Video zeigt, wie schnell wir uns am Buffet infizieren können

Tokio (Japan) - Ein japanischer Fernsehsender führte mit Experten einen besonderen Test durch. Das Ergebnis ist erschreckend.

Überall ist fluoreszierende Farbe, die Viren versinnbildlicht.
Überall ist fluoreszierende Farbe, die Viren versinnbildlicht.  © Screenshot/Twitter/nhk_news

Japans öffentlich-rechtlicher TV-Sender NHK trommelte Gesundheits-Experten und Freiwillige zusammen, um sie einen Restaurant-Besuch simulieren zu lassen.

Einer der zehn Probanden bekam etwas fluoreszierende Farbe auf seine Hand gegeben. Die Farbe symbolisiert in diesem Experiment das neuartige Coronavirus, das oftmals unbemerkt in der Handinnenfläche überlebt, bis man sie sich wäscht.

Anschließend hatten alle Freiwilligen eine halbe Stunde, in der sie das Buffet aufsuchen und so viel essen konnten, wie sie wollten.

Nach der halben Stunde ging das Licht aus. Die Forscher schalteten UV-Licht ein und sahen, wo sich die fluoreszierende Farbe, also das potenzielle Virus, überall verteilte.

Ergebnis des Restaurant-Besuchs ist vernichtend

Essen selbst entnehmen: Vorerst ist das in Deutschland nicht erlaubt. (Symbolbild)
Essen selbst entnehmen: Vorerst ist das in Deutschland nicht erlaubt. (Symbolbild)  © dpa/Christoph Soeder

Auch, wenn sich fluoreszierende Farbe anders verbreitet, als Viren, ist der Ansatz in diesem Video treffend. 

Denn viel braucht es den Wissenschaftlern nach nicht, um das Coronavirus zu verbreiten: Ein Infizierter hustet sich in die Hand und wäscht sie sich anschließend nicht. 

Schon würde der Krankheitserreger überall dort verteilt, wo der Patient Dinge mit der Hand berührt.

In diesem Fall war es der Deckel des Gefäßes, in dem das Buffet-Essen lag, eine Zange zum Entnehmen der Speisen, Teller, Besteck, Gläser, die Oberfläche des Tisches. 

Natürlich "steckten" sich auch andere in dem Test an.

Das Video des Experiments

Vorerst keine Buffets in Deutschland

Innerhalb von nur wenigen Minuten trug jeder der neun anderen Studien-Teilnehmer "das Virus" an sich. 

Drei Probanden fassten sich sogar anschließend ins Gesicht. Diese drei wären höchstwahrscheinlich infiziert, so es sich um das echte Coronavirus gehandelt hätte.

Das einzige, was helfe, die Verbreitung der neuartigen Lungenkrankheit zu minimieren, sei regelmäßiges Händewaschen.

Der Versuch unterstreicht dabei, dass das Handeln der deutschen Regierung richtig gewesen sein dürfte, Buffets in Restaurants und Hotels vorerst zu verbieten.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/nhk_news

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