Sachsen lockert ab Donnerstag: Masken weg, Discos auf und was sich sonst noch ändert

Von Christiane Raatz

Dresden - Die Maskenpflicht im Freien fällt, in der Disco darf ohne Maske getanzt werden, Konzerte sind erlaubt: Ab Donnerstag ist in Sachsen vieles wieder möglich. Lediglich die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante bremst die Hoffnung auf einen unbeschwerten Sommer.

Eine Frau tanzt während eines Konzerts der Band Meute, die in der Reihe "Picknick-Konzerte" auf dem Messegelände auftritt. Die Maskenpflicht im Freien fällt in Zukunft weg.
Eine Frau tanzt während eines Konzerts der Band Meute, die in der Reihe "Picknick-Konzerte" auf dem Messegelände auftritt. Die Maskenpflicht im Freien fällt in Zukunft weg.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Im Sommermonat Juli greifen in Sachsen neue Corona-Regeln. Die neue Landesverordnung gilt vom 1. bis zum 28. Juli und sieht umfassende Lockerungen bei niedrigen Infektionszahlen vor.

Dafür wurde in die neue Corona-Schutzverordnung ein neuer Schwellenwert aufgenommen - eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 10. Diese Marke wird derzeit in allen Landkreisen und Städten deutlich unterschritten. Lockt damit ein unbeschwerter Sommer? Das sind die neuen Regeln:

SCHWELLENWERTE

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Die neue Verordnung - das mittlerweile 34. Regelwerk - legt Schwellenwerte von 10, 35, 50 und 100 fest. Je nachdem gelten dann Lockerungen oder Verschärfungen - und zwar nach der "Fünf-plus-Zwei-Regelung": Wenn die Schwellenwerte an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten werden, gelten ab dem übernächsten Tag die bisher bekannten Verschärfungen.

Sachsen musste auch wieder Regeln bei steigenden Infektionszahlen über 100 festlegen, weil die bundesweit einheitliche Notbremse zum 30. Juni ausläuft. Unter der Inzidenz-Marke von 10 entfallen die meisten Beschränkungen.

Aber nicht die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner allein zählt - Verschärfungen gelten, wenn 1300 Covid-Patienten auf den Normalstationen liegen oder 420 Menschen auf der Intensivstation.

Maske unter freiem Himmel? Nicht mehr bei Inzidenz unter 10! Auch an Schulen und Kitas wird gelockert

Ein Schüler testet sich mit einem Schnelltest auf das Coronavirus. Ab 1. Juli muss nur noch einmal die Woche getestet werden.
Ein Schüler testet sich mit einem Schnelltest auf das Coronavirus. Ab 1. Juli muss nur noch einmal die Woche getestet werden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

MASKENPFLICHT

Die Pflicht, unter freiem Himmel eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, entfällt bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter zehn Neuinfektionen je 100.000 Einwohner komplett.

Bisher musste eine Maske auch unter freiem Himmel getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden konnte.

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Lediglich beim Einkaufen, in Bus und Bahn sowie bei körpernahen Dienstleistungen wie beim Friseur bleibt der Mund-Nasenschutz weiter Pflicht.

Im Pflegeheim müssen Beschäftigte und Besucher eine FFP2-Maske tragen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind.

SCHULEN UND KITAS

Vom 1. Juli an müssen sich Schüler und Lehrer statt wie bisher zweimal pro Woche nur noch einmal testen lassen. Voraussetzung ist auch hier die Sieben-Tage-Inzidenz von unter zehn. Generell sollen Schulen und Kitas künftig nicht mehr so schnell schließen - auch wenn die Zahl der Corona-Infektionen wieder nach oben schnellen sollte.

Sie sollen unabhängig von den Inzidenzwerten geöffnet bleiben. Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf über 100, gehen laut Kultusministerium Grund- und Förderschulen sowie Kitas in den eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen und Klassen.

An weiterführenden Schulen wird im Wechselmodell unterrichtet.

Keine Kontaktbeschränkungen mehr, Feiern ohne Maske aber mit Corona-Test

Auch in Musikclubs und Diskotheken darf wieder mit Test, aber ohne Maske getanzt und gefeiert werden.
Auch in Musikclubs und Diskotheken darf wieder mit Test, aber ohne Maske getanzt und gefeiert werden.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

KONTAKTE UND KONZERTE

Ab 1. Juli gibt es keine Kontaktbeschränkungen mehr (bei einer Inzidenz unter zehn): Partys mit Freunden, Familienfeiern und Sommerfeste sind dann wieder möglich, ohne dass man auf Hausstände oder die Zahl der geladenen Gäste achten muss.

Auch Großveranstaltungen wie Konzerte mit mehr als 1000 Teilnehmern sind erlaubt - aber nur mit Hygienekonzept, Kontakterfassung und aktuellem Negativ-Test.

Auch in Musikclubs und Diskotheken darf wieder mit Test, aber ohne Maske getanzt und gefeiert werden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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