Besucher nicht (mehr) willkommen: Pflegeheim schottet seine Bewohner ab

Berlin – Von ihren Angehörigen ab und zu besucht zu werden, ist für Menschen, die in Pflegeeinrichtungen untergebracht sind, meist eine gelungene Abwechslung. Doch damit ist in einer Einrichtung nun vorerst Schluss.

Ein Seniorenpflegeheim empfängt keine Besucher mehr.
Ein Seniorenpflegeheim empfängt keine Besucher mehr.  © Morris Pudwell

Zu groß ist die Angst, dass sich ein Bewohner mit dem gefährlichen und hoch ansteckenden Coronavirus anstecken könnte. Deswegen greift das in der Techowpromenade in Reinickendorf befindliche "Domicil" nun zu einer drastischen Maßnahme: Es lässt Besucher vorübergehend nicht mehr zu.

160 Personen werden dort betreut. Gerade für ältere und gesundheitlich nicht mehr allzu fitte Leute kann der Erreger lebensbedrohlich sein.

Im Eingangsbereich des Hauses wurde ein Schild aufgestellt, das Besucher direkt wieder zum Gehen auffordert. "Aktuell wird mit stark steigenden Fallzahlen für CoViD19 gerechnet. Deshalb müssen unsere Bewohner besonders vor Ansteckung geschützt werden, weil bekannt ist, dass die Zahl an Komplikationen bei unserer Klientel sehr hoch ist", ist darauf zu lesen.

Es wird explizit darauf hingewiesen, dass es keinen bestätigten Fall eines Infizierten in dem Seniorenpflegeheim gebe, sondern dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handele.

Anstatt persönlich bei den Senioren vorbeizuschauen, sollen die Angehörigen lieber zum Hörer greifen, wird auf dem Schild geraten.

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Die Bewohner sollen nicht der Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus ausgesetzt sein.
Die Bewohner sollen nicht der Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus ausgesetzt sein.  © Morris Pudwell

Titelfoto: Morris Pudwell

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