Konfrontation mit dem Tod bringt Klinikpersonal an Grenze: Hilft Krisenberatung?

Nürnberg - Die Beschäftigten an Bayerns Krankenhäusern stoßen angesichts der hohen Infektionszahlen an ihre Grenzen.

Krankenschwestern und Pflegekräfte arbeiten im besonders geschützten Teil der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald mit Corona-Patienten.
Krankenschwestern und Pflegekräfte arbeiten im besonders geschützten Teil der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald mit Corona-Patienten.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

"Insbesondere auf den Intensivstationen nimmt der Arbeitsdruck extrem zu", sagte der Präsident der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, Georg Sigl-Lehner.

Dazu steige mit jedem Covid-19-Patienten die psychische Belastung, weil das Risiko einer Ansteckung und die Konfrontation mit dem Tod zunehme.

Die Vereinigung bietet deshalb eine Krisenberatung an. Auch die Krankenhäuser unterstützen ihr Personal mit seelsorgerischen und psychotherapeutischen Angeboten.

Am Klinikum Nürnberg kümmert sich ein 25-köpfiges Kriseninterventionsteam um die Beschäftigten.

Die 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich über ein Krisentelefon erreichbar. Außerdem besuchen sie die besonders betroffenen Stationen regelmäßig.

Oft helfe es, über Sorgen und Unsicherheiten im Team zu sprechen, sagte die Psychologin Barbara Stein.

Im Alltag gehe das aber gerade unter.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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