Schwere Symptome: Frau steckt Katze mit Coronavirus an!

Lüttich (Belgien) - Zum ersten Mal, seit sich das neuartige Coronavirus auf der ganzen Welt verbreitet, wurde jetzt eine Katze mit dem Virus infiziert.

Eine Katze soll sich bei ihrer Besitzerin mit dem Coronavirus angesteckt haben. (Symbolbild)
Eine Katze soll sich bei ihrer Besitzerin mit dem Coronavirus angesteckt haben. (Symbolbild)  © dpa/Julian Stratenschulte

Wie das belgische Gesundheitsministerium laut der Brussels Times am heutigen Freitagmorgen mitteilte, leide nun erstmalig auf der Welt eine Katze am Coronavirus.

Das Tier steckte sich höchstwahrscheinlich bei ihrer Besitzerin an, die bereits in der vergangenen Woche positiv getestet wurde.

Weltweit ist dies erst der dritte Fall überhaupt, dass sich ein Tier bei einem Menschen angesteckt hat. Laut dem Gesundheitsministerium sind in Hongkong zwei Hunde betroffen. Und nun diese Hauskatze.

Aber es gibt einen gravierenden Unterschied: Die Hunde würden keine Anzeichen einer Erkrankung zeigen.

Doch die Katze leidet nach Angaben des Bundesnahrungsmittelamtes unter schweren Atem- und Verdauungsstörungen.

So geht es der Corona-Katze jetzt

Eine Illustration des neuartigen Coronavirus.
Eine Illustration des neuartigen Coronavirus.  © dpa/Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP

"Die Katze hatte Durchfall, erbrach sich immer wieder und hatte Atembeschwerden", sagte ein Professor auf der morgendlichen Pressekonferenz des belgischen Gesundheitsministeriums. 

Ein Veterinär untersuchte auf diese Beschwerden hin den Kot des Vierbeiners und fand dort das neuartige Virus.

Es gebe zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Hinweise darauf, dass das Virus auch andersrum, also von Haustieren auf Menschen, übertragen werden könne.

Ob die Katze noch lebt, beantwortete das Ministerium am Freitagmorgen vorerst nicht. 

Der Nationale Tierschutzrat nutzte die Gelegenheit, um noch einmal deutlich zu machen, dass Hunde- und Katzenhalter nun nicht in Panik verfallen müssen: "Tiere sind keine Überträger der Epidemie, daher gibt es keinen Grund, Ihr Tier aufzugeben", teilten die Tierschützer der Brussels Times mit.

Wenn man sich vor und nach dem Streicheln die Hände wäscht und die Tiere in der aktuellen Zeit nicht mit seinem Gesicht schmust, soll die Gefahr einer Ansteckung weitgehend ausgeschlossen sein.

Belgische Tierärzte sind zudem gewarnt und treffen weitergehende Sicherheitsvorkehrungen, damit auch die Ausbreitung in ihren Kliniken unterbunden wird.

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Titelfoto: dpa/Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP, dpa/Julian Stratenschulte

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