlen in den Schulen in dieser Woche zunächst weiter genau ins Auge nehmen. "Ein konkretes Datum für die Rückkehr der Maskenpflicht am Platz gibt es nicht", sagte ein Sprecher des Ministeriums der dpa. "Aber die steigenden Infektionszahlen mit dem Rekordwert bei den Inzidenzen seit Beginn der Pandemie sind natürlich auch Thema im Haus." Es bleibt also unklar, von welchen Werten eine Maskenpflicht abhängig gemacht wird. Deshalb ist auch fraglich, ob unabhängig von der sogenannten Alarmstufe entscheiden wird, mit der eine schärfere Maskenpflicht auch in Schulen ohnehin vorgeschrieben wäre.

Aber es darf ja durchaus Masken getragen werden, oder?

Natürlich. Diskutiert wird über die Pflicht zum Tragen, aber freiwillig kann sich bereits jetzt jedes Kind und jeder Jugendliche zusätzlich schützen. Das betont auch die Kultusministerin. "Es gibt natürlich kein Maskenverbot an den Schulen", erklärt sie. "Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte können freiwillig eine medizinische Maske tragen, wenn sie das möchten."

Wie wahrscheinlich ist denn, dass die Alarmstufe kommt?

Das ist so gut wie sicher angesichts der stark steigenden Patientenzahlen in den baden-württembergischen Krankenhäusern. Modellrechnungen gehen davon aus, dass "in jedem Fall" Mitte November entsprechende Fallzahlen in den Intensivstationen erreicht werden. Die Stufe wird automatisch ausgerufen, wenn mindestens 390 Covid-19-Patienten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf Intensivstationen behandelt werden. Am Montag lag die Zahl der Fälle bei 347, das waren 24 mehr als am Tag zuvor.

Wie stehen Lehrer, Eltern und Schüler zur Maskenpflicht?

Schopper könnte sich des für sie oft ungewohnten Beifalls von Landesschülerbeirat, Landeselternbeirat, Philologenverband und Realschullehrerverband ebenso gewiss sein wie der Unterstützung durch die Schulgewerkschaft GEW. Sie alle fordern die Rückkehr zur Maskenpflicht - und sie kritisieren den ihrer Ansicht nach viel zu frühen Verzicht auf den Mund-Nase-Schutz. "Der Versuch, auf Masken im Unterricht zu verzichten, hat zunehmend mehr Corona-Ausbrüche an unseren Schulen verursacht", werfen Landesschülerbeirat, Philologenverband und Realschullehrerverband der Ministerin gemeinsam vor.

Und die Eltern? Wie sehen die das?

Da herrscht keine Einigkeit, wie man an der erfolgreichen Petition aus Wertheim sieht. Aber der Landeselternbeirat ist überzeugt und hat auch die Forderung der anderen Verbände unterzeichnet. "Masken sind das Mittel der Wahl, sofern man die Turbo-Durchseuchung bremsen möchte", sagt der Beiratsvorsitzende Michael Mittelstaedt. "Aufhalten geht eh nicht, aber wenigstens das Bremsen."

Derzeit können Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte freiwillig eine medizinische Maske tragen.
Derzeit können Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte freiwillig eine medizinische Maske tragen.  © Bodo Schackow/dpa

Update, 8. November, 18.11 Uhr: Corona-Alarmstufe rückt immer näher

Mit großen Schritten nähert sich die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen im Südwesten dem Grenzwert für die sogenannte Alarmstufe: Am Montag waren es 347 nach Angaben des Landesgesundheitsamts - 24 mehr als am Vortag. Die Alarmstufen-Marke beträgt 390.

Wird diese Zahl an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten automatisch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Kraft. Im Moment gilt in Baden-Württemberg die sogenannte Corona-Warnstufe, die schon für viele Ungeimpfte Beschränkungen mit sich bringt.

Mehr dazu im Artikel: Corona-Alarmstufe in Baden-Württemberg rückt immer näher

Update, 8. November, 14.30 Uhr: höchste Inzidenz mit über 400 im Kreis Biberach

Der Landkreis Biberach weist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 444,5 das landesweit höchste Corona-Infektionsgeschehen auf. Dies geht aus den Daten des Landesgesundheitsamts von Sonntag hervor. Damit liegt der Kreis Biberach mit Abstand an der Spitze. Eine ähnlich hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche wies zuletzt der Kreis Rottweil auf mit 399,5.

Um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, setzt die Kommune auf das Impfen. Am Wochenende ging in der Stadthalle in Biberach ein vom Deutschen Roten Kreuz betriebenes Impfzentrum an den Start, wie eine Sprecherin der Stadt am Montag sagte. Dieses traf auf eine große Nachfrage. Es hätten sich Schlangen vor der Stadthalle gebildet, so die Sprecherin.

In Zusammenarbeit mit einem mobilen Impfteam sollen dort nun an sechs Tagen in der Woche Corona-Impfungen angeboten werden.

Update, 7. November, 16.37 Uhr: Inzidenz steigt auf 235,1

Das Landesgesundheitsamt meldet am Sonntag 2161 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 663.150 Menschen angesteckt.

Auch wurden fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.102.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 235,1. Am Vortag lag der Wert noch bei 224,8.

Am Sonntag wurden 2161 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden 2161 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 7. November, 7 Uhr: Die Narren wollen Corona trotzen

Von der Corona-Pandemie, der in Baden-Württemberg ausgerufenen Warnstufe und steigenden Zahlen lassen sich viele Narren hierzulande bislang nicht abschrecken. "Wir planen! Abgesagt ist leicht", sagte der Präsident der Karlsruher Fastnacht, Michael Maier, der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn wir jetzt schon resignieren, brauchen wir gar keine Fastnacht mehr machen."

Zum Auftakt in die "fünfte Jahreszeit" am Donnerstag ist um 11.11 Uhr ein Treffen im kleinen Kreis am Narrenbrunnen geplant, ab 16.33 Uhr soll es dann auf dem Marktplatz Programm geben. Wegen verschärfter Corona-Regeln werde das Gelände nach Absprache mit dem Ordnungsamt umzäunt, Sicherheitsleute kontrollierten die 3G-Nachweise.

"Man kann ja alles machen, wenn man sich an die Regeln hält", sagte Maier. "Und wer als Passant daran vorbeimarschiert: Das ist Lebensrisiko." Nur eines störe: "Es sieht ziemlich blöd aus, wenn man mit Maske lacht."

Dass in Baden-Württemberg seit einigen Tagen die sogenannte Warnstufe gilt und bei steigenden Patientenzahlen auf den Intensivstationen auch die Alarmstufe mit noch höheren Vorgaben immer näher rückt, stoppt die Narren noch lange nicht.

Die meisten hätten mit 2G geplant, sagte Jürgen Lesmeister, Präsident der Vereinigung badisch-pfälzischer Karnevalvereine. Die badisch-pfälzische Region wird in der "fünften Jahreszeit" zum regelrechten Schmelztiegel: Hier mischen sich alemannische und rheinische Fasnachtstraditionen.

Durch Baden-Württemberg verläuft während der närrischen Saison eine unsichtbare Grenze: Im Norden wird Karneval gefeiert und zur Musik der Mottowagen geschunkelt, im Süden wird die schwäbisch-alemannische Fastnacht ganz traditionell mit Häs (Kostüm), Larve (Maske) sowie Narrensprung begangen und bewahrt.

Diese beginnt aber erst am 6. Januar, Dreikönig. Daher wird das Publikum im Südwesten - anders als in den Hochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz - am Donnerstag wohl nicht allzu viel vom Start der "fünften Jahreszeit" mitbekommen.

Manche Zünfte planten interne Veranstaltungen oder einen bunten Abend, sagte Volker Gegg von der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte. Mehr sei nicht zu erwarten. Die Vorbereitungen für den offiziellen Saisonstart im neuen Jahr liefen trotz Corona weiter.

Das Stockacher Narrengericht etwa soll nach der Corona-Zwangspause am 24. Februar stattfinden. Kommen dürften nach aktuellem Planungsstand aber nur Geimpfte und Genesene, sagte Narrenrichter Jürgen Koterzyna. "Leider schließen wir damit Gäste, auch Mitglieder, die noch nicht geimpft sind, aus. Aber wenn wir den Saal nur zu 30 Prozent auslasten dürften, würden wir noch mehr Menschen ausschließen."

Narren im Januar 2020 in Stuttgart.
Narren im Januar 2020 in Stuttgart.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 6. November, 17.07 Uhr: Über 4600 neue Corona-Fälle

Die Zahl der im Südwesten auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten ist etwas gesunken. Das Landesgesundheitsamt vermeldete am Samstag (Stand: 16 Uhr) 315 aktuelle Fälle und damit sechs weniger als noch am Tag zuvor.

Sollte die Zahl der Intensivpatienten in Baden-Württemberg wiederholt über 390 steigen, drohen im Land weitere Einschränkungen insbesondere für viele ungeimpfte Menschen. Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel mit Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte etwa in Restaurants und Museen vor.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche nahm am Samstag erneut zu. Die Behörde verzeichnete eine Sieben-Tage-Inzidenz von 224,8 nach 211,2 am Vortag. Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in Kliniken gebracht wurden, stieg leicht von 4,2 auf 4,24.

Im Vergleich zum Freitag registrierte das LGA 4659 neue Corona-Infektionsfälle und 7 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie beträgt in Baden-Württemberg nun 660.989. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg auf 11.097.

Am Samstag wurden 4659 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Samstag wurden 4659 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 5. November, 17.18: Inzidenz knackt 200er-Marke

Auf den Intensivstationen im Südwesten werden mittlerweile 321 Covid-Patienten behandelt. Damit stieg die Zahl der Patientinnen und Patienten am Freitag im Vergleich zum Vortag erneut um 13 an, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart mitteilte. Von den betreibbaren Intensivbetten im Land sind dadurch aktuell 14,1 Prozent mit Covid-Patienten belegt.

Sollte die Zahl der Intensivpatienten wiederholt über 390 steigen, drohen mit der Alarmstufe weitere Einschränkungen. Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel mit Zugangsbeschränkungen etwa in Restaurants oder Museen für Ungeimpfte vor.

Auch die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche nahm erneut zu. Die Behörde verzeichnete eine Sieben-Tage-Inzidenz von 211,2 nach 193,1 am Vortag.

Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in Kliniken eingeliefert wurde, stieg leicht von 4,0 auf 4,2.

Im Vergleich zum Donnerstag registrierte das LGA 5878 neue Corona-Infektionsfälle und 22 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie beträgt in Baden-Württemberg nun 656.330. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg auf 11.090.

Am Freitag kletterte die 7-Tage-Inzidenz auf 211,2. Inzwischen werden 321 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. (Symbolbild)
Am Freitag kletterte die 7-Tage-Inzidenz auf 211,2. Inzwischen werden 321 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 5. November, 10.55 Uhr: Gesundheitsämter melden sich nicht mehr bei positiv Getesteten

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg kontaktieren ab sofort nicht mehr routinemäßig positiv auf das Coronavirus getestete Personen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

Nichtsdestotrotz gelte für die Menschen entsprechende Absonderungspflicht, die auch weiterhin von den Behörden kontrolliert werde.

"Oberstes Ziel ist es, Ausbruchsgeschehen einzudämmen und den Schutz vulnerabler Personengruppen sicher zu stellen", wird der Amtschef des Sozialministeriums, Uwe Lahl, zitiert. "Die Ermittlung von Fällen und Kontaktpersonen muss daher dort gewährleistet werden, wo Personen besonders gefährdet sind, wie beispielsweise in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen."

Auch mit Blick auf die Belastung der Gesundheitsämter, die neben dem Infektionsschutz noch weitere Aufgaben haben, sei diese Fokussierung beim Fall- und Kontaktpersonenmanagements erforderlich.

Das bedeute, dass – bis auf größere Ausbruchssituationen und Infektionsgeschehen in vulnerablen Gruppen – positiv getestete Personen und enge Kontaktpersonen nicht mehr routinemäßig von den Gesundheitsämtern kontaktiert werden.

"Die Pflicht zur Einhaltung der geltenden rechtlichen Regelungen bleibt aber bestehen, es erfolgt weiterhin eine Kontrolle durch die Ortspolizeibehörden. Wichtig ist zudem die Einhaltung der AHA+L Regeln", betont Amtschef Lahl abschließend.

Es gelten folgende Empfehlungen und rechtlichen Regelungen:

  • Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion sollten sich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. "Kostenfreie Testmöglichkeiten für Personen mit Corona-Symptomen sind auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung zu finden."
  • Personen mit einem positiven Antigen-Schnelltest oder PCR-Test müssen sich in häusliche Absonderung begeben. Diese beträgt in der Regel 14 Tage.
  • Wer keine Symptome habe und geimpft sei, könne sich nach fünf Tagen per PCR-Test freitesten und dann die Absonderung beenden, wenn das Ergebnis negativ ist.
  • Ungeimpfte Haushaltsangehörige von positiv getesteten Personen müssen ebenfalls für zehn Tage in Absonderung. Diese könne vorzeitig beendet werden
  • Personen, die Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, sollten Kontakte weitestgehend reduzieren und beim Auftreten von Symptomen ärztlichen Rat einzuholen und sich testen lassen.
  • Einrichtungen in denen vulnerable Personen betreut werden, sollen sich beim Auftreten von Corona-Fällen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen.
Routinemäßig melden sich die Gesundheitsämter nicht mehr bei positiv getesteten Menschen. (Symbolbild)
Routinemäßig melden sich die Gesundheitsämter nicht mehr bei positiv getesteten Menschen. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 4. November, 20.50 Uhr: Über 300 Covid-Patienten auf Intensivstationen

Die Belegung der Intensivstationen im Südwesten mit Covid-19-Patienten ist am Donnerstag auf 308 gestiegen. Damit werden nun 13 Covid-Erkrankte mehr auf einer Intensivstation behandelt als noch am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart mitteilte. Von den betreibbaren Intensivbetten sind damit 13,5 Prozent mit Corona-Infizierten belegt.

Sollte die Zahl der Intensivpatienten wiederholt über 390 steigen, drohen mit der Alarmstufe weitere Einschränkungen.

Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel mit Zugangsbeschränkungen etwa in Restaurants oder Museen für Ungeimpfte vor. Nach einer Prognose der Uniklinik Freiburg für das LGA könnte dies bereits Mitte November der Fall sein.

Update, 4. November, 19.10 Uhr: 18 Corona-Fälle beim SV Sandhausen

Corona-Alarm beim SV Sandhausen: Der Fußball-Zweitligist ist gleich von 18 positiven Fällen in der Mannschaft und deren Umfeld betroffen. Alle Personen haben sich nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in häusliche Quarantäne begeben. Dies teilte der Verein am Donnerstagabend mit. Ob die Partie bei Tabellenführer FC St. Pauli am kommenden Sonntag stattfinden kann, ist offen.

Nach Angaben des Tabellen-15. hatten sich am Mittwoch einige Profis mit Erkältungssymptomen gemeldet. Daraufhin sei ein umfangreicher PCR-Test erfolgt. Die Auswertung erbrachte positive Befunde bei zwölf Spielern und sechs Betreuern. Dank des Impfschutzes gebe es mehrheitlich milde Verläufe. Einige Personen zeigten leichte Anzeichen einer Erkältung.

"Für uns alle kam diese hohe Anzahl an Befunden überraschend. Die große Anzahl an symptomfreien Patienten lässt sich allerdings auf den sehr hohen Impfstatus innerhalb der Mannschaft sowie des Trainer- und Betreuerstabs zurückführen", sagte Sandhausens Mannschaftsarzt und Hygienebeauftragter Nikolaus Streich.

Erst in der vergangenen Woche hat sich der SVS für die Durchführung der künftigen Heimspiele auf das 2G-Modell, also den Zutritt nur für Genesene und Geimpfte, festgelegt.

Update, 4. November, 18.46 Uhr: Mehr als 6100 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet am Donnerstag 6158 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 650.452 Menschen angesteckt.

Auch wurden 20 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.068.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 193,1. Am Vortag lag der Wert noch bei 173,3.

Mit 193,1 nähert sich die 7-Tage-Inzidenz wieder der 200er-Marke. (Symbolbild)
Mit 193,1 nähert sich die 7-Tage-Inzidenz wieder der 200er-Marke. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 4. November, 12.46 Uhr: Schüler, Eltern und Lehrer fordern erneute Maskenpflicht an Schulen

Schüler, Eltern und mehrere Lehrerverbände fordern angesichts der steigenden Zahl von neuen Corona-Fällen auch an Schulen eine erneute Maskenpflicht in den Klassen. "Der Versuch, auf Masken im Unterricht zu verzichten, hat zunehmend mehr Corona-Ausbrüche an unseren Schulen verursacht", heißt es in einer Stellungnahme von Landesschülerbeirat, Landeselternbeirat, Philologenverband und Realschullehrerverband.

An vielen Schulen habe es Quarantänemaßnahmen gegeben, es sei massiv Unterricht ausgefallen. Die Schulen müssten aber offen und zugleich sichere Orte bleiben. Deswegen sollten nach den Herbstferien wieder Masken im Unterricht getragen werden, forderten die Verbände am Donnerstag.

Im Südwesten müssen Schüler im Unterricht seit dem 18. Oktober keinen Mund- und Nasenschutz mehr tragen, wenn sie an ihrem Platz sitzen. Auch Lehrerinnen und Lehrer können im Unterricht auf die Maske verzichten, sofern sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Schülerinnen und Schülern einhalten. Überall sonst im Schulgebäude muss weiterhin eine Maske getragen werden. In Grundschulen entfällt die Maskenpflicht im Klassenzimmer komplett.

"Der Versuch, aus pädagogisch-psychologischen Erwägungen heraus die Maskenpflicht im Unterricht abzuschaffen, ist durch das Wiederaufflammen des Pandemiegeschehens vorerst gescheitert", heißt es in der Stellungnahme der Verbände.

Das zeigten auch die Inzidenzen der 5- bis 14-Jährigen in den Bundesländern ohne Maskenpflicht. "Masken im Unterricht helfen stark, Ansteckungen zu vermeiden", schreiben die Schüler, Eltern und Lehrerverbände weiter.

Masken im Unterricht würden helfen, Ansteckungen zu vermeiden.
Masken im Unterricht würden helfen, Ansteckungen zu vermeiden.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild

Update, 3. November, 19.04 Uhr: 295 Covid-Patienten auf Intensivstationen

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen auf 295 gestiegen.

Im Vergleich zum Vortag nahm die Intensivbettenbelegung um elf Patienten zu, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Mittwoch mitteilte. Weil die Zahl der Covid-Intensivpatienten an zwei Werktagen in Folge schon ab Dienstag über 250 gestiegen war, gilt laut der Corona-Verordnung des Landes seit Mittwoch die Warnstufe mit strengeren Regeln vor allem für Ungeimpfte.

Der Anteil der mindestens einmal Geimpften an der Bevölkerung lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Mittwoch im Südwesten bei 66,7 Prozent, der Anteil der vollständig Geimpften bei 65 Prozent.

Update, 3. November, 17.42 Uhr: Über 5100 neue Infektionen

Am Mittwoch meldet das Landesgesundheitsamt 5176 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 644.294 Menschen angesteckt.

Auch wurden 29 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 11.048.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 173,3. Am Vortag lag der Wert noch bei 165,7.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg am Montag auf 173,3. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz stieg am Montag auf 173,3. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Update, 2. November, 18.15 Uhr: Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt

In Baden-Württemberg ist mit 284 Covid-Patienten auf den Intensivstation ein neuer Höchststand erreicht worden. Im Vergleich zum Vortag stieg die Intensivbettenbelegung um sechs weitere Patienten, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Dienstag mitteilte. Weil damit die Zahl der Covid-Intensivpatienten an zwei Werktagen in Folge über 250 gestiegen ist, gilt laut der Corona-Verordnung des Landes ab Mittwoch die Warnstufe mit strengeren Regeln vor allem für Ungeimpfte.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche lag am Dienstag (Stand: 16 Uhr) mit 165,7 dagegen unter dem Wert der vergangenen Tage. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 195,7 am Sonntag und 189,3 am Montag sanken die Fallzahlen am Dienstag weiter. Durch das Wochenende und den darauffolgenden Feiertag am Montag könnte der Rückgang mit einer geringeren Zahl an Corona-Tests zusammenhängen.

Die Behörde verzeichnete zudem am Dienstag 1683 neue Corona-Infektionsfälle und 19 neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Damit beträgt die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie 639.118, die der Todesfälle 11.019. Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Einweisungen von Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner in Kliniken innerhalb einer Woche, betrug 3,6.

Die Impfquote der mindestens einmal Geimpften lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Dienstag (Stand: 8 Uhr) im Südwesten bei 66,7 Prozent. Der Anteil der vollständig Geimpften an der Bevölkerung lag bei 64,9 Prozent.

Update, 2. November, 12.24 Uhr: Hohe Corona-Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen im Südwesten breitet sich das Coronavirus derzeit stark aus. Die Fallzahlen in den Altersgruppen "6 bis 9 Jahre" und "10 bis 19 Jahre" lagen zuletzt fast doppelt so hoch wie im landesweiten Schnitt, wie aus Daten des Landesgesundheitsamts (LGA) in Stuttgart hervorgeht.

So betrug die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren in der vergangenen Meldewoche 264. Bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 286 noch höher. Die landesweite Inzidenz betrug zur selben Zeit insgesamt 171.

Die Neuinfektionen verteilen sich bereits seit längerer Zeit sehr ungleich auf die verschiedenen Altersgruppen im Land. So zeigen die Daten des LGA, dass sich Kinder bis fünf Jahre deutlich seltener anstecken als ältere Kinder. Die Inzidenz in dieser Altersgruppe lag zuletzt bei 83.

Auch ältere Menschen stecken sich demnach weniger häufig mit dem Coronavirus an als die Altersgruppen, in denen sich vor allem Schülerinnen und Schüler sowie Studierende befinden. In der Gruppe der 20- bis 39-Jährigen lag die Inzidenz mit 171 im landesweiten Schnitt. Deutlich geringe Fallzahlen als die jüngere Bevölkerung wiesen dagegen die Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren mit einer Inzidenz von 75 auf.

Bei Menschen im Alter von 80 Jahren und älter betrug die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt 82. Eines haben derzeit alle Altersgruppen gemeinsam: Seit rund zwei Wochen steigen die Fallzahlen wieder deutlich.

Update, 2. November, 11.20 Uhr: Verein fordert doppelte Vergütung für die Praxen

Die Ärzteorganisation Medi fordert bessere Bedingungen für die Corona-Impfungen in Praxen. Vor allem die Vergütung für die Aufklärung der Patienten, ihre Impfung und Überwachung in der Praxis seien nicht ausreichend bezahlt. "Das Honorar deckt in keiner Weise unseren Aufwand. Im Gegenteil: Insbesondere kleine Praxen legen bei diesen Preisen noch drauf", betonte Medi-Vorstandschef Werner Baumgärtner am Dienstag in Stuttgart.

Derzeit werde die Impfung für die niedergelassenen Ärzte mit 20 Euro vergütet, während die Impfzentren pro Piks rund 200 Euro erhalten hätten. Aus Sicht Baumgärtners wären mindestens 40 Euro erforderlich, um die Impfkampagne sicherzustellen. Aus wirtschaftlichen Gründen böten viele kleine Praxen keine Corona-Impfungen mehr an. Weitere Medi-Forderungen: Abbau bürokratischer Hürden und Verfügbarkeit von Einzelimpfdosen.

Aus Sicht des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, können die Booster-Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten vorgenommen werden. Sie hätten dafür die Erfahrung und Kapazitäten. "Falsch dagegen wäre es, jetzt wieder auf Impfzentren zu setzen", fügte er hinzu.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte den Ländern hingegen vorgeschlagen, die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, jetzt für die Booster-Impfungen wieder startbereit zu machen.

Medi Baden-Württemberg ist ein Zusammenschluss von rund 5000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten aller Fachrichtungen.

Aus Sicht des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, können die Booster-Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten vorgenommen werden.
Aus Sicht des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, können die Booster-Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten vorgenommen werden.  © dpa/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Update, 1. November, 16.50 Uhr: Zahl der Intensivpatienten steigt, Corona-Warnstufe droht!

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen im Südwesten ist am Montag um 5 auf 276 geklettert - und lag damit zum vierten Mal über der wichtigen 250er-Marke. Wird diese an zwei Werktagen hintereinander erreicht oder überschritten, gelten in Baden-Württemberg vom nächsten Tag an automatisch Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen. Das könnte nun am kommenden Mittwoch passieren - und zwar dann, wenn auch am Dienstag die 250er-Marke überschritten wird. Der Montag war in Baden-Württemberg ein Feiertag.

Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz lag am Montag bei 3,58 (Stand: 16 Uhr). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Liegt sie an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei 8,0 oder darüber, ist das ebenfalls ein Kriterium für die Corona-Warnstufe.

Update, 1. November, 14.40 Uhr: Wiedereröffnung von Impfzentren laut Ministerium kein richtiges Mittel

Um schnell mehr Menschen für die Erst- und die Booster-Impfung zu erreichen, ist eine Wiedereröffnung von Impfzentren nach Auskunft des Gesundheitsministeriums in Stuttgart nicht das richtige Mittel, da die Zeit drängt. In der Verantwortung stünden die niedergelassenen Ärzte, die auch bei der Booster-Impfung eine Schlüsselstellung hätten, sagte eine Sprecherin am Montag. In den vergangenen Tagen habe das Gesundheitsministerium vermehrt Hinweise erhalten, dass die Impf-Angebote der niedergelassenen Ärzteschaft nicht überall in Baden-Württemberg ausreichten.

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hatte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) die Länder aufgefordert, ihre Impfzentren wieder hochzufahren. "Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen", sagte er der Rheinischen Post.

Der Vorschlag käme überraschend, da die Impfzentren erst vor wenigen Wochen geschlossen worden seien, sagte die Stuttgarter Behördensprecherin. Die Impfungen seien zum 1. Oktober in die Regelversorgung der Ärzteschaft übergegangen beziehungsweise würden vom Land dort, wo Bedarf bestehe, derzeit durch 30 mobile Impfteams unterstützt. Die Ärzteschaft möge ihrem Versorgungsauftrag nachkommen. «Sie haben hier eine große Verantwortung und im Übrigen von Beginn der Impfkampagne an darauf gedrängt, die Impfungen in den Praxen vornehmen zu dürfen.»

Noch in dieser Woche sollen weiter 50 mobile Impfteams in der Fläche eingesetzt werden, um mit dem Impfen schnell weiter voranzukommen. Dies könne zum Beispiel in Form von niedrigschwelligen Popup-Impfungen der Fall sein. "Für die Wiederöffnung von Impfzentren würden wir einen wesentlich längeren Vorlauf benötigen", sagte die Behördensprecherin.

Update, 31. Oktober, 16.50 Uhr: Inzidenz nähert sich 200er-Marke

Am Sonntag meldet das Landesgesundheitsamt 1612 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 636.391 Menschen angesteckt.

Auch wurden fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 10.999.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 195,7. Am Vortag lag der Wert noch bei 187,8.

Am Sonntag wurden 1612 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden 1612 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa Zentralbild/dpa

Update, 31. Oktober, 7 Uhr: Weihnachtsmärkte kehren in die Städte zurück

Glühwein, Lebkuchen und Kunsthandwerk: In zahlreichen Städten im Südwesten wird es nach der coronabedingten Pause in diesem Jahr wieder Weihnachtsmärkte geben. Ob in der Landeshauptstadt, in Karlsruhe, Freiburg, Ulm oder Esslingen - die Kommunen im Land möchten in der Adventszeit trotz der anhaltenden Pandemie wieder die Tradition aufleben lassen.

In Stuttgart öffnet der Markt vom 24. November bis einschließlich 30. Dezember seine Pforten für die Besucher - eine Woche länger als ursprünglich geplant. Doch wie in vielen anderen Kommunen ist derzeit noch unklar, welche Regeln für den Markt gelten werden, wie Jörg Klopfer vom Veranstalter in.Stuttgart sagte.

Auch in Ulm und Esslingen stehen die genauen Vorgaben der Veranstalter noch nicht fest. Dass Besucher in diesem Jahr auf manches Gewohnte noch verzichten müssen, zeigt etwa die Entscheidung in Esslingen, keine Bühnen mit Künstlern aufbauen zu wollen.

Das Sozialministerium hatte Ende September die Rückkehr der Weihnachtsmärkte zugesagt und zugleich grundlegende Regeln festgelegt. So gilt für alle Märkte eine Maskenpflicht, da dort Abstände zueinander nicht zuverlässig eingehalten werden könnten. Zudem muss der Zugang kontrolliert werden, da für den Verzehr von Speisen und Getränken oder für Fahrgeschäfte ein 3G-Nachweis erforderlich ist.

Die Besucher müssen also nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Sollten die Corona-Fallzahlen im Land so stark steigen, dass die sogenannte Alarmstufe in Kraft tritt, wird der Zugang auf Geimpfte und Genesene (2G) beschränkt. Wie die Regeln umgesetzt werden, überlässt das Land den Veranstaltern.

Für Mark Roschmann vom Schaustellerverband Südwest ist die Rückkehr der Weihnachtsmärkte trotz der Corona-Auflagen ein "Befreiungsschlag". Nach rund zwei Jahren Pause seien sie für die Händler ein Start in die neue Saison, sagte Roschmann. Dass es diesen nur mit strengen Vorgaben geben wird, kann er nachvollziehen.

Die Pandemie sei noch nicht vorbei und die Schausteller hätten sich beim Land bei der Beratung über die Auflagen eingebracht, so Roschmann. Dass trotz der Möglichkeiten einige Städte noch zögerten, könne er dagegen nicht verstehen. Diese Kommunen möchte der Verband laut Roschmann in Gesprächen nun noch überzeugen.

In Stuttgart öffnet der Markt vom 24. November bis einschließlich 30. Dezember seine Pforten für die Besucher. (Archiv)
In Stuttgart öffnet der Markt vom 24. November bis einschließlich 30. Dezember seine Pforten für die Besucher. (Archiv)  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 30. Oktober, 17.12 Uhr: Über 3100 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet am Samstag 3123 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 634.779 Menschen angesteckt.

Auch wurden sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 10.994.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 187,8. Am Vortag lag der Wert noch bei 181,2.

Die 7-Tage-Inzidenz ist am Samstag auf 187,8 geklettert. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz ist am Samstag auf 187,8 geklettert. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 29. Oktober, 17.54 Uhr: Corona-Warnstufe rückt näher - Zahl der Intensivpatienten steigt

In Baden-Württemberg rücken schärfere Corona-Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen näher. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen im Südwesten kletterte am Freitag (Stand: 16 Uhr) auf 258 und lag damit erstmals über der wichtigen 250er-Marke, wie das Landesgesundheitsamt in seinem täglichen Corona-Bericht mitteilte.

Wird die 250er-Hürde an zwei Werktagen hintereinander erreicht oder überschritten, gelten in Baden-Württemberg vom nächsten Tag an automatisch Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen. Dazu könnte es nun frühestens am kommenden Mittwoch kommen - und zwar dann, wenn auch am Dienstag die 250er-Marke überschritten wird.

Der kommende Montag ist in Baden-Württemberg ein Feiertag. Am Donnerstag hatte die Zahl der Corona-Intensivpatienten noch bei 246, am Mittwoch bei 242 und am Freitag vergangener Woche bei 211 gelegen.

Bei einer Warnstufe würden wieder Kontaktbeschränkungen gelten: Ein Haushalt dürfte sich nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen davon wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Zudem müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg lag am Freitag bei 181,2 nach 171,1 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 3780 auf 631.656. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.988 Menschen im Südwesten gestorben - das sind 15 mehr als am Vortag.

