Nur 140 Infektionen, kein Todesfall: Dieser Landrat lobt sich für seine Krisen-Bewältigung

Torgau - Kein einziger Corona-Toter, sachsenweit die niedrigste Fallzahl pro 100. 000 Einwohner: Der Landkreis Nordsachsen steht in der Pandemie mit Abstand am besten da.

Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (52, parteilos).
Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (52, parteilos).  © Petra Hornig

Insgesamt verzeichnete die Region bislang nur 140 Infektionen - auch in absoluten Zahlen der niedrigste Wert im Freistaat. Aktuell sind noch 18 positiv. 

Landrat Kai Emanuel (52, parteilos) glaubt, die Gründe dafür zu kennen: "Nordsachsen ist mit rund 197. 000 Einwohnern auf etwa 2000 Quadratkilometern der am dünnsten besiedelte Landkreis im Freistaat."

Zudem habe das Landratsamt bereits Ende Februar erste Krisenstabsstrukturen geschaffen und Anfang März vorsorglich eine Corona-Hotline geschaltet. Eine Allgemeinverfügung sei vorbereitet worden. 

Zudem lobt Emanuel sich für die offene Kommunikation. Und: "Ein Corona-Hotspot wie in anderen Regionen hat sich in Nordsachsen nicht gebildet." 


Naturpark Dübener Heide in Nordsachsen: Die dünne Besiedlung könnte in Corona-Zeiten ein Vorteil sein.
Naturpark Dübener Heide in Nordsachsen: Die dünne Besiedlung könnte in Corona-Zeiten ein Vorteil sein.  © Verein Dübener Heide e.V./Nico Fliegner

Infektionsketten seien straff nachverfolgt worden. Massentestungen (etwa in Kitas) hätten ebenfalls geholfen. Aber er räumt ein: Ein "Quäntchen Glück" sei auch dabei gewesen ...

Titelfoto: Bildmontage: Verein Dübener Heide e.V./Nico Fliegner, Petra Hornig

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