Soll die Corona-Notlage in Deutschland enden? Mehrheit der Deutschen ist sich einig

Berlin - Braucht Deutschland noch einen bundesweiten Corona-Ausnahmezustand? Die Mehrheit der Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge dafür, die seit eineinhalb Jahren geltende Notlage auslaufen zu lassen - aber gleichzeitig Schutzmaßnahmen weiter aufrechtzuerhalten.

Maskenpflicht, AHA-Regeln, 3G-Regeln: Corona hat Deutschland nach wie vor im Griff, aber braucht es auch noch einen Ausnahmezustand? (Symbolbild)
Maskenpflicht, AHA-Regeln, 3G-Regeln: Corona hat Deutschland nach wie vor im Griff, aber braucht es auch noch einen Ausnahmezustand? (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

57 Prozent würden es laut einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen YouGov-Befragung befürworten, wenn die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite ab Ende November unter fortbestehender Einhaltung von 3G-, Hygiene- und Abstandsregeln nicht mehr verlängert würde.

27 Prozent würden das ablehnen, 16 Prozent machten keine Angabe.

Die Zustimmung für ein Auslaufen der "epidemischen Lage" liegt bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren am höchsten (79 Prozent) und ist im Osten höher (61 Prozent) als im Westen (56 Prozent). Männer sind eher für ein Ende des bundesweiten Ausnahmezustands (62 Prozent) als Frauen (51 Prozent).

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Die "epidemische Lage nationaler Tragweite" muss regelmäßig vom Bundestag festgestellt werden. Sie ist Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland.

Jens Spahn fordert Ende der Corona-Notlage ab 25. November

Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hatte sich dafür ausgesprochen, sie nicht noch einmal zu verlängern und zum 25. November auslaufen zu lassen.

Er sprach sich aber gleichzeitig dafür aus, Schutzmaßnahmen wie 3G beizubehalten.

Seitdem wird kontrovers darüber diskutiert, ob ein solches Vorgehen richtig oder riskant wäre.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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