In Baden-Württemberg rücken schärfere Corona-Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen näher. (Symbolbild)
In Baden-Württemberg rücken schärfere Corona-Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen näher. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 29. Oktober, 17 Uhr: Schülerausweis gilt in den Ferien als Testbeleg

Schüler können auch in den Herbstferien ihre Ausweise als Testnachweis bei Kino-, Theaterbesuchen sowie bei Sport und Festen nutzen. "Da die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Wochen regelmäßig getestet wurden, ist es vertretbar, dass wir ihnen in den Ferien Freizeitangebote auch ohne Tests ermöglichen", erläuterte Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).

Er fügte am Freitag in Stuttgart hinzu, in den Herbstferien hielten sich die Schülerinnen und Schüler eher im Familienverbund auf und hätten in der Regel weniger Kontakt als während der Schulzeit. Während des Schulbetriebs werden die Schülerinnen und Schüler regelmäßig getestet: Entweder zweimal pro Woche per PCR-Test oder dreimal pro Woche per Antigenschnelltest.

In den Herbstferien ab kommendem Dienstag gelten die Schülerinnen und Schüler auch für außerschulische Angebote als getestet und können dies beispielsweise mit ihrem Schülerausweis, -Abo oder einer Schulbescheinigung nachweisen. Ausnahme sind Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit. Dort sind ab dem 2. November Tests erforderlich, entweder als kostenloser Test für unter 18-Jährige oder durch die Organisation selbst.

Generell nicht betroffen von der Testpflicht sind Kinder bis einschließlich fünf Jahren, sowie Sechs- und Siebenjährige, die noch nicht eingeschult sind - soweit sie keine Symptome zeigen.

Schüler können auch in den Herbstferien ihre Ausweise als Testnachweis bei Kino-, Theaterbesuchen sowie bei Sport und Festen nutzen. (Symbolbild)
Schüler können auch in den Herbstferien ihre Ausweise als Testnachweis bei Kino-, Theaterbesuchen sowie bei Sport und Festen nutzen. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Update, 29. Oktober, 6.05 Uhr: Keine Warnstufe vor Mittwoch - Corona-Grenzwert nicht überschritten

Ungeimpfte Menschen müssen auch in den kommenden Tagen nicht mit weiteren Einschränkungen in Baden-Württemberg rechnen. Die Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen in Baden-Württemberg lag nach Angaben des Landesgesundheitsamts (LGA) am Donnerstag bei 246 (Stand: 16 Uhr) und somit weiter unter dem wichtigen Wert von 250. Wird diese Marke aber an zwei Werktagen hintereinander erreicht oder überschritten, gelten vom nächsten Tag an automatisch Einschränkungen für ungeimpfte Menschen.

Dies kann wegen des Wochenendes und des Feiertages am Montag nun frühestens am nächsten Dienstag erreicht werden. Daher werde es vor Mittwoch kommender Woche keine strengeren Regeln geben, teilte das Sozialministerium am Abend mit.

Bei einer Warnstufe würden wieder Kontaktbeschränkungen gelten: Ein Haushalt dürfte sich nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen davon wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Zudem müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg legte deutlicher zu und erreichte am Donnerstag den Wert von 171 (Vortag: 161,3). Diese Zahl gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Vor kommenden Mittwoch werde es keine Warnstufe geben.
Vor kommenden Mittwoch werde es keine Warnstufe geben.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 28. Oktober, 11.39 Uhr: Corona-Warnstufe verzögert sich

Die nächste Corona-Warnstufe für Baden-Württemberg verzögert sich und kann nun frühestens an diesem Samstag in Kraft treten. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen war am Mittwoch um 8 auf 242 gestiegen und damit unter der Schwelle von 250 geblieben. Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne) hatte noch am Dienstag verkündet, dass er bereits am Mittwoch mit dem Erreichen der für die Warnstufe erforderlichen Zahl an Corona-Kranken auf Intensivstationen rechne.

Die Warnstufe tritt in Kraft, wenn die Zahl der Intensivpatienten an zwei Werktagen in Folge den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Fällt das Wochenende oder ein Feiertag dazwischen, wird die Zählung danach fortgesetzt. Die strengeren Regeln vor allem für Ungeimpfte gelten ab dem Folgetag, an dem die Bedingungen für die Warnstufe erreicht werden.

Sollte die Intensivbettenbelegung mit Covid-Patienten erstmals am Freitag über 250 steigen, könnte die Warnstufe aufgrund des Wochenendes und dem darauffolgenden Feiertag frühestens am Dienstag in Kraft treten. Die Regeln würden dann ab Mittwoch gelten.

Die drohende Warnstufe bedeutet vor allem für die Hotels und Gaststätten eine schwierige Planbarkeit, wie Dehoga-Landesgeschäftsführer Daniel Ohl am Donnerstag sagte. Mit der seit diesem Donnerstag geltenden neuen Corona-Verordnung dürfen auch Beschäftigte in der Gastronomie auf die Maskenpflicht verzichten, wenn sich der Betrieb entscheidet, im sogenannten 2G-Optionsmodell nur noch Geimpfte oder Genesene einzulassen. In der Warnstufe ist das 2G-Modell nicht mehr möglich.

Der Hotel- und Gaststättenverband wünsche sich das 2G-Optionsmodell aber auch in der Warnstufe, sagte Ohl. Ein sicherer Gaststättenbesuch sei sowohl bei 3G als auch 2G gewährleistet. Beim 3G-Modell müssen Gäste geimpft, genesen oder getestet sein. Wer keinen Impf- oder Genesen-Nachweis hat, bleibt bei 2G mit wenigen Ausnahmen außen vor.

Update, 27. Oktober, 17.14 Uhr: Fast 4600 neue Infektionen am Mittwoch

Das Landesgesundheitsamt meldet am Mittwoch 4584 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 623.946 Menschen angesteckt, 579.191 sind wieder genesen.

Auch wurden 23 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 10.957.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 161,3. Am Vortag lag der Wert noch bei 148,4.

Derzeit werden 242 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, acht mehr als am Dienstag.

Die 7-Tage-Inzidenz kletterte am Mittwoch auf 161,3. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz kletterte am Mittwoch auf 161,3. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 27. Oktober, 12.46 Uhr: Steigende Corona-Infektionszahlen belasten Gesundheitsämter

Die wachsende Zahl von Corona-Infektionen belastet die Gesundheitsämter im Land wieder zunehmend. "Auch unser Gesundheitsamt arbeitet am Anschlag", sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Landratsamtes Enzkreis. "Eine zeitnahe Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist derzeit nicht möglich." Selbst Neuinfizierte können derzeit nicht immer noch am gleichen Tag kontaktiert werden.

Auch am Gesundheitsamt Karlsruhe machen sich die steigenden Fallzahlen bemerkbar. "Das Arbeitspensum steigt synchron zu den Fallzahlen an", sagte ein Behördensprecher. Allerdings setze man parallel dazu weiteres Personal ein. Bisher sei es daher noch möglich, die Kontakte ohne wesentlichen Verzug nachzuverfolgen.

Gleiches gilt für die Gesundheitsämter im Landkreis Heilbronn und Rhein-Neckar-Kreis. Die Fallzahlen und entsprechend der Zeitaufwand für die Nachverfolgung nehmen nach Worten der Sprecherinnen deutlich zu. Noch aber könnten die Fälle zeitnah bearbeitet werden.

Am Dienstag hatte der Landkreis Rastatt bei der Kontaktnachverfolgung Schwierigkeiten vermeldet. Bis auf weiteres könnten nicht alle positiv Getesteten telefonisch kontaktiert werden, hatte die Behörde mitgeteilt. Das Sozialministerium hatte von vereinzelten entsprechenden Rückmeldungen von Gesundheitsämtern gesprochen.

Vor rund einem Jahr hatten die Gesundheitsämter im Land wegen rasant steigender Infektionszahlen große Probleme, Infektionsketten zu verfolgen. Landesweit waren dafür zusätzliche Mitarbeiter befristet eingestellt worden; sogar die Bundeswehr half damals.

Vor rund einem Jahr hatten die Gesundheitsämter im Land wegen rasant steigender Infektionszahlen große Probleme, Infektionsketten zu verfolgen. Nun arbeiten die Ämter wieder am Limit.
Vor rund einem Jahr hatten die Gesundheitsämter im Land wegen rasant steigender Infektionszahlen große Probleme, Infektionsketten zu verfolgen. Nun arbeiten die Ämter wieder am Limit.  © Marijan Murat/dpa

Update, 27. Oktober, 6.05 Uhr: Südwesten verlängert fiktiven Unternehmerlohn

Die grün-schwarze Landesregierung setzt ihre Hilfen für Kleinunternehmer fort. Auch die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus wird um den sogenannten fiktiven Unternehmerlohn ergänzt, wie Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) in Stuttgart mitteilte. Die Unterstützung wende sich an Unternehmer, denen eine reine Fixkostenerstattung nicht ausreicht. Als Beispiele wurden Soloselbstständige, Freiberufler oder Kleinunternehmer genannt, die keine eigenen Gehälter bezögen.

Sie können einen Festbetrag von 1000 Euro pro Monat für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021 beantragen, sofern sie einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 nachweisen. Der fiktive Unternehmerlohn wird gemeinsam mit der Überbrückungshilfe beispielsweise über Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragt.

Die CDU-Politikerin sagte: "Das Land schließt auch weiterhin eine der letzten verbleibenden Förderlücken in der Überbrückungshilfe des Bundes."

Soloselbstständige können einen Festbetrag von 1000 Euro pro Monat für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021 beantragen.
Soloselbstständige können einen Festbetrag von 1000 Euro pro Monat für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021 beantragen.  © dpa/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Update, 26. Oktober, 18.01 Uhr: Gesundheitsamt Rastatt überlastet

Die steigende Zahl von Corona-Infektionen bringt das Gesundheitsamt Rastatt bei der Kontaktnachverfolgung in Schwierigkeiten.

Bis auf weiteres könnten nicht alle positiv Getesteten telefonisch kontaktiert werden, teilte die Behörde am Dienstag mit. Wegen der vielen Infektionsfälle komme es zu Bearbeitungsrückständen. All diejenigen, die per Schnelltest oder mittels eines PCR-Abstriches positiv auf das Virus getestet worden seien, sollten sich in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne begeben.

"Uns liegen vereinzelt entsprechende Rückmeldungen von Gesundheitsämtern vor", sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. "Es ist auch dort zu spüren, dass das Infektionsgeschehen wieder zunimmt." Angesichts der Impfungen werde aber nicht mehr jeder einzelne Kontakt nachverfolgt.

Vor rund einem Jahr hatten die Gesundheitsämter im Land wegen rasant steigender Infektionszahlen große Probleme gehabt, Infektionsketten zu verfolgen. Landesweit waren dafür zusätzliche Mitarbeiter befristet eingestellt worden; sogar die Bundeswehr hatte geholfen.

Update, 16.54 Uhr: Fast 4000 neue Infektionen am Dienstag

Am Dienstag meldet das Landesgesundheitsamt 3925 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 619.362 Menschen angesteckt, 577.265 sind wieder genesen.

Auch wurden 23 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 10.934.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 148,4. Am Vortag lag der Wert noch bei 143,1.

Derzeit werden 234 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, vier mehr als am Montag.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg am Dienstag auf 148,4. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz stieg am Dienstag auf 148,4. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 26. Oktober, 13.13 Uhr: Kretschmann: Auslaufen der "epidemischen Lage" ist falsches Signal

Der Vorstoß für eine Beendigung der epidemischen Lage ist nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (73, Grüne) ein "falsches Signal" angesichts der steigenden Corona-Werte.

Während Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) diesen Schritt für richtig hält, seien die Ministerpräsidenten dagegen, betonte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. "Ich war darüber wie die anderen Kollegen nicht sehr glücklich", sagte Kretschmann.

Seit Tagen wird über dieses Thema kontrovers diskutiert, nicht zuletzt angesichts der derzeit steigenden Infektionszahlen in Deutschland und auch in Baden-Württemberg. Kritiker befürchten einen "Flickenteppich" an Maßnahmen und Regelungen, wenn die "epidemische Lage nationaler Tragweite" ausläuft. Das Robert Koch-Institut hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntag erstmals mit einem klar dreistelligen Wert bekanntgegeben.

Der Bundestag hatte die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende August für weitere drei Monate verlängert. Sie läuft automatisch aus, wenn sie vom Parlament nicht erneut verlängert wird. Die "epidemische Lage" gibt Bundes- und Landesregierungen Befugnisse, um Verordnungen zu Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht, Abstands- und Kontaktbeschränkungen oder zur Impfstoffbeschaffung zu erlassen.

Der Vorstoß für eine Beendigung der epidemischen Lage ist nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (73, Grüne) ein "falsches Signal" angesichts der steigenden Corona-Werte.
Der Vorstoß für eine Beendigung der epidemischen Lage ist nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (73, Grüne) ein "falsches Signal" angesichts der steigenden Corona-Werte.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 25. Oktober, 17.09 Uhr: Inzidenz klettert auf 143,1

Das Landesgesundheitsamt meldet am Montag 1195 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 615.437 Menschen angesteckt, 575.559 sind wieder genesen.

Auch wurden 20 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt damit auf 10.911.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 143,1. Derzeit werden 230 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, zehn mehr als am Vortag.

Stand Montag werden 230 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. (Symbolbild)
Stand Montag werden 230 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 25. Oktober, 6 Uhr: Minimal weniger Corona-Patienten auf der Intensivstation

Die für weitere Einschränkungen wichtigen Corona-Werte sind am Sonntag in Baden-Württemberg stabil geblieben. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ging nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) minimal zurück um einen Fall. Sie blieb am Samstag aber mit 220 Covid-19-Erkrankten (Stand 16 Uhr) weiter unter der Marke von 250, die für das Ausrufen der sogenannten Warnstufe mit strengeren Regeln vor allem für Ungeimpfte wichtig ist.

Allerdings warnt das Sozialministerium bereits seit längerem davor, dass dieser Wert im Laufe der kommenden Tage erreicht werden könnte. Wird die 250 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten die strengeren Maßnahmen landesweit in Kraft.

Dann würden wieder Kontaktbeschränkungen gelten: Ein Haushalt dürfte sich nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen davon wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Zudem müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Samstag weiter stabil bei 3,4, dem Wert vom Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Liegt sie an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei 8,0 oder darüber, ist das ebenfalls ein Kriterium für die Corona-Warnstufe. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt allerdings in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die noch schärfere Alarmstufe wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 12,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen bei 390 oder mehr liegt. Samstage gelten nicht als Werktag im Sinne der baden-württembergischen Corona-Verordnung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen legt dagegen weiter stärker zu und erreichte am Sonntag den Wert von 142,5 nach 136,1 am Vortag. Das ist deutlich mehr als die bundesweite Corona-Inzidenz, die am Sonntag erstmals seit Mai wieder klar dreistellig wurde und den Wert von 106,3 erreichte. Zum Vergleich: Am Sonntag der vergangenen Woche lag die Inzidenz im Südwesten noch bei 98,4. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 1209 auf 614.242. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.891 Menschen im Südwesten gestorben - das sind fünf mehr als am Vortag.

Update, 24. Oktober, 7 Uhr: Wanderlust hat zugenommen, Vermüllung auch

Die Lust auf Wandern und die Natur ist wegen der Corona-Pandemie nach Auskunft des Schwäbischen Albvereins stark gestiegen und hat nicht nachgelassen.

Der Strom an Menschen in der Natur habe jedoch Folgen für Flora und Fauna, sagte Vizepräsident Thomas Keck anlässlich der Hauptversammlung des Vereins am Sonntag in Pfullingen.

"So hat die Vermüllung entlang der Wanderwege zugenommen ebenso wildes Parken und Campen. Die Tierwelt wird zunehmend gestört. Einfach deshalb, weil mehr Menschen im Wald unterwegs sind", so Keck.

Die Trittschäden an den Pflanzen seien erheblich, stellte Keck fest. "Im Bereich von Magerwiesen, dort wo es Orchideen gibt, hat dies zum Teil verheerende Auswirkungen. Wir können an die Menschen nur appellieren, auf den markierten Wegen zu bleiben."

Mit aktuell rund 91.000 Mitgliedern ist der Schwäbische Albverein der größte Wanderverein Europas und seit 1994 anerkannter Naturschutzverband. Das Wanderwegenetz umfasst rund 20.000 Kilometer.

In einer Befragung des Deutschen Wanderverbandes (DWV) gaben 30 Prozent der Befragten an, dass im Jahr 2020 das Interesse an Wanderwegen im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen sei. 62 Prozent sagten, dass es gestiegen und sechs Prozent, dass es gleich geblieben sei.

Besonders häufig nachgefragt wurden laut DWV-Befragung Halbtages- und Tagestouren, gefolgt von zertifizierten Wanderwegen, Familienwanderangeboten und Mehrtagestouren.

Positiv ist laut Keck, dass alte Wanderwege rund um den direkten Wohnort, darunter weniger frequentierte, neu entdeckt würden. "Man kann sagen, das eigentliche Umfeld wurde in Corona ganz neu entdeckt." Dies passe zu dem Hype, der um Regionalität in allen Ausformungen entstanden sei.

Laut Keck bestehen nach wie vor deutliche Konflikte, vor allem mit Mountainbikern. Es gebe Streit und gelegentlich auch Rangeleien im Wald. "Wir suchen nach Möglichkeiten einer Koexistenz."

In einer Befragung des Deutschen Wanderverbandes (DWV) gaben 30 Prozent der Befragten an, dass im Jahr 2020 das Interesse an Wanderwegen im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen sei. (Symbolbild)
In einer Befragung des Deutschen Wanderverbandes (DWV) gaben 30 Prozent der Befragten an, dass im Jahr 2020 das Interesse an Wanderwegen im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen sei. (Symbolbild)  © Patrick Seeger/dpa

Update, 23. Oktober, 17.12 Uhr: Inzidenz steigt auf 136,1!

Für Samstag meldet das Landesgesundheitsamt 2393 neue Corona-Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 613.033.

Auch wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind damit 10.886 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger verstorben.

Die Inzidenz liegt bei 114,2 - am Vortag betrug der Wert noch 136,1.

Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt fast 2400 neue Infektionen. (Symbolbild)
Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt fast 2400 neue Infektionen. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 22. Oktober, 11.25 Uhr: Corona-Ausbruch an Schule nach Zirkusaufführungen

Nach Zirkusaufführungen in der Freien Waldorfschule in Freiburgs Stadtteil St. Georgen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Für einen großen Teil der Schüler gilt nun Fernlernunterricht.

Bis Donnerstag wurden 44 Fälle registriert, darunter 30 Schülerinnen und Schüler, eine Lehrkraft und 13 Folgefälle in Familien und bei Besuchern, wie das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald am Freitag bestätigte. Bislang seien keine schweren Verläufe bekannt. Der Ausbruch wird auf mehrere Zirkusaufführungen zurückgeführt, die zwischen dem 8. und 10. Oktober in der Schule veranstaltet wurden.

Nach Angaben der Behörde fanden die Veranstaltungen mit einem 3G-Konzept statt. Sie geht von einer Aerosolbildung während der Veranstaltungen aus. Insgesamt könnten 1500 Zuschauer betroffen sein. Nach Informationen der Badischen Zeitung trugen Schüler auf der Bühne und einige Zuschauer keine Maske; der Schule zufolge hatten einige Zuschauer ein gesundheitliches Attest.

Die 120 Zirkuskinder sind seit Montag in Quarantäne. Am Mittwoch schickte die Schulleitung alle Schüler der vierten bis zwölften Klasse ins Fernlernen. Nur noch Kinder der ersten bis dritten Klasse und Abiturienten, die nicht an den Vorstellungen teilgenommen hatten, können noch in die Schule kommen. Die Schulleitung hofft, dass nach den Herbstferien wieder normaler Unterricht für alle möglich ist.

Nach Zirkusaufführungen in der Freien Waldorfschule in Freiburgs Stadtteil St. Georgen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. (Symbolbild)
Nach Zirkusaufführungen in der Freien Waldorfschule in Freiburgs Stadtteil St. Georgen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. (Symbolbild)  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Oktober, 19.45 Uhr: Covid-Fälle auf Intensivstationen steigen rapide

Nach der Stagnation der Fallzahlen in den vergangenen Wochen gibt es wieder einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Zudem stieg die Zahl der Covid-Fälle auf den Intensivstationen binnen eines Tages um 15 weitere Infizierte auf 222, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand: 16 Uhr) mitteilte. "Die Ärzteschaft auf den Intensivstationen ist in Habachtstellung, die Zahl der Patientinnen und Patienten dort steigt derzeit kontinuierlich und könnte schon Ende kommender Woche den kritischen Wert von 250 erreichen", erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) dazu in Stuttgart.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 3,4 und ist im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche stark gestiegen - das ist die Zahl der Menschen, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen. Allerdings ist die tatsächliche aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen, weil die vollständigen Werte oft erst nach ein bis zwei Wochen vorliegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg liegt bei 122,9 (Mittwoch: 114,2/Dienstag: 103,3). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2998 auf 608.242. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.873 Menschen im Südwesten gestorben - das sind 14 mehr als am Vortag.

Nach der Stagnation der Fallzahlen in den vergangenen Wochen gibt es wieder einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen, vor allem auch auf Intensivstationen. (Symbolbild)
Nach der Stagnation der Fallzahlen in den vergangenen Wochen gibt es wieder einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen, vor allem auch auf Intensivstationen. (Symbolbild)  © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Update, 21. Oktober, 14.24 Uhr: Start der zweitägigen Corona-Kontrollen in der Gastronomie

In mehreren baden-württembergischen Städten sind am Donnerstag verstärkt Gaststätten, Restaurants und Cafés kontrolliert worden, ob sie die Corona-Regeln einhalten. In Waldkirch (Kreis Emmendingen) etwa wurde zum Start der zweitägigen Schwerpunktkontrollen die Erfassung der Kontaktdaten überprüft oder nach Impfnachweisen gefragt. Zugleich wurden Inhaber der Lokale aufgefordert, ihr schriftliches Hygienekonzept vorzulegen, wie ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes mitteilte.

Die Kontrollen waren vom Sozialministerium angekündigt worden. In Freiburg wird nach Angaben der Stadtverwaltung der überwiegende Teil der Gaststätten und Restaurants einer Überprüfung unterzogen. In der Vergangenheit sei lediglich ein Verstoß gegen die 3G-Regel festgestellt worden. Die meisten Verstöße seien bei der Kontaktnachverfolgung und Maskenpflicht registriert worden.

Eine Sprecherin des Hotel- und Gaststättenverbandes zeigte in Stuttgart Verständnis für die Kontrollen. "Das stärkt nicht nur das Sicherheitsgefühl der Gäste, sondern stützt auch die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie deren Beschäftigte, die sich zunehmend der Kritik von Gästen ausgesetzt sehen, wenn sie die Zugangsregeln pflichtgemäß kontrollieren."

In der aktuellen Lage - bei weniger als 250 Corona-Patienten auf den Intensivstationen im Land und einer Hospitalisierungsinzidenz unter 8,0 - gilt in der Gastronomie in geschlossenen Räumen die 3G-Regel: Geimpfte, Genesene und Getestete sind zugelassen, müssen aber außer beim Essen und Trinken eine Maske tragen. Gastwirte können seit kurzem aber auch das 2G-Modell wählen. Dann dürfen Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, ein Lokal nicht betreten.

In mehreren baden-württembergischen Städten sind am Donnerstag verstärkt Gaststätten, Restaurants und Cafés kontrolliert worden, ob sie die Corona-Regeln einhalten.
In mehreren baden-württembergischen Städten sind am Donnerstag verstärkt Gaststätten, Restaurants und Cafés kontrolliert worden, ob sie die Corona-Regeln einhalten.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 20. Oktober, 19.58 Uhr: Sparkasse stundet 1,7 Milliarden an Krediten

Tausende Sparkassen-Kunden haben wegen der Corona-Krise nach Angaben des Branchenverbandes Aufschub von Kreditrückzahlungen erhalten. In der Spitze hätten die Sparkassen Kredite in Höhe von 1,7 Milliarden Euro gestundet, teilte ein Sprecher des Sparkassenverbands Baden-Württemberg (SVBW) anlässlich des Sparkassentags in Ulm am Mittwoch mit. Zusammen mit der Landesbank Baden-Württemberg seien seit März 2020 zudem rund 8100 Förderkredite mit einem Volumen von 2,2 Milliarden Euro vermittelt worden.

SVBW-Präsident Peter Schneider betonte, Krisenzeiten seien Sparkassenzeiten. Die Sparkassen hätten nicht nur die Bargeldversorgung garantiert, sondern auch die Zahlungsfähigkeit der Wirtschaft gesichert und so als Hauptfinanzierer des Mittelstands Schlimmeres verhindert.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) wies anlässlich des Sparkassentags auch auf die wichtige Rolle der Sparkassen für die «nun anstehende Transformation der Wirtschaft» hin. Diese werde nur mit einem ausreichenden Finanzierungsangebot der Banken gelingen, teilte sie mit. Der Verband lädt alle drei Jahre zum Sparkassentag. Zuletzt 2018 in Offenburg. Der nächste Sparkassentag soll 2024 in Freiburg stattfinden.

Update, 20. Oktober, 17.41 Uhr: Inzidenz klettert auf über 114

Für Mittwoch meldet das Landesgesundheitsamt 3285 neue Corona-Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 605.244.

Auch wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind damit 10.859 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger verstorben.

Die Inzidenz liegt bei 114,2 - am Vortag betrug der Wert noch 103,3. Derzeit werden 207 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, also vier mehr als einen Tag zuvor.

Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt mehr als 3200 neue Infektionen. (Symbolbild)
Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt mehr als 3200 neue Infektionen. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 20. Oktober, 13.05 Uhr: Neuer Einbruch im Schwarzwald-Tourismus

Der Tourismus in der klassischen Ferienregion Hochschwarzwald ist im zweiten Jahr in Folge eingebrochen. Der Zahl der Übernachtungen sank in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,9 Prozent auf 1,54 Millionen, teilte die Hochschwarzwald Tourismus GmbH am Mittwoch in Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) mit.

Der Rückgang hängt - wie schon 2020 - mit den Corona-Beschränkungen zusammen. Dank sinkender Infektionszahlen waren die Regelungen im Frühjahr gelockert worden - Urlaub wurde also wieder möglich. Zur Region des Hochschwarzwalds gehören Touristenattraktionen wie der Schluchsee, der Titisee oder der 1493 Meter hohe Feldberg. Im Coronajahr 2020 hatte es im vergleichbaren Zeitraum bereits ein Minus von 26,5 Prozent gegeben.

Von Januar bis Ende August des laufenden Jahres verzeichneten die regionalen Tourismusexperten bei den Übernachtungen einen gesunkenen Anteil von Gästen aus dem Ausland. Während er vor der Corona-Krise bei rund 30 Prozent gelegen hatte, betrug er in den ersten acht Monaten nur rund 8,5 Prozent. Während der diesjährigen Sommersaison- also von Juni bis August - gab es hingegen bei den Übernachtungen ein Plus von Gästen aus dem Inland.

Bis zur Corona-Krise hatte die Tourismusindustrie in Baden-Württemberg mehrere Rekordjahre hintereinander verbucht. Etwa 390.000 Arbeitsplätze hängen nach früheren Angaben im Land von der Branche ab. Der Tourismus erwirtschaftete bis zur Pandemie einen jährlichen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro.

Der Tourismus in der klassischen Ferienregion Hochschwarzwald ist im zweiten Jahr in Folge eingebrochen.
Der Tourismus in der klassischen Ferienregion Hochschwarzwald ist im zweiten Jahr in Folge eingebrochen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 19. Oktober, 17.14 Uhr: Mehr als 3000 Neuinfektionen, Inzidenz über 100

Das Landesgesundheitsamt meldet für Dienstag 3028 neue Corona-Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 601.959.

Auch wurden 14 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind damit 10.855 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger verstorben.

Die Inzidenz liegt bei 103,3. Derzeit werden 203 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Am Dienstag knackte die Inzidenz die 100er-Marke und betrug 103,3. (Symbolbild)
Am Dienstag knackte die Inzidenz die 100er-Marke und betrug 103,3. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa Zentralbild/dpa

Update, 18. Oktober, 17.25 Uhr: Fast Covid-200 Patienten auf Intensivstationen

Am Montag meldet das Landesgesundheitsamt 726 neue Corona-Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 598.931.

Auch wurden 14 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind damit 10.841 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger verstorben.

Die Inzidenz liegt bei 96,8, nach 98,4 am Vortag. Derzeit werden 199 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Stand Montag werden 199 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg behandelt. (Symbolbild)
Stand Montag werden 199 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg behandelt. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Oktober, 9.51 Uhr: Unirektor: Wer gegen 3G verstößt, fliegt aus Lehrveranstaltung

Studierende müssen sich zum Start ins Wintersemester an die Corona-Vorgaben halten, Nachweise vorlegen - und ansonsten mit Konsequenzen rechnen. "Wer gegen die Regel verstößt, wird aus der Lehrveranstaltung verwiesen", sagte der Rektor der Heidelberger Universität, Bernhard Eitel, der Rhein-Neckar-Zeitung. "Der- oder diejenige darf das Universitätsgelände nicht betreten - so lange, bis er oder sie nachweisen kann, geimpft, genesen oder getestet zu sein. Sollte das wiederholt vorkommen, dann müssen wir uns natürlich etwas einfallen lassen."

Auch die Hochschule Karlsruhe hatte schon angekündigt, dass Studierende, die sich nicht an die sogenannte 3G-Regel halten, künftig mit einem Ausschluss von der Hochschule rechnen müssen.

"Wir führen gerade eine Umfrage unter unseren Studierenden durch, wonach der weit überwiegende Teil der Studierenden bereits doppelt geimpft ist", sagte Eitel. Für Ungeimpfte gebe es eine Übergangszeit, "in der wir alles tun, um auch ihnen die Teilnahme an unseren Veranstaltungen zu ermöglichen". Bis Ende November würden kostenlose Schnelltests angeboten.

"Grundsätzlich empfehlen wir aber denjenigen, die noch nicht geimpft sind - sofern das aus gesundheitlichen Gründen für sie möglich ist -, sich auch impfen zu lassen", sagte der Rektor. "Nicht nur, um den universitären Betrieb sicherzustellen, sondern auch, um die eigenen Kommilitoninnen und Kommilitonen zu schützen."

Bernhard Eitel ist der Rektor der Universität Heidelberg.
Bernhard Eitel ist der Rektor der Universität Heidelberg.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 17. Oktober, 17.22 Uhr: Inzidenz nähert sich 100er-Marke

Das Landesgesundheitsamt meldet für Sonntag 607 neue Corona-Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 598.205.

Auch wurde ein weiterer Todesfall gemeldet. Insgesamt sind damit 10.827 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger verstorben.

Die Inzidenz liegt bei 98,4, nach 96,4 am Vortag.

Die 7-Tage-Inzidenz ist am Sonntag auf 98,4 gestiegen. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz ist am Sonntag auf 98,4 gestiegen. (Symbolbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Update, 17. Oktober, 13.45 Uhr: Keine Maskenpflicht mehr auf der Schulbank

Wie angekündigt lockert Baden-Württemberg zu Beginn der neuen Woche die Maskenpflicht in Schulen. Im Klassenzimmer oder Betreuungsraum brauchen Schülerinnen und Schüler am Platz oder wenn sie stehen keine Maske mehr zu tragen. Das ist nur noch nötig, wenn sie im Raum unterwegs sind.

Auch für Lehrer und Lehrerinnen entfällt die Maskenpflicht, wenn sie genügend Abstand zu anderen Menschen einhalten. Sollte sich die Corona-Lage verschärfen, greift wieder die Maskenpflicht.

