Obdachlos im Corona-Winter: Hilfsaufwand viel größer als sonst

Düsseldorf - Die Versorgung von Obdachlosen wird im Corona-Winter für Kommunen und Hilfseinrichtungen zur schwierigen Aufgabe.

Im Corona-Winter wird die Versorgung von Obdachlosen für Kommunen und Hilfseinrichtungen zur schwierigen Aufgabe (Archivbild).
Im Corona-Winter wird die Versorgung von Obdachlosen für Kommunen und Hilfseinrichtungen zur schwierigen Aufgabe (Archivbild).  © picture alliance / dpa

Seit dem Ausbruch der Pandemie sind viele Anlaufstellen geschlossen oder mussten ihre Kapazitäten herunterfahren, wie Experten aus der Wohnungslosenhilfe berichten.

Die Leidtragenden seien die Menschen ohne Dach über dem Kopf, die mit kälter werdenden Temperaturen besonders geschützt werden müssen, sagte Sylvia Rietenberg, Fachreferentin für Wohnungspolitik beim Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW, der Deutschen Presse-Agentur.

"Politik und Verwaltungen sind aufgefordert, Konzepte umzusetzen, die kreativ sind. Und es braucht die Bereitschaft, dafür mehr Geld auszugeben als in den Vorjahren, weil der Aufwand einfach höher ist."

Engagierte in der Wohnungslosenhilfe berichten zudem, dass trotz kälter werdender Temperaturen viele Obdachlose die Unterkünfte meiden. Sie könnten stattdessen in Hotels oder Zelten untergebracht werden, etwa indem Freibäder geöffnet werden, schlug Rietenberg vor.

Dort gebe es Platz, Sicherheit und sanitäre Anlagen.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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