200 Fälle in einer Woche: So dreist versuchen Schummler, an Impfungen zu kommen!

Hamburg - Immer wieder versuchen Schummler in Hamburg an eine Corona-Schutzimpfung zu kommen! In rund 200 Fällen hätten allein in der vergangenen Woche im Zentralen Impfzentrum in den Messehallen Impfwillige abgewiesen werden müssen, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur.

Allein 200 Mal in der vergangenen Woche haben Schummler in Hamburg versucht, an eine Corona-Impfung zu kommen. (Symbolfoto)
Allein 200 Mal in der vergangenen Woche haben Schummler in Hamburg versucht, an eine Corona-Impfung zu kommen. (Symbolfoto)  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Grund seien falsche Angaben bei der Terminvereinbarung gewesen. So seien in 35 Prozent der Fälle die Betroffenen noch keine 80 Jahre alt gewesen.

Zwar müsse man bei der Online-Anmeldung versichern, dass man laut Impfverordnung berechtigt ist. Die Überprüfung finde jedoch erst im Impfzentrum statt.

"Wenn sich dabei aber herausstellt, dass die Personen, die sich im Impfzentrum einfinden, gar nicht berechtigt sind, kann keine Impfung durchgeführt werden", sagte Helfrich. "Das Personal ist angewiesen, Personen, die derzeit nicht impfberechtigt sind, abzuweisen."

22 Prozent und damit ein gutes Viertel der Impf-Schummler aus der vergangenen Woche hatte den Angaben zufolge seinen Hauptwohnsitz außerhalb Hamburgs.

"Für die Schutzimpfungen gilt das Wohnortprinzip – das heißt, Menschen haben nur in ihrer Kommune des Hauptwohnsitzes einen Anspruch." Wie zur Überprüfung des Alters reiche auch in solchen Fällen ein Blick in den Personalausweis.

Auch fehlende oder gefälschte Tätigkeitsnachweise führten zu Ablehnungen

"In 19 Prozent der Fälle war ein fehlender, unzureichender oder nicht glaubhafter Tätigkeitsnachweis der Grund für die Ablehnung", sagte Helfrich. "In 9 Prozent der Fälle hatten die Personen angegeben, zum impfberechtigten medizinischen Personal zu gehören, ohne das nachweisen zu können."

In Einzelfällen habe es auch "fälschungsverdächtige Arbeitgebernachweise oder unzureichende Identitätsnachweise" gegeben. Solche Fälle würden angezeigt.

Titelfoto: Michael Sohn/POOL AP/dpa

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