Das Kultusministerium in Stuttgart twitterte am Sonntag: "Gestern haben wir die Corona-Verordnung #Schule notverkündet. Die Änderungen, wie die Lockerung der #Maskenpflicht treten damit wie geplant in Kraft." Start ist schon dieser Montag.

Update, 17. Oktober, 11.19 Uhr: Corona-Kontrollen in der Gastronomie

Die Polizei in Baden-Württemberg soll am Donnerstag und Freitag verstärkt überprüfen, ob in Gaststätten, Restaurants und Cafés die Corona-Regeln eingehalten werden. Das kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha am Sonntag an. «Es ist weiterhin wichtig, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und die Regeln einhalten», erklärte der Grünen-Politiker per Mitteilung.

"Nur so können die Schritte in Richtung Normalität gelingen. Deshalb möchten wir mit dieser Schwerpunkt-Kontrollaktion die Menschen im Land sensibilisieren, die Corona-Verordnung weiterhin einzuhalten."

In der aktuellen Lage - bei weniger als 250 Corona-Patienten auf den Intensivstationen im Land und einer Hospitalisierungsinzidenz unter 8,0 - gilt in der Gastronomie in geschlossenen Räumen die 3G-Regel: Geimpfte, Genesene und Getestete sind zugelassen, müssen aber außer beim Essen und Trinken eine Maske tragen. Gastwirte können seit kurzem aber auch das 2G-Modell wählen. Dann dürfen Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, ein Lokal nicht betreten.

"Wir müssen sicherstellen, dass Gastwirte die Impf- oder Genesenennachweise auch tatsächlich kontrollieren und die Kontaktdaten erheben", sagte Lucha. "Nur dann kommen wir sicher durch den Herbst und Winter. Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten." Die Aktion sei mit dem Innenministerium abgestimmt.

Es müsse sichergestellt werden, dass Gastwirte die Impf- oder Genesenennachweise auch tatsächlich kontrollieren und die Kontaktdaten erheben.
Es müsse sichergestellt werden, dass Gastwirte die Impf- oder Genesenennachweise auch tatsächlich kontrollieren und die Kontaktdaten erheben.  © dpa/Frank Molter

Update, 16. Oktober, 17.27 Uhr: Update, 16. Oktober, 17.27 Uhr: 190 Corona-Patienten auf Intensivstationen

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in baden-württembergischen Kliniken wächst. Am Samstag (Stand 16 Uhr) waren es nach Angaben des Landesgesundheitsamts 190 - und damit 10 mehr als am Vortag. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz stieg leicht von 2,2, auf 2,27 - das ist die Zahl der Menschen, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg lag am Samstag bei 96,4 nach 93,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Allerdings ist die tatsächliche aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen, weil die vollständigen Werte oft erst nach ein bis zwei Wochen vorliegen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 1661 auf 597.598. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.826 Menschen im Südwesten gestorben - dies sind 3 mehr als am Vortag.

Update, 16. Oktober, 14.26 Uhr: Südwesten lockert Maskenpflicht in Schulen ab Montag

Trotz zahlreicher Corona-Fälle bei Kindern und Jugendlichen hält Baden-Württemberg an den Lockerungen der Maskenpflicht in Schulen ab Montag fest. Noch am Wochenende will das Kultusministerium eine geänderte Corona-Verordnung notverkünden.

Die Pläne sind schon bekannt: Schülerinnen und Schüler müssen am Platz keine Maske mehr tragen. "Auf den sogenannten Begegnungsflächen gilt die Maskenpflicht aber weiterhin – sie bleibt dort als Sicherheitszaun erhalten", erläuterte das Ministerium. Auch Lehrer und Lehrerinnen können die Maske ablegen, wenn sie 1,5 Meter Abstand einhalten. «Selbstverständlich verbieten wir das Tragen der Maske nicht. Wer will, kann also im Klassenzimmer weiterhin freiwillig eine Maske tragen», so Ministerin Theresa Schopper (60, Grüne).

Das Robert Koch-Institut hatte am Freitag berichtet, in den vergangenen vier Wochen seien bundesweit 636 Ausbrüche in Schulen übermittelt worden - wegen möglicher Nachmeldungen sind demnach aber insbesondere die vergangenen beiden Wochen noch nicht zu bewerten.

Schon seit einiger Zeit werden zahlreiche Corona-Infektionen insbesondere bei Kindern ab dem Schulalter und bei Jugendlichen festgestellt. An Kitas und Schulen wird jedoch in der Regel auch zwei Mal in der Woche auf das Virus getestet. Die Covid-19-Impfstoffe sind bislang ab zwölf Jahren zugelassen. Kinder und Jugendliche erkranken zwar deutlich seltener schwer an Covid-19 als ältere Menschen, es gibt aber noch offene Fragen rund um Langzeitfolgen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) zeigte sich besorgt über die hohen Corona-Inzidenzen bei Kindern und die Langzeitfolgen. Parallel zu Lockerungen von Auflagen würden die Zahlen weiter steigen, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das ist eine Gefahr, denn wir werden große Probleme mit Long Covid bei Kindern bekommen." Ein Hauptgrund für Infizierungen sei mangelndes Lüften in Schulen.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin rief Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren auf, sich gegen Corona impfen zu lassen. Er werbe dafür "so dringlich wie bei Erwachsenen" und empfehle die Impfung "uneingeschränkt", nachdem Daten von über zehn Millionen Kindern und Jugendlichen erhoben wurden, sagte Verbandspräsident Jörg Dötsch dem RND. Die Risiko-Nutzen-Abwägung falle eindeutig zugunsten der Impfung aus.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sagte der Passauer Neuen Presse: "Auch wenn die allgemeinen Infektionszahlen derzeit noch stagnieren, nehmen gerade an Schulen die Infektionsausbrüche aktuell in einem Ausmaß zu, wie wir es bislang im Pandemieverlauf nicht kannten, vor allem nicht zu einem so frühen Zeitpunkt vor dem Winter." Ein Licht am Ende des Tunnels sei, dass die Impfquote bei 12- bis 17- Jährigen schnell ansteige.

Stand Freitag waren in Baden-Württemberg nach Angaben des Ministeriums 20 Klassen/Gruppen von landesweit ungefähr 67 500 Klassen wegen Corona-Fällen aus dem Präsenzbetrieb genommen worden. In weiteren Fällen seien nur einzelne Schülerinnen und Schüler beziehungsweise Lehrkräfte infiziert oder in Quarantäne/Isolation. 0,07 Prozent aller Lehrkräfte in Baden-Württemberg und 0,13 Prozent der Schülerschaft seien derzeit positiv auf Coronavirus getestet.

Update, 15. Oktober, 18.09 Uhr: Über 2000 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet für Freitag 2084 neue Corona-Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 595.937. Davon sind 561.336 Personen wieder genesen.

Auch wurden 17 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind damit 10.823 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger verstorben.

Die Inzidenz liegt bei 93,3. Derzeit werden 180 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 93,3. (Symbolbild)
Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 93,3. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 15. Oktober, 8.23 Uhr: Testpflicht für Stuttgarter Kita-Kinder aufgehoben

Kinder ab drei Jahren können in Stuttgart ab Freitag wieder ungetestet in die Kita gehen. Die Testpflicht läuft aus und wird nicht verlängert, wie die Stadt Stuttgart mitteilte. "Wir haben diesen Schritt gut abgewogen, er ist jetzt einfach vernünftig", sagte die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer.

Eingeführt worden war die Testpflicht Anfang September, weil mit einer starken Ausbreitung des Coronavirus nach der Ferienzeit und durch Mutationen gerechnet worden war. Seit der Einführung hätten jedoch nur wenige und leichte Krankheitsfälle aufgedeckt werden können, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Stefan Ehehalt. Eltern können in Stuttgart aber auch weiterhin zweimal die Woche kostenlose Tests an den Kitas erhalten und eigenständig anwenden.

Die Kinder ab drei Jahren können in Stuttgart wieder ungetestet in die Kita gehen. (Symbolbild)
Die Kinder ab drei Jahren können in Stuttgart wieder ungetestet in die Kita gehen. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Update, 14. Oktober, 19.06 Uhr: Hospitalisierungs-Inzidenz in Baden-Württemberg steigt leicht

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, die bei der Einschätzung der Corona-Lage eine wichtige Rolle spielt, ist in Baden-Württemberg leicht gestiegen. Am Donnerstag (Stand 16 Uhr) betrug sie nach Angaben des Landesgesundheitsamts 2,2 nach 2,05 am Vortag. Der Wert gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in einer Klinik im Südwesten aufgenommen wurden.

Er ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Die Zahl der Covid-Fälle auf Intensivstationen sank seit Mittwoch um 15 auf 173. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg sank ebenfalls: von 85,8 auf nunmehr 80,4. Dabei handelt sich um die Zahl der neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2023 auf 593.853. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.806 Menschen im Südwesten gestorben - dies sind zehn mehr als am Vortag. Geschätzt gelten 559.886 Erkrankte als genesen (plus 1778).

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gelten 7 321 383 Menschen in Baden-Württemberg als mindestens einmal gegen Corona geimpft, was einer Quote von 65,9 Prozent entspricht. Vollständig geimpft sind den Daten zufolge 7.071.994 Menschen oder 63,7 Prozent.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

Update, 13. Oktober, 17.53 Uhr: Über 2000 neue Corona-Infektionen am Mittwoch

Am Mittwoch meldet das Landesgesundheitsamt 2022 neue Corona-Fälle. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 591.830. Davon sind 558.108 wieder genesen.

Zudem wurden acht weitere Todesfälle gemeldet. Damit sind insgesamt 10.796 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg von 84,9 auf nunmehr 85,8. Derzeit werden 188 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind sieben mehr als am Vortag.

Stand Mittwoch werden in Baden-Württemberg 188 Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt. (Symbolbild)
Stand Mittwoch werden in Baden-Württemberg 188 Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 12. Oktober, 18.04 Uhr: Über 2300 neue Infektionen

Das Landesgesundheitsamt meldet für Dienstag 2323 neue Corona-Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 589.808. Davon sind 556.372 Personen wieder genesen.

Auch wurden zehn weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind damit 10.788 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger verstorben.

Die Inzidenz stieg von 82,5 auf nunmehr 84,9. Derzeit werden 181 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind vier mehr als am Vortag.

Am Dienstag stieg die 7-Tage-Inzidenz auf 84,9. (Symbolbild)
Am Dienstag stieg die 7-Tage-Inzidenz auf 84,9. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 11. Oktober, 17.18 Uhr: Inzidenz sinkt auf 82,5

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 553 neue Corona-Fälle mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 587.485. Davon sind 554.913 wieder genesen.

Zudem wurden 15 weitere Todesfälle gemeldet. Somit sind insgesamt 10.778 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz sinkt von 86,3 auf 82,5. Derzeit werden 177 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 553 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)
Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 553 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. Oktober, 17.12 Uhr: Knapp 450 neue Infektionen, Inzidenz steigt leicht

Das Landesgesundheitsamt meldet für Sonntag 448 neue Corona-Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 586.932.

Auch wurden drei weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind damit 10.763 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger verstorben.

Die Inzidenz stieg leicht von 86,0 auf nunmehr 86,3.

Die Inzidenz stieg am Sonntag auf 86,3. (Symbolbild)
Die Inzidenz stieg am Sonntag auf 86,3. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa Zentralbild/dpa

Update, 9. Oktober, 19.30 Uhr: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg geht weiter nach oben. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Samstag mitteilte, lag der Wert bei 86,0. Am Freitag hatte er noch 82,8 betragen, am Donnerstag 80,4.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz verminderte sich auf 2,12 nach 2,22 zuvor. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik im Südwesten aufgenommen wurden.

Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung betrug 195, das waren vier weniger als am Tag zuvor.

Update, 9. Oktober, 16.45 Uhr: Fast 1500 neue Infektionen

Am Samstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1475 neue Infektionen mitgeteilt, damit haben sich insgesamt 586.484 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus angesteckt.

Die Zahl der Toten stieg um zwei auf 10.760, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 86,0.

Am Samstag wurden 1475 neue Coronafälle gemeldet. (Symbolbild)
Am Samstag wurden 1475 neue Coronafälle gemeldet. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 9. Oktober,7.07 Uhr: FDP fordert Nachbesserung bei Corona-Hilfe

Die Südwest-FDP fordert Nachbesserungen bei der jüngst verlängerten Überbrückungshilfe 3 Plus des Bundes für finanziell angeschlagene Betriebe. "Es ist enttäuschend, dass sich der Bund auch hier nicht um Sorgen und Nöte der Unternehmer kümmert und erneut keinen fiktiven Unternehmerlohn gewährt", sagte der mittelstandspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Erik Schweickert in Stuttgart.

Umso wichtiger sei es, dass die grün-schwarze Landesregierung hier erneut aktiv werde und die Zukunft des Unternehmerlohns kläre. Er ist eine Pauschale, die Selbstständige zusätzlich zur Fixkostenerstattung beantragen können, weil sie oftmals nur geringe Betriebskosten geltend machen können. Schweickert sagte, er fordere Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) daher auf, zu handeln: "Führen Sie das baden-württembergische Erfolgsmodell fiktiver Unternehmerlohn auch für die Monate Oktober bis Dezember fort!"

Ein Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, in einzigartiger Weise habe die Landesregierung mit dem Unternehmerlohn Soloselbstständigen und Kleinunternehmern geholfen, ihren Lebensunterhalt in der Pandemie zu sichern. Der fiktive Unternehmerlohn des Landes werde mit der Überbrückungshilfe des Bundes ausgezahlt, deren Laufzeit gerade bis zum Jahresende verlängert worden sei.

"Über die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für die landesseitige Abwicklung der Überbrückungshilfe wird der Ministerrat zeitnah entscheiden. In diesem Zusammenhang wird auch über die Fortführung des fiktiven Unternehmerlohns beraten werden."

Update, 9. Oktober,7.07 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten geht weiter nach oben

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg weiter gestiegen. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Freitag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte, lag der Wert bei 82,8. Am Donnerstag hatte er 80,4 betragen, am Mittwoch 78,4.

Auch die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz kletterte von 2,13 auf nun 2,22. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung betrug 199, das waren 8 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 1685 auf 585.009. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.758 Menschen im Südwesten gestorben, das waren 26 mehr als am Vortag.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen.
Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen.  © dpa/Kira Hofmann

Update, 7. Oktober, 20.56 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg steigt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg zum ersten Mal im Oktober wieder leicht gestiegen. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Donnerstag (Stand: 16 Uhr) mitteilte, lag der Wert bei 80,4 (Mittwoch: 78,4).

Auch die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz stieg von 1,98 auf 2,13. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung betrug nach den Angaben vom Donnerstag 191, drei weniger als am Tag zuvor.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 1725 auf 583.324. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.732 Menschen im Südwesten gestorben. Das waren 17 mehr als am Vortag.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

Update, 7. Oktober, 16.32 Uhr: Kostenlose Corona-Tests entfallen für viele in Baden-Württemberg

Ab Montag bekommen nur noch bestimmte Personengruppen wie Kinder, Schwangere und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, kostenlose Corona-Tests. Die Bundesregelung gelte auch in Baden-Württemberg, teilte Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart mit.

"Die meisten von uns sind geimpft - jeder Bürgerin und jedem Bürger über zwölf Jahren können wir ein Impfangebot machen. Es ist deshalb richtig, dass der Bund nur noch zielgenau jenen Menschen den Test finanziert, die sie wirklich brauchen." Arbeitgeber blieben verpflichtet, ihren Beschäftigten kostenlose Tests zu stellen.

Update, 7. Oktober, 14.12 Uhr: Telefonseelsorge mit mehr Online-Kontakten: Mehr Ängste durch Corona

Die Telefonseelsorger im Land haben während der Corona-Pandemie eine deutlich verstärkte Nachfrage online erfahren. "Themen der Angst haben zugenommen", berichtete Gregor Bergdolt, der Vorsitzende der neu gegründeten Landesarbeitsgemeinschaft der Telefonseelsorge (LAG) am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz.

Angst vor Einsamkeit und Isolation hätten vielen zu schaffen gemacht. Vor allem für Studierende sei es extrem schwierig gewesen, durch die Pandemie-Zeit zu kommen. Generell könne man sagen: "Was immer schon da ist, wird nur klarer sichtbar."

Im Jahr 2020 registrierte die ökumenische Telefonseelsorge im Land mehr als 168 000 Kontaktaufnahmen per Telefon, rund 6700 per Mail und über 5200 per Chat. Während die Zahl der Anrufer etwa gleich blieb, wuchsen Kontaktaufnahmen per Mail und Chat um je 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sagte Bergdolt.

Nach Erfahrung von Martina Rudolph-Zeller, Leiterin der Telefonseelsorge Stuttgart, greifen Jüngere weniger gerne zum Telefon. "Es fällt ihnen leichter, zu schreiben." Online könnten sie leichter die Hürde zur Kontaktaufnahme überwinden.

Die ökumenische Telefonseelsorge in Baden-Württemberg ist seit etwa 60 Jahren rund um die Uhr für Menschen mit seelischen Problemen da. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg sowie der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich vor etwa einem Monat zur Unterstützung der kirchlichen Arbeit in der Telefonseelsorge gegründet.

Durch Corona seien mehr Ängst aufgekommen.
Durch Corona seien mehr Ängst aufgekommen.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 6. Oktober, 17.15 Uhr: Über 1900 neue Infektionen

Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 1926 neue Coronafälle gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 581.599. Davon sind 547.647 wieder genesen.

Die Zahl der Toten stieg um acht auf 10.715. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 78,4. Am Vortag betrug der Wert 78,8. Derzeit werden 194 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, einer mehr als am Dienstag.

Am Mittwoch wurden 1926 neue Corona-Fälle gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden 1926 neue Corona-Fälle gemeldet. (Symbolbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Update, 5. Oktober, 17.32 Uhr: Über 2100 neue Infektionen am Dienstag

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag 2147 neue Coronafälle gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 579.673. Davon sind 545.791 wieder genesen.

Die Zahl der Toten stieg um zehn auf 10.707. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 78,8. Am Vortag betrug der Wert 80,4. Derzeit werden 193 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, das sind drei mehr als am Montag.

Am Dienstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2147 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2147 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa Zentralbild/dpa

Update, 4. Oktober, 19.08 Uhr: Kaum Verstöße gegen Corona-Auflagen in Clubs

In weniger als der Hälfte der Städte, in denen überwiegend am vergangenen Wochenende in Clubs und Discos Corona-Auflagen kontrolliert wurden, sind größere Verstöße entdeckt worden.

Die Kontrolleure waren in 15 Kommunen unterwegs und wurden in 6 davon fündig. Städte mit Verstößen laut Pressemitteilung des Sozialministeriums vom Montag waren Mannheim, Freiburg, Ulm, Konstanz, Schwäbisch Gmünd und Offenburg.

Keinerlei Verstöße gab es in acht Städten (Karlsruhe, Ludwigsburg, Esslingen, Heilbronn, Pforzheim, Göppingen, Rastatt und Sinsheim) - in Stuttgart wurde nichts Gravierendes entdeckt.

Wegen der drohenden vierten Corona-Welle hatte die Landesregierung Schwerpunktkontrollen angekündigt. Da das Infektionsrisiko in Clubs als besonders hoch eingeschätzt werde, ist eine Öffnung nur unter strengen Auflagen möglich.

Eine wichtige Rolle bei den Auflagen spielen die Belüftung des jeweiligen Clubs und die Beachtung der 3G-Regel (Zutritt für Geimpfte, Genesene und Getestete).

Update, 4. Oktober, 17.15 Uhr: Rund 460 neue Infektionen am Montag

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 458 neue Coronafälle gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 577.526. Davon sind 544.321 wieder genesen.

Die Zahl der Toten stieg um sechs auf 10.697. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 80,4, derzeit werden 190 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 458 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 458 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 3. Oktober, 14.11 Uhr: Hochschulen und Unis kontrollieren 3G-Regeln

Mit Beginn des neuen Semesters müssen die Hochschulen und Universitäten im Südwesten kontrollieren, ob Studierende auf Corona getestet, gegen das Virus geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind (3G). Wie sie das machen, bleibt ihnen nach Angaben des Wissenschaftsministeriums von Montag überlassen.

Die Uni Mannheim, die ihren Vorlesungsbetrieb schon gestartet hat, stellt Studierenden nach Angaben einer Ministeriumssprecherin nach Vorlage eines 3G-Nachweises einen sogenannten Hörsaalpass aus, der auch digital genutzt werden könne. Dieser bestätige, dass der 3G-Nachweis zentral vorgelegt wurde, und ermögliche Zutritt zu den Hörsälen. Kontrolliert werde anhand von Stichproben - zunächst in einem Modellvorhaben inklusive wissenschaftlicher Begleitung. Nach vier Wochen werde dem Stuttgarter Ministerium berichtet.

Einige Hochschulen engagieren den Angaben zufolge externe Unternehmen für Einlasskontrollen. Das Land habe zusätzliche Gelder zur Verfügung gestellt. Gleiches gelte für die Anmietung zusätzlicher Räume, auch wenn dem Ministerium bislang keine Platzprobleme bekannt sind. 29 Millionen Euro für coronabedingte Zusatzbedarfe an den Hochschulen seien im dritten Nachtragshaushalt für das aktuelle Jahr vorgesehen. «Jetzt geht es um die für einen Präsenzbetrieb dringend erforderlichen Hygienemaßnahmen an den Hochschulen», erklärte die Sprecherin. Hier seien nochmals 13,5 Millionen Euro geplant.

Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind am Montag ins Wintersemester gestartet, die Pädagogischen Hochschulen und Unis folgen offiziell erst in den kommenden Wochen. Dort laufen Planungen auf Hochtouren. Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) teilte mit: "Nach drei Online-Semestern wollen wir, dass das Leben auf den Campus zurückkehrt und das Wintersemester wieder so viel wie möglich in Präsenz stattfindet."

Die "Corona-Verordnung Studienbetrieb" sieht unter anderem Maskenpflicht vor, wenn keine Mindestabstände eingehalten werden können. Ausnahmen gibt es zum Beispiel auch, wenn man einen Vortrag hält, Sport macht, musiziert, isst oder trinkt. Die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen in geschlossenen Räumen ist vom 3G-Nachweis abhängig. Gerade im Lehrbetrieb sei eine händische Vollkontrolle der 3G-Nachweise schwer umzusetzen, räumte die Ministeriumssprecherin ein. Daher regle die Verordnung auch Rahmenbedingungen für Stichproben und mögliche digitale Lösungen für Nachweise.

Die Hochschulen und Universitäten im Südwesten kontrollieren, ob Studierende auf Corona getestet, gegen das Virus geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind
Die Hochschulen und Universitäten im Südwesten kontrollieren, ob Studierende auf Corona getestet, gegen das Virus geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Oktober, 15.54 Uhr: Kontrollen in Clubs: Kaum Verstöße gegen Corona-Auflagen

Bei Kontrollen in Clubs und Discos haben sich die Menschen vielerorts im Südwesten an die Corona-Auflagen gehalten. Die Nächte am Wochenende seien ohne Regelverstöße verlaufen, teilten Polizeisprecher mit. In Stuttgart wurde am Samstagabend kontrolliert - die Menschen hielten sich an die Regeln. Ähnlich war es laut Polizei in Mannheim.

Wegen der drohenden vierten Corona-Welle hatte die Landesregierung Schwerpunktkontrollen angekündigt. Da das Infektionsrisiko in Clubs als besonders hoch eingeschätzt werde, sei eine Öffnung nur unter strengen Auflagen möglich. Eine wichtige Rolle bei den Auflagen spielen die Belüftung des jeweiligen Clubs und die Beachtung der 3G-Regel (Zutritt für Geimpfte, Genesene und Getestete).

Update, 1. Oktober, 21.10 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten auf gleichem Niveau

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg bewegt sich auf gleichem Niveau. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Freitag (Stand: 16 Uhr) mitteilte, hatte sie mit 82,5 denselben Wert wie am Donnerstag. Am Mittwoch lag sie bei 82,9.

Die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, betrug 2,16 nach 2,29 zuvor. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung lag den Angaben zufolge bei 182.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug 575.285, das waren 1378 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um acht auf nun 10.691.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für die meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 1. Oktober, 13.47 Uhr: Ende der Maskenpflicht in Schulen? Bildungsverband bremst

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat vor einem voreiligen Ende der Maskenpflicht im Unterricht an Schulen gewarnt. Es brauche nun eine klare, nachvollziehbare und transparente Exitstrategie, forderte der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand am Freitag.

"Wir sollten nichts übers Knie brechen, Pandemielage und Impfquote sind unverändert. Das Land muss klare und medizinisch begründbare Parameter benennen, ab wann Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer wieder auf einen Mundschutz verzichten können", sagte Brand. "Der Unterricht in Präsenz darf dabei nicht gefährdet werden." Es brauche die "größtmögliche pädagogische Freiheit bei größtmöglichem Schutz für Kinder und Lehrkräfte".

Die baden-württembergische Regierung aus Grünen und CDU hatte diese Woche bekanntgegeben, dass sie überlegt, die Maskenpflicht im Unterricht an Schulen mit der nächsten Aktualisierung der Corona-Verordnung, die übernächste Woche ansteht, aufzuheben.

Man sei verwundert angesichts des raschen Vorgehens, sagte ein VBE-Sprecher. Es brauche einen transparenten Plan, etwa eine Orientierung an der Hospitalisierungsrate, und nicht eine Entscheidung aus dem Bauch heraus.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat vor einem voreiligen Ende der Maskenpflicht im Unterricht an Schulen gewarnt. (Symbolbild)
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat vor einem voreiligen Ende der Maskenpflicht im Unterricht an Schulen gewarnt. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 30. September, 19.58 Uhr: Hochschulen sollen 13,5 Millionen Euro für Corona-Maßnahmen erhalten

Die Landesregierung will den Hochschulen im Südwesten zum Start des Wintersemesters 13,5 Millionen Euro zusätzlich für Corona-Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen. Je sechs Millionen Euro seien für Personal und Sachausgaben gedacht - zum Beispiel zur Anmietung von Räumen oder um Abstandsregeln einhalten zu können, berichteten die Tageszeitungen Heilbronner Stimme und Südkurier (Freitagausgabe) unter Berufung auf eine Kabinettsvorlage von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Der Ministerrat soll demnach am Dienstag darüber entscheiden.

Das Ministerium bestätigte der dpa auf Anfrage die Kabinettsvorlage.
"Nach drei Online-Semestern wollen wir, dass das Leben auf den Campus zurückkehrt und das Wintersemester wieder so viel wie möglich in Präsenz stattfindet", erklärte Bauer laut Ministerium. "Mit den zusätzlichen Mitteln setzen wir unsere Hochschulen im laufenden Jahr 2021 und im Jahr 2022 in die Lage, ihren Studierenden einen weitestgehenden Präsenzbetrieb und damit erfolgreiche Abschlüsse auf hohem Qualifikationsniveau zu ermöglichen."

Weil sich wegen Corona weniger Studierende in den Räumen aufhalten dürfen, müssten bei Prüfungen zudem mehr studentische Hilfskräfte zur Aufsicht eingestellt werden, argumentiert das Ministerium den Zeitungsberichten zufolge. Auch neue Möbel, Plexiglas-Schutzwände oder Luftreiniger sollen mit dem Geld angeschafft werden können, das laut Ministerium aus der Haushaltsrücklage des Landes kommen soll.

Die Hochschulen müssten sich coronabedingt im vierten Semester in Folge darauf einstellen, dass der Studienbetrieb nur unter Auflagen möglich ist, heißt es in der Vorlage. Das Wintersemester beginnt am Freitag (1. Oktober), die Vorlesungen starten meist Mitte des Monats.

Update, 30. September, 19.36 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg leicht rückläufig

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist leicht rückläufig. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart gab sie am Donnerstag mit 82,5 an (Stand: 16 Uhr), am Tag zuvor hatte sie 82,9 betragen.

Die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, betrug 2,29 nach 2,3 zuvor. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung lag den Angaben zufolge bei 185.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug 573.907, das waren 1669 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 4 auf nun 10.683.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für die meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 30. September, 6.04 Uhr: Diskotheken müssen mit strengen Hygienekontrollen rechnen

Wegen der drohenden vierten Corona-Welle müssen sich Clubs und Discos am kommenden Wochenende auf strenge Hygienekontrollen einstellen. Bei Schwerpunktkontrollen werden nach Auskunft von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) Beamte verstärkt unterwegs sein.

"Wir starten jetzt in den Herbst, in dem sich die Menschen vor allem innen aufhalten. Wir ermöglichen in den aktuellen Corona-Verordnungen viele Freiheiten – gerade deswegen ist es wichtig, dass sich alle an die Regeln halten, um unseren bisherigen Erfolg bei der Bekämpfung der Pandemie nicht zu gefährden", erklärte Lucha. Jeder habe die Verantwortung dafür, dass man die vierte Welle möglichst klein halte.

Wer sich an Regeln halte, habe nichts zu befürchten, so Lucha. "Wir wollen aber nicht verschweigen, dass ein Verstoß gegen die Corona-Verordnung bußgeldbewehrt ist und gegebenenfalls sogar eine Strafanzeige nach sich ziehen kann." Da das Infektionsrisiko in Clubs besonders hoch eingeschätzt werde, sei eine Öffnung nur unter strengen Auflagen und dem Vorliegen eines von der Dehoga-Baden-Württemberg gemeinsam mit der Clubszene erarbeiteten Hygienekonzepts möglich.

Eine wichtige Rolle bei den Auflagen spielt die Belüftung des jeweiligen Clubs. Betriebe, die mit ihrer Lüftungsanlage eine Frischluftzufuhr von mindestens 40 Kubikmetern pro Stunde und Person gewährleisten können, dürfen unter Beachtung der 3G-Regel (Geimpfte, Genesene und Getestete) bei voller Kapazität öffnen und Tanzen ohne Masken erlauben. Als Testnachweis gelten nur höchstens 48 Stunden alte PCR-Tests.

Bei weniger starken Lüftungsanlagen dürfen höchstens 70 Prozent der sonst zulässigen Gästezahl in den Club kommen - und nur, wenn die Besucher geimpft oder genesen sind. Clubs ohne Lüftungsanlagen müssen als Ersatz Luftreiniger einsetzen.

Diskotheken müssen mit strengen Hygienekontrollen rechnen.
Diskotheken müssen mit strengen Hygienekontrollen rechnen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 29. September, 22.02 Uhr: 304 Intensivbetten sind in Baden-Württemberg frei

Im Südwesten werden derzeit 182 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch betreut. Von diesen werden 101 Frauen und Männer invasiv beamet - das entspricht 55,49 Prozent, wie das DIVI-Intensivregister am Mittwoch mitteilte. Dieser Wert liegt unter dem bundesweiten Prozentwert von 58,17. Aktuell sind 304 Intensivbetten frei - davon 173 speziell für Covid-Patienten. Diese Werte sind wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems durch das Coronavirus beurteilen zu können.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist eine steigende Tendenz zu erkennen. Laut Landesgesundheitsamt war der Wert an mehreren Tagen in Folge gesunken, lag dann am Montag bei 79,1. Am Dienstag erhöhte sich der Wert wieder leicht auf 80,4 und am Mittwoch war der Wert auf 82,9 gestiegen (Stand, 29. September, 16 Uhr). Den höchsten Wert verzeichnete Pforzheim mit 208,7 - Heidelberg mit 25,2 den niedrigsten.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 2132 auf 572.238 Fälle. Inzwischen sind 10.674 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben - vier mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 536.812 (plus 1810 zum Vortag).

