"Querdenken": 500 Menschen demonstrieren in Schwerin

Schwerin - In Schwerin haben nach Polizeiangaben am Dienstagabend rund 500 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. 

Mit Bodo Schiffmann (52) kam ein Anführer der "Querdenken"-Bewegung nach Schwerin.
Mit Bodo Schiffmann (52) kam ein Anführer der "Querdenken"-Bewegung nach Schwerin.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bei den Protesten in der Nähe des Schweriner Schlosses waren Plakate mit Forderungen wie "Stoppt den Test-Terror", "Niemand wird uns das freie Atmen verbieten" und "Körper, Geist, Seele, alles meins!" zu sehen. Nach Polizeiangaben habe es keine Auffälligkeiten gegeben.

Die Stadt Schwerin hatte für Dienstagabend zwei Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen genehmigt, nachdem sie eine andere Demo mit bis zu 100.000 angemeldeten Teilnehmern per Ordnungsverfügung untersagt hatte. 

Nach Angaben der Landeshauptstadt stammt der Anmelder der Demonstration nicht aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die Versammlungsleiter hätten bereits mit ihrer Reise ins Bundesland gegen die Corona-Landesverordnung verstoßen und seien umgehend zur Ausreise aus dem Bundesland aufgefordert worden. 

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt nur kleine Demonstrationen

Etwa 500 Menschen kamen zur Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Schwerin.
Etwa 500 Menschen kamen zur Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Schwerin.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Ohne einen Versammlungsleiter sei ein reibungsloser Ablauf einer Demonstration nicht zu gewährleisten.

Schließlich durfte zumindest Bodo Schiffmann (52) doch wieder einreisen.  

Laut Landesregierung sind Demonstrationen in Mecklenburg-Vorpommern im Zuge der Corona-Pandemie mit bis zu 500 Menschen möglich, sofern die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 Metern zwischen den Demonstranten gesichert ist. 

Versammlungen müssten wie sonst auch bei der zuständigen Versammlungsbehörde angemeldet werden.

Eine Ausnahmegenehmigung für mehr als 500 Demonstranten könne auf Antrag erteilt werden. 

Dafür sei das Einvernehmen mit der zuständigen Gesundheitsbehörde erforderlich.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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