"Querdenken"-Demo verboten: Polizei will durchgreifen!

Berlin - Die Berliner Polizei möchte das Verbot der geplanten "Querdenken"-Demonstration am Mittwoch in Berlin entschlossen durchsetzen.

Die Berliner Polizei will das Verbot der "Querdenken"-Demo am Mittwoch durchsetzen.
Die Berliner Polizei will das Verbot der "Querdenken"-Demo am Mittwoch durchsetzen.  © dpa/Fabian Sommer

Die Beamten stellten sich darauf ein, dass trotz des Verbots Demonstranten am Mittwoch in die Hauptstadt kommen, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Der Zustrom von Menschen zu verbotenen Versammlungen solle unterbunden werden.

Neben der verbotenen Demo wurden für den Tag mehrere Gegenveranstaltungen angemeldet, darunter zwei Fahrradkorsos. Die Polizei plant nach eigenen Angaben mit zahlreichen Kräften im ganzen Stadtgebiet im Einsatz zu sein.

Am vergangenen Mittwoch war die für den 30. Dezember in Berlin geplante "Querdenken"-Demonstration gegen staatliche Beschränkungen in der Corona-Krise verboten worden. Für die Kundgebung hatten die Kritiker der Corona-Politik 22.500 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni angemeldet.

"Querdenken"-Initiator Ballweg ruft dazu auf, Verbot zu akzeptieren

Initiator Michael Ballweg rief bereits dazu auf, nicht nach Berlin zu fahren.
Initiator Michael Ballweg rief bereits dazu auf, nicht nach Berlin zu fahren.  © DPA/Christoph Schmidt

Ursprünglich war die Demonstration unter dem Motto "Willkommen 2021 - das Jahr der Freiheit und des Friedens" an Silvester geplant gewesen. Wegen des allgemeinen Versammlungsverbots hatten die Organisatoren die Demonstration um einen Tag vorverlegt.

Der Gründer der "Querdenken"-Initiative Michael Ballweg hatte mit Blick auf die Demonstration in Berlin dazu aufgerufen, sich an das Verbot der "Querdenken"-Demo in Berlin zum Jahreswechsel zu halten und weder am 30. noch am 31. Dezember oder 1. Januar nach Berlin zu fahren.

Eine weitere für Mittwoch angemeldete Demonstration in Berlin mit 10.000 Teilnehmern unter dem Motto "Feuerwerk der Gefühle. Vom Jahr der Rebellion zum Jahr der Freiheit" wurde laut Polizei vom Veranstalter am Montag abgesagt.

Titelfoto: dpa/Christoph Schmidt, dpa/Fabian Sommer

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