Update, 29. September, 12.15 Uhr: Landesgartenschau Überlingen zieht trotz Corona positive Bilanz

Gut zweieinhalb Wochen vor dem Abschluss der Landesgartenschau in Überlingen haben die Veranstalter eine positive Bilanz gezogen. Wie die Betreibergesellschaft am Mittwoch mitteilte, registrierte die Schau am Bodensee bis Dienstag 612.000 Besuche. Bis zum Abschluss am 17. Oktober werde diese Zahl voraussichtlich auf knapp 700.000 steigen - und damit über den nach der coronabedingten Verschiebung erwarteten Wert von knapp 659 000. Vor der Pandemie hatten die Veranstalter mit rund 775.000 Besuchen gerechnet.

Bei den Einnahmen werde die Schau voraussichtlich sogar die vor der Pandemie festgesetzten Vorgaben erreichen, sagte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Roland Leitner. Trotz dieser positiven Bilanz stehe am Ende der Schau aber wohl ein finanzielles Defizit von rund fünf Millionen Euro. Zwei Drittel dieser Summe trägt den Angaben zufolge das Land, ein Drittel die Stadt Überlingen.

Die Schau war coronabedingt um ein gutes Jahr verschoben worden, weshalb sie parallel zur bayerischen Landesgartenschau in Ingolstadt und der Gartenschau in Lindau stattfand. Das habe aber "keinen Einfluss" auf die Überlinger Schau gehabt, betonten die Veranstalter.

18 Tage vor dem Ende haben die Veranstalter ein positives Fazit gezogen.
18 Tage vor dem Ende haben die Veranstalter ein positives Fazit gezogen.  © Felix Kästle/dpa

Update, 27. September, 17.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt wieder

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg sinkt wieder. Nach mehreren Tagen mit steigenden Werten gab das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montag einen Wert von 79,1 an (Sonntag: 81, Samstag: 80,4, Freitag: 79,3).

Die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, betrug 2,25 (Vortag: 2,1). Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung lag im Tagesvergleich bei 200. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug dem Gesundheitsamt zufolge 567.899, das waren 551 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 15 auf nun 10.661.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für die meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 26. September, 21:44 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg weiter gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter gestiegen. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart gab sie am Sonntag mit 81 an (Stand: 16 Uhr), am Tag zuvor hatte sie 80,4 betragen. Am Freitag lag der Wert bei 79,3.

Die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, betrug 2,1 nach 2,2 zuvor. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung blieb im Tagesvergleich bei 189 stabil. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug dem Gesundheitsamt zufolge 567.348, das waren 426 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 1 auf nun 10.646.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für die meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 26. September, 9.36 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten leicht gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist am Samstag leicht gestiegen. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart gab sie mit 80,4 an (Stand: 16 Uhr). Am Freitag war sie unter 80 gefallen, am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfizierten in einer Woche pro 100.000 Menschen bei 81,0 gelegen.

Die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, lag am Samstag bei 2,2 (Freitag: 2,29). Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung sank im Tagesvergleich um 3 auf nun 189. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug dem Gesundheitsamt zufolge 566.922 - 1321 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 2 auf nun 10.645.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für die meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 25. September, 10.09 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten rückläufig

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist nach zuletzt steigender Tendenz wieder rückläufig. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart gab sie am Freitag mit 79,9 (Donnerstag: 81,0) an. Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, stieg von 2,11 auf 2,29. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung sank im Tagesvergleich um 3 auf nun 192. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug dem Gesundheitsamt zufolge 565.601 - 1428 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 auf nun 10.643.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für die meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 23. September, 19 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Südwesten nach zuletzt rückläufiger Tendenz wieder leicht gestiegen. Sie beträgt 81,0 nach 80,7 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand 16 Uhr) in Stuttgart mitteilte. Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, stieg von 1,99 auf 2,11.

Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-Patienten liegt in der Regel höher als sie von der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen wird. Durch einen Meldeverzug liegen die vollständigen Werte oft erst ein bis zwei Wochen später vor. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung sank im Tagesvergleich um 7 auf nun 195.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug laut Behörde 564.173 - das waren 1744 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 3 auf nun 10.639.

Eine erste Warnstufe soll laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht worden sind. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für eine Teilnahme an den meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 23. September, 10.48 Uhr: Arbeitgeberverband begrüßt Wegfall der Entschädigung bei Quarantäne

Der Verband "Unternehmer Baden-Württemberg" hat es begrüßt, dass Arbeitnehmer für Verdienstausfälle wegen einer angeordneten Corona-Quarantäne künftig nicht mehr entschädigt werden sollen. "Wir halten das für sehr sinnvoll. Es ist eine Frage der Solidarität, dass denjenigen, die sich aus freien Stücken gegen eine Impfung entscheiden, keine Fortzahlung gewährt wird", sagte Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick am Donnerstag dem Sender SWR Aktuell.

Dick betonte jedoch auch, dass viele Fragen der Praxis noch offen seien. Etwa die Frage, wie Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Mitarbeiter erfahren könnten. Das Frage-Recht habe man schon seit einigen Wochen gefordert, sagte Dick. Die Politik verlange zwar ausgeklügelte Hygiene-Konzepte, verweigere aber den Unternehmen das Recht, nach dem Impfstatus zu fragen. "Wir halten das für schwierig", so der Arbeitgebervertreter.

Zudem äußerte Dick Bedenken, Menschen könnten während einer Quarantäne die Möglichkeit zur Krankschreibung ausnutzen. "Wir fürchten durchaus einen gewissen Anstieg von – ich sage mal ‚nicht ganz korrektem‘ Verhalten", sagte Dick dem Sender. So könnten sich Mitarbeiter ohne Impfung krankschreiben lassen, um die Quarantäne zu umgehen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben am Mittwoch beschlossen, dass es für Verdienstausfälle wegen einer angeordneten Quarantäne spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr geben soll. Greifen soll dies für alle, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können.

Der Verband "Unternehmer Baden-Württemberg" hat es begrüßt, dass Arbeitnehmer für Verdienstausfälle wegen einer angeordneten Corona-Quarantäne künftig nicht mehr entschädigt werden sollen. (Symbolbild)
Der Verband "Unternehmer Baden-Württemberg" hat es begrüßt, dass Arbeitnehmer für Verdienstausfälle wegen einer angeordneten Corona-Quarantäne künftig nicht mehr entschädigt werden sollen. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 22. September, 18.40 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten weiter rückläufig

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Südwesten weiter rückläufig. Sie beträgt 80,7 nach 83,8 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (Stand 16 Uhr) in Stuttgart mitteilte. Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, fiel von 2,06 auf 1,99.

Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-Patienten liegt in der Regel höher, als sie von der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen wird. Durch einen Meldeverzug liegen die vollständigen Werte oft erst ein bis zwei Wochen später vor. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung sank im Tagesvergleich um 1 auf nun 202.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug laut Behörde 562 429 - das waren 1987 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 59 auf nun 10.636.

Eine erste Warnstufe soll laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht worden sind. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für eine Teilnahme an den meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 22. September, 16.17 Uhr: Corona-Impfung im Ambiente der Stuttgarter Wilhelma

Unter dem Motto "Impfen unter Palmen" bietet die Stuttgarter Wilhelma gemeinsam mit einem Team des Robert-Bosch-Krankenhauses am Samstag, 25. September, einen Termin zur Corona-Impfung an. Wie der Zoologisch-Botanische Garten am Mittwoch mitteilte, können Teilnehmer der Impfaktion mit Bewirtung, Unterhaltung und einem Gewinnspiel rechnen. Für die Impfungen sei das Gebäude der Wilhelmaschule reserviert. Den Angaben zufolge, sind sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch Auffrischungen für berechtigte Personen möglich.

"Die Impfung ist ein Weg, die Gefährdung durch das Virus zu minimieren – jeder für sich und für die Menschen im Umfeld", wird Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin in einer Mitteilung zitiert. Man wolle niemanden zur Impfung überreden. Stattdessen wolle man eine Möglichkeit für Menschen anbieten, denen bisher die passende Gelegenheit oder der letzte Impuls gefehlt habe. Sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch Auffrischungen für berechtigte Personen seien möglich. Eine Terminvereinbarung sei nicht nötig.

In der Wilhelma könnt Ihr Euch jetzt Impfen lassen. (Archivbild)
In der Wilhelma könnt Ihr Euch jetzt Impfen lassen. (Archivbild)  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 22. September, 8.58 Uhr: Psychologe: Mehr Arbeitsstörungen bei Studierenden durch Pandemie

Aus Sicht eines psychologischen Studienberaters haben Arbeitsstörungen bei Studierenden durch die Pandemie deutlich zugenommen - etwa das Aufschieben von Arbeiten. Viele seien sehr auf sich allein gestellt gewesen, als Präsenzveranstaltungen weggefallen und Lernorte wie Bibliotheken geschlossen oder nur beschränkt zugänglich gewesen seien, sagte der Leiter der Beratungsstelle des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim, Stefan Balz, der Stuttgarter Zeitung.

"Wenn sich der Großteil des Lebens und Lernens in einem 10-Quadratmeter-Zimmer abspielt, gibt es kaum noch Trennlinien zwischen den Lebensbereichen", so der Psychologe. Viele Studierende seien strapaziert, frustriert und enttäuscht gewesen – nicht nur vom Studium, sondern vom ganzen Leben.

Für Introvertierte hat das Studium zu Hause demnach aber durchaus auch Vorteile gehabt. Zu Hause gebe es weniger Reize als an der Hochschule und man sei nicht so exponiert und sozial herausgefordert, sagte Balz der Zeitung. Mit Blick auf den Start des neuen Semesters in Präsenz könne es helfen, sich klarzumachen, dass, wenn man etwas anderthalb Jahre nicht oder nicht mehr hatte, man damit nicht mehr vertraut sei. "Das ist normal und geht vielen so."

Aus Sicht eines psychologischen Studienberaters haben Arbeitsstörungen bei Studierenden durch die Pandemie deutlich zugenommen - etwa das Aufschieben von Arbeiten. (Symbolbild)
Aus Sicht eines psychologischen Studienberaters haben Arbeitsstörungen bei Studierenden durch die Pandemie deutlich zugenommen - etwa das Aufschieben von Arbeiten. (Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa

Update, 21. September, 18.50 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist rückläufig

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Südwesten rückläufig. Sie beträgt 83,8 nach 88,8 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag (Stand 16 Uhr) in Stuttgart mitteilte.

Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, stieg an: von 1,94 auf 2,06.

Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-Patienten liegt in der Regel höher, als sie von der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen wird. Durch einen Meldeverzug liegen die vollständigen Werte oft erst ein bis zwei Wochen später vor. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung sank im Tagesvergleich um 6 auf nun 203.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle betrug laut Behörde 560.442 - das waren 1901 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 15 auf nun 10.577.

Eine erste Warnstufe soll laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht worden sind. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für eine Teilnahme an den meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 21. September, 6 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist leicht gesunken. Sie beträgt nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Montag (Stand 16 Uhr) nun 88,8 (Vortag: 93,2). Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung stieg von 208 auf 209.

Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, stieg von 1,83 auf 1,94 leicht an. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte.

Im Vergleich zum Vortag verzeichnete die Behörde 503 neue Ansteckungen und 5 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Südwesten auf 558.541 und die der Todesfälle auf 10.562.

Eine erste Warnstufe soll laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes landesweit gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht worden sind. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test für eine Teilnahme an den meisten öffentlichen Veranstaltungen.

Update, 20. September, 14.51 Uhr: Skisaison am Feldberg: Liftverbund plant eine "2G-Plus-Regel"

Im Skigebiet Feldberg im Schwarzwald planen die Liftbetreiber für die kommende Skisaison eine sogenannte 2G-Plus-Regel. Erwachsene, die auf die Piste wollen, müssen demnach geimpft oder genesen sein. Für schulpflichtige Kinder reicht ein negativer Test beziehungsweise auch der Schülerausweis, wie eine Sprecherin des Liftverbunds am Montag erläuterte. "Schüler werden an den Schulen ohnehin durchgetestet", sagte sie.

Die Liftkarten sollten online gebucht und gleichzeitig mit der Buchung auch die Nachweise für die Genesung oder die Impfung gegen das Virus online erbracht werden. An einem Gesamtkonzept werde aber derzeit noch gearbeitet. In den nächsten Wochen wolle man dies offiziell vorstellen, wie die Sprecherin weiter sagte. Je nach Schneelage beginnt die Wintersaison am Feldberg etwa Mitte Dezember.

Die vergangene Saison hatte Mitte März diesen Jahres wegen der Corona-Beschränkungen ohne einen einzigen Tag der Pistenöffnung geendet. Die Umsatzverluste hatte der Liftverbund dabei auf mindestens acht Millionen Euro beziffert.

Im Skigebiet Feldberg im Schwarzwald planen die Liftbetreiber für die kommende Skisaison eine sogenannte 2G-Plus-Regel.
Im Skigebiet Feldberg im Schwarzwald planen die Liftbetreiber für die kommende Skisaison eine sogenannte 2G-Plus-Regel.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 20. September, 11.59 Uhr: Leiter des Klinikums Stuttgart: Krankenhäuser sind in vierter Welle

Der Leiter des Stuttgarter Klinikums, Jan Steffen Jürgensen, sieht die Krankenhäuser in der Landeshauptstadt in einer vierten Corona-Welle. "Wir werden eine vierte Welle sehen, sind eigentlich schon drin", sagte Jürgensen in einem am Montag von der Stadt Stuttgart veröffentlichten Video. Die größte Aufgabe sei nun, "den Routine-Betrieb für alle anderen ohne Einschränkungen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den Covid-Kranken gerecht zu werden."

Im Stuttgarter Klinikum würden derzeit 32 an Covid-19 Erkrankte stationär behandelt, 14 davon auf der Intensivstation. Nun bleibe zu hoffen, "dass die vierte Welle flach ausfällt", sagte Jürgensen. "Da können alle ihren Beitrag dazu leisten."

Deutschland hinke im europaweiten Vergleich bei der Immunität bislang hinterher, weil sich weniger Menschen mit dem Coronavirus angesteckt hätten und die Impfquote niedriger als in anderen Ländern sei. "Wir haben eine erfolgreiche Impfkampagne, aber noch ganz viel Luft nach oben", sagte Jürgensen. "Ich drücke die Daumen, dass sich ganz viele noch entscheiden, die Impfung wahrzunehmen."

Jan Steffen Jürgensen, Vorstandsvorsitzender des Klinikum Stuttgart, sieht die Krankenhäuser in der Landeshauptstadt in einer vierten Corona-Welle.
Jan Steffen Jürgensen, Vorstandsvorsitzender des Klinikum Stuttgart, sieht die Krankenhäuser in der Landeshauptstadt in einer vierten Corona-Welle.  © Marijan Murat/dpa

Update, 19. September, 19.28 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten bleibt auf hohem Niveau

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bleibt mit 93,2 weiter auf hohem Niveau. Am Vortag hatte der Wert noch bei 94,0 gelegen. Die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung stieg am Sonntag (Stand: 16 Uhr) um 6 auf 208, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte.

Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, beträgt derzeit 1,83. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte.

Die Behörde verzeichnete im Vergleich zum Vortag 344 neue Ansteckungen und 3 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Südwesten auf 558.038 und die der Todesfälle auf 10.557.

Laut der derzeit geltenden Corona-Verordnung des Landes wird eine erste sogenannte Warnstufe erreicht, wenn mindestens 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Update, 19. September, 8.07 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten wieder etwas höher

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist wieder leicht gestiegen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug am Samstag (Stand: 16 Uhr) 94,0, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte der Wert noch bei 92,4 gelegen.

Die Behörde verzeichnete im Vergleich zum Vortag 1539 neue Ansteckungen und 5 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle im Südwesten auf 557.694 und die der Todesfälle auf 10.554.

202 Covid-Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt - das sind 2 weniger als am Tag zuvor. Die Zahl der Corona-Inifizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in eine Klinik aufgenommen wurden, beträgt 1,9. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte.

Laut der derzeit geltenden Corona-Verordnung des Landes wird eine erste sogenannte Warnstufe erreicht, wenn mindestens 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann brauchen Ungeimpfte einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Update, 18. September, 8.02 Uhr: Mehr als 1500 gemeldete Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 1587 gestiegen. Das geht aus Daten des Landesgesundheitsamts von Freitag hervor. Zudem wurden 14 weitere Todesfälle gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 92,4 (Vortag: 94,4).

204 Covid-Patienten werden demnach auf Intensivstationen behandelt - das sind fünf mehr als am Donnerstag. 113 von ihnen werden beatmet. Die sogenannte 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz sank leicht auf 2,13 (Vortag: 2,3). Der Wert gibt die Zahl der Corona-Infizierten an, die innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht wurden.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-Patienten liegt in der Regel höher als von der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Wegen eines Meldeverzugs liegen die vollständigen Werte oft erst ein bis zwei Wochen später vor.

Diese Zahlen sind inzwischen entscheidend für Einschränkungen im Alltag in Baden-Württemberg. Statt der Sieben-Tage-Inzidenz zählt die Auslastung der Krankenhäuser.

Eine erste Warnstufe gilt, sobald landesweit 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann benötigen Ungeimpfte etwa einen negativen PCR-Test, wenn sie an den meisten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen.

Update, 17. September, 14.27 Uhr: Land lockert Quarantänevorschriften für enge Kontaktpersonen

Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen künftig nicht mehr so lange in Quarantäne wie bisher. Die Absonderungsdauer für enge Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige verkürze sich von 14 auf 10 Tage, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit Verweis auf eine neue Verordnung mit, die bereits in Kraft getreten ist.

Ab Tag fünf können sich die Kontaktpersonen mit einem negativen PCR-Test vorzeitig aus der Quarantäne befreien, ab Tag sieben reicht ein Antigen-Schnelltest.

Schüler, die regelmäßig getestet werden, dürfen sich als Kontaktpersonen bereits ab Tag fünf mit einem Schnelltest freitesten. Tritt ein Corona-Fall an einer Schule auf, werden grundsätzlich alle Mitschülerinnen und Mitschüler an fünf folgenden Schultagen getestet – auch an Grundschulen.

Die Gesundheitsämter im Südwesten sollen künftig zudem auf die massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen verzichten. "Wir fokussieren uns jetzt gezielt auf Ausbruchsgeschehen, den Schutz gefährdeter Personengruppen und Orte mit hoher Übertragungswahrscheinlichkeit", sagte Amtschef Uwe Lahl. Zur Verfolgung von Kontaktpersonen will das Land den Gesundheitsämtern der Stadt- und Landkreise bis März 2022 weitere rund 27 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Update, 16. September, 20.43 Uhr: Fast 200 Covid-Patienten auf Intensivstationen

Laut Landesgesundheitsamt werden derzeit 199 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Das sind sechs mehr als am Vortag.

Update, 16. September, 19.35 Uhr: Knapp 2000 neue Infektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist binnen eines Tages um 1968 gestiegen. Das teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mit. Es wurden 37 weitere Todesfälle gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg etwas an auf 94,4 (Vortag 92,9).

Weitere Angaben wie etwa zur Anzahl der auf Intensivstationen behandelten Covid-Patienten wurden zunächst nicht gemacht. Am Mittwoch waren es 193. Auch die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb von einer Woche pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht wurden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Am Vortag hatte die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 2,25 gelegen.

Diese Zahlen sind inzwischen entscheidend für Einschränkungen im Alltag in Baden-Württemberg. Statt der Sieben-Tage-Inzidenz zählt die Auslastung der Krankenhäuser.

Eine erste Warnstufe soll landesweit gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht worden sind.

Angaben zu Covi-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, machte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag nicht. (Symbolbild)
Angaben zu Covi-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, machte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag nicht. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 16. September, 16.26 Uhr: Corona-Verordnung für Sport angepasst

Im Zuge der am Mittwoch beschlossenen neuen Corona-Verordnung sind in Baden-Württemberg auch die Regeln für den Sport angepasst worden.

Das System der Basisstufe, Warnstufe und Alarmstufe gilt demnach auch für die Sportausübung. Über die ab sofort geltenden Änderungen informierte das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in einer Mitteilung am Donnerstag in Stuttgart.

In der Basisstufe ist Sport im Freien demnach unbeschränkt möglich, in geschlossenen Räumen gilt für alle Beteiligten die 3G-Regelung. In der Warnstufe ist auch Sport im Freien nur für negativ Getestete, für Genesene oder für Geimpfte möglich.

Der Zutritt zu Sportanlagen in geschlossenen Räumen ist nicht-immunisierten Personen dann nur nach Vorlage eines PCR-Tests gestattet. In der Alarmstufe ist Sport sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen nur noch für geimpfte oder genesene Personen erlaubt. Kinder und Jugendliche sind von dieser 2G-Regelung ausgenommen.

Für die Zuschauer bei Wettkämpfen gelten die Regelungen in den jeweiligen Stufen ähnlich. Lediglich im Freien ist hier bereits in der Basisstufe ab 5000 Zuschauerinnen und Zuschauern oder bei der Nichteinhaltung des Mindestabstandes die 3G-Regelung vorgesehen.

Update, 16. September, 16.03 Uhr: Tourismusverband findet neue Corona-Regeln zu streng

Handel und Touristikgewerbe haben die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg als teilweise zu streng und nicht praxistauglich kritisiert.

In der sogenannten Alarmstufe mit der 2G-Regel, in der Ungeimpfte keinen Zutritt mehr haben, seien die Vorgaben ein schwerer Schlag für die ohnehin schon gebeutelten Händlerinnen und Händler im Land, teilte ein Sprecher des Handelsverbands am Donnerstag in Stuttgart mit. Man begrüße es aber, dass es in der Warnstufe keine Einschränkungen für den Handel gibt.

Die Kontrollpflicht für den Einzelhandel sei dagegen weder finanziell noch personell zu stemmen, hieß es. Der Verband verweist auf den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), der davon gesprochen habe, dass die 3G-Regel im Einzelhandel oder auch im Öffentlichen Nahverkehr nicht praktikabel sei.

Es sei unverständlich, dass die baden-württembergische Landesregierung hier eine andere Auffassung vertrete, teilte die Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann mit. Die Kontrollpflicht müsse in öffentlicher Hand bleiben.

Auch der Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) äußerte Unmut. Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, bemängelte, dass es schon in der Warnstufe große Ungleichbehandlungen der einzelnen Branchen gebe. "Wie sollen wir diesen Flickenteppich unseren Mitgliedern aus Handel, Gastronomie, Dienstleistung oder Freizeitwirtschaft nachvollziehbar verdeutlichen?"

Update, 16. September, 10.20 Uhr: Baden-Württemberg will Testpflicht für Beschäftigte mit Außenkontakt

Baden-Württemberg macht sich für eine bundesweite Testpflicht von Beschäftigten und Selbstständigen ohne Impf- oder Genesenennachweis stark, wenn sie im Publikumsverkehr tätig sind. Kundinnen und Kunden sowie Besucherinnen und Besucher müssten in fast allen Innenräumen etwa der Gastronomie, in Kultureinrichtungen oder Fitnessstudios einen Nachweis über Impfung, Test oder Genesenenstatus vorlegen, heißt es in einem Antrag Baden-Württembergs für die Gesundheitsministerkonferenz, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Für Beschäftigte der jeweiligen Branchen gelten jedoch weiterhin keine 3G-Pflichten", so der Antrag.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber hätten Beschäftigten jenseits vom Homeoffice zwar mindestens zweimal pro Woche Tests anzubieten. Die Mitarbeitenden müssten das Angebot aber nicht annehmen. Gerade bei beruflichen Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten mit von der 3G-Pflicht Betroffenen Kontakt hätten, gebe es "ein Ungleichgewicht der Schutzmaßnahmen". Der Antrag soll zunächst auf einer Amtschefkonferenz an diesem Donnerstag und Freitag in Würzburg beraten werden. Eine entsprechende Regelung wurde für das Land bereits beschlossen.

Update, 15. September, 18.08 Uhr: Über 2300 neue Infektionen

2320 neue Infektionsfälle sind dem Landesgesundheitsamt am Mittwoch gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 552.600. Davon sind 517.165 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwölf auf 10.572. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 91,4 auf 92,9 gestiegen.

Derzeit werden 193 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind 13 weniger als am Vortag.

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwoch 2320 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)
Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwoch 2320 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 15. September, 17.15 Uhr: Land vergibt Corona-Stipendien für Künstler

In Baden Württemberg können Frauen und Männer aus allen künstlerischen Disziplinen Bewerbungen für sogenannte Projektstipendien bis 13. Oktober einreichen.

Das hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst am Mittwoch mitgeteilt. Demnach sind die Stipendien mit einer einmaligen Zahlung von je 3500 Euro dotiert.

In der Corona-Pandemie will das Land freischaffende Künstler mit insgesamt 15 Millionen Euro fördern. In einer ersten Bewerbungsrunde wurden den Angaben zufolge im vergangenen Juni 1930 Stipendien vergeben und künstlerische Vorhaben in Höhe von etwa sieben Millionen Euro im Südwesten auf dem Weg gebracht.

"Mit dem Stipendienprogramm setzen wir ein Signal für die Wertschätzung der Künstlerinnen und Künstler sowie ihrer Leistungen", wird Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) in einer Meldung zitiert.

Zugleich ermöglichten die Stipendien künstlerische Vorhaben im Land. Damit leiste man einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Vielfalt und der Qualität innerhalb der freien Kunstszene in Baden-Württemberg. Antragsberechtigt sind dem Ministerium zufolge nicht nur professionell in der Kunstszene tätige Frauen und Männern mit Erstwohnsitz in Baden-Württemberg.

Auch Absolventen künstlerischer Fächer an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen und Akademien können sich um ein Projektstipendium bewerben.

Update, 15. September, 10.26 Uhr: SAP setzt auf 3G-Regel und längeres Homeoffice

Beim Softwarekonzern SAP sollen Mitarbeiter nur noch ins Büro kommen, wenn sie gegen Covid-19 geimpft, getestet oder genesen sind. "Die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitenden und Besuchern hat für uns höchste Priorität", begründete ein Unternehmenssprecher am Mittwoch die Vorgabe. Die Regelung gelte weltweit.

Je nach lokalen Richtlinien und Bestimmungen könne es aber Ausnahmen geben. Kontrolliert werde nicht. Man setze auf gegenseitiges Vertrauen. Zuvor hatten die Rhein-Neckar-Zeitung und der Mannheimer Morgen darüber berichtet.

Angesichts der Entwicklung in der weltweiten Corona-Pandemie verlängert das Unternehmen zudem seine Homeoffice-Regelungen bis Mitte 2022. So können Mitarbeiter weiter von zu Haues arbeiten, wenn es die Tätigkeit zulässt. Derzeit arbeiten dem Unternehmen zufolge etwa 90 Prozent der rund 23.000 SAP-Beschäftigten von SAP Deutschland im Homeoffice.

Beim Softwarekonzern SAP sollen Mitarbeiter nur noch ins Büro kommen, wenn sie gegen Covid-19 geimpft, getestet oder genesen sind.
Beim Softwarekonzern SAP sollen Mitarbeiter nur noch ins Büro kommen, wenn sie gegen Covid-19 geimpft, getestet oder genesen sind.  © Uwe Aspach/dpa

Update, 15. September, 9.04 Uhr: Lücken bei der Radfahrausbildung wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Grundschüler im Südwesten ihre Radfahrausbildung abgeschlossen als in den Vorjahren.

2020 nahmen rund 37.600 Schulkinder an der eigentlich verpflichtenden Schulveranstaltung teil, wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2019, also vor der Pandemie, ist das ein Rückgang von mehr als 60 Prozent. Damals hatten 94.242 die Ausbildung absolviert.

Normalerweise liegt die Quote der Viertklässler, die am Ende der Ausbildung den Fahrradpass erhalten, nach Angaben der Landesverkehrswacht bei fast 95 Prozent. Wegen der Schulschließungen konnte oft nur der theoretische Teil der Ausbildung - beispielsweise Verkehrsregeln und Gefahren für Radfahrende - vermittelt werden, hieß es vom Kultusministerium. Der praktische Teil, der von der Polizei in mobilen oder stationären Jugendverkehrsschulen vermittelt wird, fiel pandemiebedingt oft aus.

Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. 2020 starben laut Verkehrsunfallbilanz sechs Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr in Baden-Württemberg. Davon waren zwei Radfahrer.

Wegen der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Grundschüler im Südwesten ihre Radfahrausbildung abgeschlossen als in den Vorjahren.
Wegen der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Grundschüler im Südwesten ihre Radfahrausbildung abgeschlossen als in den Vorjahren.  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. September, 17.25 Uhr: Fast 2400 neue Infektionsfälle am Dienstag

2367 neue Infektionsfälle sind dem Landesgesundheitsamt am Dienstag gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 550.280. Davon sind 515.809 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um elf auf 10.560. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 91,0 auf 91,4 gestiegen.

Derzeit werden 206 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Insgesamt haben sich mehr als 550.000 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
Insgesamt haben sich mehr als 550.000 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. September, 17.30 Uhr: Über 660 neue Infektionen am Montag

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 663 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 547.913. Davon sind 514.574 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um 14 auf 10.549. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 91,8 auf 91,0 gesunken.

Inzwischen haben sich insgesamt 547.913 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
Inzwischen haben sich insgesamt 547.913 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 13. September, 13.59 Uhr: Schüler und Schülerinnen sind zurück in den Schulen

Trotz hoher Infektionszahlen hat für die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg das neue Schuljahr am Montag in Präsenz begonnen. Dabei gilt in den Klassenzimmern unabhängig von den örtlichen Infektionszahlen Maskenpflicht. Ausnahmen gibt es unter anderem im Sportunterricht und bei Prüfungen.

Außerdem soll ein umfangreiches Testkonzept neue Infektionen verhindern. "Wir haben den festen Vorsatz, Präsenzunterricht anzubieten und zu gewährleisten", hatte Kultusministerin Theresa Schopper (60, Grüne) vor dem Schulstart gesagt.

Für ungeimpfte Kinder und Jugendliche sind in den ersten zwei Schulwochen zwei Schnelltests pro Woche Pflicht. Ab der dritten Schulwoche müssen die Kinder dreimal die Woche einen Corona-Schnelltest machen - bei PCR-Tests bleibt es bei zwei Pflichttests. Die Regel gilt nicht für Geimpfte und Genesene.

Auf einen Corona-Fall folgt nicht automatisch Quarantäne für die gesamte Klasse. Stattdessen müssen sich alle ungeimpften und nicht-genesenen Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse fünf Tage lang mindestens mit einem Schnelltest pro Tag testen.

Trotz hoher Infektionszahlen hat für die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg das neue Schuljahr am Montag in Präsenz begonnen.
Trotz hoher Infektionszahlen hat für die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg das neue Schuljahr am Montag in Präsenz begonnen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 12. September, 16.35 Uhr: Über 500 neue Infektionen, Inzidenz sinkt leicht

Am Sonntag wurden dem Landesgesundheitsamt 503 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 547.250.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 10.535. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 92,4 auf 91,8 gesunken.

Am Sonntag wurden 503 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden 503 neue Infektionsfälle gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa Zentralbild/dpa

Update, 11. September, 20.12 Uhr: Knapp 1500 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Samstag 1477 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 546.747.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 10.533. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 93,4 auf 92,4 gesunken.

Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt insgesamt 1477 Neu-Infektionen in Baden-Württemberg. (Symbolbild)
Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt insgesamt 1477 Neu-Infektionen in Baden-Württemberg. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 11. September, 7.36 Uhr: Mehr als 1700 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages

Im Südwesten haben sich im Vergleich zum Vortag 1746 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit beträgt die Zahl der Infektionsfälle in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie nun 545.270, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Freitag mitteilte. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz betrug 93,4.

