Millionen-Auftrag an van Laack: Laschet wirft SPD Diffamierung vor

Düsseldorf - In der Debatte um einen Millionen-Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung an die Modefirma van Laack über Schutzausrüstung in der Corona-Pandemie hat Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) der Landes-SPD Diffamierung vorgeworfen.

Armin Laschet (59, CDU) hat der SPD in der Debatte um einen Millionen-Auftrag der NRW-Regierung an die Modefirma van Laack Diffamierung vorgeworfen.
Armin Laschet (59, CDU) hat der SPD in der Debatte um einen Millionen-Auftrag der NRW-Regierung an die Modefirma van Laack Diffamierung vorgeworfen.  © Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa

"Ich halte die Unterstellungen der SPD für schäbig und unanständig", sagte Laschet am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) in Düsseldorf. Bei der NRW-SPD gehöre "Diffamieren zum Stilmittel", sagte Laschet.

"Aber die neue Qualität jetzt ist, dass es über meine Person hinaus in meine Familie hineingeht, ohne jede Rücksichtnahme. Ich weise das entschieden zurück."

Die SPD-Landtagsfraktion hatte eine Kleine Anfrage zu dem Geschäft aus dem April gestellt, nachdem bekannt geworden war, dass Laschets Sohn den Kontakt zu van Laack hergestellt hatte. Johannes "Joe" Laschet ist Mode-Blogger und seit Jahren mit van Laack im Geschäft.

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Die SPD hatte erklärt, es müsse ausgeschlossen werden, dass hier persönliche Beziehungen eine Rolle gespielt hätten.

Zu Beginn der Pandemie habe es nicht genügend Masken und Schutzkittel gegeben, sagte Laschet. Der Kampf um die Masken sei "brutal" gewesen. Die Landesregierung habe verzweifelt seriöse Angebote möglichst aus NRW gesucht und jeden gefragt. "Wir haben uns die Hände wundtelefoniert, gefragt, gedrängt, gebettelt."

Natürlich habe er auch seinen Sohn gefragt, der sich in der Textilindustrie auskenne, sagte Laschet. Er habe ihm den Kontakt zu van Laack gegeben.

Laschet sagte, er habe den Vorstandschef an einem Sonntagabend angerufen. "Mein Sohn hat das gemacht, was jeder in der Situation gemacht hätte: helfen ohne jeden Lohn, ohne jeden Vorteil, ohne jeden Cent."

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa

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