Corona-Maßnahmen sorgen auch für weniger Magen-Darm-Infektionen

Rostock - Die seit März geltenden Hygienevorschriften haben in Mecklenburg-Vorpommern offenbar nicht nur die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt.

Eine Frau desinfiziert sich die Hände.
Eine Frau desinfiziert sich die Hände.  © Sina Schuldt/dpa

Auch die Zahl schwerer Magen-Darm-Infektionen scheint dadurch schwacher auszufallen. Wie aus Erhebungen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Rostock hervorgeht, wurden im laufenden Jahr im Nordosten bislang etwa 960 Patienten mit einer Norovirus-Infektion registriert. Das waren nur halb so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Noch deutlicher war der Rückgang bei Ansteckungen mit dem Rotavirus, das ebenfalls schweren Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen verursacht. 

Seit Jahresanfang wurden dem Landesamt 170 Erkrankungsfälle gemeldet. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2019 waren es fast zehn Mal so viele. Allerdings flachte die Kurve damals im zweiten Halbjahr drastisch ab.

Eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales wies darauf hin, dass es seit Jahren Schwankungen bei der Zahl der gemeldeten Erkrankungen und auch eine kaum quantifizierbare Dunkelziffer gebe. Doch sei der Rückgang in diesem Jahr besonders auffällig.

Die Viren werden vor allem über sogenannte Schmierinfektionen übertragen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass häufiges Händewaschen und Abstand halten - gefordert als Schutzmaßnahmen gegen Corona-Infektionen - auch Ansteckungen mit Noro- und Rotaviren verhindert haben.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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