Obdachlose In Corona-Zeiten: San Francisco wird kreativ

San Francisco (USA) - Obdachlose haben es zurzeit besonders schwer. Das Coronavirus macht auch vor ihnen nicht halt. Daheim isolieren, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, können sie natürlich nicht. Deshalb wurde die Stadt San Francisco, wo besonders viele Obdachlose leben, jetzt kreativ, um den Schutzlosen zu helfen.

London Breed (45), die Bürgermeisterin von San Francisco, bei einer Ansprache.
London Breed (45), die Bürgermeisterin von San Francisco, bei einer Ansprache.  © Screenshot/Twitter/LondonBreed

Damit sich die über 8000 obdachlosen Menschen (Stand 2019) der Stadt San Francisco gegenseitig nicht zu nahe kommen und ungeschützt ihrem Schicksal erliegen, machte die Regierung jetzt vor dem Civic Center in San Francisco Platz, berichtet unter anderem die "New York Post". 

Statt in der teuren Stadt verteilt, finden jetzt rund 70 Zelte von Obdachlosen dort einen sicheren Ort. Um Gedränge zu vermeiden, wurden Kreide-Rechtecke mit Corona- Abstand auf den Asphalt gezeichnet. 

So können die Obdachlosen ganz einfach die Corona-Abstands-Regeln einhalten. In den jeweiligen Rechtecken ist, wie man auf Bildern sieht, genug Raum, um ein Zelt aufzustellen und seine sieben Sachen unterzubringen.

Dieses Lager beziehungsweise die "safe sleeping village" (Sicher schlafen Stadt) soll nicht das einzige seiner Art bleiben. Ein weiteres sei in Planung, heißt es.

Laut der Bürgermeisterin London Breed (45), sei es näcmlich besser, die Obdachlosen zu billigen und einzudämmen, als sie sich in der ganzen Stadt ausbreiten zu lassen, wird die Politikerin zitiert. "Während ich also in normalen Zeiten sagen würde, dass wir uns darauf konzentrieren sollten, Menschen hineinzubringen und keine Zeltlager zu genehmigen, haben wir, offen gesagt, im Moment nicht viele andere Optionen", sagte sie in einem Tweet.

Wenig ausgelastete Hotels als Alternative

Eine Alternative zu den Zeltlagern sei es, die Obdachlosen in Hotels unterzubringen, die zurzeit nicht ausgelastet sind. Dafür hatten sich Obdachlosen-Unterstützer ausgesprochen. Auch die "Centers for Disease Control and Prevention" raten dazu, die Zeltstädte so zu belassen, wie sie sind, es sei denn sie können in Wohnungen oder Hotels untergebracht werden.

Genau das sei sogar schon geschehen, berichtet die "New York Post weiter. 1300 Heimatlose sollen schon in Hotels untergebracht worden sein. 

Titelfoto: Screenshot/Twitter/LondonBreed

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