NRW-Minister Reul positiv auf Corona getestet

Düsseldorf - Innenminister Herbert Reul (68, CDU) ist als erster Minister der nordrhein-westfälischen Landesregierung bei einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Als erster Minister in der NRW-Landesregierung ist Innenminister Herbert Reul (68, CDU) bei einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Als erster Minister in der NRW-Landesregierung ist Innenminister Herbert Reul (68, CDU) bei einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden.  © Henning Kaiser/dpa

Innenminister Herbert Reul (CDU) ist als erster Minister der nordrhein-westfälischen Landesregierung bei einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Dem Minister geht es den Umständen entsprechend gut, er führt die Amtsgeschäfte von zu Hause aus", teilte eine Ministeriumssprecherin am Montag mit.

Reul sei zuvor vom Polizeiärztlichen Dienst des Landeskriminalamts getestet worden. Der Schnelltest sei positiv ausgefallen. Das Ergebnis des präziseren PCR-Tests stehe noch aus, sagte die Sprecherin.

"Minister Reul befindet sich seit dem Vormittag für zehn Tage in häuslicher Quarantäne." Wegen aller weiteren Details stehe er in engem Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt.

Bislang hatten sich drei Minister aus dem NRW-Kabinett wegen Kontakts zu einem Corona-Patienten in häusliche Quarantäne begeben, sie hatten sich aber nicht selbst mit dem Coronavirus infiziert.

Reul als erster NRW-Minister positiv getestet

Als erste Ministerin war Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) im Oktober betroffen. Nach einem positiven Corona-Test in ihrem Umfeld begab sie sich vorsichtshalber in häusliche Quarantäne.

Wenig später ging auch Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in häusliche Quarantäne, nachdem bei einem engen Mitarbeiter das Coronavirus festgestellt worden war.

Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) war im November ins Homeoffice gewechselt, nachdem er kurzen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte.

Update, 16.04 Uhr

Eine Infektionskette innerhalb der Landesregierung steht nicht zu befürchten. "Das Kabinett in Gänze ist insofern nicht betroffen, da es seit geraumer Zeit im Video-Format zusammentritt", sagte Regierungssprecher Christian Wiermer der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Kontaktpersonen würden nun ermittelt und informiert. Zuständig sei dafür das örtliche Gesundheitsamt.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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