Sachsen-Anhalt hält weiterhin an Isolationspflicht bei Corona-Infektion fest

Magdeburg - Auch wenn andere Länder von der Isolationspflicht für Corona-Infizierte abrücken - Sachsen-Anhalt hält an ihr fest.

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (60, SPD) erklärte am Freitag, dass weiterhin an der Selbstisolierung Corona-Infizierter festgehalten werden soll.
Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (60, SPD) erklärte am Freitag, dass weiterhin an der Selbstisolierung Corona-Infizierter festgehalten werden soll.  © Ronny Hartmann/dpa

"Nach unserem Kenntnisstand verläuft der Großteil der Erkrankungen eben nicht symptomlos, so dass eine Aufhebung der Isolationspflicht auch nicht zu einer Entspannung der Personalsituation führt", erklärte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (60, SPD) am Freitag in Magdeburg.

"Niemand weiß, wie die nächsten Monate mit neuen Virusvarianten verlaufen werden. Jetzt dürfen wir die Gesundheit von Älteren und Vorerkrankten nicht aufs Spiel setzen."

Aktuell gilt, dass Infizierte für fünf Tage isoliert bleiben sollen.

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Die Selbstisolierung sollte erst nach einem negativen Test beendet werden.

Zuvor hatte das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass sich vier Bundesländer darauf verständigt hätten, die Isolationspflicht aufzuheben.

Die aktuelle Regelung besagt, dass Infizierte fünf Tage in häuslicher Isolation bleiben sollen, bevor sie sich "freitesten" dürfen. (Symbilbild)
Die aktuelle Regelung besagt, dass Infizierte fünf Tage in häuslicher Isolation bleiben sollen, bevor sie sich "freitesten" dürfen. (Symbilbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Vier Bundesländer wollen Selbstisolierung aufheben

Es handele sich um Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein. In diesen Ländern sollten "zeitnah" neue Regelungen in Kraft treten, die Details würden derzeit ausgearbeitet.

Grimm-Benne erklärte weiter, ihr sei bewusst, dass es im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) dazu unterschiedliche Auffassungen gebe.

"Hier gibt es noch dringenden Gesprächsbedarf vor allem hinsichtlich eines bundesweit einheitlichen Vorgehens", sagte sie als amtierende GMK-Vorsitzende.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Gollnow/dpa, Ronny Hartmann/dpa

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