Sechs neue Todesfälle und damit mittlerweile 10.531 Tote in Verbindung mit dem Virus verzeichnete die Behörde. Die Neuinfektionen verteilen sich weiter sehr unterschiedlich zwischen Geimpften und Ungeimpften. Bei Menschen mit vollständigem Corona-Impfschutz betrug die Inzidenz zuletzt 18,7. Für Menschen ohne jegliche oder mit unvollständiger Impfung sowie ohne Angaben zum Impfstatus gab die Behörde die Inzidenz mit 208,8 an.

Auf den Intensivstationen des Landes werden derzeit 171 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche neu in Kliniken behandelt werden, betrug 2,37. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz soll neben der Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen künftig ausschlaggebend für strengere Corona-Maßnahmen sein.

Die Impfquote mit Bezug auf die vollständig Geimpften beträgt derzeit 60,7 Prozent. Als mindestens einmal geimpft gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts rund 63,6 Prozent der Menschen im Land. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis, bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

Update, 9. September, 19.46 Uhr: Fast 1900 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Donnerstag 1863 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 543.524. Davon sind 510.425 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 10.525. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 92,7 auf 93,3 gestiegen.

Derzeit werden 171 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind drei weniger als am Vortag.

Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1863 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1863 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 9. September, 10.24 Uhr: Rückfall aufs Fax: Kliniken melden Corona-Patienten mit alter Technik

Und wieder grüßt das Faxgerät: Zur Übermittlungen der Zahl an Corona-Patienten an die Gesundheitsämter sind die Kliniken in Baden-Württemberg derzeit allein auf das Faxgerät angewiesen. Hintergrund ist eine Vorgabe im Infektionsschutzgesetz des Bundes, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mitteilte. Die Meldungen der Krankenhäuser erfolgten momentan ausschließlich per Fax, eine digitale Schnittstelle zu den Gesundheitsämtern gebe es derzeit nicht.

Für den Leiter des Referats Gesundheitsschutz und Epidemiologie beim Landesgesundheitsamt, Stefan Brockmann, ist dieser Umstand "misslich". Dabei soll für künftige Maßnahmen in der Pandemie vor allem die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wichtiger werden, wie Brockmann sagte. Der Wert sagt aus, wie viele Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner in einer Woche in einem Krankenhaus aufgenommen wurden. Ausschlaggebend ist das Meldedatum der Infektion beim Gesundheitsamt. Dazu müssen die Daten zu Corona-Patienten von den Kliniken den Weg zurück zu den Gesundheitsämtern finden.

Auch der Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Matthias Einwag, beurteilt den Meldeweg per Fax kritisch: "Es mutet schon etwas anachronistisch an, wenn im Jahr 2021 eine Meldung an das Gesundheitsamt per Fax erfolgen soll."

Die Meldung per Fax bedeute selbstverständlich zusätzlichen Personal- und Zeitaufwand, da die Daten aus dem Krankenhaussystem herausgezogen, in einen Meldebogen eingetragen und dann per Fax weitergeleitet werden müssten.

Dabei könnten die Krankenhäuser die Meldung durchaus elektronisch weiterleiten, sagte Einwag. Die Kliniken im Südwesten berichteten jeden Tag bereits an zwei verschiedene Register wie ihre Intensivstationen ausgelastet seien und wie viele Covid-19-Patientinnen und -Patienten dort behandelt werden. Zum einen an das sogenannte Ressource-Board des Landes und an das DIVI-Intensivregister. Beides sei nicht synchronisiert und bedeute so schon einen erhöhten Aufwand.

Nach Angaben des Ministeriumssprechers plant der Bund eine digitale Schnittstelle. Bis wann es diese gebe, sei nicht bekannt.

Zur Übermittlungen der Zahl an Corona-Patienten an die Gesundheitsämter sind die Kliniken in Baden-Württemberg derzeit allein auf das Faxgerät angewiesen. (Symbolbild)
Zur Übermittlungen der Zahl an Corona-Patienten an die Gesundheitsämter sind die Kliniken in Baden-Württemberg derzeit allein auf das Faxgerät angewiesen. (Symbolbild)  © Armin Weigel/dpa

Update, 8. September, 18.35 Uhr: Ungeimpfte Lehrer müssen sich täglich testen lassen

Ungeimpfte Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte müssen sich ab dem Schulstart am Montag täglich vor Arbeitsbeginn auf das Coronavirus testen. Damit verschärft Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) die Sicherheitsvorkehrungen in den Schulen nochmal deutlich.

Wie die Heilbronner Stimmte und das Badische Tagblatt (beide Donnerstag) berichten, gilt damit vom kommenden Montag an für alle Beschäftigten in Kitas und Schulen die 3G-Regel, wonach nur Zutritt hat, wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Lehrer und Kita-Erzieherinnen müssen ihre Tests zudem dokumentieren.

Wie die Schwäbische Zeitung berichtet, müssen sich zudem alle Schülerinnen und Schüler künftig dreimal die Woche statt zweimal die Woche mit einem Antigentest testen. Wo PCR-Tests eingesetzt werden, reichen zwei pro Woche.

Schopper begründet ihr Vorgehen laut Badischem Tagblatt in einem Schreiben an alle Schulen und Kitas mit der gegenwärtigen Situation, die sich wegen der noch zu geringen Impfquote zu verschärfen drohe.

Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagte der Heilbronner Stimme: "Wir werden für alle Erwachsenen in den Schulen und Kitas, also Lehrerinnen und Lehrer, Betreuungskräfte, Verwaltungsmitarbeiter oder auch Beschäftigte in den Kitas ab dem 13. September die 3-G-Regel einführen und daran sehr hart festhalten." Die Regelung gelte zunächst bis zu den Herbstferien.

Zu den Tests für Schülerinnen und Schüler sagte Schwarz: "Die Schulen bekommen im neuen Schuljahr zwei PCR-Tests oder drei Antigenschnelltests pro Woche und pro Schüler zur Verfügung gestellt." Auch das gelte zunächst bis zu den Herbstferien Ende Oktober.

Schopper schreibt in ihrem Brief, Kinder und Jugendliche hätten in der Corona-Krise schon viel erleiden müssen. "Deshalb werden wir alles dafür tun, die Schulen und Kitas im Land offen zu halten und Unterricht und Betreuung in Präsenz zu ermöglichen."

Update, 8. September, 17.25 Uhr: Über 2300 Neuinfizierte, mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwoch 2318 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 541.661. Davon sind 509.263 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um vier auf 10.523. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 91,0 auf 92,7 gestiegen.

Derzeit werden 174 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind sechs mehr als am Vortag.

Derzeit werden 174 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. (Symbolbild)
Derzeit werden 174 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 8. September, 15.34 Uhr: Weltcup-Reitturnier fällt erneut aus

Das Weltcup-Reitturnier in Stuttgart fällt wegen der Coronavirus-Pandemie auch in diesem Jahr aus. Das gaben die Veranstalter am Mittwoch bekannt.

Es hätte vom 10. bis 14. November stattfinden sollen. Bereits 2020 hatte es coronabedingt erstmals nach 35 Jahren kein internationales Turnier für Spring- und Dressurreiter in der Hanns-Martin-Schleyerhalle gegeben.

"Das war und ist für uns als Veranstalter eine schwere Entscheidung – aber es geht einfach nicht. Die Auflagen und Anforderungen, die uns unter anderem die Infektionsschutz- und Arbeitsschutzgesetze vorgeben, können wir nicht ignorieren und nicht erfüllen", sagte der Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft, Andreas Knoll, zur erneuten Absage. "Es war unser Ziel, das Turnier in seiner gewohnten Form mit allen Prüfungen durchzuführen. Eine abgespeckte Lösung mit einem kleineren Programm war nie eine Alternative für uns."

Hinter den Kulissen des Reitturniers, mit all den Stallungen, der gesamten Turnierorganisation, dem Medienzentrum, dem Parcoursdienst, der Meldestelle und vielem mehr lasse sich eine Abstandsregelung nicht umsetzen, hieß es in der Mitteilung des Veranstalters.

Das Risiko eines Corona-Falls an den Turniertagen könne und wolle man nicht eingehen. Man hoffe, die 36. Auflage des Events nun kommendes Jahr - vom 9. bis 13. November 2022 - austragen zu können.

Update, 8. September, 12.03 Uhr: Handel warnt vor Belastungen durch neue Coronaverordnung

Der Handelsverband hat die grün-schwarze Landesregierung vor möglichen neuen Auflagen im Zuge der geplanten Coronaverordnung gewarnt.

Die wirtschaftliche Lage sei nach wie vor düster, die Umsätze im Einzelhandel seien rückläufig, sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), am Mittwoch in Stuttgart. "In dieser Situation hätten neuerliche Auflagen für den Handel fatale Konsequenzen bis hin zum finanziellen Kollaps zahlreicher Geschäfte."

Besonders die Sorge vor Einlass- und Nachweiskontrollen treiben laut Hagmann den Handel um. Auf der einen Seite seien solche Kontrollen mit einem hohen Personal- und dadurch auch mit einem hohen Kostenaufwand verbunden.

Auf der anderen Seite würden sich vor den Geschäften Schlangen bilden, die Kundinnen und Kunden von einem Besuch im stationären Einzelhandel abschreckten und in die Arme der Onlinehändler trieben, warnte der Verband.

Update, 8. September, 11.44 Uhr: Lehrerverbände befürchten wegen vierter Corona-Welle Fernunterricht

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft rechnet damit, dass wegen mangelnder Corona-Schutzmaßnahmen im Herbst wieder Schulen schließen müssen. "Meine Befürchtung ist, dass wir im Herbst wieder über Fernunterricht reden werden", sagte GEW-Landeschefin Monika Stein am Mittwoch in Stuttgart.

Die Verantwortung dafür liege bei Bund, Land und Kommunen, die nicht genügend in Schutzmaßnahmen investiert hätten. "Alle drei haben zu wenig dafür getan, Schulen so sicher wie möglich zu machen."

Auch der Vorsitzende des Berufsschullehrerverbands im Land, Thomas Speck, sagte: "Meiner Meinung nach ist der Präsenzunterricht gefährdet." Beide kritisierten, dass es noch immer kaum Luftfilter in den Schulen gebe.

Stein bekräftigte ihre Forderung, alle Klassenzimmer mit Luftreinigungsgeräten auszustatten. "Ein Lockdown würde sich dadurch vermeiden lassen." Das Land und die Kommunen müssten hier viel schneller handeln. "Ich bin mehr als sauer an dieser Stelle."

Sie sprach sich gegen die Pläne von Bund und Ländern aus, die Lehrkräfte zu einer Impfauskunft zu verpflichten. "Wir halten da nichts davon", erklärte die Gewerkschaftschefin. "Wir wollen nicht, dass sensible Gesundheitsdaten abgefragt werden." Speck sieht das ähnlich: "Eine Auskunftspflicht bringt nichts, weil wir die Lehrkräfte nicht aus dem Unterricht herausnehmen können." Dafür sei das Personal viel zu knapp.

Beide Verbände dringen auf regelmäßige Lolli-PCR-Tests in den Schulen. Dieses Tests seien sicherer als die zwei wöchentlich geplanten Antigen-Schnelltests. Wenn die grün-schwarze Regierung dies aus finanziellen Gründen verweigere, sei das "beschämend", sagte Stein.

Bleibe die Landesregierung bei ihrem Plan, bei einem Corona-Fall alle anderen Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang zu testen, müsse auch dies mit PCR-Tests geschehen. Die grün-schwarze Regierung überprüft derzeit, ob bei einem Corona-Fall in einer Klasse nicht doch auch wieder direkte Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.

"Meine Befürchtung ist, dass wir im Herbst wieder über Fernunterricht reden werden", sagte GEW-Landeschefin Monika Stein (51).
"Meine Befürchtung ist, dass wir im Herbst wieder über Fernunterricht reden werden", sagte GEW-Landeschefin Monika Stein (51).  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 8. September, 8.44 Uhr: Mannheims Gesundheitsamt-Chef: Nicht nur auf die Inzidenz schauen

Mannheim weist seit Tagen die höchste Corona-Ansteckungsrate auf. Nun hat der Leiter des Mannheimer Gesundheitsamtes, Peter Schäfer, dazu aufgerufen, die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, nicht mehr in den Mittelpunkt der Wahrnehmung zu rücken.

"Lassen Sie uns nicht immer nur auf die Sieben-Tage-Inzidenz schauen, sondern auf die anderen Steuerungselemente", sagte Peter Schäfer dem Sender SWR. Als Beispiele nannte er Faktoren wie die Belegung der Krankenhäuser. Die hohe Inzidenz-Zahl in Mannheim mit Werten von zuletzt mehr als 160 sei nicht mehr so bedeutend, sagte Schäfer.

So sehen das auch der Bund und die Landesregierung. Wesentlicher Maßstab für zu ergreifende Maßnahmen soll nach dem geänderten Infektionsschutzgesetz die Zahl aufgenommener Corona-Patienten in den Kliniken je 100.000 Einwohner in sieben Tagen sein. Es sollen aber auch andere Indikatoren berücksichtigt werden, etwa die verfügbaren Intensivkapazitäten und die Zahl der Geimpften. Die Länder sollen dann selbst Schwellenwerte festsetzen.

Bisher sind im Bundesgesetz einheitliche Werte genannt, ab welcher Inzidenz die Länder oder Behörden vor Ort einschreiten sollen: ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen zum Beispiel mit "umfassenden Schutzmaßnahmen". Die landesweite Inzidenz beträgt derzeit 91,0.

Update, 8. September, 6.33 Uhr: CDU-Fraktionschef Hagel für mehr Corona-Tests an Kitas

Der CDU-Landtagsfraktionschef Manuel Hagel (32) hat sich für mehr Corona-Tests an Kitas ausgesprochen. Auch an den Kitas sei jeder Test ein guter, sagte Hagel der Heilbronner Stimme und dem Südkurier. "Es wäre sicher von Vorteil, wenn möglichst viele Träger dem Beispiel der Stadt Stuttgart folgen und regelmäßige Tests einführen würden", sagte der CDU-Politiker.

Allerdings entscheide über eine mögliche Pflicht immer der Träger, so Hagel. Er sei kein Freund davon, Dinge zu fordern, die dann andere organisieren, umsetzen und unter dem Strich auch bezahlen sollten, sagte er den Zeitungen. Zuvor war bekannt geworden, dass Kinder ab drei Jahren in Stuttgarter Kitas künftig wieder zweimal pro Woche einen Schnelltest machen sollen, den die Stadt zur Verfügung stellt.

Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl Ende September prophezeite Hagel "ein extrem knappes Rennen". Es gehe nicht mehr um die Frage, mit wem man regiere, sondern ob man überhaupt regiere, so Hagel. Diese Wahl sei eine Richtungswahl. Zugleich gab Hagel ein klares Ziel aus: Ein Wahlergebnis von mehr als 30 Prozent für die CDU im Südwesten und einen Sieg in allen 38 Wahlkreisen.

Der CDU-Landtagsfraktionschef Manuel Hagel (32) hat sich für mehr Corona-Tests an Kitas ausgesprochen.
Der CDU-Landtagsfraktionschef Manuel Hagel (32) hat sich für mehr Corona-Tests an Kitas ausgesprochen.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 7. September, 17.07 Uhr: Über 2100 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag wurden 2142 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 539.343. Davon sind 508.041 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um sechs auf 10.519. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 91,1 leicht auf 91,0 gesunken.

Derzeit werden 168 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind vier weniger als am Vortag.

Am Dienstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2142 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2142 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 7. September, 12.45 Uhr: Land berät neu über Quarantäne-Regeln in Schulen

Nach dem Beschluss der Länder über neue Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen berät Baden-Württemberg erneut über die Bestimmungen zum Schulstart am 13. September.

Hintergrund ist, dass das Land vor gut einer Woche deutlich lockerere Regeln beschlossen hatte, als sie der Beschluss der Gesundheitsminister vom Montag jetzt vorsieht. Deshalb hatte sich Baden-Württemberg bei der Abstimmung der Länder am Montag als einziges Land neben Rheinland-Pfalz enthalten. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart sagte am Dienstag, man berate nun mit dem Kultusministerium, ob man die Verordnung anpassen muss.

Die Gesundheitsminister der Länder entschieden am Montag mehrheitlich, dass symptomfreie Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind, diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können.

In Baden-Württemberg soll das zum Schulstart am 13. September nach bisheriger Lage anders laufen: Statt Quarantäne sollen sich alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse in weiterführenden Schulen fünf Tage lang mindestens mit einem Schnelltest täglich testen, sollte ein Mitschüler infiziert sein.

Nach dem Beschluss der Länder über neue Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen berät Baden-Württemberg erneut über die Bestimmungen zum Schulstart am 13. September. (Symbolbild)
Nach dem Beschluss der Länder über neue Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen berät Baden-Württemberg erneut über die Bestimmungen zum Schulstart am 13. September. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update, 6. September, 17.38 Uhr: 631 neue Infektionen

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 631 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 537.201. Davon sind 504.412 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um 15 auf 10.513. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 93,3 auf 91,1 gesunken.

Derzeit werden 172 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 631 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 631 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 6. September, 11.57 Uhr: Vor Schul- und Kitabesuch: Aufruf zum Impfen und Testen

Eine Woche vor Start des neuen Schuljahres haben Kultusministerin Theresa Schopper (60) und Gesundheitsminister Manne Lucha (60, beide Grüne) zum Impfen und Testen für Schulen und Kitas aufgerufen. Schopper bat Eltern, Lehrkräfte, Erzieher und Schüler am Montag in Stuttgart darum, "dabei zu helfen, den Präsenzunterricht sicherer zu machen". Dieser sei das erklärte Ziel des Kultusministeriums.

Lucha sagte, die Impfstoffe seien sicher und würden dabei helfen, die Pandemie einzudämmen. Am letzten Wochenende der Sommerferien, am 11. und 12. September, finde in vielen Impfzentren ein Aktionswochenende für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und ihre Eltern statt und auch bei Haus- und Kinderärzten seien Impfungen möglich.

Beide Grünen-Politiker forderten die betroffenen Gruppen dazu auf, sich vor Schul- und Kitabeginn einem kostenlosen Corona-Schnelltest zu unterziehen. Lucha sagte, die Bürgertests seien bislang noch kostenlos und einfach durchzuführen. Und Schopper sagte: "Durch die Testungen können wir auch asymptomatische Infektionen entdecken und somit verhindern, dass das Virus unbewusst in Kitas oder Grundschulen getragen wird und dort ein Ausbruchsgeschehen verursacht."

Eine Schülerin zeigt in einer Klasse ihren negativen Corona-Schnelltest. (Symbolbild)
Eine Schülerin zeigt in einer Klasse ihren negativen Corona-Schnelltest. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 5. September, 17.30 Uhr: Inzidenz in Mannheim am höchsten

Die höchste Inzidenz hatte auch am Sonntag der Stadtkreis Mannheim mit 153,2. Das landesweit geringste Infektionsgeschehen herrscht weiter im Neckar-Odenwald-Kreis mit einer Inzidenz von 46,6.

Update, 5. September, 16.40 Uhr: 662 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Sonntag 662 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 536.570.

Die Zahl der Todesfälle stieg um einen auf 10.498. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 90,0 auf 93,3 gestiegen.

Am Sonntag wurden 662 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden 662 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 4. September, 18.20 Uhr: In Mannheim ist die Inzidenz am höchsten

Die höchste Inzidenz hatte am Samstag der Stadtkreis Mannheim mit 142,6. Das landesweit geringste Infektionsgeschehen herrscht derzeit im Neckar-Odenwald-Kreis mit einer Inzidenz von 46,6.

Update, 4. September, 17.15 Uhr: Fast 1700 neue Infektionen

Am Samstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1685 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 535.908.

Die Zahl der Todesfälle liegt bei 10.497. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 87,3 auf 90,0 gestiegen.

Am Samstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1685 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Samstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1685 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 4. September, 15.41 Uhr: Stuttgarter Weihnachtsmarkt noch unsicher

Knapp drei Monate vor Beginn der Saison ist noch unklar, ob und wie der Stuttgarter Weihnachtsmarkt in diesem Jahr stattfinden kann.

"Aktuell sind wir in einer Vorplanungsphase und befinden uns im Austausch mit anderen Städten, die einen Weihnachtsmarkt veranstalten, wie Nürnberg, Ulm und München", sagte Jörg Klopfer von der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft. Sicher sei lediglich, dass der Markt über den 23. Dezember hinaus um eine Woche verlängert würde (30. Dezember).

Das hatte der Stuttgarter Gemeinderat bereits im Juli beschlossen, um den Schaustellern nach der erneuten Absage des Cannstatter Volksfestes entgegenzukommen.

Der Wunsch nach einen Weihnachtsmarkt sei groß, allerdings sei man abhängig von den gültigen Verordnungen und den damit verbundenen Vorgaben. Es gebe zudem ein Hygienekonzept, allerdings werde dieses im Hinblick auf die bis dahin gültigen Verordnungen aktualisiert und angepasst. Details nannte Klopfer nicht.

Frühestens im Oktober solle entschieden werden, in welcher Form ein Weihnachtsmarkt in Stuttgart möglich sein könne und welcher Aufbau möglich sei. "Dann steht auch fest, wie viele Marktstände aufgebaut werden dürfen", sagte Klopfer.

Andere Städte wie zum Beispiel Köln haben schon Märkte mit Glühwein und Ständen angekündigt. Viele Veranstalter planen mit mehr Platz für Besucher und 3G-Kontrollen. "Wir sind zuversichtlich und bereiten den Weihnachtsmarkt am Kölner Dom wie in den letzten Jahren vor", sagte eine Sprecherin des Marktes. Vielerorts soll es stichprobenartige Kontrollen der 3Gs geben - also eines Nachweises, dass Besucher geimpft, getestet oder von Corona genesen sind.

Auch in München, Dresden oder Dortmund gehen die Veranstalter zunächst davon aus, dass der Markt stattfinden kann. "Die Vorfreude ist natürlich viel, viel größer als letztes Jahr", sagte Patrick Arens von den Dortmunder Schaustellern.

Der Nürnberger Christkindlesmarkt werde 2021 sicher anders aussehen als vor Corona, sagte ein Sprecher der Stadt. Dort wird mit einem "Einbahnstraßen-System" geplant. 2020 waren viele Märkte trotz Hygiene-Konzepten abgesagt worden.

Lange scheint's her: Der Weihnachtsmarkt in Stuttgart vor Corona. (Archiv)
Lange scheint's her: Der Weihnachtsmarkt in Stuttgart vor Corona. (Archiv)  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 3. September, 18 Uhr: Sechs Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt

Sechs Prozent der in Baden-Württemberg verfügbaren Intensivbetten sind derzeit mit Covid-19-Patienten belegt. Die Zahl der Covid-Fälle auf den Intensivstationen stieg binnen eines Tages um 8 auf 139, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag (Stand: 16 Uhr) mitteilte. Die Auslastung der Krankenhäuser ist ein wichtiges Kriterium bei der weiteren Bewertung der Pandemielage und für einschränkende Maßnahmen, die bei steigenden Zahlen nach den Plänen der Regierung vor allem Ungeimpfte treffen.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten stieg auf 87,3 nach 83,7 am Donnerstag. Deutlich ist der Unterschied dieses Wertes bei Geimpften und Ungeimpften. Betrachtet man nur jene, deren Impfserie abgeschlossen ist, so wurden innerhalb einer Woche bei 16,6 je 100.000 Einwohnern Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Bei den Menschen ohne jegliche oder mit unvollständiger Impfung sowie Fällen ohne Angaben zum Impfstatus betrug der Wert hingegen 193,2.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg innerhalb eines Tages um 1796 auf 534.223. Inzwischen sind 10.496 Menschen an einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit gestorben (plus 3). Als genesen gelten geschätzt 504.412 Menschen, das waren 737 mehr als am Vortag.

6.987.688 Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sind den Daten zufolge 62,9 Prozent der Bevölkerung. Der Bundesschnitt ist mit 65,6 Prozent höher. Als vollständig geimpft gelten im Südwesten 6.659.715 Menschen oder 60,0 Prozent (bundesweit: 61,0 Prozent). Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

Update, 3. September, 13.48 Uhr: Kritik an Plänen zur Auskunftspflicht zum Impfstatus

Die Pläne der Bundesregierung zur Impfauskunftspflicht bei Beschäftigten stoßen in Baden-Württemberg auf ein unterschiedliches Echo. Dem Arbeitgeberverband Südwestmetall sind sie nicht weit genug gefasst. Verbandschef Winfried Porth sagte am Freitag in Stuttgart: "Im Zuge der Pandemie-Bekämpfung wurden den Arbeitgebern zahlreiche Pflichten zum Gesundheitsschutz auferlegt, aber so gut wie keine Rechte, um diese auch optimal erfüllen zu können."

So müssten die Arbeitgeber beispielsweise die Gefährdungslage jedes einzelnen Mitarbeiters am Arbeitsplatz einschätzen und dann die entsprechenden Maßnahmen einleiten. Aber wie sollten sie das machen, wenn sie nicht den Impf- oder Genesenenstatus des Beschäftigten kennen, fragte Porth, der zugleich Daimler-Personalchef ist.

Die Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Darauf einigten sich Union und SPD in Berlin nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition am späten Donnerstagabend. Die Gewerkschaften lehnen die geplante Regelung ab.

Die Vize-Chefin von Verdi im Südwesten, Hanna Binder, sagte: "Die Auskunftspflicht mag im ersten Moment einleuchtend erscheinen. Bei näherer Betrachtung entpuppt sie sich leider als Etikettenschwindel." Man müsse hinterfragen, was sich dadurch überhaupt verbessere. Im Rahmen seiner Weisungsbefugnis habe der Arbeitgeber keine Möglichkeit, arbeitsrechtliche Konsequenzen zu ziehen.

Die baden-württembergische GEW spricht im Zusammenhang mit der Auskunftspflicht von einem "Irrweg". Viel wichtiger wäre es, dass Sozialministerium und Kultusministerium dafür sorgten, dass in
zehn Tagen am ersten Schultag an allen weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg eine Impfkampagne gestartet werden könne. "Was nützt es, wenn wir bei 25 Kindern und einer Lehrkraft in einem Klassenzimmer wissen, dass die Lehrerin geimpft ist?".

Update, 3. September, 10.24 Uhr: Beschränkungen für Ungeimpfte doch erst nach Sommerferien möglich

Beschränkungen für Ungeimpfte in der Corona-Pandemie sollen in Baden-Württemberg nun doch erst nach Ende der Sommerferien möglich sein. Nach aktuellen Planungen will die grün-schwarze Landesregierung erst abwarten, dass das geänderte Infektionsschutzgesetz Bundestag und Bundesrat passiert.

Darum soll die geplante neue Corona-Verordnung im Südwesten voraussichtlich erst Ende kommender Woche verkündet und am 13. September in Kraft treten, hieß es am Freitag aus dem Staatsministerium in Stuttgart. Dann fängt in Baden-Württemberg auch die Schule wieder an.

Wesentlicher Maßstab für zu ergreifende Maßnahmen soll nach dem Bundesgesetz insbesondere die Zahl aufgenommener Corona-Patienten in den Kliniken je 100.000 Einwohner in sieben Tagen sein. Es sollen aber auch andere Indikatoren berücksichtigt werden, etwa die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, die verfügbaren Intensivkapazitäten und die Zahl der Geimpften. Die Länder sollen dann selbst Schwellenwerte festsetzen.

Bisher sind im Infektionsschutzgesetz feste, einheitliche Werte genannt, ab welcher Sieben-Tage-Inzidenz die Länder oder Behörden vor Ort einschreiten sollen: ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen zum Beispiel mit "umfassenden Schutzmaßnahmen".

Zuletzt hatte es aus dem Landesgesundheitsministerium geheißen, bei 200 bis 250 belegten Intensivbetten wolle das Land erste Gegenmaßnahmen ergreifen. Die Experten im Landesgesundheitsamt gehen aber davon aus, dass Mitte kommender Woche die 200 schon überschritten ist. Nach deren Prognosen ist absehbar, dass die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 zu Schulbeginn am 13. September den Grenzwert 300 erreichen wird - wenn viele Urlauber aus dem Ausland wieder da sind.

Dann könnte das Land die 2G-Regel einführen. Das würde bedeuten, dass nur noch Geimpfte oder Genesene etwa Restaurants besuchen dürften. Im Moment gilt die 3G-Regel. Danach stehen bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens neben den Geimpften und Genesenen auch den negativ Getesteten offen.

In manchen Bars haben nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt.
In manchen Bars haben nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt.  © Axel Heimken/dpa

Update, 3. September, 6.10 Uhr: Wohnheime bekommen nach Corona-Semestern wieder mehr Zulauf

Vor Beginn des Wintersemesters ist die Nachfrage nach günstigen Zimmern in Studierendenwohnheimen im Südwesten gestiegen. Besonders groß ist der Andrang in Heidelberg, wo nach Angaben des Studierendenwerks zehn bis zwölf Bewerbungen auf ein freies Zimmer kommen. Auch in Mannheim, Tübingen, Karlsruhe und Pforzheim gibt es deutlich mehr Bewerberinnen und Bewerber als freie Zimmer, wie die Studierendenwerke der Deutschen Presse-Agentur bestätigten.

Die Landesstudierendenvertretung kritisiert, dass es zu wenig Wohnheimplätze gibt. "Zu viele Studierende müssen auf dem freien Markt Appartements finden oder Wohngemeinschaften gründen bei teils absurd hohen Mietpreisen in den Universitätsstädten und unflexiblen Kündigungsfristen", erklärte ein Sprecher.

Wegen der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Zimmern in Studierendenwohnheimen zuletzt eingebrochen, so dass auch teilweise Zimmer unbesetzt blieben. Im Wintersemester soll wieder mehr Lehre vor Ort an den baden-württembergischen Hochschulen angeboten werden.

Update, 3. September, 6.01 Uhr: Mehr freie Corona-Intensivpatienten

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 15 gestiegen. Auf den Intensivstationen im Land wurden am Donnerstag 131 Menschen mit Covid-19-Erkrankungen behandelt - tags zuvor waren es 116. Wie das Landesgesundheitsamt in seinem täglichen Corona-Lagebericht (Stand: 16 Uhr) in Stuttgart weiter mitteilte, liegt der Anteil der Covid-Fälle an den betreibbaren Intensivbetten im Südwesten nun bei 5,6 Prozent. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als am Mittwoch.

Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der erfassten Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - stieg auf 83,7 nach 81,8 am Mittwoch. Sieben Land- und Stadtkreise haben die Inzidenzmarke von 100 überschritten. Die höchste Inzidenz hat weiterhin der Stadtkreis Heilbronn mit nun 131,3 (Vortag: 142,3).

Die Behörde registrierte innerhalb eines Tages 1850 neue Infektionen und 12 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit haben sich mittlerweile 532 427 Menschen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Virus infiziert, 10 493 Todesfälle stehen im Zusammenhang damit. Als genesen gelten geschätzt 503 675 Menschen, 833 mehr als am Vortag.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 15 gestiegen.
Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 15 gestiegen.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. September, 17.52 Uhr: Vier Corona-Fälle bei Eishockey-Club Adler Mannheim

Eine gute Woche vor dem Saisonauftakt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sind vier Spieler der Adler Mannheim positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Nationalstürmer Markus Eisenschmid, Angriffskollege Florian Elias und die Verteidiger Moritz Wirth und Joonas Lehtivuori gehe es "den Umständen entsprechend gut", teilten die Adler am Mittwoch mit. Die vier Profis müssten für mindestens zwei Wochen in Quarantäne und verpassen damit die anstehenden Spiele in der Champions Hockey League sowie den Auftakt in der DEL.

Die Adler haben bereits zwei Partien in der neuen Spielzeit der Champions League bestritten und treten am Donnerstag gegen Cardiff an. Die neue DEL-Saison beginnt für den Meisterschaftskandidaten am 10. September in Straubing.

