Sachsen verschärft erneut Corona-Regeln: Was gilt ab sofort?

Dresden - Schon seit Montag ist Sachsen in einem harten Lockdown, nun passt der Freistaat seine Regeln noch einmal an den bundesweiten Lockdown an. Was ändert sich also?

Sowohl in der Landeshauptstadt Dresden als auch im Rest Sachsens gelten ab diesem Mittwoch noch einmal strengere Corona-Beschränkungen.
Sowohl in der Landeshauptstadt Dresden als auch im Rest Sachsens gelten ab diesem Mittwoch noch einmal strengere Corona-Beschränkungen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die neuen Corona-Regeln treten von diesem Mittwoch an in Kraft und sind bis zum 10. Januar gültig. So müssen etwa Friseure, die bisher von der Schließung ausgenommen waren, ihre Läden dichtmachen. Zugleich gelten strengere Regeln für Treffen mit Familien und Freunden an den Weihnachtsfeiertagen sowie ein Verkaufsverbot für Silvesterböller.

Auch im Sächsischen Landtag spielt die Corona-Pandemie am Mittwoch eine Rolle. Die Staatsregierung will sich in einem Bericht mit den jüngsten Beschlüssen befassen.

Unterdessen hat sich die Corona-Lage in Sachsen weiter verschärft. Das Robert Koch-Institut meldete am Mittwoch 5603 neue Infektionen im Vergleich zum Vortag. Zudem starben weitere 153 Corona-Patienten.

Auch die Sieben-Tages-Inzidenz, also der Wert von Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, betrug am Dienstag 407,1. Das ist mit Abstand der höchste Wert aller Bundesländer.

Das sind die neuen Corona-Regeln in Sachsen ab dem 16. Dezember

Neuerdings müssen auch Friseure ihre Läden schließen.
Neuerdings müssen auch Friseure ihre Läden schließen.  © Roland Weihrauch/dpa

Hier ein Überblick über die wichtigsten neuen Gebote und Verbote im Freistaat, die ab sofort und bis zum 10. Januar gelten:

Einkaufen: Bereits seit Montag haben zahlreiche Läden im Einzelhandel, etwa Einkaufszentren und Möbelmärkte in Sachsen geschlossen. Nun kommen noch die Friseure hinzu. Für Gewerbetreibende bliebt der Großhandel geöffnet, ebenso Baumärkte für Handwerksbetriebe. Öffnen dürfen auch Gartenbaubetriebe und Baumschulen, die selbst produzieren.

Weihnachten: War bisher geplant, dass sich über die Weihnachtsfeiertage zehn Menschen treffen konnten, dürfen nun vom 24. bis zum 26. Dezember lediglich vier weitere Personen aus dem engsten Familien- oder Freundeskreis zum eigenen Haushalt hinzukommen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Zudem wird empfohlen, Kontakte fünf bis sieben Tage vor dem Treffen "auf ein absolutes Minimum" zu reduzieren.

Silvester: Zu Silvester gibt es anders als geplant nun keine Ausnahme von den Corona-Kontaktbeschränkungen: Es dürfen also höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten gemeinsam feiern, Kinder bis zum 14. Geburtstag werden nicht mitgezählt.

Feuerwerk: Der Verkauf von Pyrotechnik ist verboten. Geregelt wird das vom Bund. Wer bereits Böller und Raketen gekauft hat, kann diese im privaten Rahmen zünden. Um die Krankenhäuser nicht durch zusätzlich Verletzte zu belasten, rät das Ministerium allerdings davon ab.

Notbetreuung: Die Liste der Notbetreuung wurde erweitert. Von Mittwoch an können auch Bestatter und Mitarbeiter von Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen ihre Kinder betreuen lassen.

Tests: Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten - und Pflegeheimen sowie bei ambulanten Pflegediensten sollen sich möglichst zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen.

Weitere Informationen zur aktuellen Lage in Sachsen findet Ihr im TAG24-Corona-Ticker.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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