Österreich setzt Maskenpflicht aus

Wien - In Österreich wird die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie während der Sommermonate weitgehend aufgehoben.

Gesundheitsminister Johannes Rauch (63, Grüne, links) verkündete, dass die Maskenpflicht ausgesetzt werde. Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (41, ÖVP) gab bekannt, dass auch die Impfpflicht angesichts der Pandemie-Lage ausgesetzt sei.
Gesundheitsminister Johannes Rauch (63, Grüne, links) verkündete, dass die Maskenpflicht ausgesetzt werde. Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (41, ÖVP) gab bekannt, dass auch die Impfpflicht angesichts der Pandemie-Lage ausgesetzt sei.  © Robert Jaeger/APA/dpa

Derzeit müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten noch FFP2-Masken getragen werden.

Diese Regel werde ab 1. Juni für vorläufig drei Monate ausgesetzt, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (63, Grüne) am Dienstag in Wien.

In Krankenhäusern und Altersheimen wird die Maskenpflicht weiterhin gelten.

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"Jetzt verschafft die Pandemie uns eine Atempause", sagte Rauch. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag nur mehr bei rund 230 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - etwas unter dem deutschen Wert von 307.

Rauch machte jedoch klar, dass die Maskenpflicht wieder eingesetzt wird, wenn die Ansteckungen im Herbst wie erwartet erneut ansteigen.

Die Impfpflicht bleibt angesichts der guten Pandemie-Lage auch weiterhin ausgesetzt, wie Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (41, ÖVP) bekannt gab.

Die Verpflichtung zur Immunisierung gegen Covid-19 war zu Anfang des Jahres vom Parlament beschlossen worden, sie wurde jedoch nie praktisch umgesetzt.

Titelfoto: Robert Jaeger/APA/dpa

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