Vor wenigen Tagen hatte auch DEL-Club Grizzlys Wolfsburg drei Corona-Fälle gemeldet.

Update, 1. September, 17.15 Uhr: Über 2300 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwoch 2302 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 530.577. Davon sind 502.842 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um sechs auf 10.481. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 78,4 auf 81,8 gestiegen. Auch werden 116 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Insgesamt 2301 Neuinfektionen wurden dem Landesgesundheitsamt am Mittwoch gemeldet. (Symbolbild)
Insgesamt 2301 Neuinfektionen wurden dem Landesgesundheitsamt am Mittwoch gemeldet. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 1. September, 8.28 Uhr: Land und Ärzte sind gut auf Auffrischungsimpfung vorbereitet

Land und Hausärzte sind zuversichtlich, für die geplanten Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus ausreichend Impfstoff, Personal und mobile Impfteams eingeplant zu haben. "Wir haben die Infrastruktur und wir haben den Impfstoff", sagte Uwe Lahl, Amtschef im Gesundheitsministerium, der dpa.

"Wir machen es, weil es sinnvoll ist und weil wir die Möglichkeiten haben." Auch die niedergelassenen Ärzte sind nach Angaben ihres Verbands vorbereitet: "Die Hausärzte in Kombination mit Betriebsärzten und mobilen Impfteams werden das schaffen", sagte Manfred King, der Sprecher des Hausärzteverbands Baden-Württemberg.

Ältere Patienten und Menschen mit Immunschwäche erhalten bei einer Auffrischung von diesem Mittwoch (1. September) an eine weitere Dosis eines zugelassenen Impfstoffs. Sie soll die Antwort sein auf einen nachlassenden Immunschutz vor allem bei sogenannten vulnerablen Gruppen. Denn Studien haben laut Gesundheitsministerium gezeigt, dass sich durch einen solchen "Booster" deutlich mehr Antikörper bilden können. Für Auffrischungsimpfungen hatte sich Anfang August die Gesundheitsministerkonferenz ausgesprochen.

Neben den Impfzentren und 18 mobilen Impfteams dürfen auch niedergelassene Ärzte die Spritzen setzen. Menschen, die nicht in einem Heim betreut werden, können zum Hausarzt gehen. Gedacht sind sie für diejenigen, die bei der Erst- und Zweitimpfung zur ersten Prioritätengruppe gehört haben und bei denen die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Für alle anderen voll Geimpften reicht der Schutz nach Ansicht der Wissenschaft noch einige Zeit aus.

Allerdings gibt es auch Kritik an mutmaßlich mangelndem Personal, fehlenden Sicherheiten und am Zeitpunkt für die dritte Runde. SPD-Fraktionschef Andreas Stoch hält es für "illusorisch, diese Aufgabe allein den Hausarztpraxen zu überlassen". Er fordert eine Fortsetzung für die Impfzentren, die Ende September schließen sollen.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, beklagt das Fehlen unabhängiger Analysen. "Wir diskutieren noch viel zu viel auf der Wahrscheinlichkeiten-Ebene und wissen gar nicht, was das Virus mit uns macht", sagt er. Auch die Drittimpfung werde angeboten, ohne dass ausreichend Wissen darüber vorhanden sei, wie der Körper auf die ersten beiden Spritzen oder auf eine Infektion reagiert habe. Brysch fordert, dass bei allen Impfkandidaten zunächst der tatsächliche Immunstatus erhoben wird.

Nach groben Schätzungen des Landes kommen Auffrischungsimpfungen in den kommenden sechs Monaten für bis zu 1,7 Millionen Menschen in Baden-Württemberg in Frage. Allerdings gibt es etliche Überlappungen, deshalb liegen dem Land keine konkreten Zahlen vor.

Auch die niedergelassenen Ärzte sind nach Angaben ihres Verbands vorbereitet.
Auch die niedergelassenen Ärzte sind nach Angaben ihres Verbands vorbereitet.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 31. August, 17.21 Uhr: Über 1800 neue Infektionen

Am Dienstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1853 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 528.275. Davon sind 502.131 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 10.475. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 77,9 auf 78,4 gesunken. Auch werden 121 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag 1853 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag 1853 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 31. August, 15.10 Uhr: Bald kann in Clubs wieder ohne Maske getanzt werden

Club-Besucher dürfen im Südwesten bald unter bestimmten Bedingungen wieder ohne Maske tanzen.

Wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Dienstag mitteilte, sei dies durch ein mit dem Gesundheitsministerium ausgearbeitetes und am Montag beschlossenes Muster-Hygienekonzept möglich.

Allerdings brauchen alle Clubs für das maskenlose Tanzen eine Genehmigung des jeweiligen Gesundheitsamtes. Ein genaues Datum für die Lockerung könne man daher nicht nennen, sagte ein Sprecher des Verbands. "Aber wir gehen davon aus, dass das zügig funktioniert, weil die Regeln jetzt klar sind."

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Belüftung des jeweiligen Clubs. Betriebe, die mit ihrer Lüftungsanlage eine Frischluftzufuhr von mindestens 40 Kubikmetern pro Stunde und Person gewährleisten können, dürfen unter Beachtung der 3G-Regel bei voller Kapazität öffnen und Tanzen ohne Masken erlauben.

Bei weniger starken Lüftungsanlagen dürfen höchstens 70 Prozent der sonst zulässigen Gästezahl in den Club kommen - und nur, wenn die Besucher geimpft oder genesen sind. Clubs ohne Lüftungsanlagen müssen als Ersatz Luftreiniger einsetzen.

Tanzen ohne Maske im Club: Ein genaues Datum gibt es aber noch nicht. (Symbolbild)
Tanzen ohne Maske im Club: Ein genaues Datum gibt es aber noch nicht. (Symbolbild)  © Emily Wabitsch dpa/lbn

Update, 30. August, 20.53 Uhr: Ein Viertel der Infektionen bei Kindern und Jugendlichen

Jede vierte Corona-Infektion in den vergangenen sieben Tagen ist bei einem Kind oder einem Jugendlichen registriert worden.

Der Anteil der Infizierten im Alter über 60 Jahre liege dagegen nur bei sieben Prozent, teilte das Landesgesundheitsamt (LGA) am Montag in Stuttgart mit.

Sechs Landkreise haben inzwischen die Inzidenzmarke von 100 überschritten. Die höchste Inzidenz hat weiterhin der Stadtkreis Heilbronn mit 143,1, danach folgen der Stadtkreis Baden-Baden mit 124,4 und Mannheim mit 106,2.

Das landesweit geringste Infektionsgeschehen gibt es derzeit im Kreis Emmendingen mit einer Inzidenz von 36,6.

Update, 30. August, 18.42 Uhr: Über 600 neue Infektionen

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 604 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 526.422. Davon sind 501.568 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 10.473. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt mittlerweile 77,9. Auch werden 123 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 604 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 604 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. August, 6.02 Uhr: Etwa 54.000 Schüler lernen in den Ferien

Um coronabedingte Wissenslücken zu schließen starten am Montag an vielen baden-württembergischen Schulen die sogenannten Lernbrücken. Die GEW-Landesvorsitzende Monika Stein sagte in Stuttgart: "Wichtiger als die Lernbrücken sind ab dem Schulstart am 13. September dauerhafte zusätzliche Förderangebote und mehr Personal, um Klassen teilen zu können."

Die Schülerinnen und Schüler hätten ein anstrengendes Schuljahr hinter sich. Es sei zu verstehen, wenn sie sich jetzt nicht für freiwillige Lernangebote anmeldeten.

Etwa 54.000 Schüler nehmen nach Angaben des Kultusministeriums in diesem Jahr an etwa 1900 Standorten teil. Rund 6200 Lehrkräfte betreuen demnach die Schüler. Die sogenannten Lernbrücken sind eine von verschiedenen Maßnahmen des Landes, damit Schüler in den Sommerferien in speziellen Förderkursen coronabedingte Wissenslücken schließen können. Im vergangenen Jahr hatten etwa 61.000 Schüler an den "Lernbrücken" teilgenommen.

Nach Angaben der GEW konnten manche Schulen kein Angebot machen, weil die Schulträger keine Schülerbeförderung organisieren.

Nach Angaben der GEW konnten manche Schulen kein Angebot machen, weil die Schulträger keine Schülerbeförderung organisieren.
Nach Angaben der GEW konnten manche Schulen kein Angebot machen, weil die Schulträger keine Schülerbeförderung organisieren.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 29. August, 19.32 Uhr: Corona-Inzidenz steigt weiter - auf 78,5

Das Corona-Infektionsgeschehen im Südwesten nimmt weiterhin zu. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist am Sonntag (Stand: 16 Uhr) auf 78,5 gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 76,3 gelegen.

Die höchste Inzidenz hat weiterhin der Stadtkreis Heilbronn mit 144,6. danach folgen der Stadtkreis Baden-Baden mit 125,0 und der Landkreis Tuttlingen mit 108,0. Das landesweit geringste Infektionsgeschehen gibt es derzeit im Kreis Emmendingen mit einer Inzidenz von 37,3.

Die Behörde registrierte 501 neue Infektionen und erneut 2 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Damit haben sich mittlerweile 525.818 Menschen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Virus infiziert, 10.471 Todesfälle stehen im Zusammenhang damit.

Die Inzidenz stiegt in Baden-Württemberg auf 78,5.
Die Inzidenz stiegt in Baden-Württemberg auf 78,5.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 29. August, 9.35 Uhr: Neue Regeln für Schulen und Kitas

Wenn Mitte September in Baden-Württemberg die Schule wieder losgeht, gelten neue Corona-Regeln. Statt Quarantäne müssen sich alle Schüler einer Klasse fünf Tage lang mindestens mit einem Schnelltest täglich testen, sollte ein Mitschüler infiziert sein.

Ausnahmen gelten nach Angaben des Kultusministeriums vom Freitag etwa für Grundschüler und Grundstufen der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren. Hier müssen sich Kontaktpersonen nur einmal vor Wiederbetreten der Einrichtung testen lassen. Auch dürften bei einem Corona-Fall für fünf Schultage alle Schüler der betroffenen Klasse oder Gruppe nur in diesem Verbund unterrichtet werden.

In den neuen Verordnungen für Schulen und Kitas, die von diesem Samstag an gelten, sind Inzidenzen als Maßstab für Maßnahmen entfernt. "Somit gibt es nun keine Regel mehr, die Wechsel- oder Fernunterricht ab dem Überschreiten eines bestimmten Inzidenzwertes vorschreibt."

Auch in Kitas gilt: Die Quarantäne von Kindern kann bei einem positiven Fall in der Betreuungsgruppe entfallen, wenn diese einmalig negativ getestet werden. Unabhängig von der Inzidenz ist Sportunterricht möglich, solange kein Corona-Fall vorliegt.

Die Maskenpflicht bleibt aber bestehen und entfällt auch dann nicht, wenn einer der früheren Schwellenwerte unterschritten wird. Ausnahmen gelten zum Beispiel für den Sportunterricht, beim Singen, Essen und Trinken.

"Die Testpflicht an Schulen und Schulkindergärten wird das Kultusministerium als Sicherheitszaun fortführen", hieß es weiter. Hiervon ausgenommen seien Menschen, die geimpft oder genesen sind. Räume sollen spätestens alle 20 Minuten gelüftet werden.

Das Sozialministerium erklärte am Abend, die Quote der vollständig Geimpften innerhalb der impfbaren Bevölkerung, also ohne Kinder unter 12 Jahren, liege mittlerweile bei 66,5 Prozent.

"Dies ermöglicht die Erleichterungen, die jetzt vorgenommen werden", teilte ein Sprecher mit. In der aktualisierten Corona-Verordnung "Absonderung" gibt es auch neue Regeln für Pflegeheime und Krankenhäuser. Hier heißt es in der Mitteilung des Ministeriums: "Tritt in den genannten Einrichtungen ein positiver Fall auf, ordnet das Gesundheitsamt nur noch im Einzelfall an, dass auch geimpfte und genesene Personen in Quarantäne müssen."

Auch in Kitas gilt: Die Quarantäne von Kindern kann bei einem positiven Fall in der Betreuungsgruppe entfallen, wenn diese einmalig negativ getestet werden. (Symbolbild)
Auch in Kitas gilt: Die Quarantäne von Kindern kann bei einem positiven Fall in der Betreuungsgruppe entfallen, wenn diese einmalig negativ getestet werden. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 28. August, 17.38 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen im Südwesten steigt weiter stark

Das Corona-Infektionsgeschehen im Südwesten nimmt weiter zu. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist am Samstag (Stand: 16 Uhr) auf 76,3 gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 71,8 gelegen.

Die höchste Inzidenz hat der Stadtkreis Heilbronn mit 140,6. Das landesweit geringste Infektionsgeschehen herrscht derzeit im Kreis Emmendingen mit einer Inzidenz von 37,9. Die Inzidenzwerte sind inzwischen nicht mehr so relevant für politische Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Der Anstieg macht aber deutlich, dass sich die Lage wieder verschärft.

Die Behörde verzeichnete 1436 neue Infektionen und 2 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Damit haben sich mittlerweile 525.317 Menschen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Virus infiziert, 10.469 Todesfälle stehen im Zusammenhang damit.

Update, 27. August, 18.13 Uhr: Fast 1400 neue Infektionen, Inzidenz steigt auf 71,8

Am Freitag wurden dem Landesgesundheitsamt 1396 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 523.881. Davon sind 500.066 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 10.467. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt mittlerweile 71,8. Auch werden 102 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt; drei mehr als am Vortag.

Update, 26. August, 18.26 Uhr: Mehr als 1600 neue Infektionen, sechs Todesfälle

Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1642 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 522.485. Davon sind 499.550 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um sechs auf 10.465. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt mittlerweile 68,1. Auch werden 99 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Update, 26. August, 13 Uhr: Heilbronn hofft bei Kontaktnachverfolgung auf Hilfe der Bundeswehr

In Heilbronn sollen erneut Bundeswehrsoldaten dabei helfen, Kontakte bei Corona-Fällen ausfindig zu machen. "Wir haben einen Hilfeleistungsantrag gestellt, weil die Fallzahlen immer weiter steigen", sagte eine Sprecherin der Stadt am Donnerstag. Ohne das zusätzliche Personal sei es nicht mehr möglich, die Kontaktverfolgung zu stemmen. Die von neuen Ansteckungen landesweit am stärksten betroffene Stadt hofft auf sechs Soldaten zur Unterstützung.

Problematisch sei unter anderem die hohe Zahl infizierter Urlauber. Zwischen dem 15. und 21. August seien knapp zwei von drei registrierte Neuansteckungen auf Reiserückkehrer zurückzuführen gewesen. "Und der Trend ist weiter steigend", sagte die Sprecherin. Zuvor hatte der SWR über die Soldaten berichtet.

Das Land hatte dagegen zuletzt einen anderen Kurs angekündigt. Demnach soll wegen der gestiegenen Zahl der Geimpften und Genesenen auf die massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen verzichtet werden. Die Gesundheitsämter sollten nicht mehr bei jeder Corona-Erkrankung die Kontakte - etwa in Kinos oder Gaststätten - nachverfolgen müssen. Der Strategiewechsel geschehe auch vor dem Hintergrund, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bald in einen Bereich komme, in dem die Kontaktnachverfolgung für jede Einzelperson mit den vorhandenen personellen Ressourcen auch nicht mehr umsetzbar sei.

In über der Hälfte der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten lag die Inzidenz zuletzt über 50. Schon vor zehn Tagen hatte sich Baden-Württemberg von der Sieben-Tage-Inzidenz als Gradmesser für Einschränkungen verabschiedet.

Sofern die Krankenhäuser noch genug Platz für Corona-Patienten haben, sind keine größeren Beschränkungen mehr geplant. In Heilbronn lag die Zahl der Ansteckungen zuletzt bei 105,9 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Es ist die mit Abstand höchste Inzidenz unter den Stadt- und Landkreisen.

Eine Soldatin hilft bei der Kontaktnachverfolgung. (Symbolbild)
Eine Soldatin hilft bei der Kontaktnachverfolgung. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 25. August, 17.10 Uhr: Fast 2000 Neuinfektionen

Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 1981 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 520.843. Davon sind 498.986 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 10.459. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt mittlerweile 61,7 (Vortag: 52,7). Auch werden 99 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind sieben mehr als am Vortag.

Am Mittwoch wurden fast 2000 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden fast 2000 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 25. August, 12.27 Uhr: Impfteam und Zeitfenster: Auch Schulen sollen Impfungen organisieren

Mit mobilen Impfteams und Zeitfenstern in Impfzentren sollen Schulen nach den Ferien die Zahl ihrer geschützten Schülerinnen und Schüler steigern können.

"Jede Impfung hilft dabei, Schule in Präsenz und damit auch das soziale Miteinander zu gewährleisten", sagte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne), deren Haus gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium in einem Brief an die Schulleitungen über das Angebot informiert hat. Kinder und Jugendliche könnten allerdings auch bereits jetzt beim Haus-, Kinder- und Jugendarzt sowie in Impfzentren oder bei Vor-Ort-Impfaktionen gegen das Coronavirus geimpft werden, betonte Schopper.

Bislang ist nach Angaben der beiden Ministerien von Mittwoch etwas mehr als jeder vierte 12- bis 17-Jährige in Baden-Württemberg mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Der Besuch einer Schule ist im kommenden Schuljahr aber nicht abhängig von einer Impfung. "Es muss sich niemand Sorgen machen, von der Schule ausgeschlossen zu werden, wenn er oder sie nicht geimpft ist", sagte auch Schopper.

Die Verantwortlichen der Schulen können laut Ministerium selbst entscheiden, ob sie ein mobiles Impfteam anfordern möchten. Das ist allerdings einer der Knackpunkte, den die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert. Der organisatorische Aufwand dürfe nicht den Schulleitungen zugeschoben werden, die derzeit zudem oft im Urlaub seien, sagte die GEW-Landesvorsitzende Monika Stein der Deutschen Presse-Agentur. "Hier muss das Land organisieren, aber auch die Kommunen sind gefragt."

Außerdem schließen die größeren Impfzentren bereits Ende September, zudem gibt es nach den Planungen des Landes lediglich 18 mobile Impfteams. "Es kann nicht sein, dass sich die Schulleiter darüber streiten müssen, bei wem das mobile Impfteam vorbeikommt", sagte Stein. Die Zahl der Teams müsse erhöht werden, forderte sie. Es gebe ausreichend Personal aus den Impfzentren, die geschlossen würden.

Mit mobilen Impfteams und Zeitfenstern in Impfzentren sollen Schulen nach den Ferien die Zahl ihrer geschützten Schülerinnen und Schüler steigern können. (Symbolbild)
Mit mobilen Impfteams und Zeitfenstern in Impfzentren sollen Schulen nach den Ferien die Zahl ihrer geschützten Schülerinnen und Schüler steigern können. (Symbolbild)  © David Young/dpa

Update, 24. August, 19.43 Uhr: Land hofft auf Hilfslehrer für Förderprogramm

Nach den "Lernbrücken" in den Sommerferien soll Kinder und Jugendlichen im neuen Schuljahr mit einem weiteren Förderprogramm geholfen werden, Corona-Folgen und Lernlücken zu bewältigen.

Unter dem Titel "Lernen mit Rückenwind" werden arbeitslose Lehrer, Pensionäre, Lehrkräfte in Elternzeit oder beurlaubte Pädagogen ebenso gesucht wie Lehramtsstudierende, Sozialpädagogen und Erzieherinnen. "Wir brauchen Sie!" wirbt das Kultusministerium über seine Internetseite für ein Anmeldeprogramm.

Über ein Portal im Internet können sich auch Kooperationspartner wie Nachhilfeinstitute, Jugendhilfeorganisationen und Vereine registrieren lassen. "Wir brauchen zusätzliche Unterstützung, um die Defizite bei den Schülerinnen und Schülern aufzuholen", sagte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) am Dienstag in Stuttgart.

Das Programm soll nicht zum Start des Schuljahrs beginnen, sondern erst nach den Herbstferien. "Zunächst sollen Schulen und Anbieter bis dahin zusammenfinden und - das ist mir sehr wichtig - es soll in der Zeit bis zu den Herbstferien auch das soziale Miteinander an den Schulen verstärkt gelebt werden", sagte Schopper.

Ziel sei es, "ein Stück weit" das aufzuholen, was in den Monaten der Pandemie im sozial-emotionalen Bereich zu kurz gekommen sei.

Die Entscheidung über die Hilfen sollen die Schulen selbst treffen, teilte Schopper mit. "Sie treffen dann die Auswahl unter den registrierten Personen sowie unter den Kooperationspartnern, die an der Schule tätig werden möchten, und gehen auf diese zu", erklärte sie. Passt es zwischen den Schulen und den Hilfskräften, schließt das jeweilige Regierungspräsidium einen Vertrag ab, die Schulen erhalten ein Budget.

Unklar ist laut Ministerium allerdings noch, wie viele Schülerinnen und Schüler gefördert werden sollen. Zunächst müsse zu Beginn des Schuljahres herausgefunden werden, welchen Bedarf es gebe, sagte ein Sprecher.

Dementsprechend könnten auch noch keine Angaben zur Zahl der Hilfen gemacht werden. Für den Abbau von Lernlücken sehen Land und Bund in Baden-Württemberg Mittel in Höhe von 130 Millionen Euro vor.

Update, 24. August, 18.47 Uhr: Inzidenz in mehr als der Hälfte der Kreise über 50

In 23 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegt die Corona-Inzidenz inzwischen über 50. Am höchsten war sie am Dienstag nach Angaben des Landesgesundheitsamts wieder im Kreis Rottweil.

Hier seien innerhalb der vergangenen Woche 85,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemessen worden. Mit 26,4 war die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Heidenheim am niedrigsten. Im landesweiten Schnitt lag sie bei 52,7 und damit deutlich über dem Wert des Vortags (47,9).

Update, 24. August, 17.50 Uhr: 1633 neue Infektionen

Am Dienstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1633 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 518.862. Davon sind 498.495 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um zehn auf 10.457. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt mittlerweile 52,7. Auch werden 92 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Das sind sechs mehr als am Vortag.

Über 1600 Neuinfektionen wurden am Dienstag gemeldet. (Symbolbild)
Über 1600 Neuinfektionen wurden am Dienstag gemeldet. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 24. August, 14.05 Uhr: Knapp 900 Kommunen wollen Luftfilter für Schulen und Kitas

Drei Wochen vor Schulbeginn haben knapp 900 Träger von Schulen und Kitas in einer ersten Runde die Förderung für mobile Luftfilter und CO2-Ampeln beim Land beantragt. Allerdings kommen zunächst nur die Kommunen zum Zug, die Filtergeräte vor allem für schwer belüftbare Klassenzimmer und Kitaräume haben wollten.

Für diese Kategorie gingen Anträge in Höhe von 13,4 Millionen Euro ein, teilte das Kultusministerium am Dienstag in Stuttgart mit. Das heißt, es können nun für 26,8 Millionen Euro Filter angeschafft werden, da das Land den Kauf zur Hälfte bezuschusst. Für die CO2-Sensoren, die anzeigen, wenn zu wenig Sauerstoff im Raum ist, geben Land und Kommunen zunächst 9,2 Millionen Euro aus.

Die meisten Anträge der 877 Träger gab es schon in der ersten Runde für Räume, die über genügend Fenster zum Lüften verfügen und die von Kindern unter zwölf Jahren genutzt werden. Hier gingen Anfragen mit einem Volumen von 23,5 Millionen Euro ein. Allerdings will das Ministerium diese Anträge erst berücksichtigen, wenn es bis zum 16. September nicht noch weitere Anfragen für schwer belüftbare Räume gibt.

Erst in der dritten und letzten Antragsrunde, die bis Mitte Dezember läuft, werden die Anfragen nicht mehr priorisiert. Die Luftfilter sollen das Corona-Infektionsrisiko an Schulen deutlich reduzieren.

Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) zeigte sich zufrieden: "Dass sich viele Träger so früh gemeldet haben, zeigt, dass sie schon aktiv geworden sind und dass es auch ihr Anliegen ist, rasch Filtergeräte an die Schulen zu bringen." Unterm Strich liegen nun Anträge in Höhe von 41,5 Millionen Euro vor, damit könnten am Ende 83 Millionen Euro für solche Geräte investiert werden.

Das Land stellt 70 Millionen Euro zur Verfügung, 60 Millionen Euro für Schulen und 10 Millionen Euro für Kitas. Es kommt aber bald noch ein weiterer Geldtopf dazu: Der Bund will 200 Millionen Euro bereitstellen, wovon etwa 26 Millionen Euro im Südwesten ankommen sollen.

Rund 900 Kommunen wollen Luftfilter für Schulen und Kitas.
Rund 900 Kommunen wollen Luftfilter für Schulen und Kitas.  © Henning Otte/dpa

Update, 23. August, 18 Uhr: 50er-Inzidenz in 16 Kreisen gerissen

In 16 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegt die Corona-Inzidenz über 50. Am höchsten war sie am Montag nach Angaben des Landesgesundheitsamts im Landkreis Rottweil.

Hier seien innerhalb der vergangenen Woche 88,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemessen worden. Mit 25,2 war die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Emmendingen am niedrigsten.

Update, 23. August, 17.15 Uhr: 343 neue Infektionen

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 343 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 517.229. Davon sind 498.048 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um drei auf 10.447. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt mittlerweile 47,9. Auch werden 86 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt.

Am Montag wurden 343 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden 343 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 23. August, 6.36 Uhr: Fitnessstudio-Betreiber befürchten weitere Einbußen

Angesichts neuer Corona-Regeln im Südwesten rechnen Fitnessstudios mit weiteren Einbußen. "Für uns ist das eine sehr schwierige Situation", sagte Nico Scheller, einer der Geschäftsführer der regionalen Fitnessstudiokette In Shape, der Deutschen Presse-Agentur.

Seit einer Woche müssen Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, in zahlreichen Bereichen oder Einrichtungen im Südwesten einen negativen Antigen-Schnelltest vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Das gilt auch für Fitnessstudios.

Die Antigen-Schnelltests werden noch bis zum 11. Oktober vom Steuerzahler finanziert, anschließend müssen die Bürger dafür selbst zahlen. "Wir rechnen vermehrt mit Kündigungen", sagte Scheller mit Blick auf die Vorschriften.

Die Corona-Krise insgesamt habe der Branche bereits Einbußen von rund 25 Prozent beschert. "Wir brauchen zwei Jahre, um wieder auf die frühere Mitgliederzahl zu kommen", bilanzierte Scheller. Es sei wichtig, dass die Menschen auch während der Pandemie Sport treiben und sich körperlich fit halten können. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben 13 Fitnessstudios zwischen Stuttgart und Ulm.

Angesichts neuer Corona-Regeln im Südwesten rechnen Fitnessstudios mit weiteren Einbußen. (Symbolbild)
Angesichts neuer Corona-Regeln im Südwesten rechnen Fitnessstudios mit weiteren Einbußen. (Symbolbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. August, 18.48 Uhr: Inzidenz im Südwesten steigt weiter an

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten weiter angestiegen. Die Zahl der gemeldeten neuen Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag am Sonntag (Stand: 16.00 Uhr) bei 48,2, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte der Wert bei 46,6 gelegen, vor einer Woche bei 30,0.

Damit hält der bisherige Trend an. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz hatte sich zuletzt innerhalb von nur zehn Tagen mehr als verdoppelt. Im Vergleich zum Vortrag verzeichnete die Behörde 329 neue Infektionsfälle. Damit haben sich nun seit Beginn der Pandemie 516 886 Menschen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus stieg nicht an und liegt weiter bei 10 444.

Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Rottweil mit 94,4 auf. Der Landkreis Emmendingen hat mit 24,0 die derzeit geringste Inzidenz.

Die Inzidenz ist knapp unter dem Wert 50.
Die Inzidenz ist knapp unter dem Wert 50.  © Oliver Berg/dpa

Update, 22. August, 7.41 Uhr: SPD-Chef Stoch warnt: Erneute Schulschließungen möglich

Versäumnisse im Kampf gegen die Pandemie könnten aus Sicht der SPD erneut zur Schließung von Schulen führen. Drei Wochen vor Ferienende seien die Einrichtungen keinesfalls für den Herbst gewappnet, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Stoch (51) der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Selbst einen neuen Schul-Lockdown hält er für möglich.

"Wer heute Schulschließungen ausschließt, aber nichts dafür tut, Klassenzimmer sicherer zu machen, der macht den Leuten etwas vor!", so Stoch. Die grün-schwarze Landesregierung müsse die Klassenzimmer besser gegen eine steigende Zahl von Infektionen vorbereiten.

Vieles hätte die Landesregierung schon im März oder April, spätestens aber im Mai regeln müssen, sagte Stoch. Bis in den Juni hinein fehlten allerdings weitreichende Beschlüsse, um die Schulen auf den Herbst und Winter vorzubereiten. Viel zu spät habe sich Grün-Schwarz unter anderem entschieden, ein eigenes Programm für die Luftfilter aufzulegen. "Das Ergebnis: Die Schulen werden zum ersten Schultag des neuen Schuljahres noch nicht in der Lage sein, mehr Sicherheit anzubieten", sagte Stoch.

Allein in Baden-Württemberg gibt es 70.000 Klassenzimmer. Auch Elternvertreter und Lehrerverbände wollen möglichst viele mobile Raumluftreiniger noch während der Sommerferien installiert wissen.

Rund 1,5 Millionen Schüler kehren am 13. September in ihre Klassen zurück. Sie erwartet zunächst für die ersten beiden Wochen eine Maskenpflicht - unabhängig von der aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz. Grund: Schutz vor der Ausbreitung von Virusvarianten durch Reiserückkehrer.

"Wer heute Schulschließungen ausschließt, aber nichts dafür tut, Klassenzimmer sicherer zu machen, der macht den Leuten etwas vor!", sagt SPD-Fraktionschef Andreas Stoch (51).
"Wer heute Schulschließungen ausschließt, aber nichts dafür tut, Klassenzimmer sicherer zu machen, der macht den Leuten etwas vor!", sagt SPD-Fraktionschef Andreas Stoch (51).  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 22. August, 7.31 Uhr: Inzidenz im Südwesten nur noch knapp unter der 50er-Marke

Das Corona-Infektionsgeschehen im Südwesten nimmt weiter deutlich zu. Die Zahl der Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag am Samstag mit 46,6 nur noch knapp unter der Marke von 50, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte.

Damit hält der bisherige Trend an. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz hatte sich zuletzt innerhalb von nur zehn Tagen mehr als verdoppelt.

Im Vergleich zum Vortrag verzeichnete die Behörde 1087 neue Infektionsfälle. Damit haben sich nun seit Beginn der Pandemie 516.557 Menschen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus korrigierte die Behörde nachträglich auf einen Todesfall weniger als zuvor berichtet auf nun 10.444.

Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Rottweil mit 90,1 auf. Die Infektionsrate liegt dort damit fast doppelt so hoch wie der landesweite Schnitt. Der Landkreis Emmendingen hat mit 18,0 die derzeit geringste Inzidenz.

Update, 20. August, 19.51 Uhr: Inzidenz hat sich innerhalb von zehn Tagen mehr als verdoppelt

Die Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg hat sich innerhalb von zehn Tagen mehr als verdoppelt. Am Freitag (Stand 16 Uhr) erreichte sie einen Wert von 42,2 Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, eineinhalb Wochen zuvor waren es noch 19,2 Neuinfektionen. Am Donnerstag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz 40,4 betragen. 9 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 81,1 im Landkreis Rottweil, am niedrigsten mit 17,4 im Landkreis Emmendingen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg binnen eines Tages um 844 auf 515.470. Inzwischen sind 10.445 Menschen an einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit gestorben (plus 7). Als genesen gelten geschätzt 497.025 Infizierte, das waren 313 mehr als am Vortag.

