Sollen in Deutschland alle Corona-Regeln verschwinden? Umfrage liefert klares Ergebnis

Berlin - Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen!

AHA-Regeln, Maskenpflicht, 3G oder sogar 2G: Die Mehrheit der Deutschen will die Corona-Maßnahmen beibehalten. (Symbolbild)
AHA-Regeln, Maskenpflicht, 3G oder sogar 2G: Die Mehrheit der Deutschen will die Corona-Maßnahmen beibehalten. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür.

Dänemark hatte vor Kurzem bei einer Impfquote von 83 Prozent alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. In Deutschland waren zuletzt rund 62 Prozent der Menschen vollständig geimpft, deshalb lautete nun die Frage: "Sollten in Deutschland jetzt alle Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufgehoben werden?"

33 Prozent lehnten dies kategorisch ab, 28 Prozent antworteten mit "eher nein". 19 Prozent sind entschieden für eine Aufhebung, 14 Prozent wählten "eher ja". Die stärkste Ablehnung eines sofortigen Endes aller Beschränkungen gab es bei alten Menschen.

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Mittlerweile sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in Deutschland knapp 64 Prozent der Menschen komplett gegen das Coronavirus geimpft.

Noch kein "Freedom Day" von Corona-Beschränkungen in Deutschland in Sicht

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, Andreas Gassen, hat ein Ende aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober gefordert. Die Bundesregierung erteilte dem eine Absage.

"Die Debatte um das Fallenlassen aller Maßnahmen ignoriert völlig die Belange der Bevölkerungsgruppen, die sich nicht impfen lassen können, und das sind insbesondere alle Kinder unter 12 Jahren", sagte der Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes, Daniel Grein, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Die Anliegen von Kindern fanden in der Pandemie ohnehin zu wenig Gehör." Die aktuelle Debatte reihe sich in diese Erfahrung ein. Einen "Freedom Day" schätzte er als zu risikoreich ein.

"Die Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung – gerade auch bei Kindern – sind noch nicht bekannt. Deshalb ist es zynisch, die Kinder jetzt diesem Risiko unkontrolliert aussetzen zu wollen."

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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