Wegen Corona-Krise: Sachsens Schäfer bleiben auf Osterlämmern sitzen

Dresden - Sachsens Schäfer befürchten, wegen der Corona-Krise auf ihren Osterlämmern sitzen zu bleiben.

Detlef Rohrmann (61) vom Schaf- und Ziegenzuchtverband steht in seinem Stall zwischen Lämmern und Schafen.
Detlef Rohrmann (61) vom Schaf- und Ziegenzuchtverband steht in seinem Stall zwischen Lämmern und Schafen.  © Sebastian Kahnert/dpa

„Die Gaststätten, die in der Osterzeit traditionell Lamm auf den Tisch bringen, haben derzeit geschlossen - da haben wir ganz große Schwierigkeiten, unsere Lämmer abzusetzen“, sagt Detlef Rohrmann (61), Chef des Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes.

Die meisten Lämmer würden nicht direkt verkauft, sondern gehen zum Großhändler - unter anderem in große Schlachtereien nach Hessen oder Brandenburg. 

Die Großhändler klagten ebenso über gesunkene Abnahmemengen, so der Verbands-Chef. 

Den Schäfern drohe daher, dass sie auf ihren Lämmern sitzen blieben - oder dass sie diese in den nächsten Wochen nur nach und nach losbekämen. „Für einen schlechten Preis“, fürchtet Rohrmann.

Bereits im vorigen Jahr hatten Sachsens Schafzüchter mit gesunkenem Absatz zu kämpfen, weil der Markt mit billigem Lammfleisch aus England und Irland regelrecht überschwemmt wurde.


Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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