Rund 61,6 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge im Südwesten 58,2 Prozent. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

Update, 20. August, 12.57 Uhr: Schülerbeirat: Schülerausweis ist als Testnachweis ungenügend

Ein Schülerausweis reicht aus Sicht des Landesschülerbeirats nicht aus, um einen regelmäßigen Corona-Test in der Schule nachzuweisen. Entsprechende Pläne des Landes seien ungenügend, kritisierte das Gremium am Freitag in Stuttgart.

"Die Rechnung geht nicht auf", sagte Elisabeth Schilli, die Sprecherin des Landesschülerbeirats. "In den Ferien werden Schülerinnen und Schüler nicht getestet, haben aber trotzdem einen Freifahrtschein." Außerdem sei nicht gewährleistet, dass alle Kinder und Jugendliche mit Schülerausweis auch die Schule besuchten. Dazu gehörten unter anderem Jugendliche kurz nach dem Abschluss und erkrankte Schüler.

Nicht eingeschulte Kinder bis maximal sieben Jahre sowie ganz generell die meisten Schüler sind in Baden-Württemberg von der Testpflicht ausgenommen. Sie müssen nach Regierungsangaben keine separaten Tests vorweisen, sofern sie schon in ihren Schulen regelmäßig getestet werden. Ein entsprechender Nachweis muss allerdings immer erbracht werden, dazu reicht nach Angaben des Gesundheitsministeriums in der Regel ein Schülerausweis.

Diese Strategie muss nach Ansicht des Landesschülerbeirats durchdacht werden. "Um wirklichen Infektionsschutz zu bieten, müssen die Regelungen tatsächlich sicher sein und nicht nur diese suggerieren", hieß es. "Auch während der Ferienzeit muss es für Kinder und Jugendliche eine kostenlose Testmöglichkeit geben", forderte der stellvertretende Beiratsvorsitzende, Kevin Erath. Außerdem müssten die schulischen Testzertifikate wieder eingeführt werden.

Das Kultusministerium hatte bereits im Juli angekündigt, dass die Schüler im Südwesten auch nach den Ferien in der Regel zweimal pro Woche getestet werden sollen.

Update, 20. August, 11 Uhr: Steuerliche Erleichterungen auch für Helfer in privaten Impfzentren

Freiwillige Helferin Impfzentren können von der sogenannten Übungsleiter- oder von der Ehrenamtspauschale profitieren, wonach Vergütungen für bestimmte Tätigkeiten bis zu einem festgelegten Betrag steuerfrei sind, wie das baden-württembergische Finanzministerium am Freitag mitteilt.

"Diese Erleichterungen gelten nun auch, wenn das Impfzentrum von einem privaten Dienstleister betrieben wird oder die Helferinnen und Helfer in den Zentralen Impfzentren und den Kreisimpfzentren über einen privaten Personaldienstleister angestellt sind", schreibt das Ministerium.

Nach den steuerlichen Vorschriften sei es für die Übungsleiter- und die Ehrenamtspauschale eigentlich notwendig, dass die freiwillig Tätigen über einen gemeinnützigen oder öffentlichen Arbeitgeber - das Land oder eine Kommune – angestellt seien, damit die Pauschalen greifen könnten.

"Allerdings ist die Struktur der in kürzester Zeit eingerichteten Impfzentren sehr unterschiedlich ausgestaltet, nicht alle Impfzentren werden zum Beispiel direkt von einer Kommune, dem Land oder einer gemeinnützigen Einrichtung betrieben", ist weiter zu lesen.

Das baden-württembergische Finanzministerium und das Sozialministerium hätten sich daher intensiv dafür eingesetzt, dass ausnahmsweise eine Gleichbehandlung aller Freiwilligen für die Zeiträume 2020 und 2021 unabhängig von der Struktur des Impfzentrums erfolgt. Hierauf häten sich nun Bund und Länder zusammen verständigt.

Update, 20. August, 6 Uhr: Firmen können weiter Härtefallhilfe beantragen

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmer, die bei allen Hilfsprogrammen bisher leer ausgegangen sind, können noch bis Ende September eine sogenannte Härtefallhilfe beantragen.

"Aus den bislang eingegangenen Anträgen zeigt sich, dass insbesondere junge Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich für eine Unterstützung im Bundesprogramm zu qualifizieren", sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU) in Stuttgart. Die Härtefallhilfen seien daher ein kleiner, aber wichtiger Mosaikstein im Gefüge der Unterstützungsmaßnahmen.

Bis Mitte August sind den Angaben zufolge in Baden-Württemberg 65 Anträge eingegangen. Damit liege das Land, auf das rund ein Sechstel aller bundesweit gestellten Anträge entfalle, gleichauf mit Bayern und Nordrhein-Westfalen. Mit rund einem Viertel aller bundesweit bewilligten Anträge sei man auf einem guten Weg: Auf Baden-Württemberg entfallen demnach bisher 9 von bundesweit 37 Bewilligungen.

Eine unabhängige Kommission prüft jeden Antrag einzeln und entscheidet, ob ein Härtefall vorliegt, hieß es. Die Höhe orientiere sich grundsätzlich an den förderfähigen Fixkosten der Überbrückungshilfe III des Bundes. Im Regelfall soll es aber nicht mehr als 100.000 Euro geben.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 19. August, 21.40 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten über 40

Die Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg hat die Marke von 40 überschritten. Stand Donnerstag (16 Uhr) wurden je 100.000 Einwohner 40,4 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einer Woche registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Vortag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz 36,7 betragen.

7 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 67,9 im Landkreis Rottweil, am niedrigsten mit 14,4 im Landkreis Emmendingen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg binnen eines Tages um 978 auf 514.626. Inzwischen sind 10.438 Menschen an einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit gestorben (plus 1). Als genesen gelten geschätzt 496.712 Infizierte, das waren 346 mehr als am Vortag.

6.820.085 Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sind den Daten zufolge 61,4 Prozent der Bevölkerung. Der Bundesschnitt liegt bei 63,7 Prozent. Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge im Südwesten 6 438 687 Menschen oder 58,0 Prozent (bundesweit: 58,2). Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

Update, 19. August, 16.08 Uhr: Lucha schließt Schulschließungen aus

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hat coronabedingten Schulschließungen nach den Herbstferien eine Absage erteilt. Das schließe er Stand jetzt aus, sagte der Minister im Gespräch mit dem Mannheimer Morgen (Freitag). "Ich werde alles dafür tun, dass wir das mit umfangreichen Tests der Schülerinnen und Schüler verhindern können."

Außerdem habe man jetzt zusätzlichen Rückenwind durch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, dass es keine Bedenken gebe, auch die Zwölf- bis 17-Jährigen zu impfen, so der Grünen-Politiker.

Mit Blick auf die ab Oktober kostenpflichtigen Corona-Tests gibt sich Lucha überzeugt, dass sich dann wieder mehr Menschen impfen lassen werden. Viele Menschen seien bequem und hätten es noch nicht verinnerlicht, sagte Lucha der Zeitung. "Wenn Tests Geld kosten, geht die Impfquote hoch."

Die neue Corona-Verordnung des Landes sieht seit dieser Woche wieder mehr Testpflichten für Ungeimpfte vor, für Genesene und Geimpfte fallen diese weitgehend weg. Das schlägt sich laut Lucha in der Zahl der Corona-Impfungen nieder.

Es zeichne sich schon in den ersten drei Tagen, seitdem die Verordnung in Kraft sei, ein Anstieg der Erstimpfungen um mehr als die Hälfte ab, sagte Lucha. "Genau das wollten wir erreichen."

Update, 19. August, 14.37 Uhr: Corona-Auffrischungen ab dem 1. September

Während in Bayern bereits die dritten Spritzen gegen das Coronavirus möglich sind, will Baden-Württemberg mit den sogenannten Auffrischungsimpfungen noch bis zum 1. September warten.

Zudem sollen sich die Angebote wie von den Gesundheitsministern beschlossen auf Pflegeheime und besondere Personengruppen wie Hochbetagte und Pflegebedürftige beschränken, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag. Berechtigt sind Menschen, die bei der Erst- und Zweitimpfung zur Prioritätengruppe eins gehört haben.

Es gehe darum, vorrangig Menschen zu schützen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit den Impfschutz schneller wieder verlieren als andere, sagte der Sprecher. "Nach den bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft sind das insbesondere die genannten Risikogruppen."

Daher kämen andere Gruppen zunächst auch nicht infrage für die Auffrischungen. "Es liegen bislang keine validen wissenschaftlichen Daten dazu vor, ob eine Auffrischimpfung auch bei jungen, immungesunden Personen zum jetzigen Zeitpunkt bereits einen zusätzlichen Nutzen bringen", ergänzte er.

Für die Drittimpfung sei es möglich, ab September "einfach mit Impfpass und Ausweis zu einem offenen Impfangebot der Impfzentren zu kommen", sagte der Sprecher. Die Spritze werde aber auch vom Hausarzt oder vom Betriebsarzt gesetzt. Zu den Hochbetagten in den Pflegeheimen sollen mobile Impfteams kommen, wie schon bei der Erst- und Zweitimpfung.

Die Auffrischungen werden vor allem für Alte, Pflegebedürftige und Vorerkrankte Menschen empfohlen - auch angesichts der rasch steigenden Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg.

Die Auffrischungen werden vor allem für Alte, Pflegebedürftige und Vorerkrankte Menschen empfohlen - auch angesichts der rasch steigenden Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg. (Symbolbild)
Die Auffrischungen werden vor allem für Alte, Pflegebedürftige und Vorerkrankte Menschen empfohlen - auch angesichts der rasch steigenden Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg. (Symbolbild)  © Ted S. Warren/AP/dpa

Update, 19. August, 10.31 Uhr: Südwest-Wirtschaft exportiert mehr als vor der Pandemie

Dank eines kräftigen Frühlingsaufschwungs hat die baden-württembergische Wirtschaft im ersten Halbjahr mehr Geld mit dem Export von Waren umgesetzt als vor der Corona-Pandemie.

Zwischen Januar und Ende Juni kletterte der Wert der Ausfuhren von Südwest-Unternehmen ins Ausland im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2019 um 6,1 Prozent auf 108,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Nimmt man das coronageplagte erste Halbjahr 2020 als Vergleichsmaßstab, fällt das Außenhandels-Plus mit 20 Prozent naturgemäß noch höher aus.

Treiber des Aufschwungs waren vor allem die guten Geschäfte im zweiten Quartal, nachdem das Jahr zunächst schleppend begonnen hatte. Für den Zeitraum zwischen April und Ende Juli registrierten die Statistiker Zuwächse von 42,3 Prozent im Vergleich zu 2020 und 9,5 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019.

Die Exporte in die beiden wichtigsten Zielländer USA (plus 10,6 Prozent) und China (plus 24,4 Prozent) stiegen im Vor-Corona-Vergleich jeweils zweistellig. Einen Einbruch gab es allerdings bei den Ausfuhren nach Großbritannien: Hier ging der Warenwart im Vergleich zu 2019 um 16,5 Prozent zurück - wohl vor allem bedingt durch erschwerte Geschäfte angesichts des inzwischen vollzogenen britischen EU-Austritts.

Das meiste Geld mit Geschäften im Ausland verdienen in Baden-Württemberg Autobauer und -zulieferer sowie Maschinenbauer.

Das meiste Geld mit Auslandsgeschäften verdienen im Südwesten etwa Autobauer (im Bild: Daimler-Produktion in Sindelfingen).
Das meiste Geld mit Auslandsgeschäften verdienen im Südwesten etwa Autobauer (im Bild: Daimler-Produktion in Sindelfingen).

Update, 18. August, 17.38 Uhr: 966 neue Infektionen im Südwesten

Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 966 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 513.648. Davon sind 496.366 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle wurde um einen korrigiert und beträgt nun 10.437.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg derweil von 33,5 am Vortag auf nunmehr 36,7.

Die Inzidenz ist am Mittwoch auf 36,7 gestiegen. (Symbolbild)
Die Inzidenz ist am Mittwoch auf 36,7 gestiegen. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 18. August, 16 Uhr: Europapark achtet verstärkt auf Maskenpflicht und Abstand

Mit Blick auf den Infektionsschutz in der Corona-Pandemie sorgen nun speziell geschulte Mitarbeiter im Europapark Rust für die Einhaltung von Abständen und Maskenpflicht. Das teilte das Gesundheitsamt des Ortenaukreises auf Anfrage am Mittwoch mit.

Dem ging voraus, dass sich Besucher in der vergangenen Woche über hohe Auslastung und Gedränge in dem Vergnügungspark beschwert hatten. Wie eine Sprecherin des Kreises sagte, steht das Gesundheitsamt in regelmäßigem Kontakt mit den Verantwortlichen in Rust. Der Park war aufgrund der Corona-Pandemie monatelang geschlossen und hatte erst im Mai wieder den Betrieb aufgenommen.

Ein Sprecher des Freizeitparks sagte, es seien innerhalb der vergangenen Woche etwa hundert E-Mails mit Beschwerden eingegangen. Schätzungsweise hätten während dieser Zeit täglich etwa 24.000 Menschen den Park nordwestlich von Freiburg besucht.

"Die Zahl der Beschwerden relativiert sich zwar vor dem Hintergrund, dass innerhalb von sieben Tagen etwa 168.000 Besucher auf dem Parkgelände unterwegs waren. Wir nehmen die Sache aber ernst und versuchen durch regelmäßige Kontrolle Gedränge zu verhindern", sagte er.

Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. Der Sprecher wies darauf hin, dass der Park maximal 24.000 Menschen am Tag einlässt, obwohl es zurzeit keine Obergrenze gebe. In den vergangenen Tagen seien neue Zugangsregeln erlassen worden. So müssen Erwachsene geimpft, getestet oder genesen sein. Schüler und Kinder seien davon ausgenommen.

Mit Blick auf den Infektionsschutz in der Corona-Pandemie sorgen nun speziell geschulte Mitarbeiter im Europapark Rust für die Einhaltung von Abständen und Maskenpflicht.
Mit Blick auf den Infektionsschutz in der Corona-Pandemie sorgen nun speziell geschulte Mitarbeiter im Europapark Rust für die Einhaltung von Abständen und Maskenpflicht.

Update, 18. August, 12.42 Uhr: Dehoga und Clubs begrüßen möglichen Wegfall der Maskenpflicht

Club-Betreiber und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband BW (Dehoga) haben die Möglichkeiten zum Wegfall der coronabedingten Maskenpflicht in den Clubs im Südwesten begrüßt. Die nun getroffene Einigung biete eine echte Öffnungsperspektive, sagte Daniel Ohl, Geschäftsführer Dehoga BW, am Mittwoch. Ein Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur BW teilte mit, der Wille der Landesregierung, wieder ein lebendiges Nachtleben in Baden-Württemberg zu ermöglichen, sei deutlich zu spüren.

Zahlreiche Club-Betreiber hatten zuvor kritisiert, dass durch die Maskenpflicht in den Innenräumen das "Club-Feeling" verloren ginge und Gäste deshalb ausblieben. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstagabend nach einem Gespräch mit Vertretern der Club-Branche angekündigt hat, soll die Maskenpflicht in Clubs und Diskotheken unter Umständen künftig wegfallen können.

Voraussetzung soll ein musterhaftes Hygienekonzept für alle Clubs im Land sein. Zudem sollen Clubs ein Lüftungskonzept vorweisen. Wo die Luftwechselrate gewährleistet sei, sollen Geimpfte, Genesene oder Gäste mit einem negativen PCR-Test die Masken auf der Tanzfläche und im Sitzbereich ablegen dürfen, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Zudem dürfen diese Clubs dann unter Vollauslastung öffnen. Clubs ohne ausreichendes Lüftungskonzept sollen für den Wegfall der Maskenpflicht nur Geimpfte und Genesene einlassen dürfen, Getestete blieben außen vor.

Die nun vereinbarten Hygiene- und Lüftungskonzepte müssen nach Angaben von Dehoga und der IG Clubkultur erst erstellt werden. Ein Sprecher der IG Clubkultur sagte, er rechne damit, dass bis Ende August die ersten Clubs im Land ohne Maskenpflicht Gäste empfangen werden.

Seit diesem Montag dürfen Clubs im Südwesten wieder geimpfte und genesene Gäste empfangen. Alternativ können Feiernde auch einen negativen PCR-Test vorlegen. In den Innenräumen besteht bislang Maskenpflicht.

Club-Betreiber und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband BW (Dehoga) haben die Möglichkeiten zum Wegfall der coronabedingten Maskenpflicht in den Clubs im Südwesten begrüßt. (Symbolbild)
Club-Betreiber und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband BW (Dehoga) haben die Möglichkeiten zum Wegfall der coronabedingten Maskenpflicht in den Clubs im Südwesten begrüßt. (Symbolbild)

Update, 18. August, 7.47 Uhr: Schlosslichtspiele wieder vor Ort

Schillernde Farben, geometrische Muster und Gesichter mit Sonnenbrillen samt Spiegelungen im Wasser: Nach einem Jahr im virtuellen Raum kann das Publikum die Schlosslichtspiele seit Mittwoch wieder auf der Fassade des Karlsruher Schlosses bestaunen. Bis zum 3. Oktober sollen allabendlich Lichtinstallationen und Illuminationen an elf Orten in der Innenstadt gezeigt werden.

"Die Schlosslichtspiele präsentierten einen zweifachen Sog, einen Sog des Sounds, der den Sog der Bilder antreibt", erläuterte Kurator Peter Weibel, der auch künstlerischer Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) ist. 2021 gehe es gerade darum, "die physische Distanz durch die Corona-Pandemie nicht zu einer sozialen Distanz werden zu lassen". Das Motto lautet: "Das Leben in die Hand nehmen".

Wegen der Pandemie gibt es aber weder wie in Vorjahren Gastronomie vor dem Schloss noch Sitzgelegenheiten. Zudem ist das Programm auf zwei Shows in einem Durchlauf am Abend begrenzt. Sollte es dennoch zu eng werden auf dem Schlossplatz, droht ein Abbruch der Show. "Hinweise, Durchsagen, Personal und Ordnungsdienste sowie die Menschen selbst sollen aber dafür sorgen, dass der "große rote Knopf" nicht gedrückt werden muss", teilten die Veranstalter vorab mit.

Und auch wer nicht nach Karlsruhe kommen kann, soll einen Eindruck der Schlosslichtspiele bekommen können: Für all jene planen die Organisatoren eine digitale Edition - allerdings in kleinerem Umfang.

Am Schloss Karlsruhe findet eine Probe zu den Schlosslichtspielen Karlsruhe 2021 statt
Am Schloss Karlsruhe findet eine Probe zu den Schlosslichtspielen Karlsruhe 2021 statt

Update, 17. August, 17.10 Uhr: Über 1000 neue Infektionen

Am Dienstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1045 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 512.682. Davon sind 496.080 Personen wieder genesen.

Die Zahl der Todesfälle wurde um einen korrigiert und beträgt nun 10.436.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg derweil von 29,7 am Vortag auf nunmehr 33,5.

Am Dienstag wurden 1045 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden 1045 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 17. August, 13.09 Uhr: Wieder mehr Corona-Impfungen im Südwesten

In Baden-Württemberg lassen sich wieder mehr Menschen gegen Corona impfen. Man beobachte aktuell landesweit eine Zunahme bei den Erstimpfungen, wenn auch weiterhin auf niedrigem Niveau, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Dienstag mit. Seit der Ankündigung zur neuen Corona-Verordnung habe sich die Zahl der Erstimpfungen im Südwesten von täglich rund 5000 in den vergangenen Wochen auf rund 8000 Erstimpfungen am Montag erhöht, so der Sprecher.

Die Landesregierung hatte Anfang August eine neue Corona-Verordnung angekündigt. In der vorigen Woche war dann bekannt geworden, dass es für Geimpfte und Genese kaum noch Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens geben soll. Laut den seit diesem Montag geltenden neuen Regeln genießen Geimpfte und Genesene unabhängig von lokalen oder regionalen Corona-Inzidenzen wieder größere Freiheiten. Ungeimpfte und Nicht-Genesene müssen dagegen wesentlich häufiger als bisher negative Antigen-Schnelltests vorweisen.

In Baden-Württemberg sind bislang rund 6,79 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft, 6,39 Millionen Menschen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstag (Stand: 8 Uhr) als vollständig geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 61,2 Prozent bei den Erstimpfungen. 57,6 Prozent der Menschen sind vollständig geimpft.

In Baden-Württemberg lassen sich wieder mehr Menschen gegen Corona impfen. (Symbolbild)
In Baden-Württemberg lassen sich wieder mehr Menschen gegen Corona impfen. (Symbolbild)

Update, 16. August, 17.54 Uhr: Über 200 neue Infektionen

Gut jedes sechste Intensivbett im Südwesten ist im Moment verfügbar. In Zahlen sind das 408 der 2357 betreibbaren Betten beziehungsweise 17,3 Prozent, wie das Landesgesundheitsamt am Montag unter Berufung auf das sogenannte Divi-Intensivregister mitteilte.

Der Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Er soll eine größere Rolle bei der Analyse der Corona-Lage spielen. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern auch für Menschen mit anderen Erkrankungen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 217 auf 511.637 (Stand: Montag, 16 Uhr). Inzwischen sind 10.437 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben, das war einer mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 495.766 Infizierte (plus 223).

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank binnen eines Tages minimal von 30,0 auf 29,7. Eine Woche zuvor hatte sie 17,3 betragen.

Keiner der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegt noch im einstelligen Bereich. Am niedrigsten ist die Inzidenz mit 12,6 im Landkreis Emmendingen. In Mannheim ist sie mit 54,7 am höchsten.

6 775 584 Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sind den Daten zufolge 61,0 Prozent der Bevölkerung. Der Bundesschnitt liegt bei 63,2 Prozent.

Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge im Südwesten 6.361.666 Menschen oder 57,3 Prozent (bundesweit: 57,2). Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 147.928 Fälle mit Hinweisen auf «besorgniserregende Varianten» übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben. Es dominiert die als hoch ansteckend geltende Delta-Variante.

Am Montag wurden 217 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden 217 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 16. August, 15.05 Uhr: Lucha begrüßt Stiko-Votum zu Kinder-Impfungen

Landesgesundheitsminister Manne Lucha hat es begrüßt, dass sich die Ständige Impfkommission (Stiko) nun für Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren ausgesprochen hat.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass die Impfung auch für die 12- bis 17-Jährigen eine große Chance ist", sagte der Grünen-Politiker am Montag in Stuttgart. Im Moment liege die Impfquote für Erstimpfungen in dieser Gruppe im Südwesten bei 23,9 Prozent.

Die Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren werde nun grundsätzlich in allen Impfzentren möglich sein. Dort seien bereits Impfungen in der Regel ohne Termin und bei vielen Vor-Ort-Impfaktionen auch direkt im eigenen Stadtteil, am Freibad oder beim Einkaufen möglich. Auch viele Haus- und Kinderärzte böten bereits Impfungen auch für diese Gruppe an.

Lucha geht davon aus, dass dies nach der neuen Empfehlung noch deutlich mehr niedergelassene Ärzte tun werden. Ob zusätzlich zu den vorhandenen Impfangeboten nach dem Schulstart Mitte September noch spezielle Impfaktionen an und mit Schulen oder andere Impfaktionen speziell für 12- bis 17-Jährige notwendig sein werden, werde geprüft in Abstimmung mit dem Kultusministerium.

Die Stiko hatte am Montag mitgeteilt, "dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen". Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind in einem Abstimmungsverfahren mit Ländern und Fachkreisen noch möglich.

Das unabhängige Gremium empfahl Impfungen bei Kindern zwischen zwölf und 17 Jahren bisher nur bei höherem Risiko für schwere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes - Impfungen sind laut Stiko aber schon jetzt mit ärztlicher Aufklärung und als individuelle Entscheidung von Kindern und Eltern möglich.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).
Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Update, 16. August, 6.02 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten erreicht 30

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen sieben Tagen in Baden-Württemberg wächst weiter stetig. Sie lag am Sonntag bei 30,0 Ansteckungen je 100.000 Einwohnern, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Am Vortag hatte der Wert noch 29,3 betragen.

Über der 35er-Schwelle liegen demnach die Stadtkreise Mannheim (59,2), Pforzheim (40,5) Baden-Baden (38,1), Heilbronn (37,1) und Esslingen (35,5), der Main-Tauber-Kreis (40,0) und der Schwarzwald-Baar-Kreis (35,8), die Landkreise Lörrach (38,9) und Breisgau-Hochschwarzwald (37,6) sowie der Rhein-Neckar-Kreis (38,8). Im Südwesten gibt es 44 Stadt- und Landkreise.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 157 auf 511.420, die der Toten im Zusammenhang mit dem Virus betrug unverändert 10.436. In intensivmedizinischer Behandlung waren zuletzt 54 Covid-19-Patienten, von denen 25 invasiv beatmet wurden.

2002 Intensivbetten von betreibbaren 2368 Betten (84,5 Prozent) waren nach Zahlen vom Freitag belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern auch für Menschen mit anderen Erkrankungen.

Die Inzidenz in Baden-Württemberg erreicht den Wert 30.
Die Inzidenz in Baden-Württemberg erreicht den Wert 30.

Update, 15. August, 7 Uhr: Neue Corona-Verordnung mit Lockerungen für Geimpfte

Für vollständig geimpfte Menschen und Genesene werden die Corona-Beschränkungen im Südwesten weitgehend aufgehoben.

So gibt es ab kommendem Montag etwa keine Kontaktbeschränkungen und Personenobergrenzen für private Feiern mehr. Das geht aus der neuen Corona-Verordnung hervor, die das Staatsministerium in der Nacht zum Sonntag in Stuttgart veröffentlichte.

Wer sich nicht impfen lassen möchte, muss in Zukunft in zahlreichen Bereichen einen negativen Antigen-Schnelltest vorweisen. Das gilt unter anderem für Besuche in Krankenhäusern, Altenheimen, Museen, beim Friseur sowie bei Restaurantbesuchen, Theateraufführungen und Konzerten in Innenräumen. Für Gäste von Clubs und Diskotheken ist ein negativer PCR-Test erforderlich.

Fußballstadien und Kulturveranstaltungen im Freien wie Festivals dürfen den Angaben nach bis zu einer Personenzahl von 5000 unter Vollauslastung öffnen.

Geht die Besucherzahl darüber hinaus, sollen die Plätze nur noch zur Hälfte ausgelastet werden - beziehungsweise mit maximal 25.000 Menschen. Im letzteren Fall müssen Besucher ebenfalls einen negativen Antigen-Schnelltest vorweisen.

Ab Montag entfallen zudem die bislang geltenden Inzidenzstufen. Das heißt: Die Regeln gelten in ganz Baden-Württemberg, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz vor Ort. Erhalten bleiben aber Abstands- und Hygieneregelungen sowie die Maskenpflicht.

Wer geimpft ist, darf sich jetzt auf weitreichende Lockerungen freuen. (Symbolbild)
Wer geimpft ist, darf sich jetzt auf weitreichende Lockerungen freuen. (Symbolbild)

Update, 14. August, 20.38 Uhr: Inzidenz im Südwesten erreicht fast 30

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen sieben Tagen in Baden-Württemberg nimmt weiter zu. Sie lag am Samstag bei 29,3 Ansteckungen je 100.000 Einwohnern, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte (Stand: 16 Uhr). Am Vortag hatte der Wert noch 25,5 betragen.

Über der 35er-Schwelle liegen demnach die Stadtkreise Mannheim (56,7), Pforzheim (40,5) und Baden-Baden (38,1), der Main-Tauber-Kreis (40,0), die Landkreise Lörrach (38,9) und Breisgau-Hochschwarzwald (36,4) sowie der Rhein-Neckar-Kreis (36,8). Im Südwesten gibt es 44 Stadt- und Landkreise.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 737 auf 511.263, die der Toten um einen auf 10.436. In intensivmedizinischer Behandlung waren zuletzt 54 Covid-19-Patienten, von denen 25 invasiv beatmet wurden.

2002 Intensivbetten von betreibbaren 2368 Betten (84,5 Prozent) waren nach Zahlen vom Freitag belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern auch für Menschen mit anderen Erkrankungen.

Update, 14. August, 7 Uhr: Ethikrat-Mitglied hält Impfpflicht für kontra-produktiv

Die Tübinger Theologin Elisabeth Gräb-Schmidt fordert mehr Aufklärung, um Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen.

"Wir müssen klarstellen, dass jeder, der sich die Freiheit herausnimmt, sich nicht impfen zu lassen, weil er persönlich vielleicht nicht zur Risikogruppe gehört und sich deshalb denkt, 'Dann lass ich das doch einfach mal', damit nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die der anderen schädigt", sagte Gräb-Schmidt, die Mitglied im Deutschen Ethikrat ist, dem Mannheimer Morgen (Samstag).

Eine Impfpflicht hält sie für kontra-produktiv: "83 Prozent der Erwachsenen sind laut Umfragen ja bereit, sich impfen zu lassen."

Oft spiele Unwissenheit eine Rolle. "Manche wissen gar nicht, dass sie sich jetzt schon impfen lassen können und anderen erscheint es kompliziert, da müssen wir niederschwellige Angebote schaffen."

Darüber hinaus seien immer noch viele Menschen skeptisch, dass der Impfstoff sicher sei und wirke. Auf Kinder und Jugendliche und deren Eltern Druck auszuüben, hält die Theologin für falsch.

Vorrangig sollte ihr zufolge die viel größere Gruppe der 18- bis 59-Jährigen zum Impfen bewegt werden und nicht die 12- bis 17-Jährigen, die ohnehin schon viel Solidarität gezeigt hätten mit der älteren Bevölkerung.

Laut Theologin Gräb-Schmidt sollten 18- bis 59-Jährige zum Impfen bewegt. (Symbolbild)
Laut Theologin Gräb-Schmidt sollten 18- bis 59-Jährige zum Impfen bewegt. (Symbolbild)  © Ted S. Warren/AP/dpa

Update, 14. August, 19.39 Uhr: Weniger Rettungsdiensteinsätze wegen Corona

Die Zahl der Rettungsdiensteinsätze in Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr erstmals nach langer Zeit zurückgegangen. Rettungswagen verzeichneten nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten 926.000 Fahrten. Das waren 98.000 weniger als 2019, wie das Blatt unter Berufung auf das Innenministerium berichtete.

Notärzte mussten demnach zu 282.000 Einsätzen ausrücken – ein Minus von 13.000. Grund für den Rückgang sei die Corona-Pandemie: Während der Lockdowns waren weniger Menschen unterwegs gewesen. Allerdings hat die Pandemie auch deutlich mehr Aufwand beim Infektionsschutz erfordert.

Trotz der geringeren Einsatzzahlen hätten aber fast alle der 35 Rettungsdienstbereiche im Land die gesetzlichen Vorgaben verfehlt, wonach Notarzt und Rettungswagen in 95 Prozent der Fälle binnen höchstens 15 Minuten am Einsatzort sein müssen. Diese Frist hätten Notärzte nur in Mannheim eingehalten, Rettungswagen nur in Stuttgart, Mannheim, Böblingen, Göppingen, Ludwigsburg sowie im Alb-Donau-Kreis inklusive Ulm.

Den Stuttgarter Nachrichten zufolge plant das Innenministerium, die Fristen zu verändern. Schon von Ende des Jahres an sollen Rettungswagen demnach binnen zwölf Minuten am Einsatzort sein müssen. Die Verkürzung bedeute, dass wohl an vielen Standorten zusätzliche Rettungswachen, Fahrzeuge und Mitarbeiter benötigt würden.

