Nach Tönnies-Skandal: Großangelegte Coronavirus-Tests in mehreren Fleischereien

Saarbrücken - Im Saarland sollen rund 500 Beschäftigte in verschiedenen Fleischproduktionen vom kommenden Freitag an auf das Coronavirus getestet werden. 

Schweinehälften werden einer Großfleischerei verarbeitet (Symbolbild).
Schweinehälften werden einer Großfleischerei verarbeitet (Symbolbild).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Landesregierung reagiere damit auf die jüngsten Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen und Luxemburg, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. 

"Trotz sinkender Fallzahlen ist die Corona-Pandemie nicht vorüber", erklärte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Mit Hilfe der Tests ließen sich potenzielle Infektionsherde früh erkennen.

Zwar sei die Situation im Saarland mit Blick auf die Betriebsgrößen keinesfalls vergleichbar mit der etwa in Nordrhein-Westfalen, "das heißt aber nicht, dass wir uns beruhigt zurücklehnen werden", sagte Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD). 

Die Abstriche werden vom Gesundheitsamt Saarbrücken in Betrieben mit mehr als 100 Mitarbeitern in der Produktion durchgeführt und ausgewertet.

Dabei kommt erneut das sogenannte "Poolingverfahren" zum Einsatz, mit dem mehrere Proben gleichzeitig analysiert werden, um trotz der hohen Testanzahl möglichst zeitnah Ergebnisse zu erhalten.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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