Weinfest als Virenschleuder? Auch im Raum Meißen steigen die Corona-Zahlen

Dresden - Die Infektionszahlen in Sachsen steigen unaufhörlich. Corona-Ampeln stehen vielerorts auf Orange, der Erzgebirgskreis rutscht immer tiefer ins Rot. Dresden hingegen ist wieder im grünen Bereich. Rätselraten herrscht im relativ dünn besiedelten Kreis Meißen: Hat das Virus auf Weinfesten gestreut?

Weinfeste haben im Elbtal Tradition. Waren sie diesmal auch eine Virenschleuder?
Weinfeste haben im Elbtal Tradition. Waren sie diesmal auch eine Virenschleuder?  © imago images/Norbert Millauer

So registrierte der Erzgebirgskreis auf einen Schlag 131 neue Fälle binnen 24 Stunden. Bautzen übersprang die erste kritische Grenze von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Inzidenz) und erließ wieder strenge Regeln: private Feiern nur bis 50 Personen, Feiern in Gaststätten mit maximal 75 Gästen.

Görlitz steht mit einer Inzidenz von 42,34 kurz vor der Einstufung als Risikogebiet. Bislang sind dies nur das Erzgebirge und der Kreis Zwickau

Die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist noch unter der 35er-Marke, hat aber kurz vor den Ferien neue Fälle an Schulen hinzubekommen, so in Wilsdruff, Glashütte, Freital, Pirna und Dippoldiswalde.

Der Kreis Meißen reißt anhaltend die 35 - unter anderem, weil weitere sechs Menschen im Behindertenheim Coswig infiziert sind. 

Grund für den Anstieg in dieser Region könnten auch die Weinfeste in Meißen und Radebeul vor gut zwei Wochen sein, die an insgesamt 44 Orten gefeiert wurden. 

Die Nachbarstadt Dresden meldete unterdessen nur fünf registrierte Neu-Infektionen binnen Tagesfrist. 

Titelfoto: imago images/Norbert Millauer

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