Polizei-Gewerkschaft beklagt Mängel: Wie gut sind unsere Beamten vor Corona geschützt?

Dresden - Die Sachsen-Chefin der Deutschen Polizeigewerkschaft, Cathleen Martin (46), beklagt die schlechte Ausstattung sächsischer Polizisten mit persönlicher Schutzausrüstung.
Gewerkschafts-Chefin Cathleen Martin (46).
Gewerkschafts-Chefin Cathleen Martin (46).  ©  Andreas Weihs

Sie bekomme wiederholt Hinweise über Mängel. So seien Schutzanzüge 2016 "abgelaufen", neue gebe es nicht bzw. zu wenig.

"Es fehlen Desinfektionsmittelspender bzw. das Mittel ist 2018 verfallen", zitiert Martin eine E-Mail an die Gewerkschaft. 

Bei der Anzeigenaufnahme in den Revieren gebe es keine Schutzvorkehrungen. 

Offen sei auch, was mit nicht personengebundenen Funkgeräten sei, die von den Kollegen nah am Mund benutzt würden.

Innenminister Roland Wöller (49, CDU) wies die Vorwürfe zurück. 

"Die sächsische Polizei ist mit der entsprechenden Schutzausrüstung ausgerüstet, das betrifft auch Gesichtsmasken. Die Lager des Polizeiverwaltungsamtes sind voll. Wir haben in den letzten Tagen auch noch mal die Reviere und Streifenwagen bestückt und die entsprechenden Dienststellen ausgerüstet." 

So mancher Polizist fühlt sich nicht ausreichend geschützt, klagt die Gewerkschaft.
So mancher Polizist fühlt sich nicht ausreichend geschützt, klagt die Gewerkschaft.  © Norbert Neumann

Neue Bestellungen seien ausgelöst. 

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Titelfoto: Norbert Neumann/ Andreas Weihs

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