Österreichs Kanzler Kurz fordert Ende der deutschen Quarantäne-Regeln

München - Kurz vor den Pfingstferien soll aus der Sicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (34) die Alpenrepublik von der deutschen Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen werden.

Sebastian Kurz (34, r.), Bundeskanzler von Österreich, hofft auf ein baldiges Ende der deutschen Quarantäne-Regeln.
Sebastian Kurz (34, r.), Bundeskanzler von Österreich, hofft auf ein baldiges Ende der deutschen Quarantäne-Regeln.  © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

"Was ich hoffe ist, dass die Quarantäne-Regelungen bald aufgehoben werden", sagte Kurz am Dienstag am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels in München der Deutschen Presse-Agentur.

Es sei ja durchaus zu erklären, so Kurz weiter, dass es Quarantäne-Regeln brauche, wenn auf der einen Seite der Grenze die Ansteckungen zehn oder 20 mal so hoch seien wie auf der anderen Seite der Grenze.

"Aber wenn die Ansteckungszahlen ungefähr gleich sind oder in einem Nachbarland sogar niedriger sind als im eigenen Land, dann ist dies schwer argumentierbar."

Kurz betonte, er vertraue darauf, dass die Bundesregierung hier "faktenbasiert" entscheidet.

Die Infektionszahlen in Österreich sind landesweit mit einer Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) von 95,1 inzwischen deutlich niedriger als in Deutschland (115,4, Stand Dienstag).

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

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