Die Zahl der Rettungsdiensteinsätze in Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr erstmals nach langer Zeit zurückgegangen. (Symbolbild)
Die Zahl der Rettungsdiensteinsätze in Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr erstmals nach langer Zeit zurückgegangen. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Update, 13. August, 18.08 Uhr: Inzidenz im Südwesten steigt weiter

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen sieben Tagen ist in Baden-Württemberg erneut gestiegen. Sie liegt nun bei 25,5 Ansteckungen je 100.000 Einwohnern. Das teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Freitag mit. Am Vortag hatte der Wert noch 23,7 betragen.

Über der 35er-Schwelle liegen der Stadtkreis Mannheim (53,4), der Main-Tauber-Kreis (39,3) und der Landkreis Lörrach (35,4). Im Südwesten gibt es 44 Stadt- und Landkreise.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 547 auf 510.526. Die Zahl der Corona-Toten liegt bei 10.435. Das heißt, seit dem Vortag gab es einen weiteren Todesfall. Als genesen gelten geschätzt 495.054 Menschen.

54 Covid-19-Patienten sind in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung. 25 von ihnen (46,3 Prozent) werden invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2002 Intensivbetten von betreibbaren 2368 Betten (84,5 Prozent) belegt.

Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern auch für Menschen mit anderen Erkrankungen.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 510.526 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 510.526 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 12. August, 19.20 Uhr: Inzidenz nimmt in Baden-Württemberg zu, keine weiteren Toten

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen in Baden-Württemberg ist erneut gestiegen. Sie liegt nun bei 23,7 Ansteckungen je 100.000 Einwohnern. Das teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Donnerstag mit (16 Uhr). Am Vortag hatte der Wert noch 21,4 betragen. Weiterhin bleibt nur der Landkreis Emmendingen im einstelligen Bereich (9,0). Über der 35er-Schwelle liegen der Stadtkreis Mannheim (46,4) und der Landkreis Lörrach (39,8). Im Südwesten gibt es 44 Stadt- und Landkreise.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 599 auf 509.979. Die Zahl der Corona-Toten bleibt bei 10.434. Als genesen gelten geschätzt 494.823 Infizierte (plus 236).

Insgesamt sind derzeit 2002 von betreibbaren 2362 Intensivbetten (84,8 Prozent) belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern auch für Menschen mit anderen Erkrankungen.

Update, 12. August, 6.02 Uhr: Hoffnung für den Cannstatter Wasen? Aber Stadt bleibt bei Absage

Trotz der Abkehr Baden-Württembergs von den starren Inzidenzregeln bleibt es bis auf Weiteres bei der Absage des Cannstatter Volksfests in Stuttgart. "An dem Beschluss hat sich bislang nichts geändert", sagte eine Stadtsprecherin auf Anfrage.

Die Stadt Stuttgart hatte bereits Mitte Juni entschieden, das zweitgrößte Volksfest in Deutschland erneut abzusagen. Es hätte vom 24. September bis zum 10. Oktober 2021 stattfinden sollen.

Vor Corona haben jedes Jahr rund 3,5 bis 4 Millionen Menschen das Volksfest besucht. Schausteller und Marktkaufleute sollen sich nun stattdessen mit Ständen und Fahrgeschäften in der City präsentieren dürfen.

Baden-Württemberg hatte am Mittwoch den Abschied von den starren Inzidenzregeln angekündigt. Ab kommenden Montag dürfen alle Menschen im Südwesten unabhängig von der Zahl der Neuinfektionen wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen - vorausgesetzt, sie sind geimpft, genesen oder getestet.

Für den Wasen gibt es auch in diesem Jahr wenig Hoffnung.
Für den Wasen gibt es auch in diesem Jahr wenig Hoffnung.  © Christoph Schmidt/ DPA

Update, 11. August, 16.50 Uhr: Über 600 neue Infektionen

Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 644 neue Infektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 509.380. Davon sind 494.587 Personen wieder genesen.

Ein weiterer Todesfall wurde bekannt. Somit sind inzwischen 10.434 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen. Am Vortag lag der Wert noch bei 19,2, nun bei 21,4.

Inzidenz-Spitzenreiter ist die Stadt Mannheim (41,5), gefolgt vom Kreis Lörrach (36,7)und dem Rhein-Neckar-Kreis (29,4). In der Landeshauptstadt Stuttgart lag der Wert bei 27,5 (Vortag: 24,5).

Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 644 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 644 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 11. August, 16.45 Uhr: Waldhof Mannheim darf trotz steigender Inzidenz Fans empfangen

Fußball-Drittligist SV Waldhof Mannheim darf unter bestimmten Bedingungen künftig auch bei einem Corona-Inzidenzwert über 35 sein Stadion zur Hälfte mit Zuschauern füllen.

Gemeinsam mit den Behörden und dem städtischen Gesundheitsamt hat der SVW ein entsprechendes Modellprojekt erarbeitet, wie er am Mittwoch bekanntgab.

Bleibt die 7-Tage-Inzidenz in Mannheim wie aktuell über 35, dürften auch beim nächsten Heimspiel am Sonntag gegen die Würzburger Kickers 12.151 Fans ins Carl-Benz-Stadion - 85 Prozent von ihnen müssten dann allerdings geimpft oder genesen sein.

Darunter würden auch bis zum Spieltag erst einmal geimpfte Personen fallen, diese müssten aber auch noch einen tagesaktuellen Negativtest zeigen. Die restlichen 15 Prozent der Plätze wären für Menschen reserviert, für die es derzeit keine Impfempfehlung gibt sowie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Diese bräuchten auch einen Negativtest für den Eintritt.

"Dies gibt uns die notwendige Planungssicherheit zur Organisation der Heimspiele", sagte Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp. Fällt die Inzidenz wieder unter 35, würde die 3G-Regel gelten, wonach vollständig geimpfte, genesene oder negativ getestete Menschen ins Stadion dürften.

Update, 10. August, 17.20 Uhr: 35er-Schwelle wird gerissen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag 557 neue Infektionsfälle gemeldet, damit haben sich insgesamt 508.736 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus angesteckt. Davon sind 494.302 wieder genesen.

Die Zahl der Toten stieg um einen auf 10.433.

Die 7-Tage-Inzidenz im Südwesten ist leicht gestiegen, von 17,3 auf nunmehr 19,2. Inzidenz-Spitzenreiter ist die Stadt Mannheim (37,3), gefolgt vom Main-Tauber-Kreis (35,5) und dem Kreis Lörrach (33,7). In der Landeshauptstadt Stuttgart lag der Wert bei 24,5 (Vortag: 23,6).

Am Dienstag wurden 557 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden 557 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. August, 6.37 Uhr: SPD-Chef Stoch: Zwischen Geimpften und Getesteten unterscheiden

In der Corona-Pandemie sollten Getestete und Geimpfte nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Andreas Stoch nicht länger in allen gesellschaftlichen Bereichen gleich behandelt werden. "Es ist bei Geimpften deutlich weniger wahrscheinlich als bei Ungeimpften, dass sich das Virus überträgt", sagte Stoch der dpa vor den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag.

Zudem sei bei den Tests der Anteil der falsch negativ Getesteten relativ hoch. Deshalb gebe es nach wissenschaftlichem Stand ein Risiko, dass Menschen nach einem falschen Corona-Test eine Veranstaltung besuchten und dort unter Umständen das Virus in der Menge verbreiteten.

Stoch sprach sich zudem für ein Ende des Gratisangebots an Corona-Schnelltests aus. Er halte es für nachvollziehbar, wenn Tests etwas kosteten für Menschen, die sich bewusst nicht impfen lassen wollten. Zuvor hatte sich unter anderem auch der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), für kostenpflichtige Tests ausgesprochen.

Angesichts wieder steigender Infektionszahlen wollen die Landesregierungschefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag beraten, wie sich die anrollende vierte Welle flach halten lässt. Im Fokus der politischen Debatte steht die Frage, wie mehr Menschen zum Impfen bewegt werden können - und ob es für Nicht-Geimpfte Einschränkungen geben soll.

In der Corona-Pandemie sollten Getestete und Geimpfte nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Andreas Stoch nicht länger in allen gesellschaftlichen Bereichen gleich behandelt werden.
In der Corona-Pandemie sollten Getestete und Geimpfte nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Andreas Stoch nicht länger in allen gesellschaftlichen Bereichen gleich behandelt werden.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 9. August, 18.10 Uhr: Lucha will Corona-Regeln lockern

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium will die Corona-Regeln trotz steigender Infektionszahlen im September vorübergehend lockern.

Die aktuelle Corona-Verordnung laufe am 23. August aus, teilte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. Es sei beabsichtigt, in der Folgeverordnung die Inzidenzschwellenwerte für Einschränkungen um eine Stufe nach oben zu heben - also von 35 auf 50. "So können Sie einfach einen Rutsch machen", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne) bei einer Sondersitzung des Sozialausschusses.

Das Kabinett muss dem aber noch zustimmen. Diese Folgeverordnung soll dann bis 20. September gültig sein. Danach rechne das Land mit einem Paradigmenwechsel, da dann jedem Impfberechtigten in Baden-Württemberg ein Impfangebot gemacht worden sei, sagte Lucha.

Zuletzt lag noch keiner der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten über der Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche. Wird der Schwellenwert an fünf Tagen in Folge überschritten, müssen nach der aktuellen Verordnung in der Region härtere Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie ergriffen werden.

Das hätte Konsequenzen für private und öffentliche Veranstaltungen sowie für die Besucherzahl und die Nachweise zum Beispiel in Freizeitparks, Schwimmbädern, Galerien und Museen sowie für Restaurants, den Einzelhandel und Hotels.

Künftig würden dann die Inzidenzwerte nicht mehr als Richtwert für ordnungspolitische Maßnahmen verwendet, sagte Lucha im Ausschuss. Der Grünen-Politiker plädierte dafür, die Belastung der Intensivstationen als Maßstab für Einschränkungen zu nehmen.

Aus seiner Sicht soll es stärkere Restriktionen für Nichtgeimpfte geben, sobald 300 Intensivplätze in Baden-Württemberg mit Covid-Patienten blockiert seien. Nach Angaben des DIVI-Intensivregisters werden derzeit 50 Covid-Fälle intensivmedizinisch behandelt. Insgesamt sind demnach landesweit 1933 von betreibbaren 2332 Intensivbetten (82,9 Prozent) belegt.

Update, 9. August, 17.05 Uhr: Mannheim ist Inzidenz-Spitzenreiter

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 158 neue Infektionsfälle gemeldet, damit haben sich insgesamt 508.179 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus angesteckt. Davon sind 494.064 wieder genesen.

Die Zahl der Toten stieg um einen auf 10.432.

Die 7-Tage-Inzidenz im Südwesten ist derweil mit 17,3 unverändert geblieben. Inzidenz-Spitzenreiter ist die Stadt Mannheim (34,4), gefolgt vom Main-Tauber-Kreis (34,0) und dem Kreis Lörrach (31,5). In der Landeshauptstadt Stuttgart lag der Wert bei 23,6.

Blick auf den Mannheimer Stadtteil Schwetzingerstadt. (Archiv)
Blick auf den Mannheimer Stadtteil Schwetzingerstadt. (Archiv)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 9. August, 13.35 Uhr: Lehrerverband kritisiert späten Start des Luftfilter-Programms

Der Einsatz mobiler Luftfilter in Schulen wird nach Ansicht des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) zu halbherzig betrieben. Es sei bei weitem nicht möglich, alle Klassen rechtzeitig zum Schulbeginn auszurüsten und somit ausreichend vor dem Coronavirus zu schützen, kritisierte der VBE-Vizevorsitzende Oliver Hintzen am Montag in Stuttgart Land und Kommunen.

"Wir gehen davon aus, dass weder das Geld noch die Zeit ausreichen", sagte er der dpa weiter. "Man hätte viel früher anfangen müssen, Bestellung und Einsatz zu planen. So hat man wertvolle Zeit verstreichen lassen." Der VBE habe bereits im Oktober 2020 den gezielten Einsatz von Luftfiltergeräten als Infektionsschutzmaßnahme gefordert.

Seit diesem Montag können die Kommunen im Südwesten die Förderung mobiler Luftfilter für ihre Schulen beantragen. Zuvor hatte es ein Hin- und Her über die Frage gegeben, ob Land und Bund jeweils eigene Richtlinien oder eine gemeinsame Orientierung erstellen. Die Luftfilter sollen das Corona-Infektionsrisiko an Schulen deutlich reduzieren. Das Land übernimmt bis zu 50 Prozent der Kosten dafür, maximal aber 2500 Euro pro Gerät, wie es in der Richtlinie heißt. Das Förderprogramm soll bis Ende Juli 2022 laufen.

Zuvor hatte bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bemängelt, die Kommunen hätten das Thema verschlafen. Der Städtetagsdezernent für Bildung, Norbert Brugger, hatte den Vorwurf zurückgewiesen. Es gebe in vielen Gemeinden bereits Beschlüsse über den Bedarf an Luftfiltern. Allerdings wird die Ausstattung der Schulen mit mobilen Luftfiltergeräten auch nach Einschätzung führender Hersteller bis weit ins kommende Schuljahr dauern. Allein in Baden-Württemberg gibt es 70.000 Klassenzimmer.

Der Einsatz mobiler Luftfilter in Schulen wird nach Ansicht des Verbands Bildung und Erziehung zu halbherzig betrieben.
Der Einsatz mobiler Luftfilter in Schulen wird nach Ansicht des Verbands Bildung und Erziehung zu halbherzig betrieben.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 9. August, 6.21 Uhr: Pleitewelle der Fahrschulen nach Lockdowns ausgeblieben

Auch nach den Corona-Lockdowns ist die Zahl der Fahrschulen im Südwesten nach Angaben des Fahrlehrerverbands nicht wesentlich zurückgegangen.

Spuren hat die Corona-Pandemie dennoch hinterlassen: "Es gibt viel zu wenige Prüfungstermine. Fahrschüler müssen oft wochenlang warten, bis sie die praktische Fahrprüfung ablegen können", sagte Jochen Klima, der Vorsitzende des Landesverbands Baden-Württemberg, der Deutschen Presse-Agentur. Die Pandemie habe dieses Problem verstärkt.

Nach den mehrwöchigen Schließungen seien die Fahrschulen derzeit gut ausgelastet. "Der Prüfungsstau bremst uns aber aus", sagte Klima, dessen Verband in Baden-Württemberg rund 1700 Mitglieder zählt. "Wenn ich mich heute bei einer Fahrschule anmelde, können die Fahrschulen deswegen nicht garantieren, dass die Schüler den Führerschein nach einem halben Jahr in der Tasche haben."

Auch nach den Corona-Lockdowns ist die Zahl der Fahrschulen im Südwesten nach Angaben des Fahrlehrerverbands nicht wesentlich zurückgegangen. (Symbolbild)
Auch nach den Corona-Lockdowns ist die Zahl der Fahrschulen im Südwesten nach Angaben des Fahrlehrerverbands nicht wesentlich zurückgegangen. (Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa

Update, 8. August, 17.05 Uhr: Main-Tauber-Kreis kurz vor 35er-Inzidenzschwelle

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Südwesten ist erneut leicht gestiegen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Sonntag 17,3, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte der Wert bei 17,0 gelegen. Damit verzeichnete die Behörde 96 neue Infektionen und einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus.

In Baden-Württemberg haben sich bislang 508.021 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus beträgt mittlerweile 10.431.

Noch keiner der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegt über der politisch relevanten Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Der Main-Tauber-Kreis liegt allerdings bei 34, der Kreis Lörrach bei 31,5, Mannheim bei 29.

Am Sonntag wurden 96 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden 96 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 7. August, 16.53 Uhr: Knapp 400 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Samstag 390 neue Infektionsfälle gemeldet, damit haben sich insgesamt 507.925 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus angesteckt. Davon sind 493.739 wieder genesen.

Die Zahl der Toten stieg um einen auf 10.430.

Die 7-Tage-Inzidenz ist im Südwesten derweil wieder gestiegen, von 15,8 am Vortag auf nunmehr 17,0. Inzidenz-Spitzenreiter ist der Kreis Lörrach (31,0), gefolgt von der Stadt Mannheim (29,3) und dem Main-Tauber-Kreis (28,7). In der Landeshauptstadt Stuttgart lag der Wert bei 21,5.

Am Samstag wurden dem Landesgesundheitsamt 390 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Samstag wurden dem Landesgesundheitsamt 390 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. August, 18.27 Uhr: Inzidenz erhöht sich leicht auf 15,8

Das Corona-Infektionsgeschehen im Südwesten steigt weiter leicht an. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug am Freitag (Stand: 16 Uhr) 15,8, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte der Wert noch bei 15,6 gelegen. Damit verzeichnete die Behörde 304 neue Infektionen und 4 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

In Baden-Württemberg haben sich bislang 507.535 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus beträgt mittlerweile 10.429.

Von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten wiesen zuletzt 32 eine Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 10 und 35 auf. In 12 Kreisen lag der Wert darunter.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug in Baden-Württemberg am Freitag 15,8. (Symbolbild)
Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug in Baden-Württemberg am Freitag 15,8. (Symbolbild)  © Socrates Baltagiannis/dpa

Update, 6. August, 13.27 Uhr: Fahrgastzahlen im Nahverkehrsverbund VVS weiter gesunken

Angesichts anhaltender Corona-Beschränkungen sind in der Region Stuttgart im ersten Halbjahr 2021 deutlich weniger Menschen mit Bussen und Bahnen unterwegs gewesen als sonst. Der Nahverkehrsverbund VVS zählte zwischen Januar und Ende Juni rund 113 Millionen Fahrten - das sind rund 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, der zumindest teils schon von der Krise betroffen war.

Die Corona-Pandemie hatte Mitte März 2020 in Europa ihren Lauf genommen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 brachen die Passagierzahlen 2021 sogar um 43 Prozent ein, wie der VVS am Freitag in Stuttgart weiter mitteilte. Auch die Ticket-Einnahmen schrumpften auf rund 180 Millionen Euro - das sind 10 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2020 und 30 Prozent weniger als 2019.

Der sogenannte Gelegenheitsverkehr von Kunden ohne festes VVS-Abo ging am stärksten zurück. In diesem Segment sanken die Passagierzahlen im Vergleich zu 2019 um mehr als die Hälfte - unter anderem wegen zeitweise geschlossener Restaurants und Geschäfte sowie ausgefallender Kultur- und Freizeitevents. Nimmt man das erste Halbjahr 2020 als Maßstab, beträgt das Minus 13 Prozent.

Der VVS koordiniert den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart und den Kreisen Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Rems-Murr und Göppingen.

Update, 6. August, 12.03 Uhr: Krankenhäuser und Reha-Kliniken schlagen Alarm

Ein Großteil der baden-württembergischen Krankenhäuser, Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen erwarten einer Umfrage zufolge im laufenden Jahr rote Zahlen. Die Geschäftsführer der Gesundheitseinrichtungen im Land hielten die Instrumente der Rettungsschirme für 2021 nicht für ausreichend, sagte der neue Chef der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Heiner Scheffold, am Freitag in Stuttgart.

"Dies ergibt sich aus den laufenden Geschäftszahlen. Wenn sich die negativen Auswirkungen weiter konkretisieren, muss schnell nachgesteuert werden."

Wenn fast drei Viertel der Reha-Kliniken im vergangenen Jahr Verluste ausgewiesen hätten und das Gleiche für 2021 erwarteten, sei das ein Alarmsignal, sagte Scheffold. Deshalb habe der Verband in den letzten Wochen vehement auf Verbesserungen beim Reha-Rettungsschirm für 2021 gedrängt. Die Wirkung der jüngsten Verbesserungen müsse eng überwacht werden. "Wenn das nicht ausreicht, sind schnell weitere Hilfen notwendig."

Die Belegung der Reha-Kliniken ist nach dem aktuellen BWKG-Indikator dramatisch eingebrochen, von 88,3 Prozent im Jahr 2019 auf 68,3 Prozent in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021.

Während die Rettungsschirme von Bund und Land bei Krankenhäusern die Situation im Jahr 2020 stabilisiert haben, sind die Erwartungen für 2021 sind negativ. 35,5 Prozent der Krankenhäuser haben das Jahr 2020 mit einem Defizit abgeschlossen, für 2021 rechnen aber rund 63 Prozent der Krankenhäuser mit roten Zahlen. Als Grund wurde die ungenügende finanzielle Ausstattung angegeben.

Update, 6. August, 11.18 Uhr: Rund 54 000 Schüler nehmen an Lernbrücken teil

Das Interesse an den sogenannten "Lernbrücken" in Baden-Württemberg ist in diesem Jahr ähnlich groß wie 2020. Etwa 54.000 Schüler würden an etwa 1900 Standorten teilnehmen, teilte das Kultusministerium am Freitag mit. Rund 6200 Lehrkräfte betreuen demnach die Schüler.

Die Lernbrücken sind eine von verschiedenen Maßnahmen des Landes, damit Schüler in den Sommerferien in speziellen Förderkursen coronabedingte Wissenslücken schließen können.

"Die Schülerinnen und Schüler können in den Lernbrücken individuell gefördert werden und sich so gut auf das kommende Schuljahr vorbereiten", sagte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) laut Mitteilung.

Lernbrücken sollen Schüler helfen, in den Sommerferien in speziellen Förderkursen coronabedingte Wissenslücken zu schließen.
Lernbrücken sollen Schüler helfen, in den Sommerferien in speziellen Förderkursen coronabedingte Wissenslücken zu schließen.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 6. August, 11.10 Uhr: Knapp 150 Menschen lassen sich im Karlsruher Wildparkstadion impfen

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat seine "Impfnacht" im Wildparkstadion als "vollen Erfolg" gewertet. Knapp 150 Menschen seien am Donnerstagabend gegen das Coronavirus geimpft worden, teilte der KSC am Freitag mit. Daher solle die Aktion am nächsten Donnerstag (18.00 Uhr bis 22.00 Uhr) wiederholt werden.

"Wir freuen uns sehr, dass unser Angebot so gut angenommen wurde. Nur mit der Impfung ist eine Rückkehr zur Normalität möglich", sagte KSC-Geschäftsführer Michael Becker.

Auch am nächsten Donnerstag will der Club allen Geimpften einen 10-Prozent-Gutschein für den KSC-Fanshop schenken und an einer Verlosung teilnehmen lassen.

Update, 6. August, 6.04 Uhr: Kommunen können bald Förderung für Luftfilter an Schulen beantragen

Die Kommunen im Südwesten können aller Voraussicht nach in der kommenden Woche die Förderung mobiler Luftfilter für ihre Schulen beantragen. Zuvor hatte es ein Hin- und Her über die Frage gegeben, ob Land und Bund jeweils eigene Richtlinien oder eine gemeinsame Orientierung erstellen. Zuletzt rangen Land und Bund um eine gemeinsame Regelung, die Ende dieser Woche stehen sollte. Die Luftfilter sollen das Corona-Infektionsrisiko an Schulen deutlich reduzieren.

Die Kommunen hatten auf eine frühere Vorlage gepocht, um mit der Installation der Filtergeräte noch in den Schulferien beginnen zu können. Das Staatsministerium erklärte die Verzögerung damit, dass die Förderung so gestaltet werden sollte, dass die Kommunen größtmöglichen Nutzen aus beiden Geldtöpfen ziehen könnten. "Wir wollten sicherstellen, dass sich das Bundes- und das Landesprogramm nicht kannibalisieren", erläuterte eine Sprecherin des Staatsministeriums.

Die Bundesförderung beträgt 26 Millionen Euro und ist nur für mobile Geräte für die Klassen eins bis sechs in schwer lüftbaren Unterrichtsräumen gedacht. Das Land fördert die Ausstattung aller Räume mit kleinen oder nur kippbaren Fenstern für alle Klassenstufen.

Für die 60 Millionen Euro vom Land können auch C02-Ampeln besorgt werden, die anzeigen, wann es wieder Zeit zum Lüften ist. Falls noch Geld übrig ist, können Landesmittel auch für Geräte in gut belüftbaren Räumen für Kitas und die Klassen eins bis sechs verwendet werden.

Die kommunalen Ausgaben von insgesamt 34 Millionen Euro werden zu 50 Prozent vom Land bezuschusst. Außerdem stellt das Land zehn Millionen Euro für Geräte an Kitas bereit - so dass insgesamt rund 130 Millionen für gesündere Luft ausgegeben werden können.

Der Städtetag verweist die Kommunen auf das geplante "Windhundverfahren", bei dem die ersten Anmeldungen auch zuerst gefördert werden. Dieses solle zwar entschärft werden. Aber: "Im Falle einer Überbuchung könnte der Zeitpunkt der Anzeige des voraussichtlichen städtischen Gesamtbedarfs an Geräten für die Mittelzuweisung allerdings relevant werden", sagte der Städtetagsdezernent für Bildung, Norbert Brugger.

Er wies den Vorwurf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zurück, die Kommunen hätten das Thema verschlafen. Es gebe in vielen Gemeinden bereits Beschlüsse über den Bedarf an Luftfiltern. Doch Michael Fleischer, Chef der Grünen im Aalener Gemeinderat, kann der Einschätzung der GEW etwas abgewinnen. Die Verwaltung müsse beim Thema Corona "zum Jagen getragen" werden. Statt zu handeln, werde der Schwarze-Peter an Land und Bund weitergereicht.

Bis zu 2,6 Millionen Euro will die Stadt Karlsruhe für mobile Luftreinigungsgeräte und CO2-Ampeln für Schulen und Kitas bereitstellen. 560 unzureichend lüftbare Räume von 3032 sowie 70 in Kitas wurden in der Fächerstadt identifiziert.

Die Landeshauptstadt Stuttgart will mit bis zu einer Million Euro schwer lüftbare 250 Schulräume mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausstatten. Sie mietet die Geräte.

Beschlüsse mit dem Fokus auf schwer lüftbaren Schulräumen fassten Gemeinderäte auch in Reutlingen, Heilbronn, Konstanz, Villingen-Schwenningen und Ravensburg. In Mannheim stieß der Beschluss zur Anschaffung von mobilen Geräten für schwer lüftbare Schulräume für 200 000 Euro auf Gegenwehr der Eltern. In einer Petition verlangte der Gesamtelternbeirat von der Stadt, unverzüglich die Mittel für alle 2000 Unterrichtsräume bereit zu stellen.

Die kommunalen Ausgaben von insgesamt 34 Millionen Euro werden zu 50 Prozent vom Land bezuschusst.
Die kommunalen Ausgaben von insgesamt 34 Millionen Euro werden zu 50 Prozent vom Land bezuschusst.  © Henning Otte/dpa

Update, 5. August, 18.39 Uhr: Mehr als 350 neue Infektionen, Inzidenz erneut gestiegen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Donnerstag 357 neue Infektionsfälle gemeldet, damit haben sich insgesamt 507.231 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus angesteckt. Davon sind 493.383 wieder genesen.

Die Zahl der Toten stieg um drei auf 10.425.

Die 7-Tage-Inzidenz ist im Südwesten erneut gestiegen, von 14,8 am Vortag auf nunmehr 15,6. Inzidenz-Spitzenreiter ist die Stadt Heilbronn (34,0), gefolgt vom Main-Tauber-Kreis (33,2) und Mannheim (30,9). In der Landeshauptstadt Stuttgart lag der Wert bei 22,6 (Vortag: 21,5).

In Baden-Württemberg haben sich bislang insgesamt 507.231 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, 10.425 starben. (Symbolbild)
In Baden-Württemberg haben sich bislang insgesamt 507.231 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, 10.425 starben. (Symbolbild)  © dpa/Kira Hofmann

Update, 5. August, 14.40 Uhr: Pistenbully-Hersteller Kässbohrer mit Einbußen in der Pandemie

Der Pistenbully-Hersteller Kässbohrer hat aufgrund der Corona-Pandemie mit wirtschaftlichen Einbußen zu kämpfen und hofft deshalb auf einen Winter ohne Corona-Einschränkungen.

Das Unternehmen rechnet mit einem um 25 Prozent niedrigeren Umsatz im September zu Ende gehenden Geschäftsjahr, wie der Vorstandssprecher Jens Rottmair der Schwäbischen Zeitung sagte. Beim Gewinn erwarte das Unternehmen mit Sitz in Laupheim (Kreis Biberach) noch schwarze Zahlen.

Seit Dezember sind bei dem Pistenbully-Spezialisten die Beschäftigten am Stammsitz demnach in Kurzarbeit. Ab Oktober soll damit Schluss sein - das Unternehmen hofft auf eine gute Wintersaison. Aber man wisse nicht, wie sich Corona entwickele und ob wieder alles geschlossen werde, so Rottmair. Im Corona-Winter habe das Unternehmen 40 Prozent weniger Pistenraupen verkauft als in den Jahren zuvor.

Da das klassische Geschäftsmodell der Pistenraupen durch den Klimawandel auch längerfristig ins Wanken gerät, setzen die Laupheimer vermehrt auf die Entwicklung und den Verkauf von Kettenfahrzeugen, die auch abseits von Schnee und Eis unterwegs sein können. Für Kässbohrer sei das ein interessanter Markt, sagte Rottmaier, und begründete das mit dem vorhandenen Fachwissen: "Kettenfahrzeuge, das können wir."

Update, 5. August, 10.55 Uhr: Landkreise fordern ein Ende der Inzidenz als Corona-Richtwert

Der Inzidenzwert könnte bereits ab Mitte September keine wesentliche Rolle mehr in den Corona-Verordnungen spielen. Nach Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) setzen sich auch die Landkreise für ein Ende des Werts als wesentlicher Maßstab in der Corona-Politik ein.

Stattdessen müsse stärker beachtet werden, wie sehr die Krankenhäuser durch Corona-Patienten belastet seien, sagte der Präsident des baden-württembergischen Landkreistags, der Tübinger Landrat Joachim Walter, am Donnerstag. Durch die hohe Zahl der zweifach geimpften Menschen habe der Inzidenzwert als Hauptindikator für Corona-Maßnahmen ausgedient.

Es gehe nun vor allem darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. "Die Corona-Maßnahmen sind daher von der Krankenhausauslastung abhängig zu machen", sagte Walter. Zuvor hatte Lucha bereits angekündigt, bei der Neubewertung der Inzidenz bundesweit voranzugehen und die Bedeutung der Zahl der Neuinfektionen herabzustufen. Als Richtwert für die Auslösung von Beschränkungen werde der Wert ab Mitte September wohl nicht mehr in den Corona-Verordnungen auftauchen, sagte er den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung (Donnerstag).

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an. Nach einem leichten Rückgang hatte sie zuletzt im Südwesten wieder leicht zugenommen. Sie lag am Mittwoch bei 14,8, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte.

Die Belastung der Krankenhäuser sollte nach Ansicht der Landkreise mehr betrachtet werden.
Die Belastung der Krankenhäuser sollte nach Ansicht der Landkreise mehr betrachtet werden.  © DPA/ Sebastian Gollnow

Update, 4. August, 16.55 Uhr: Über 400 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwoch 425 neue Infektionsfälle gemeldet, damit haben sich insgesamt 506.874 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus angesteckt. Davon sind 493.170 wieder genesen.

Die Zahl der Toten stieg um elf auf 10.422.

Die 7-Tage-Inzidenz ist im Südwesten derweil wieder gestiegen, von 14,1 am Vortag auf nunmehr 14,8. Inzidenz-Spitzenreiter ist die Stadt Mannheim (33,8), gefolgt von Heilbronn (32,4) und Baden-Baden (27,2). In der Landeshauptstadt Stuttgart lag der Wert bei 21,5 (Vortag: 21,4).

Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 425 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 425 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 4. August, 15.42 Uhr: Tübinger Intendant fordert Impfpflicht an Theate