Reisende kamen aus Südafrika: Zwei Omikron-Fälle in Deutschland bestätigt

Aktualisiert: 27. November, 21.19 Uhr

München - In München sind nach Angaben des zuständigen Max-von-Pettenkofer-Instituts zwei Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden.

Bei Laboruntersuchungen wurde bei zwei Corona-Tests die Omikron-Variante festgestellt.
Bei Laboruntersuchungen wurde bei zwei Corona-Tests die Omikron-Variante festgestellt.  © Julian Stratenschulte/dpa

Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, erklärte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) am Samstag. Die Betroffenen hätten selbst vorausschauend eine Untersuchung auf die Virusvariante veranlasst, nachdem sie aus den Medien von der Gefahr erfahren hätten.

Nach Angaben des Institutsleiters und Virologen Oliver Keppler stehe eine Genomsequenzierung zwar noch aus, es sei aber "zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt". Die Kombination aus einem mutationsspezifischen PCR-Test und der Reiseanamnese lasse keinen Zweifel.

Einen weiteren Verdachtsfall machte am Samstag darüber hinaus Hessens Sozialminister Kai Klose (47, Grüne) bekannt. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika wurden demnach mehrere für diese Variante typische Mutationen gefunden.

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Die vollständig geimpfte Person war den Angaben zufolge am 21. November über den Frankfurter Flughafen eingereist und hatte im Laufe der Woche Symptome entwickelt. Ein genaues Ergebnis wird in diesem Fall am Montag erwartet. Klose sprach aber von einem "hochgradigen Verdacht".

Maschine aus Kapstadt landete am Freitag in München

Aus der Lufthansa-Maschine, die am Freitag in München gelandet war, sind 50 Personen in Quarantäne. Zwei weitere PCR-Tests waren positiv.
Aus der Lufthansa-Maschine, die am Freitag in München gelandet war, sind 50 Personen in Quarantäne. Zwei weitere PCR-Tests waren positiv.  © Sven Hoppe/dpa

Das bayerische Gesundheitsministerium forderte Fluggäste, die mit demselben Flug am 24. November aus Südafrika gekommen sind, auf, sich umgehend bei ihrem Gesundheitsamt zu melden.

Alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus Südafrika eingereist seien, sollten sofort ihre Kontakte reduzieren, einen PCR-Test unter Angabe ihrer Reisegeschichte machen und ferner umgehend das Gesundheitsamt kontaktieren.

Überdies gelte, dass alle Personen, die aus den vom Robert Koch-Institut als Virusvarientengebieten eingestuften Gebieten im südlichen Afrika einreisen, 14 Tage in Quarantäne müssen - das gelte auch unabhängig vom Impfstatus.

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"Wir müssen alles tun, um die Verbreitung der neuen Variante im Freistaat und in Deutschland zu verhindern", sagte eine Ministeriumssprecherin in München. Noch sei nicht klar, ob die neue Variante tatsächlich ansteckender sei und zu mehr Krankenhausaufenthalten führe.

"Bis die Wissenschaft klarer sieht, müsse wir jedoch Vorsicht walten lassen", betonte die Sprecherin.

Von der am Freitagabend in München gelandeten Lufthansa-Maschine aus Kapstadt seien 50 Menschen in Bayern in Quarantäne. Das Flugzeug war mit rund 300 Passagieren besetzt. Zwei PCR-Tests waren positiv, wie das Ministerium zuvor mitgeteilt hatte. Ob auch diese Passagiere die neue Omikron-Virusvariante tragen, ist noch unklar.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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