Sorge um freie Künstler: Rettung durch Grundeinkommen?

Berlin/Potsdam – Ulrike Liedtke (61), die Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrats, sagte gegenüber der dpa, dass alle kulturellen Veranstaltungen abzusagen, eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen den Coronavirus sei.

Viele Künstler sind infolge der Schließung von Kultureinrichtungen in einer schwierigen finanziellen Lage. (Symbolbild)
Viele Künstler sind infolge der Schließung von Kultureinrichtungen in einer schwierigen finanziellen Lage. (Symbolbild)  ©  Christophe Gateau/dpa

"Kompromisse halte ich im Moment für falsch, wenn man die Kette der Ansteckungen unterbrechen will", meint sie. Ein Buch zu lesen oder eine CD zu hören, sei auch kulturelles Leben.

Liedtke hält finanzielle Hilfe vor allem für freie Künstler für notwendig – und damit ist sie nicht die einzige.

Moderator Jan Böhmermann sorgte schon vor einigen Tagen bei Twitter für Aufmerksamkeit, als er Solidarität und wirtschaftliche Unterstützung für Künstler, Autoren und Kulturstätten einforderte. "Kultur und Kunst sind kein Luxus. Wer Banken rettet, muss auch jetzt helfen", schrieb er und erntete dafür viel Zuspruch.

Nicht minder gut kommt eine erst am Freitag gestartete Online-Petition an, die ein Grundeinkommen für unter anderem Künstler, Musiker, Kreative und Selbstständige fordert. 

Diese richtet die Initiatorin an Finanzminister Olaf Scholz (61, SPD), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (61, CDU) und den Bundestag generell. Innerhalb kürzester Zeit kamen schon zehntausende Unterschriften für die Petition zusammen.

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Ulrike Liedtke (61), Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrats, will finanzielle Hilfe für freie Künstler.
Ulrike Liedtke (61), Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrats, will finanzielle Hilfe für freie Künstler.  © dpa/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild

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