Brandenburg-Einreisende müssen in Quarantäne: Bis zu 15.000 Euro Strafe drohen

Potsdam – Um die Ausbreitung des Coronavirus abzubremsen, gilt für die Einreise oder Rückkehr nach Brandenburg eine Quarantäne. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen zum Beispiel für Pendler. Wer sich nicht dran hält, muss mit hohen Strafen rechnen.

Die Einreise nach Brandenburg zieht eine verordnete Quarantäne nach sich. (Symbolbild)
Die Einreise nach Brandenburg zieht eine verordnete Quarantäne nach sich. (Symbolbild)  © Andreas Ludwig / 123RF

Wer von einer Auslandreise nach Brandenburg einreist, muss als Schutz vor dem Coronavirus künftig zwei Wochen in häusliche Quarantäne

Das Kabinett beschloss am Donnerstag eine Verordnung auf Grundlage einer Vereinbarung von Bund und Ländern, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte.

Sie tritt an diesem Freitag in Kraft und gilt vorerst bis zum 19. April. 

Die Quarantäne gelte für Reisen von mehr als 48 Stunden und auch, wenn man erst in ein anderes Bundesland eingereist ist. Sie ist auch in einer anderen Unterkunft als zuhause möglich.

Wer Personen und Waren transportiert, fällt nicht unter Quarantäne

Besuch von denen, die nicht zum Hausstand gehören, ist dann verboten. Bei Verstößen drohen Strafen von 150 bis zu 15.000 Euro.

Die Brandenburger Grenze bleibt etwa für polnische Pendler offen, die in Deutschland arbeiten. Ausnahmen gelten generell für Berufspendler, die im Gesundheitswesen, in Pflegeeinrichtungen, bei der Polizei, im Rechtswesen und bei staatlichen Behörden arbeiten.

Wer Personen und Waren über die Grenze transportiert, fällt auch nicht unter die Quarantäne. Diejenigen, die regelmäßig ein- und auspendeln, die weniger als 48 Stunden im Ausland waren, die wegen geteilten Sorgerechts oder einer dringenden medizinischen Behandlung gereist sind oder den anderswo lebenden Lebenspartner besucht haben, müssen ebenfalls nicht in häusliche Quarantäne.

Titelfoto: Andreas Ludwig / 123RF

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