Mutiertes Coronavirus in Deutschland auch in Niedersachsen nachgewiesen

Hannover – Die Corona-Mutation hat Deutschland erreicht. Nach einem Fall im Südwesten ist die neue Coronavirus-Variante aus England nun auch erstmals in Niedersachsen nachgewiesen worden.

Ein Mitarbeiter zeigt einen Abstrich für einen Corona-Test. (Symbolbild)
Ein Mitarbeiter zeigt einen Abstrich für einen Corona-Test. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) habe bei einem Infektionsfall aus dem November im Nachhinein die Virus-Variante B1.1.7 bestimmen können, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Hannover mit.

Es handele sich um die Proben eines mittlerweile gestorbenen, sehr alten Covid-Patienten mit Vorerkrankungen sowie seiner Frau. Das Referenzlabor der Berliner Charité habe das Ergebnis bestätigt.

Die neue Virus-Variante ist inzwischen für einen Großteil der Infektionen im Süden Englands verantwortlich und nach ersten Erkenntnissen möglicherweise besonders ansteckend.

Laut Ministerium hatte sich die Tochter des Patienten Mitte November in England aufgehalten und dort wohl angesteckt. Tochter und Ehefrau des Gestorbenen seien mittlerweile aber wieder genesen. Weitere Ansteckungen habe es im Zusammenhang mit diesen Fällen nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamtes der Region Hannover nicht gegeben.

Der Leiter des Krisenstabs der niedersächsischen Landesregierung, Heiger Scholz, sprach den Angehörigen sein Beileid aus. "Das Auftreten der Virus-Variante ist für uns alle ein weiterer Anlass, uns ganz besonders streng an die geltenden Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen zu halten", sagte der Gesundheitsstaatssekretär. "So lange wir dies tun, nehmen wir jeder Variante des Virus die Chance, sich zu verbreiten."

Zuvor hatte Scholz im Interview mit radio ffn über das Auftreten der neuen Variante in Niedersachsen berichtet.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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