Neue Corona-Verordnung: Keine 15-Kilometer-Regelung für Hotspots in NRW!

Düsseldorf - Das Land Nordrhein-Westfalen hat in der Nacht zum Freitag die ab Montag (11. Januar) gültige neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in extremen Corona-Hotspots ist in der neuen Verordnung allerdings nicht zu finden.

Nordrhein-Westfalen verzichtet in der neuen Corona-Schutzverordnung auf die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in extremen Corona-Hotspots (Symbolbild).
Nordrhein-Westfalen verzichtet in der neuen Corona-Schutzverordnung auf die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in extremen Corona-Hotspots (Symbolbild).  © Oliver Berg/dpa

Bund und Länder hatten sich wegen der anhaltend hohen Neuinfektionen auf strengere Regeln zur Bekämpfung der Pandemie geeinigt.

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums dürfen sich Menschen aus einem Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Ausgenommen sind zu betreuende Kinder.

Arbeitgeber werden dazu aufgerufen, Möglichkeiten zum Homeoffice weiter auszubauen. Außerdem bleiben Betriebskantinen und Mensen überwiegend geschlossen.

Ebenfalls ab Montag gilt eine neue Coronabetreuungsverordnung. Beide Verordnungen sind befristet bis zum 31. Januar.

Die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in extremen Corona-Hotspots ist nicht in der neuen Verordnung zu finden. Nach Angaben eines Sprechers des NRW-Gesundheitsministeriums müssen die betroffenen Kreise dies in eigenen Verfügungen regeln.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf eine Einschränkung des Bewegungsradius in Corona-Hotspots geeinigt.

In dem Beschlusspapier heißt es, dass in Kreisen mit über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen die Länder "weitere lokale Maßnahmen" ergreifen - "insbesondere zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt".

Am Freitag lagen in NRW Gelsenkirchen, der Kreis Höxter und der Oberbergische Kreis über der Marke von 200.

Nordrhein-Westfalen weicht von weiteren Corona-Verschärfungen ab

Nordrhein-Westfalen weicht bei den verschärften Corona-Schutzmaßnahmen in einigen Punkten von den Bund-Länder-Vereinbarungen ab.

Das rund 18 Millionen Einwohner zählende Bundesland verzichtet in seiner ab Montag geltenden Verordnung unter anderem auf eine Begrenzung des Bewegungsradius in sogenannten Hotspots. Außerdem werden zu betreuende Kinder bei den Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt und eine weitere Person nicht mitgezählt.

Kreise und kreisfreie Städte, in denen die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen über der Marke von 200 pro 100.000 Einwohner liegt, können im Einvernehmen mit dem Landesgesundheitsministerium jedoch zusätzliche Schutzmaßnahmen anordnen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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