Neue Regeln! Sachsen führt Corona-Bußgeld ein

Dresden - Als drittletztes Bundesland führt Sachsen Corona-Bußgeld ein: 60 Euro pro Verstoß.

"Gerade in Bussen und Bahnen ist inzwischen zu beobachten, dass zunehmend Menschen keine Maske tragen", sagt Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD).
"Gerade in Bussen und Bahnen ist inzwischen zu beobachten, dass zunehmend Menschen keine Maske tragen", sagt Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD).  © Holm Helis

Die Strafe gilt ab 1. September, wenn in Läden oder dem Nahverkehr keine Maske getragen wird.

"Gerade in Bussen und Bahnen ist inzwischen zu beobachten, dass zunehmend Menschen keine Maske tragen", sagt Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD). Manche Sünder reagierten sogar rüde. Das erlebten auch Verkäuferinnen, die Maskenverweigerer ansprechen.

Das Bußgeld verleihe Menschen, die darauf achteten, etwas mehr "Kraft", so Köpping. "Unser Ziel ist nicht, etwas zu verbieten. Es geht um den Schutz der Menschen. Das Bußgeld soll dem Nachdruck verleihen." 

Die ab 1. September geltende Regelung muss noch von der Landesregierung beschlossen werden. Das soll in einer Woche passieren. 

Im ÖPNV soll die Durchsetzung auch von den Kontrolleuren überwacht werden. Sie sollen auch das Bußgeld (60 Euro pro Fall) sofort kassieren dürfen. In Läden (ebenfalls 60 Euro) soll die Vollstreckung dem Ordnungsamt bzw. der Polizei vorbehalten bleiben. 

Was weiterhin ab 1. September geplant ist

Öffentliche Tanzveranstaltungen in Clubs, Bars und Diskotheken bleiben verboten. Prostitution soll ab dem 1. September in einer soften Variante erlaubt sein. Nämlich: Massage ja, Sex nein.

Ob es Sportwettkämpfe mit mehr als 1000 Zuschauern gibt, wird geprüft. Noch diskutiert wird, ob es auch, wie angekündigt, bei Großveranstaltungen wie Volksfesten, Jahrmärkten und Weihnachtsmärkten mehr als 1000 Besucher sein dürfen. Theater und Kongresse dürfen schon jetzt mehr als 1000 Besucher pro Veranstaltung haben - wenn die Nachverfolgbarkeit eines jedes einzelnen Zuschauers über die Adresse möglich ist.

Familienfeiern dürfen weiterhin bis zu 100 Personen stark sein.

Titelfoto: Holm Helis

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