Unter Schutzauflagen: Gibt es bald wieder Gottesdienste?

Mainz - Gottesdienste sollen in Rheinland-Pfalz unter strengen Schutzauflagen möglichst von Mai an wieder zugelassen werden.

Der Mainzer Dom.
Der Mainzer Dom.  © Andreas Arnold/dpa

Darauf verständigten sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und die Spitzen der rheinland-pfälzischen Bistümer sowie der Landeskirchen. 

"Die Landesregierung und die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Land wollen gemeinsam sehr schnell gute Lösungen für die Gläubigen finden", sagte die Ministerpräsidentin nach einer Telefonkonferenz am Samstag mit den führenden Geistlichen des Landes.

Wer ein überzeugendes Schutzkonzept vorlegen könne, solle in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit erhalten, gemäß den jeweils aktuellen Vorgaben des Bundes und der Länder wieder zu Gottesdiensten nach dem 30. April einladen zu dürfen, so die Ministerpräsidentin. 

Sie werde in den kommenden Tagen dazu auch Gespräche mit der jüdischen Gemeinschaft und mit dem Runden Tisch Islam führen.

Am vergangenen Freitag war in einem Gespräch im Bundesinnenministerium in Berlin vereinbart worden, darauf hinzuarbeiten, dass nach dem 30. April wieder öffentliche Gottesdienste unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen zugelassen werden. 

Die Entscheidung darüber wollen die Ministerpräsidenten der Länder in ihrem Gespräch mit der Bundeskanzlerin am 30. April treffen. Die Kirchen legen dazu konkrete Schutzkonzepte für die Diözesen und Landeskirchen vor. Die Eckpunkte sollen in der nächsten Woche mit Bund und Ländern abgestimmt werden.

Beim Feiern von Gottesdiensten soll der Schutz von Gesundheit und Leben auch weiterhin oberste Priorität haben

Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dankte Dreyer, dass die Landesregierung den religiösen Belangen der Menschen eine solche Aufmerksamkeit zukommen lasse. 

Die Klarheit und Besonnenheit des politischen Handelns im Bund und in den Ländern in der Pandemie sei "stark und gut" gewesen, die Transparenz hilfreich.

Der Präsident der evangelischen Kirche der Pfalz betonte, dass beim Feiern von Gottesdiensten der Schutz von Gesundheit und Leben auch weiterhin oberste Priorität habe.

"Deshalb werden wir bis Mitte nächster Woche abgestimmte Schutzkonzepte und Regelungen vorlegen", sagte Christian Schad. "Unter diesen Voraussetzungen ab dem 3. Mai unsere Kirchen wieder für Gottesdienste zu öffnen, trägt sowohl den notwendigen Schutzanforderungen Rechnung als auch dem Grundrecht auf freie Religionsausübung."

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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