Protest gegen Corona-Politik: 6000 gehen in Freiburg auf die Straße!

Freiburg - In Freiburg sind am Samstag mehrere Tausend Menschen für und gegen die staatlichen Corona-Regeln auf die Straße gegangen. Rund um die Innenstadt zogen am Nachmittag laut Polizei etwa 6000 Gegner der Corona-Politik.

Freiburg am Samstag: Teilnehmer einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen stehen auf dem Fahnenbergplatz und trommeln, während sie Schilder mit Slogans tragen.
Freiburg am Samstag: Teilnehmer einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen stehen auf dem Fahnenbergplatz und trommeln, während sie Schilder mit Slogans tragen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

In der Stadtmitte hatten sich zuvor etwa 2500 Menschen zu einer Gegendemonstration versammelt, um sich unter anderem gegen Verschwörungsideologien und Corona-Verharmlosung zu wenden.

Größere Zwischenfälle verzeichnete die Polizei zunächst nicht.

Die Freiburger Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und wurde von auswärtigen Beamten unterstützt. Ihr Einsatzkonzept zielte darauf ab, dass sich beide Demo-Lager nicht in die Quere kommen.

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Weil die Polizei mit Verkehrsbehinderungen gerechnet hatte, hatte sie vorsorglich einen Teil der B31 für den Verkehr gesperrt. Größere Staus gab es zunächst aber nicht.

Es galten Auflagen: Neben der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung waren die Demos auf bestimmte Bereiche begrenzt.

Alex Maier, der grüne Oberbürgermeister der Stadt Göppingen, appellierte am Samstag an die Gegner der Corona-Politik: "Melden Sie die Demonstration ordnungsgemäß an und halten Sie sich an die gesetzlichen Regeln."

Wer sogenannte Spaziergänge ohne Anmeldung organisiere, breche das Recht. Wer ohne Abstand und Mund-Nasen-Bedeckung in einer größeren Gruppe durch die Stadt ziehe, handle verantwortungslos.

Weil er eine Eskalation rund um die sogenannten Montags- oder Kerzenspaziergänge vermeiden will, setzt er auf das Gespräch statt auf Verbote: Maier lud Bürger für Montag (16 Uhr) zu einem Online-Gespräch ein. Über die städtische Facebook-Seite können dem Rathauschef Fragen gestellt und Ängste mitgeteilt werden, hieß es in einer Mitteilung.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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